DE96503C - - Google Patents

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DE96503C
DE96503C DE189696503D DE96503DD DE96503C DE 96503 C DE96503 C DE 96503C DE 189696503 D DE189696503 D DE 189696503D DE 96503D D DE96503D D DE 96503DD DE 96503 C DE96503 C DE 96503C
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heating fluid
heating
boiling point
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boiling
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DE189696503D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/0082Regulation; Control

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Anwendung von Heizflüssigkeiten ist allgemein bekannt und findet zum Erwärmen von Räumen bei den Warm- oder Heifswasserheizungen vielfach Anwendung. Auch zum Eindampfen oder Kochen anderer Flüssigkeiten, wie z. B. Schwefelsäure, wird bisweilen Heizflüssigkeit verwendet, die dann entsprechend dem hochliegenden Siedepunkte der Schwefelsäure aus einer ebenfalls hochsiedenden Flüssigkeit, wie z. B. OeI, besteht. Es leuchtet nun ohne Weiteres ein, d'afs die Heizflüssigkeit um so wirksamer arbeitet, je höher ihr Siedepunkt liegt. In der Praxis konnte dieser hochliegende Siedepunkt bisher nicht ausgenutzt werden, da sich die Flüssigkeit bereits vor Erreichung desselben in ihrer Beschaffenheit änderte, indem sie Dämpfe entwickelte oder die Gefahr einer Selbstentzündung hervorrief. Bei der Anwehdung des Wassers ist die Entwickelung von Dämpfen in Bezug auf den Verbrauch der Heizflüssigkeit ohne Bedeutung, doch ist auch hier die mögliche Steigerung der Heizwirkung durch Erhitzung des Wassers über den Siedepunkt hinaus nur eine sehr geringe, da die Explosionsgefahr sehr rasch wächst und es zur Ueberwindung der auftretenden Spannung sehr starker Gefäfse oder Röhren bedarf.
Bei den hochsiedenden Flüssigkeiten liegt diese Gefahr allerdings weit entfernter, jedoch bildet hier die stattfindende Veränderung und die eintretende leichte Entzündbarkeit des Oeles einen Uebelstand, welcher die Verwendung im Fabrikbetriebe ausschlofs.
Für die praktische Verwendung einer hochsiedenden Heizflüssigkeit kommt eigentlich nur OeI in Betracht, das je nach seiner Reinheit einen mehr oder weniger hohen Siedepunkt hat. Bedeutend tiefer wie dieser liegt aber der Entflammungspunkt und der Entzündungspunkt des Oeles. Aufserdem beginnt bereits vor der Erreichung des Siedepunktes die Destillation einiger Bestandtheile des Oeles. Es ist also von wesentlicher Bedeutung, dafs man bei der Verwendung des Oeles unbehindert durch das Vorhandensein dieser kritischen Punkte bis zum Siedepunkt, ja gegebenenfalls über diesen hinaus zu gehen vermag.
Der Erfinder stellte sich nun die Aufgabe, ein Verfahren zu ersinnen, um die Vortheile, welche der hochliegende Siedepunkt des Oeles bietet, ausnutzen zu können, ohne dafs hierbei ein nennenswerther Verbrauch an Heizflüssigkeit oder eine Selbstentzündung derselben eintritt. Bei Ausübung des neuen Verfahrens läfst man auf die Oberfläche des Oeles ein indifferentes Gas, wie z. B. Kohlensäure, entweder dadurch einwirken, dafs man das Gas mit dem geforderten vMaximaldruck in den Heizkessel einströmen läfst, oder dafs man in das Heizmedium einen Kolbenschieber u. s. w. preist, der ein Ansteigen des Oeles und damit ein Zusammenpressen des über letzterem eingeschlossenen Gases bewirkt, welches nun rückwirkend wieder den Druck auf die Heizflüssigkeit erhöht.
Auf der Zeichnung ist ein Apparat,zur Ausübung des neuen Verfahrens dargestellt.
Auf dem Heizkessel A ist ein Steigrohr H angeordnet, in welches die den ganzen Heizkessel anfüllende, beim Erwärmen sich ausdehnende Heizflüssigkeit emporsteigen kann. Ist nun das Steigrohr mit einem indifferenten
Gase gefüllt und dann geschlossen, so wird das Gas in demselben comprimirt, übt naturgemäfs einen Gegendruck auf die Heizflüssigkeit aus und verhindert die Entwickelung von Gasen, während infolge des Luftabschlusses jede Veränderung und Entzündungsgefahr beseitigt ist, trotzdem die Heizflüssigkeit den nothwendigen freien Spielraum in ihrer Ausdehnung besitzt.
Soll der Druck auf die Heizflüssigkeit unabhängig von der Ausdehnung derselben sein, so kann man den Kessel- (oder die Flüssigkeitsleitung) mit einer regelbaren Druckvorrichtung ausstatten, indem man beispielsweise einen abgedichteten Plungerkolben in die Heizflüssigkeit eintauchen läfst, der unter dem Drucke eines belasteten Hebels k (oder einer verstellbaren Feder) steht. Je nachdem man den Druck auf den Kolben K verändert, dringt derselbe mehr oder weniger tief in die Heizflüssigkeit ein, treibt also mehr oder weniger von dieser in das Steigrohr H und erhöht danach ganz nach Gefallen den Druck auf die Heizflüssigkeit.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine mit einer hochsiedenden Heizflüssigkeit arbeitende Verdampfvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs auf dem die Heizflüssigkeit enthaltenden Gefäfse ein mit e nem indifferenten Gase gefülltes Steigrohr H angebracht ist, in welchem bei Ausdehnung der Heizflüssigkeit jenes indifferente Gas comprimirt wird.
2. In Verbindung mit dem unter i. gekennzeichneten Steigrohr H ein mit verstellbarem Gewicht k ausgestatteter, auf die Heizflüssigkeit drückender Kolben K.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE189696503D 1896-05-02 1896-05-02 Expired DE96503C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE96503T 1896-05-02

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DE96503C true DE96503C (de) 1898-03-11

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ID=34484336

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DE189696503D Expired DE96503C (de) 1896-05-02 1896-05-02

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