DE964533C - Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Blaettern oder Baendern mit Zwischenschicht zwischen Traeger und druckempfindlicher Klebeschicht - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Blaettern oder Baendern mit Zwischenschicht zwischen Traeger und druckempfindlicher KlebeschichtInfo
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- DE964533C DE964533C DEB34293A DEB0034293A DE964533C DE 964533 C DE964533 C DE 964533C DE B34293 A DEB34293 A DE B34293A DE B0034293 A DEB0034293 A DE B0034293A DE 964533 C DE964533 C DE 964533C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern,
die eine biegsame hydrophile oder hydrophobe folienartige Unterlage mit einer glatten Oberfläche, eine auf
der Unterlage befindliche Zwischenschicht und eine auf dieser aufgetragene druckempfindliche Klebeschicht
besitzen.
Es ist bekannt, Selbstklebebänder mit einer Zwischenschicht zu versehen, um das Haftvermögen
der Klebeschicht auf der Unterlage zu verbessern. Die bisher bekannten Zwischenschichten, die z. B. aus
Kautschuk und Harz bzw. Polyacrylatemulsionen bestehen können, haben sich jedoch in der Praxis
nicht ausreichend bewährt. Besondere Schwierigkeiten werden z. B. dann angetroffen, wenn als Unterlage
eine Polyvinylchloridfolie benutzt wird, bei der es besonders schwierig ist, eine ausreichende Haftung
zwischen der Unterlage und der Selbstklebeschicht zu erhalten.
Ferner bietet die Verankerung von nicht-kautschuk-
709 524/256
haltigen Selbstklebemassen sowohl auf hydrophilen als auch auf hydrophoben Trägerfolien besondere technische
Schwierigkeiten.
Es ist ferner bekannt, auf Trägerfolien aus hydrophobem organischem Filmmaterial vor dem Aufbringen
der Selbstklebemasse eine Zwischenschicht aus einer Mischung eines Mischpolymerisates von Acrylnitril
und einem konjugierten Dien und Naturkautschuk oder einem Mischpolymerisat eines konjugierten Diens
ίο und Styrol aufzubringen. Die nach den bekannten Verfahren hergestellten Zwischenschichten ergeben bei
stärker klebenden Polyisobutylen-, Polyvinyläther- oder Polyacrylsäureester-Klebemassen keine oder nur
sehr unbefriedigende Verankerungen auf dem Träger und versagen im allgemeinen bei hydrophilem Trägermaterial.
Es ist auch bekannt, Butadien-Acrylnitril-Mischpolymerisate
oder andere Elastomere, einschließlich Naturkautschuk, zusammen mit einem hochreaktionsfähigen
Diisocyanat (Methylen-bis-(4-phenyl-isocyanat) für Zwischenschichten zu verwenden. Bei Verwendung
solcher Zwischenschichten ist jedoch eine zeitraubende und viele Trägermaterialien beeinträchtigende Wärmebehandlung
zur Erzielung einer genügenden Veras ankerungswirkung erforderlich.
Schließlich ist es auch bekannt, bei Selbstklebebändern oder -blättern mit Verstärkungen aus Textil-,
Glasfaden od. dgl. einen Bindungsüberzug aus Kautschuk, Regeneratkautsch.uk und anderen kautschukähnlichen
Elastomeren zu verwenden, um das Verstärkungsmaterial auf dem Träger zu befestigen und
es daran zu hindern, sich im Gebrauch parallel zur Trägeroberfiäche zu verschieben. Für diesen Bindungsüberzug können Butadien-Acryl-nitril-Mischpolymerisate
oder Vinyläther-Polymerisate, wie Polyvinylmethyl-, -äthyl- und -isobutyläther oder Mischpolymerisate
dieser Monomere mit Acrylestern verwendet werden. Der bekannte Bindungsüberzug haftet nicht gleichermaßen an allen Trägermaterialien.
Bei Verwendung auf Papierunterlagen werden diese zuvor mit einem Kunstkautschuklatex imprägniert.
Eine Unterlage aus regenerierter Cellulose wird vor Aufbringen des Bindungsüberzuges ebenfalls mit einer
Latexgrundierung versehen.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Zwischenschicht, die nicht nur natürlichen oder
synthetischen Kautschuk enthaltende Klebemassen, sondern auchnicht-kautschukhaltige Kunststoff-Selbstklebemassen
hervorragend verankert, und zwar nicht nur auf hydrophoben, sondern auch auf hydrophilen
Materialien.
Ferner bezweckt die Erfindung die Schaffung einer Zwischenschicht, die unter Verwendung von milden
Lösungsmitteln, d. h. solchen, die nicht das Trägermaterial angreifen, aufgebracht und ohne eine das
Trägermaterial beeinträchtigende Wärmebehandlung einen guten Verankerungseffekt geben.
Es wurde nun gefunden, daß Zwischenschichten aus Gemischen von Polyvinyläthern mit acrylnitrilhaltigen
Mischpolymerisaten hervorragend geeignet sind, eine sehr feste Bindung und Verankerung von Selbstklebemassen
verschiedener Art, und zwar kautschukhaltigen und auch kautschukfreien, an Folien sowohl
hydrophober als auch hydrophiler Art zu erreichen. Bei Verwendung der Gemische gemäß der Erfindung
kann insbesondere auch eine vorzügliche Verankerung von Selbstklebemassen erzielt werden, die auf der
Grundlage von Polyisobutylen, Polyvinyläthern oder Polyacrylsäureestern hergestellt sind.
Als acrylnitrilhaltige Mischpolymerisate haben sich solche aus Acrylnitril und Styrol, Butadien oder Vinyläthern
und als Polyvinyläther vorzugsweise der PoIyvinylisobutyläther besonders geeignet erwiesen. Vorzugsweise
kommen Mischungen von 10 bis 8o°/0 des
acrylnitrilhaltigen Mischpolymerisats und 90 bis 20 % des Polyvinyläthers zur Anwendung.
Es können dieser Mischung auch noch andere Elastomere, Harze, Kunstharze, sowie Füllstoffe in
wechselnden Mengen zugesetzt werden, wodurch der Verankerungseffekt noch erhöht werden kann.
Die Mischung der Komponenten für die. Zwischenschicht kann in Form einer Lösung in einem geeigneten
Lösungsmittel, z. B. in Toluol oder Trichloräthylen, zur Anwendung kommen. Es hat sich aber als besonders
zweckmäßig und vorteilhaft erwiesen, die Komponenten in Form einer wäßrigen Emulsion oder Dispersion
auf die Unterlage aufzutragen. Es können dabei Füllstoffe, Kunstharzdispersionen, z. B. solche
von Polystyrol oder Mischpolymerisaten, sowie Netz- und Verdickungsmittel zugesetzt werden, um die
Emulsion den besonderen Anforderungen beim Auftragen auf die Folie anzupassen und den Verankerungseffekt noch weiter zu verbessern. Die Verwendung
wäßriger Emulsionen oder Dispersionen hat den Vorteil, daß diese gegenüber Lösungen in organischen
Lösungsmitteln nicht gesundheitsschädlich sind und daß außerdem die Gefahr einer Entflammbarkeit
vollkommen ausgeschlossen ist.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Auftragsstärke der Zwischenschicht so einzustellen, daß nach
dem Trocknen und Verdunsten des Lösungsmittels oder des Wassers etwa 1 bis 3 g trockene Zwischenschicht
je qm Folie zurückbleiben.
Für die Zwischenschicht wird eine Mischung aus folgenden Stoffen hergestellt:
Mischpolymerisat von 28% Acrylnitril
mit 72 % Butadien und einer Defohärte
von 1000
mit 72 % Butadien und einer Defohärte
von 1000
Polychlorbutadien mit guten Kristallisationseigenschaften
Polyvinylisobutyläther (K-Wert = 120
nach Fikentscher)
nach Fikentscher)
Maleinatharz
Phenolaldehydharz zur Erleichterung des
Verarbeitens des Polychlorbutadiens..
Verarbeitens des Polychlorbutadiens..
feindisperse Kieselsäure
Gewichtsteile
12,0
34,5
28,0
10,0
10,0
7.0
8,5
8,5
Diese Bestandteile werden in Trichloräthylen als Lösungsmittel gelöst und gemischt, und die Mischung
wird auf einen Trockenfeststoffgehalt von 3% eingestellt. Mit dieser Lösung wird eine vergütete
(luvithermisierte) Polyvinylchloridfolie bestrichen und diese nach dem Trocknen der Zwischenschicht mit
einer üblichen, an sich bekannten Selbstklebemasse aus einem Gemisch von Polyisobutyläthern verschiedenen
Polymerisationsgrades versehen. Nach Verdunsten des Lösungsmittels wird die Klebefolie
in schmale Streifen zerschnitten, die dann zu Rollen aufgewickelt werden. Die Klebemasse haftet fest auf
der Folie und trennt sich nicht beim Abziehen des Klebestreifens von der Rolle. Es bleiben auf Unterlagen,
auf denen der Klebestreifen zeitweilig aufgeklebt ist, keine Rückstände von Klebemasse nach
dem Entfernen des Klebestreifens zurück.
Bei einem Vergleichsversuch, bei dem die gleiche Klebemasse auf eine gleiche Folie aufgebracht war,
die aber keine Zwischenschicht erhalten hatte, trennte sich beim Abziehen eines Klebestreifens von der Rolle
die Klebemasse zum Teil von der Folie und ging auf die Rückseite der darunter befindlichen Lage über.
Eine Folie aus Celluloseacetat wird mit der gleichen
Zwischenschicht, wie im Beispiel 1 beschrieben, und auch mit der gleichen Klebemasse versehen. Auch
hier erweist sich die Bindung der Klebemasse an die Unterlage als sehr gut.
Ein gleich gutes Ergebnis zeigen Klebestreifen, die aus Cellulosehydratfolie, also einer hydrophilen Folie,
mit der im Beispiel 1 beschriebenen Zwischenschicht und Klebemasse hergestellt werden.
Für die Zwischenschicht wird eine Mischung folgender Zusammensetzung in Emulsionsform gewählt:
| Gewiclits- teile |
% Fest- stofi |
|
| Latex eines Mischpolymerisats von 38 % Acrylnitril und 62 °/0 Butadien (Defohärte 1000) mit 31 % Trockenfeststoffgehalt.. |
80 | 45.5 |
| Dispersion von Polyvinyliso- butyläther (K-Wert = 55, Trockenfeststoffgehalt 55 °/0).. |
20 | 20,0 |
| feindisperse Kieselsäure | 14 | 25,4 |
| Netzmittel | 0,1 | |
| Wasser | 88i |
Mit dieser Emulsion werden Folien von vergütetem (luvithermisiertem) Polyvinylchlorid und weichmacherhaltigem
Polyvinylchlorid grundiert und nach dem Trocknen mit Aufstrichen von Klebemassen auf
Kautschuk-, Kautschuk-Polyisobutylen- oder PoIyvinyläther-Basis
versehen. In jedem Fall ist die Bindung der Klebemassen an die mit der Zwischenschicht
versehenen Folie eine sehr gute. Ein Übergehen g5
von Klebemasse beim Abrollen der Klebestreifen von den Rollen auf die Rückseite ist nicht feststellbar.
Ebenso löst sich die Klebemasse nicht ab, wenn man solche Klebestreifen mit den Klebeflächen aneinanderklebt
und wieder auseinanderzieht.
Auf eine vergütete (luvithermisierte) Polyvinylchloridfolie wird eine Zwischenschicht aus einer
Emulsion folgender Zusammensetzung aufgetragen:
Latex eines Mischpolymerisats von 38 % Acrylnitril mit 62 °/0
Butadien (Trockenfeststoffgehalt 31%)
Dispersion von Polyvinylisobutyläther (K-Wert = 55,
Trockenfeststoffgehalt 55 °/0)..
Dispersion von Polystyrol (30%ig)
Netzmittel
Wasser
Gewichtsteile
35.20
29,70 60,70
4.55 869,85
Feststofi
21,8
32,7 36,4
Latex eines Mischpolymerisats von 38 % Acrylnitril mit 62 % Butadien (Trockenfeststoffgehalt
31%)
Dispersion von Polyvinylisobutyläther (K-Wert = 55, Trockenfeststoffgehalt 55 %)
Dispersion von Polystyrol
(30%ig)
Netzmittel
Wasser
Gewichtsteile
52,70
66,70
4.55 859.50
% Feststofi
32,7
l8,2 40,0
Nach dem Trocknen wird auf die grundierte Folie eine Polyvinylisobutyläther-Klebemasse aufgetragen,
die eine sehr feste Bindung auf der Folie zeigt.
Eine vergütete (luvithermisierte) Polyvinylchloridfolie
wird mit einer Zwischenschicht aus einer Emulsion folgender Zusammensetzung versehen:
Nach dem Trocknen wird auf die mit der Zwischenschicht versehenen Folie eine Klebemasse auf Kautschuk-Polyisobutylen-Basis
aufgetragen, die sich sehr fest auf der Folie verankert.
Eine weich gemachte Polyvinylchloridfolie wird mit einer Zwischenschicht aus einer Emulsion folgender la§
Zusammensetzung versehen:
Latex eines Mischpolymerisats von 38 °/0 Acrylnitril und 62 %
Butadien (Trockenfeststoffgehalt 31 °/o)
Dispersion von Polyvinylisobutyläther (K-Wert = 55, Trockenfeststoffgehalt 55 %)..
Dispersion von Polystyrol (30%ig)
Verdickungsmittel (Amidgruppen enthaltendes polyacrylsaures Salz, 3,2°/0ig) ·
Netzmittel
Wasser
Gewichtsteile
2l8,00
131,00 122,00
6,75 466,65
o/o Feststoff
45,O
20,4 26,2
Auf die mit der Zwischenschicht versehene und getrocknete Folie wird eine übliche Klebemasse auf
Kautschuk-Polyisobutylen-Basis aufgebracht, die eine
sehr gute Verankerung auf der Weichfolie zeigt.
Eine weich gemachte Polyvinylchloridfolie wird mit
einer Zwischenschicht aus einer Lösung folgender Bestandteile in Trichloräthylen mit 2% Feststoffgehalt
versehen:
| 28% Acrylnitril (Defohärte 1000) |
Gewichts teile |
|
| Mischpolymerisat von 35 und 72% Butadien |
(K-Wert = | 35 |
| Polyvinylisobutyläther | (K-Wert = | 22 |
| Polyvinylisobutyläther | 13 | |
| Maleinatharz | 8 | |
| 40 feindisperse Kieselsäure |
IO | |
| Polystyrol | = 120) | 12 |
| = 55) | ||
Auf die grundierte Folie wird eine übliche Klebemasse
von Polyvinylisobutyläther aufgetragen, die mit der Folie eine sehr feste Bindung eingeht.
Eine vergütete Polyvinylchloridfolie wird mit der So gleichen Zwischenschicht und der gleichen Klebemasse
wie im Beispiel 8 versehen. Die Verankerung der Klebemasse ist sehr gut.
Eine Cellulosehydratfolie wird wie im Beispiel 8 mit der gleichen Zwischenschicht und Klebemasse
versehen. Auch hier ist die Klebemasse mit der Folie fest verbunden.
Eine Cellulosehydratfolie wird mit einer Zwischenschicht aus einer Emulsion folgender Zusammensetzung
versehen:
Gewichtsteile
«/„FeststofE
Latex eines Mischpolymerisats von 38 % Acrylnitril und 62 % Butadien (Trockenfeststoffgehalt
31%)
Polychlorbutadien-Latex (Trockenfeststoffgehalt 50%)
Polyvinylisobutyläther-Dispersion (K-Wert = 55, Trockenfeststoffgehalt
55%)
Polyvinylmethyläther-Lösung in Wasser (50%ig) (K = 40) ..
Polystyrol-Dispersion (30%ig)
Netzmittel
Wasser
77,2 16,0
68,0
32,0
212,0
5,o
589,8
15.9
5,4'
22,3
10,6
42,5 3,3
Nach dem Trocknen wird auf die grundierte Folie eine übliche Klebemasse^ aus Polyvinylisobutyläther
aufgetragen, die sich fest auf der Folie verankert.
Eine Polyvinylchloridweichfolie wird mit. einer Zwischenschicht aus einer Emulsion folgender Zusammensetzung
versehen: ,
Gewichtsteile
Latex eines Mischpolymerisats von 38 % Acrylnitril und 62%
Butadien (Defohärte 1000) mit 31% Trockenfeststoffgehalt..
Dispersion von Polyvinylisobutyläther (K-Wert = 55, Trockenfeststoffgehalt 55%)
feindisperse Kieselsäure
Netzmittel
Wasser
234,0
58,0
40,5
5.0
662,5
% Feststoff
48,3
21,2
2?'°
3,5
Die Zwischenschicht ist nach dem Auftrocknen in einer Stärke von 2 bis 3 g/qm auf der Folie vorhanden.
Eine anschließend aufgebrachte Klebemasse auf PoIyacrylsäurebutylesterbasis
zeigt eine sehr gute Bindung an der grundierten Folie. Ein Übergehen der Klebemasse
auf die Rückseite bei schnellem oder langsamem Abrollen tritt nicht auf. Ebenso löst sich die Klebemasse
nicht ab, wenn man'solche Klebestreifen mit den Klebeseiten aneinanderdrückt und wieder auseinander
zieht.
Eine Verbesserung der Bindung kann nicht nur durch Acrylnitril-Butadien-Mischpolymerisat enthaltende
Zwischenschichten erreicht- werden, sondern auch durch solche, die ein Mischpolymerisat aus
Styrol und Acrylnitril enthalten.
Es wird eine Dispersion folgender Zusammensetzung hergestellt:
Dispersion von Polyvinylisobutyläther (K-Wert = 55, Trockenfeststoffgehalt 55 %)..
ίο Wäßrige Lösung von Polyvinylmethyläther
(K-Wert = 40, 15 % Trockenfeststoffgehalt)..
Dispersion eines Polystyrol-Acrylnitril-Mischpolymerisats
mit einem Acrylnitrilgehalt von etwa 28 % und einem K-Wert = 170 (15 % Trockenfeststoffgehalt)
ao feindisperse Kieselsäure
Netzmittel
Wasser
Gewiclitsteile
123,0
110,0
220,0 19.5
13.5 512,0
V. Feststoff
45
II
22
Diese Mischung wird auf Folien aufgebracht und zeigt nach dem Auftrocknen eine Strichstärke von
2 bis 3 g/qm. Auf Acetobutyratfolie wird nach dem Auftrocknen der Zwischenschicht eine Klebemasse auf
Polyacrylsäurebutylesterbasis aufgebracht. Die Bindung an der grundierten Folie ist gut.
Mit der gleichen Zwischenschicht und der gleichen Klebemasse wie im Beispiel 13 wird auf Cellulosehydratfolie
eine vorzügliche Bindung erreicht.
, Beispiel 15
Weich gemachte Polyvinylchloridfolie und vergütete (luvithermisierte) Polyvinylchloridfolie werden
mit einer Zwischenschicht der Zusammensetzung gemäß Beispiel 13 versehen; nach dem Auftrocknen wird
eine Polyvinylisobutyläther enthaltende Klebemasse aufgetragen. Die Bindung an der grundierten Folie ist.
sehr gut.
Eine Acetylcellulosefolie wird, wie im Beispiel 15 beschrieben, behandelt. Auch hier zeigt sich eine gute
Bindung der Klebemasse, so daß es nicht mehr zu einem Übergehen der Klebemasse auf die Rückseite
kommt.
Eine Cellulosehydratfolie wird, wie im Beispiel 15 beschrieben, behandelt. Auch auf dieser Unterlage
zeigt sich eine gute Haftung der Klebemasse.
Es wird eine Dispersion folgender Zusammensetzung hergestellt:
Dispersion von Polyvinylisobutyläther (K-Wert = 55, Trockenfeststoffgehalt
55 0I0)
Gewichtsteile
ΙΟΙ
% Feststoff
37 Wäßrige Lösung von Polyvinylmethyläther (K-Wert = 40,
15 % Trockenfeststoffgehalt)
Dispersion eines Polystyrol-Acrylnitril - Mischpolymerisats mit einem Acrylnitrilgehalt
von etwa 30% und einem K-Wert = 160 (15 % Trockenfeststoff)
Lösung von Dehydroabietylaminacetat in einer Mischung von
70 Wasser + 30 Isopropylalkohol (50 % Trockenfeststoff)
70 Wasser + 30 Isopropylalkohol (50 % Trockenfeststoff)
feindisperse Kieselsäure
Wasser
Gewiclitsteile
HO
220
60 494
% Feststoff
TI
22
20
IO
Die Dispersion wird auf eine weichmacherhaltige Polyvinylchloridfolie aufgetragen. Die aufgetrocknete
Zwischenschicht zeigt eine Strichstärke von 2 bis g/qm. Kautschuk-Polyisobutylen- und Polyvinylisobutyläther-Klebemassen
zeigen eine gute Bindung an die grundierte Folie.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:ι. Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern, bei welchem eine biegsame, folienartige Unterlage aus einem hydrophilen oder hydrophoben organischen Material mit einer Acrylnitril-Mischpolymerisat enthaltenden Zwischenschicht versehen und auf diese Zwischenschicht eine druckempfindliche Klebeschicht aufgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zwischenschicht eine Mischung aus Polyvinyläthern, vorzugsweise Polyvinylisobutyläther, und Mischpolymerisaten von Acrylnitril mit einem damit polymerisierbaren Stoff, wie Styrol, Butadien, Vinyläther, verwendet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung von 10 bis 80% des acrylnitrilhaltigen Mischpolymerisats und 90 bis 2O°/0 des Polyvinyläthers zur Anwendung gelangt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung in bekannter Weise in Form einer Lösung in einem organischen Lösungsmittel bzw. in bekannter Weise in Form einer Emulsion oder Dispersion auf die Unterlage aufgebracht wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung oder Dispersion für die Zwischenschicht verwendet wird, die noch andere Elastomere, Harze, Kunstharze, Füll- oder Farbstoffe zugemischt enthält.
- 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dispersion für die Zwischenschicht verwendet wird, die zusätzlich Netz- und/oder -Verdickungsmittel enthält.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 848232; britische Patentschriften Nr. 680 657 und 692 285.(709 524/256 5. 57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB34293A DE964533C (de) | 1955-01-27 | 1955-01-28 | Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Blaettern oder Baendern mit Zwischenschicht zwischen Traeger und druckempfindlicher Klebeschicht |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348225X | 1955-01-27 | ||
| DEB34293A DE964533C (de) | 1955-01-27 | 1955-01-28 | Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Blaettern oder Baendern mit Zwischenschicht zwischen Traeger und druckempfindlicher Klebeschicht |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE964533C true DE964533C (de) | 1957-05-29 |
Family
ID=25828282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB34293A Expired DE964533C (de) | 1955-01-27 | 1955-01-28 | Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Blaettern oder Baendern mit Zwischenschicht zwischen Traeger und druckempfindlicher Klebeschicht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE964533C (de) |
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