DE96503C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE96503C DE96503C DE189696503D DE96503DD DE96503C DE 96503 C DE96503 C DE 96503C DE 189696503 D DE189696503 D DE 189696503D DE 96503D D DE96503D D DE 96503DD DE 96503 C DE96503 C DE 96503C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- heating fluid
- heating
- boiling point
- pressure
- boiling
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 23
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 19
- 238000009835 boiling Methods 0.000 claims description 13
- 239000011261 inert gas Substances 0.000 claims description 3
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 claims description 2
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 claims description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 5
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 4
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- PFMTUGNLBQSHQC-UHFFFAOYSA-N 4,5-diazafluoren-9-one Chemical compound C1=CC=C2C(=O)C3=CC=CN=C3C2=N1 PFMTUGNLBQSHQC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910002092 carbon dioxide Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001569 carbon dioxide Substances 0.000 description 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000007717 exclusion Effects 0.000 description 1
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 1
- 239000003517 fume Substances 0.000 description 1
- 230000002269 spontaneous effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/0082—Regulation; Control
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
j. ittnrwiii '■·*τ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Anwendung von Heizflüssigkeiten ist allgemein bekannt und findet zum Erwärmen
von Räumen bei den Warm- oder Heifswasserheizungen vielfach Anwendung. Auch zum
Eindampfen oder Kochen anderer Flüssigkeiten, wie z. B. Schwefelsäure, wird bisweilen
Heizflüssigkeit verwendet, die dann entsprechend dem hochliegenden Siedepunkte der Schwefelsäure
aus einer ebenfalls hochsiedenden Flüssigkeit, wie z. B. OeI, besteht. Es leuchtet nun
ohne Weiteres ein, d'afs die Heizflüssigkeit um so wirksamer arbeitet, je höher ihr Siedepunkt
liegt. In der Praxis konnte dieser hochliegende Siedepunkt bisher nicht ausgenutzt werden, da
sich die Flüssigkeit bereits vor Erreichung desselben in ihrer Beschaffenheit änderte, indem
sie Dämpfe entwickelte oder die Gefahr einer Selbstentzündung hervorrief. Bei der Anwehdung
des Wassers ist die Entwickelung von Dämpfen in Bezug auf den Verbrauch der Heizflüssigkeit ohne Bedeutung, doch ist auch
hier die mögliche Steigerung der Heizwirkung durch Erhitzung des Wassers über den Siedepunkt
hinaus nur eine sehr geringe, da die Explosionsgefahr sehr rasch wächst und es zur
Ueberwindung der auftretenden Spannung sehr starker Gefäfse oder Röhren bedarf.
Bei den hochsiedenden Flüssigkeiten liegt diese Gefahr allerdings weit entfernter, jedoch
bildet hier die stattfindende Veränderung und die eintretende leichte Entzündbarkeit des
Oeles einen Uebelstand, welcher die Verwendung im Fabrikbetriebe ausschlofs.
Für die praktische Verwendung einer hochsiedenden Heizflüssigkeit kommt eigentlich nur
OeI in Betracht, das je nach seiner Reinheit einen mehr oder weniger hohen Siedepunkt
hat. Bedeutend tiefer wie dieser liegt aber der Entflammungspunkt und der Entzündungspunkt des Oeles. Aufserdem beginnt bereits
vor der Erreichung des Siedepunktes die Destillation einiger Bestandtheile des Oeles.
Es ist also von wesentlicher Bedeutung, dafs man bei der Verwendung des Oeles unbehindert
durch das Vorhandensein dieser kritischen Punkte bis zum Siedepunkt, ja gegebenenfalls
über diesen hinaus zu gehen vermag.
Der Erfinder stellte sich nun die Aufgabe, ein Verfahren zu ersinnen, um die Vortheile,
welche der hochliegende Siedepunkt des Oeles bietet, ausnutzen zu können, ohne dafs hierbei
ein nennenswerther Verbrauch an Heizflüssigkeit oder eine Selbstentzündung derselben eintritt.
Bei Ausübung des neuen Verfahrens läfst man auf die Oberfläche des Oeles ein
indifferentes Gas, wie z. B. Kohlensäure, entweder dadurch einwirken, dafs man das Gas
mit dem geforderten vMaximaldruck in den Heizkessel einströmen läfst, oder dafs man in
das Heizmedium einen Kolbenschieber u. s. w. preist, der ein Ansteigen des Oeles und damit
ein Zusammenpressen des über letzterem eingeschlossenen Gases bewirkt, welches nun
rückwirkend wieder den Druck auf die Heizflüssigkeit erhöht.
Auf der Zeichnung ist ein Apparat,zur Ausübung des neuen Verfahrens dargestellt.
Auf dem Heizkessel A ist ein Steigrohr H angeordnet, in welches die den ganzen Heizkessel
anfüllende, beim Erwärmen sich ausdehnende Heizflüssigkeit emporsteigen kann. Ist nun das Steigrohr mit einem indifferenten
Gase gefüllt und dann geschlossen, so wird das Gas in demselben comprimirt, übt naturgemäfs
einen Gegendruck auf die Heizflüssigkeit aus und verhindert die Entwickelung von
Gasen, während infolge des Luftabschlusses jede Veränderung und Entzündungsgefahr beseitigt
ist, trotzdem die Heizflüssigkeit den nothwendigen freien Spielraum in ihrer Ausdehnung
besitzt.
Soll der Druck auf die Heizflüssigkeit unabhängig von der Ausdehnung derselben sein,
so kann man den Kessel- (oder die Flüssigkeitsleitung)
mit einer regelbaren Druckvorrichtung ausstatten, indem man beispielsweise einen
abgedichteten Plungerkolben in die Heizflüssigkeit eintauchen läfst, der unter dem
Drucke eines belasteten Hebels k (oder einer verstellbaren Feder) steht. Je nachdem man
den Druck auf den Kolben K verändert, dringt derselbe mehr oder weniger tief in die Heizflüssigkeit
ein, treibt also mehr oder weniger von dieser in das Steigrohr H und erhöht
danach ganz nach Gefallen den Druck auf die Heizflüssigkeit.
Claims (2)
1. Eine mit einer hochsiedenden Heizflüssigkeit arbeitende Verdampfvorrichtung, dadurch
gekennzeichnet, dafs auf dem die Heizflüssigkeit enthaltenden Gefäfse ein mit
e nem indifferenten Gase gefülltes Steigrohr H angebracht ist, in welchem bei
Ausdehnung der Heizflüssigkeit jenes indifferente Gas comprimirt wird.
2. In Verbindung mit dem unter i. gekennzeichneten Steigrohr H ein mit verstellbarem
Gewicht k ausgestatteter, auf die Heizflüssigkeit drückender Kolben K.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE96503T | 1896-05-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96503C true DE96503C (de) | 1898-03-11 |
Family
ID=34484336
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189696503D Expired DE96503C (de) | 1896-05-02 | 1896-05-02 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96503C (de) |
-
1896
- 1896-05-02 DE DE189696503D patent/DE96503C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE96503C (de) | ||
| DE152821C (de) | ||
| DE238038C (de) | ||
| DE1001298B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entspannung von verdichteten Gasen | |
| DE2362158C2 (de) | Vorrichtung zum Bestimmen der in einer Flüssigkeit enthaltenen Menge gelösten Gases | |
| DE544404C (de) | Speisevorrichtung fuer OElfeuerungsanlagen | |
| DE300826C (de) | ||
| DE3347285C2 (de) | System zur Erzeugung von Heizwärme | |
| DE328901C (de) | Abdichtung fuer die Brems- und Vorholeinrichtung von Geschuetzen mit Pressluftbetrieb | |
| DE563416C (de) | Verfahren zur Druckwaermespaltung von Kohlenwasserstoffoelen | |
| AT202536B (de) | Zweiteiliger metallischer Grubenstempel sowie Verfahren zum Setzen eines solchen | |
| DE711422C (de) | Verfahren zum Entleeren von mit koernigen Massen gefuellten Reaktionsrohren | |
| AT229889B (de) | Verfahren zur Regeleinrichtung zum Aufkozentrieren der mit einem adiabatischen Turm hergestellten Salzsäure | |
| DE28087C (de) | Apparat zur Entwicklung von Kohlen. säure von beliebiger konstanter Spannung. Dr | |
| DE231415C (de) | ||
| DE240395C (de) | ||
| AT32661B (de) | Verfahren zum Umfüllen hochgespannter Gase. | |
| DE800435C (de) | Verfahren zur Inhaltsmessung offener und geschlossener Fluessigkeitsbehaelter | |
| DE72164C (de) | Flüssigkeitsmischung für Wärmeregler (Thermostaten) | |
| DE1765C (de) | Verfahren zur Darstellung von Kohlensäure beliebiger Spannung | |
| DE21971C (de) | Neuerung an ammoniak-compressionspumpen | |
| DE579626C (de) | Verfahren zur spaltenden Hydrierung von kohlehaltigen Stoffen in der fluessigen Phase | |
| DE66746C (de) | Destillirapparat für abwechselnde Beheizung zweier Destillirblasen | |
| DE195995C (de) | ||
| AT17023B (de) | Flüssigkeitsstandzeiger für unter Druck befindliche Gefäße. |