AT261297B - Herbizid - Google Patents

Herbizid

Info

Publication number
AT261297B
AT261297B AT1030563A AT1030563A AT261297B AT 261297 B AT261297 B AT 261297B AT 1030563 A AT1030563 A AT 1030563A AT 1030563 A AT1030563 A AT 1030563A AT 261297 B AT261297 B AT 261297B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
halogen
substituted
straight
group
chain
Prior art date
Application number
AT1030563A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Boehringer Sohn Ingelheim
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehringer Sohn Ingelheim filed Critical Boehringer Sohn Ingelheim
Application granted granted Critical
Publication of AT261297B publication Critical patent/AT261297B/de

Links

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Herbizid 
Die Erfindung betrifft herbizide Mittel von hoher Wirksamkeit auf Basis von Derivaten des 2-Hydroxy-3,5-dinitrobenzylalkohols (3,5-Dinitrosaligenins). 



   Die erfindungsgemäss aufgebauten Herbizide enthalten als Wirkstoffe Salze, Äther oder Ester des   2-Hydroxy-3,   5-dinitrobenzylalkohols der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin X die   Gruppe-OR oder-OCOR bedeutet,   wobei R eine geradkettige, verzweigte oder cyclische Alkylgruppe ist, die mit Halogen substituiert sein kann, und Y ein Wasserstoffatom, ein zur Salzbildung befähigtes Kation,   z.

   B.   ein mono- oder polyvalentes Metallkation, das Ammoniumion, ein metallorganisches Kation oder das Kation eines organischen, auch heterocyclischen Amins, oder eine der   Gruppen-COR',-SCR'oder-CONHR* bedeutet,   wobei R'eine geradkettige, verzweigte oder cyclische Alkylgruppe bezeichnet, die mit Halogen oder einer gegebenenfalls mit Halogen und/oder niederem Alkyl ein-oder mehrfach substituierten Phenoxygruppe substituiert sein kann, oder eine gegebenenfalls mit Halogen oder einer niederen Alkylgruppe substituierte Arylgruppe. 



   Diese Wirkstoffe können aus dem nach F. C. Chattaway und   H. Irving, J. Chem. Soc.,   London   [1934],   S. 325, zugänglichen 3,5-Dinitrosaligenin dargestellt werden. Dabei kann man dieses   z. B.   direkt zu den erfindungsgemäss angewendeten Substanzen umsetzen. Ein weiterer Weg ist es, das 3,5-Dinitrosaligenin mit Thionylhalogenid zum   2-Hydroxy-3,   5-dinitrobenzylchlorid oder mit rauchender Salpetersäure zum 2-Hydroxy-3, 5-dinitrobenzylnitrat umzusetzen und gegebenenfalls diese reaktionsfähigen Stoffe mit Alkoholen, Anhydriden oder Säurehalogeniden zu den entsprechenden   Äthern   oder Estern der Formel I reagieren zu lassen. Die Salze sind aus den entsprechenden Grundphenolen zugänglich. 



   Folgende Verbindungen der Formel I seien beispielsweise   angeführt :   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> y <SEP> Fp.x <SEP> y <SEP> Fp.

   <SEP> physikalische <SEP> 
<tb> OC <SEP> Eigenschaften
<tb> -O-CO-CH(CH3)2 <SEP> -CO-CH3 <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 52 <SEP> weiss, <SEP> kristallin
<tb> - <SEP> O-CO-C <SEP> Cl <SEP> -CO-CH,'78 <SEP> - <SEP> 80 <SEP> weiss, <SEP> kristallin
<tb> - <SEP> O-CO-CH <SEP> Cl-CO-CHCl-gelbes, <SEP> nicht <SEP> 
<tb> destillierbares <SEP> Öl
<tb> -O-CO-CH-C <SEP> H <SEP> 71, <SEP> 5-73 <SEP> gelb, <SEP> kristallin
<tb> - <SEP> O-CO-C-C <SEP> H <SEP> - <SEP> gelbes, <SEP> nicht
<tb> destillierbares <SEP> Öl <SEP> 
<tb> -O-CO-C-CCH, <SEP> H-gelbes, <SEP> nicht
<tb> destillierbares <SEP> Öl
<tb> 
 
Die öligen Substanzen wurden durch Phenoltitration bzw. Verseifungstitration identifiziert.

   Ein Hinweis auf die Struktur der beschriebenen Substanzen war weiterhin die Menge des TriäthylaminHydrochlorids, das bei der Darstellung der Substanzen (aus 2-Hydroxy-3,5-dinitrobenzylchlorid und der jeweiligen Reaktionskomponente in Benzol unter Zusatz von Triäthylamin) ausfiel. 



   Die erfindungsgemäss benutzten Wirkstoffe können auf gasförmigen, flüssigen oder festen Trägern in den gewöhnlichen Formulierungen, gegebenenfalls unter Zusatz von Emulgatoren, Streckmitteln sowie die Haftfähigkeit erhöhenden Agentien zur Anwendung gelangen. Die Verbindungen können für sich allein oder auch in Mischungen mit andern Schädlingsbekämpfungsmitteln verwendet werden. Als Beispiele geeigneter Anwendungsformen seien genannt: Stäube- bzw. Streumittel, Suspensionen, Emulsionen, Lösungen, Aerosole. 



   Die Anwendungskonzentration kann zwischen 0,005 und   50/0   variiert werden. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie einzuschränken. Sie demonstrieren die Anwendung der Wirkstoffe als Herbizide im Freiland in den verschiedenen Anwendungsformen. 



   Beispiel 1 : 40 g 2-Äthoxymethyl-4,6-dinitrophenol, 20 g Xylol und 40 g Naphtalinsulfonat werden in Wasser so emulgiert, dass die Emulsion einen Wirkstoffgehalt von 0,01 bis   50/0   aufweist. Bei Anwendung im angegebenen Konzentrationsbereich werden breitblättrige Pflanzen und einige Grasarten vernichtet. Ausserdem tötet die'Emulsion im angegebenen Bereich die Eier von Blattläusen und des Apfelblattsaugers ab. 



   Beispiel 2 : 40 g   2-a-Methylpropoxymethyl-4,   6-dinitrophenol, 20 g Xylol und 40 g Naphtalinsulfonat werden in Wasser so emulgiert, dass die Emulsion einen Wirkstoffgehalt von 0,01 bis   5%   aufweist. Bei Anwendung im angegebenen Konzentrationsbereich werden breitblättrige Pflanzen vernichtet. 



   Beispiel 3 : 40 g 2-Äthoxymethyl-4,   6-dinitrophenyl- (1) -acetat,   20 g Xylol und 40 g Alkylnaphthalinsulfonat werden in Wasser so emulgiert, dass die Emulsion einen Wirkstoffgehalt von 0,01 bis   50/0   aufweist. Bei Anwendung im angegebenen Konzentrationsbereich werden breitblättrige Pflanzen vernichtet. 



     Beispiel 4 : Eine   Mischung von 48,4 g (0,20 Mol) 2-Äthoxymethyl-4,   6-dinitrophenol, 16, 8   g (0,20 Mol) 3-Amino-1, 2,4-triazol und 16, 3 g Emulgator wurde in 244,4 g Cyclohexanon mehrere Stunden lang auf 600 C erhitzt. Dabei entsteht eine homogene Lösung, die nach dem Verdünnen mit Wasser in Aufwandmengen von 1 bis 2 kg Wirkstoff/ha sehr gute herbizide Eigenschaften hat. 



   Beispiel 5: 60 g (0,28 Mol) 2-Chlor-4-äthylamino-6-isopropylamino-triazin werden in 476 g Cyclohexanon gelöst, dazu gibt man unter Rühren 66, 8 g (0,28 Mol)   2-Äthoxymethyl-4,   6-dinitrophenol und 31 g Emulgator. Nach 15-20 min ist eine klare Lösung entstanden. Zur Bildung des Salzes wird jedoch noch 6-7 h auf 600 C erhitzt. Die entstandene Lösung kann nach dem Verdünnen in Wasser in Aufwandmengen von 1 bis 2 kg   Wirkstoff/ha   direkt und mit sehr gutem Erfolg als Herbizid benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Herbizid auf Basis von Derivaten des 2-Hydroxy-3, 5-dinitrobenzylalkohols, dadurch ge- kennzeichnet, dass es als Wirkstoff in Kombination mit geeigneten TrägerstoHen und/oder Ver- teilungsmitteln Substanzen der allgemeinen Formel EMI7.1 enthält, worin X die Gruppe-ORoder-OCOR bedeutet, wobei R eine geradkettige, verzweigte oder cyclische Alkylgruppe ist, die mit Halogen substituiert sein kann, und Y ein Wasserstoffatom, ein zur Salzbildung befähigte Kation, z.
    B. ein mono- oder polyvalentes Metallkation, das Ammoniumion, ein metallorganisches Kation oder das Kation eines organischen, auch heterocyclischen Amins, oder eine der Gruppen-GOR',-SOR* oder-COMHR* bedeutet, wobei R'eine geradkettige, verzweigte oder cyclische Alkylgruppe, die mit Halogen oder einer gegebenenfalls mit Halogen und/oder niederem Alkyl ein-oder mehrfach substituierten Phenoxygruppe substituiert sein kann, oder eine gegebenenfalls mit Halogen oder einer niederen Alkylgruppe substituierte Arylgruppe bezeichnet.
    2. Herbizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff Substanzen der in Anspruch 1 angegebenen Formel I enthält, worin X die Gruppe-OR oder-OCOR bedeutet, wobei R eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe ist, die mit Halogen substituiert sein kann, und Y ein Wasserstoffatom, ein Metallkation, das Ammoniumion oder das Kation eines organischen, 1-3 Alkyl- oder Arylgruppen aufweisenden Amins oder eine der Gruppen-COR',"SCR'oder-CONHR' bedeutet, wobei R'eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe, die mit Halogen substituiert sein kann, oder eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe bezeichnet.
    3. Herbizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff Substanzen der allgemeinen Formel EMI7.2 enthält, worin X die Gruppe-ORoder-OCOR bedeutet, wobei R eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe ist, die mit Halogen substituiert sein kann, Z eine gerade oder verzweigte gesättigte Alkylenkette mit 1-3 Kohlenstoffatomen und Ar eine gegebenenfalls mit Halogen und/oder niederem Alkyl ein-oder mehrfach substituierte Phenylgruppe bedeuten.
    4. Herbizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff Substanzen der in Anspruch 1 genannten Art in Konzentrationen von 0,005 bis S'lo enthält.
    5. Herbizid nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff Substanzen der in Anspruch 2 genannten Art in Konzentrationen von 0,005 bis ff1/o enthält.
    6. Herbizid nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff Substanzen der in Anspruch 3 genannten Art in Konzentrationen von 0,005 bis 5% enthält.
    7. Herbizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoff der Formel insbesondere 2-Äthoxymethyl-4, 6-dinitrophenol, in der Form eines Salzes mit einem heterocyclischen Amin vorliegt.
AT1030563A 1962-12-27 1963-12-20 Herbizid AT261297B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE261297T 1962-12-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT261297B true AT261297B (de) 1968-04-10

Family

ID=29751427

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1030563A AT261297B (de) 1962-12-27 1963-12-20 Herbizid

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT261297B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1542666A1 (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE1642224B2 (de) Verwendung von substituierten benzoesaeureaniliden zur bekaempfung von pilzen aus der klasse der basidiomyceten
DE1567052B2 (de) Oxadiazolonderivat, Verfahren zu seiner Herstellung und selektives Herbicid
EP0160042B1 (de) Korrosionsinhibitoren für zink
AT261297B (de) Herbizid
DE1062237B (de) Verfahren zur Herstellung von O, O-Dialkylthiolphosphorsaeure- und -thiolthionophosphorsaeure-S-gamma-cyanallylestern
DE2617746C3 (de) Oberflächenaktives Gemisch mit hoher Ausbreitungsgeschwindigkeit auf Kohlenwasserstoffen zur Brandbekämpfung
DE1642247A1 (de) Verwendung von Schiffschen Basen von 3,5-Dihalogensalicylaldehyd zur Bekaempfung von phytopathogenen Pilzen
DE1044502B (de) Acaricide
DE2156569A1 (de) Verwendung von n-methyl-n,n-dialkyln-(2-hydroxy-3-chlor-propyl)-ammoniumsalzen als algicide
DE1667970A1 (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE1162629B (de) Nematocide Mischungen
DE2030464C3 (de) bis-Formamidverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Bekämpfung phytopathogener Pilze
DE2162238A1 (de) Neue chemische verbindungen
DE2014794C (de) 0-(Thiocarbamoyl-pyridyl)-thionophosphorsäureester und diese enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel
AT205804B (de) Schädlingsbekämpfungsmittel auf Basis von Polyhalogen-diphenyl-sulfonen, -sulfoxyden oder -sulfiden
AT299244B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Organozinnverbindungen
DE1806119C (de) Herbizide Mittel
DE1542790A1 (de) Mittel gegen phytopathogene Bakterien
DE2226772A1 (de) Derivate des Oxadiazolons, deren Herstellung und diese enthaltende Zu sammensetzungen
DE2319046C3 (de) Desinfektionsmittel
AT206698B (de) Schädlingsbekämpfungsmittel
AT339662B (de) Insektizide, akarizide und nematizide mittel
DE1285248B (de) Herbizid
DE1542848C3 (de) N-(4-Chlor-2-methyl-phenyl)-N\ N&#39;dimethylthioharnstoff und diesen enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel