DE968105C - Behandlung von Pflanzen zwecks Bekaempfung der Erreger von Pilzkrankheiten - Google Patents

Behandlung von Pflanzen zwecks Bekaempfung der Erreger von Pilzkrankheiten

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DE968105C
DE968105C DEN7723A DEN0007723A DE968105C DE 968105 C DE968105 C DE 968105C DE N7723 A DEN7723 A DE N7723A DE N0007723 A DEN0007723 A DE N0007723A DE 968105 C DE968105 C DE 968105C
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DE
Germany
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plants
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treatment
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Expired
Application number
DEN7723A
Other languages
English (en)
Inventor
Johannes Thomas Hackmann
Willem Albertus Pel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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Publication date
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N47/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid
    • A01N47/40Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid the carbon atom having a double or triple bond to nitrogen, e.g. cyanates, cyanamides
    • A01N47/42Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid the carbon atom having a double or triple bond to nitrogen, e.g. cyanates, cyanamides containing —N=CX2 groups, e.g. isothiourea

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 23. JANUAR 1958
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 451 GRUPPE 3oi INTERNAT. KLASSE A01 η
N 7723 IVa 1451
Johannes Thomas Hackmann und Willem Albertus Pel, Amsterdam (Niederlande)
sind als Erfinder genannt worden
N. V. De Bataafsche Petroleum Maatschappij, Den Haag
Behandlung von Pflanzen zwecks Bekämpfung der Erreger von Pilzkrankheiten
Zusatz zum Patent 947 209
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 7. November 1952 an
Das Hauptpatent hat angefangen am 21. September 1952
Patentanmeldung bekanntgemadit am 29. März 1956
Patenterteilung bekanntgemacht am 2. Januar 1958
Die Erfindung bezieht sich auf die Behandlung von Pflanzen mit bestimmten Isothioharnstoffderivaten zwecks Bekämpfung von durch Pilze hervorgerufenen Krankheitserregern.
Gemäß dem Hauptpatent 947209 finden hierfür Verbindungen Verwendung, die der allgemeinen Formel
NH2
C = NH
S-R
genügen, worin R ein gegebenenfalls substituiertes Alkylradial mit 1 bis 9 Kohlenstoffatomen darstellt. Auch die Verwendung der Salze solcher Verbindungen, insbesondere der HCl-, HBr- oder H3PO4-Salze, ist gemäß dem Hauptpatent vorgesehen.
Weitere Untersuchungen ergaben, daß sich bei der Bekämpfung von pilzlichen Krankheitserregern gute Resultate erzielen lassen, wenn man hierfür S-Alkylisothioharnstoffe obiger allgemeiner Formel verwendet, bei denen eines oder mehrere der an die beiden Stickstoffatome gebundenen Wasserstoffatome durch eine bzw. mehrere Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Acyl- und bzw. oder Aroylgruppen substituiert sind und bei denen der am Schwefelatom
709 862/71
sitzende Alkylrest nicht mehr als 9 C-Atome aufweist. Beispiele solcher Verbindungen sind: S-Nonyl-N-methylisothioharnstoff, S-Heptyl-N-phenylisothioharnstoff, S-Octyl-N-acetylisothioharnstoff, S-Octyl-N-benzoylisothioharnstoff, S-3,5,5-Trimethyl - hexyl - N-methyl - N-phenylisothioharnstoff, S - Octyl - N1N' - diacetylisothioharnstoff, S-Heptyl-N.N'-dibenzoylisothioharnstoff, S -Octyl-N,N'-dicarbomethoxyisothioharnstoff, S - Heptyl - Ν,Ν'-di-ο carbophenoxyisothioharnstoff.
Wie für die an den Stickstoffatomen nicht substituierten Verbindungen des Hauptpatents, so gilt auch für die hier zusätzlich beschriebenen, substituierten Verbindungen, daß sie gegebenenfalls in Form ihrer Salze, insbesondere der HCl-, HBroder H3PO4-Salze, angewandt werden können.
Wie für die Verbindungen nach dem Hauptpatent, so gilt auch für die hier zusätzlich beanspruchten,, an den Stickstoffatomen substituierten Verbindungen, daß sie auf alle Pilze eine im wesentlichen gleiche Schädigung ausüben, also nicht unbedingt spezifisch wirken. Sie können einzeln oder in Kombination miteinander bzw. mit den im Hauptpatent beschriebenen Verbindungen oder mit anderen geeigneten Stoffen angewendet werden, wobei Netzmittel oder Haftmittel zugefügt werden können. Die Verabreichung der hier zusätzlich zum Hauptpatent beanspruchten Mittel erfolgt in gleicher Weise wie bei den Mitteln des Hauptpatents durch Bespritzen der Pflanzen bzw. durch Eintauchen des Wurzelwerkes in die betreffende Lösung. Zum Bespritzen werden vorzugsweise 0,01- bis iprozentige, insbesondere 0,05-bis 0,5 prozentige Lösungen verwendet. Zum Tauchen dienen im allgemeinen Lösungen geringerer Konzentration, beispielsweise solche mit einem Gehalt von 0,01 bis 0,05 Gewichtsprozent an Bekämpfungsmitteln gemäß der Erfindung.
Auch die hier beanspruchten Mittel brauchen nur in technischer Reinheit vorzuliegen.
Beispiel
Von einer Anzahl der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen wurden Konzentrate folgender Zusammensetzung hergestellt:
35 °/o S-Alkylisothioharnstoffderivat, 41 %> Spindelöl,
8 % eines Gemisches aus Alkylphenoläthern
von Polyäthylenglykolen, i6°/oWasser.
Diese Konzentrate wurden kurz vor ihrer Anwendung mit Wasser verdünnt, bis sie das Fungizid in einer Konzentration von 0,1 Gewichtsprozent enthielten. Die so erhaltene gebrauchsfertige Emulsion wurde auf die zu behandelnden Kartoffelpflanzen gespritzt, welche mit Phytophthora infiziert worden waren.
Der Unterdrückungsgrad als Maß für die Wirksamkeit der Stoffe wurde gefunden, indem man das Verhältnis der von der Krankheit angegriffenen Blattoberfläche zur gesamten Blattoberfläche bei behandelten und unbehandelten Pflanzen durch Schätzung mit einer Fehlergrenze von etwa 5 °/o bestimmte und den Quotienten dieser beiden Zahlen von ι subtrahierte. Die so erhaltene Größe ist, in Prozenten ausgedrückt, der Unterdrückungsgrad. Der Zeitpunkt, an dem die Bestimmung des Unterdrückungsgrades, wie oben definiert, ausgeführt wurde, war jedesmal so gewählt, daß alle unbehandelt gebliebenen infizierten Pflanzen deutliche Symptome der Krankheit zeigten.
Auf dieselbe Weise wurden eine Anzahl Salze von einigen erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen in Form wäßriger Lösungen von ο, ι "Gewichtsprozent Konzentration überprüft.
Die Resultate dieser Untersuchungen sind in nachstehender Tabelle angegeben.
Verabreichte Konzentration: 0,1 Gewichtsprozent
Pflanze: Kartoffeln
Krankheit: Phytophthora infestans
Verbindung drückungsgrad
S-Nonyl-N-methylisothioharnstoff 62
S-Octyl-N-acetylisothioharnstoff 68
S -3.5, S-Trimethyl-hexyl-N-methyl-
N-phenylisothioharnstoff 82
S-Heptyl-N, N'-dicarbophenoxyisothio-
harnstoff 78
HCl-SaIz von S-Heptyl-N-phenylisothio-
harnstoff 86
HBr-SaIz von S-Octyl-N-benzoylisothio-
harnstoff 92
H3PO4-SaIz von S-Octyl-N-benzoyl-
isothioharnstoff 89
Cu-Oxychlorid (zu Vergleichszwecken) .. 52

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verwendung von S-Alkylisothioharnstoffderivaten gemäß Patent 947 209, wobei in der allgemeinen Formel
    NH2
    C = NH
    S-R
    R ein gegebenenfalls substituiertes Alkylradikal mit ι bis 9 Kohlenstoffatomen darstellt und eines oder mehrere der an die Stickstoffatome gebundenen Wasserstoffatome durch eine bzw. mehrere Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Acyl- oder Aroylgruppen substituiert sind, zur Behandlung von Pflanzen zwecks Bekämpfung der Erreger von Pilzkrankheiten.
  2. 2. Verwendung von Verbindungen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die N - substituierten S - Alkylisothioharnstoffderivate in Form ihrer Salze, insbesondere ihrer HCl-, HBr- oder H3PO4-SaIZe, angewandt werden.
  3. 3. Verwendung von Verbindungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffe in wäßrigen Emulsionen oder Lösungen, insbesondere in solchen mit einem
    Gehalt von ο,οΐ bis ι Gewichtsprozent, vorzugsweise von 0,05 bis 0,5 Gewichtsprozent, verabreicht, vorzugsweise verspritzt werden.
  4. 4. Verwendung von Verbindungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wurzelwerk der zu behandelnden Pflanzen während einer geeigneten Zeitspanne in eine 0,01- bis o,o5gewichtsprozentige Lösung der erfindungsgemäßen Verbindungen getaucht wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    The Journal of the American Chemical Society, Vol. LXXIV, 1952, S. 4271/4273.
    1 709 862/7T 1.58
DEN7723A 1952-11-07 1952-11-07 Behandlung von Pflanzen zwecks Bekaempfung der Erreger von Pilzkrankheiten Expired DE968105C (de)

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