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Einrichtung zum Behandeln von durch ein Behandlungsmittel hindurchzuleitenden
Faserstoffgebilden Es sind Einrichtungen sehr verschiedener Art bekannt, welche
zur Behandlung von Faserstoffgebilden durch ein Behandlungsmittel, insbesondere
durch eine Flüssigkeit od. dgl., bestimmt sind, so insbesondere z. B. von ausgebreitet
geführten Gewebebahnen od. dgl. (z. B. in Breitwaschmaschinen) sowie von Faserstoffäden
in Ketten-oder Strangform (z. B. in Kettenschlichtmaschinen bzw. in Strang-Färbevorrichtungen)
usw., wobei besondere mechanische Hilfsmittel vorgesehen sind, um eine möglichst
gleichmäßig beschaffene Ware zu erhalten. Die bekannten Behandlungs-bzw. Beeinflussungsarten
sind jedoch in der Praxis aus diesem oder jenem Grunde unzulänglich.
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Grundsätzlich bekannt ist die Anwendung der Vibration bzw. mec'hanisc'her
Schwingungen zwecks Beeinflussung textiler Ausrüstungsprozesse.
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Im einzelnen ist bekannt: i. das Hin- und Hersdhwingen eines auf das
Behandlungsgut einwirkenden Arbeitskörpers, a. das Hindurchführen eines Faserstoffgebildes'
durch einen Schlitz (Saugschlitz),
3. rasche Schwingungen ausführende
Trommeln, um welche Faserstoftbahnen herumgeführt werden, q.. trommelartige Arbeitskörper,
in denen das Behandlungsgut mechanischen Schwingungen ausgesetzt wird, und 5. achsparallele
Schwingungen ausführende Rollen zur Führung einer Faserstoffbahn.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Behandeln von durch ein Behandlungsmittel
hindurch zuleitenden Faserstoffgebilden, wobei durch einen im Bereich des Behandlungsmittels
angeordneten Schwingungserzeuger - dem gestreckt geführten Faserstoffgebilde direkt
oder über das Behandlungsmittel Schwingungen erteilt werden, ist dadurch gekennzeichnet,
daß als Schwingungserzeuger wenigstens ein länglicher, hohl ausgebildeter Arbeitskörper
vorgesehen ist, der mindestens zwei in seiner Längsrichtung sich erstreckende, vorzugsweise
einander gegenüberstehende Wirkteile auf-%veist und durch einen Antrieb fortgesetzt
um eine Längsachse hin- und herschwingbar ist.
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In einer bekanntgewordenen Vorrichtung zur Behandlung von Textilien,
Papier und anderen Faserstoffen in flüssigkeitsgefüllten Behältern, bei welchen
die zu behandelnden Stoffe kontinuierlich durch das Bad geführt und im Behälter
Mittel vorgesehen sind, um eine Vibration zu erzeugen, sind im Flüssigkeitsbehälter
mindestens zwei im Abstand voneinander angeordnete, einen, Spalt für die Durchführung
der zu behandelnden Faserstoffe frei lassende und sich mindestens nahezu über. die
gesamte Breite der zu behandelnden Faserstoffe erstreckende Körper vorgesehen, wobei
mindestens einer dieser Körper mit einem Antrieb verbunden ist, der ihn in Vibration
versetzt, um auf und in den Faserstoffen eine intensive Flüssigkeitsbewegung zu
erzielen. Der in dieser Vorrichtung vorgesehene plattenförmige Arbeitskörper führt
eine geradlinige Hin- und Herbewegung aus, im Gegensatz zur erfindungsgemäßen Einrichtung,
deren längliche, hohle Arbeitskörper eine hin- und hergehende Drehbewegung um ihre
Achse ausführen.
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Gerade in der Dreh- bzw. Schwingbewegung liegt es, daß die Vielfalt
der Gestaltung des Arbeitskörpers und der entsprechend ermöglichten verschiedenartigen
Führung des Faserstoffgebildes überhaupt möglich wird. In der Wahl des Bewegungsablaufes
hinsichtlich des Arbeitskörpers ist erfindungsgemäß ein neuer Weg beschritten worden,
aus welchem sich wichtige Unterschiede zwischen der Einrichtung nach der Erfindung
und der erwähnten bekannten Vorrichtung ergeben. IA'enn beispielsweise bei letzterer
nur ein Antrieb für den plattenförmigen Arbeitskörper vorgesehen wird, so muß dieser
in vielen Fällen innerhalb des Behandlungsbehälters angeordnet werden. Soll der
Antrieb außerhalb des Behandlungsbehälters angeordnet werden, so sind wenigstens
zwei Antriebe notwendig, um die Platte in gleichmäßiger Bewegung halten zu können.
je nach den Abmessungen der Arbeitsplatte ist es nicht zu umgehen, da:ß Antriebsteile
an unerwünschte Orte innerhalb des Behandlungsbehälters zu liegen kommen. Im Gegensatz
hierzu kann bei der erfindungsgemäßen Einrichtung der Antrieb für die Arbeitskörper
in jedem Fall außerhalb des Behandlungsbehälters angeordnet werden, und es wird
nur ein Antrieb pro Arbeitskörper benötigt. Muß der Antrieb innerhalb des Behandlungsbehälters
angeordnet werden, so ergeben sich bei der bekannten Vorrichtung Schwierigkeiten,
weil meistens bei den-in Betracht kommenden Maschinen der für den Antrieb benötigte
Platz nicht zur Verfügung steht. Anderseits kann bei der bekannten Vorrichtung der
Antrieb in nachteiliger Weise aus dem Bade aufsteigenden Dämpfen ausgesetzt sein.
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Sind ferner bei der bekannten Vorrichtung zu beiden Seiten der Gewebebahn
Bewegungen erwünscht, die durch hin- und herbewegte Platten erzeugt werden, so sind
beidseitig der Gewebebahn Antriebe anzubringen, wogegen bei den erfindungsgemäßen
Einrichtungen Arbeitskörper vorgesehen sind, welche nur einen Antrieb benötigen,
um beidseitig der Gewebebahn Bewegungen zu erzeugen.
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Es ist weiter eine Vorrichtung zum Naßbehandeln von Textilgut, insbesondere
laufender Gewebebahnen, bekanntgeworden, bei der das in der Flotte liegende Gutführungsmittel
schwingende Bewegungen ausführt. In dieser Vorrichtung ist das Gutführungsmittel
als Führungstrommel von im Verhältnis zur in der Flotte befindlichen Bahnlänge des
Gutes großem Durchmesser ausgebildet, die in rasche mechanische Sch-,vingungen von
einigen hundert bis einigen tausend Perioden in der Minute und einigen Millimetern
Ausschlagweite versetzt ist.
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Bei dieser Vorrichtung muß somit das Gutführungsmittel eine Trommel
mit möglichst großem Durchmesser sein, um den angestrebten Zweck zu erreichen, wobei
diese durch Schwingungen auf das Gewebe einwirkende Trommel gleichzeitig noch das
Führungsmittel für die zu behandelnde Bahn sein muß. Das dadurch bedingte Anliegen
der Gewebebahn an der Trommel ist insofern nachteilig, als die zu behandelnde Bahn
dadurch beidseitig nicht gleichen Betriebsbedingungen ausgesetzt ist.
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Bei den in der erfindungsgemäßen Einrichtung vorgesehenen Arbeitskörpern
handelt es sich im Gegensatz hierzu nicht um Trommeln, und noch weniger besteht
die Bedingung, daß einer der schwingenden Körper zugleich auch Führungsmittel für
die Bahn sein müsse. Die erfindungsgemäße Einrichtung gestattet auf zweckmäßige
Weise eine möglichst wirksame Einflußnahme auf den Behandlungsvorgang im Sinne der
Erreichung eines entsprechend hohen Gleichmäßigkeitsgrades bezüglich der Beschaffenheit
des das Behandlungsmittel verlassenden Faserstoffgebildes.
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Speziellen Bezug auf den eingangs genannten Punkt .I hat eine weiter
bekanntgewordene Maschine zum Waschen und Reinigen von Wäsche, Stoffen u. dgl.,
bei welcher das zwischen nachgiebigen Mitteln aufgehängte Waschgefäß durch an sich
bekannte Antriebsmittel (Kurbel, Exzenter
) über eine lose Kopplung
oder eine Unbalanz in Schwingungen von über Zoo je Minute versetzt wird. '-Schließlich
ist noch eine Vorrichtung zum Naßbehandeln von Textilgut unter dem Einfluß rascher
mechanischer Schwingungen bekanntgeworden, die ebenfalls Bezug auf den eingangs
genannten Punkt 4. hat, indem der die Schwingungen auf das Behandlungsgut übertragende
Gutträger durch zwei ineinander angeordnete, in einem feststehenden Behälter in
die Behandlungsflüssigkeit eintauchende Trommeln gebildet ist, die in dem zwischen
ihnen vorhandenen Ringraum das Gut aufnehmen und von denen wenigstens eine gelocht
ist und wenigstens eine raschen mechanischen Schwingungen unterworfen wird.
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Die beiden letztgenannten Einrichtungen lassen jedoch im Gegensatz
zur erfindungsgemäßen Einrichtung keine Behandlung einer kontinuierlich laufenden
Bahn zu und vermögen deshalb der Zweckbestimmung des Erfindungsgegenstc ndes nicht
zu entsprechen.
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Beim letzteren kommen außer Flüssigkeit als Behandlungsmittel in Betracht:
z. B. Dampf, Luft oder andere Gase sowie Gemische, wie solche z. B. zum Dämpfen,
Trocknen, Kondensieren, Fixieren usw. von Textilien benutzt werden.
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An Hand der zum Teil schematischen Zeichnung sollen eine Anzahl Ausführungsbeispiele
des Erfindungsgegenstandes näher erklärt werden. Es zeigt Fig. i eine erste Ausführung
der Einrichtung, teilweise im Axialschnitt, Fig. -- und 3 je einen Querschnitt nach
der Linie II--H bzw. III-III in zig. 1, Fig. .4 bis 12 je in einem uerschnitt andere
Ausführungen des hin- und- herschwingbaren Arbeitskörpers, Fig. 13 bis 15 verschiedene
Arten der Ausv-ertung der im Arbeitskörper gemäß Fig. 12 vorgesehenen Mehrzahl von
Schlitzpaaren, Fig. 16 im Querschnitt eine geänderte Ausführung des Arbeitskörpers,
Fig. 17 im Axialschnitt eine andere Ausführung der Einrichtung, Fig. 18 einen Querschnitt
nach der Linie XVIII-XVIII in Fig. 17, Fig. i9 in einem teilweisen Axialschnitt
eine geänderte Ausführung des Arbeitskörpers, Fig. 2o einen Querschnitt nach der
Linie XX-XX in Fig. i9, Fig. 21 im wesentlichen in Ansicht eine andere Ausführung
der Einrichtung, Fig. 22 einen teilweisen Querschnitt nach der Linie XXII-XXII in
Fig. 21, Fig.23 in größerem Maßstab einen Schnitt gemäß der Linie XXIII-XXIII in
Fig. 22, Fig. 24 im wesentlichen in Längsansicht eine andere Ausführung des Arbeitskörpers,
Fit-. 25 einen Querschnitt nach der Linie XXV-XXV in Fig. 24, Fig. 26 in einer der
Fig. 25 entsprechenden Darstellung eine geänderte Einzelheit, Fig. 27 in teilweiser
Längsansicht eine andere Ausführung des Arbeitskörpers, Fig. 28 einen Querschnitt
nach der Linie XXVIII-XXVIII in Fig. 27, Fig. 29 im wesentlichen im Axialschnitt
eine andere Ausführung der Einrichtung, Fig. 3o einen Querschnitt nach der Linie
XXX-XXX in Fig. 29, Fig. 31 einen teilweisen Querschnitt durch eine geänderte Ausführung
des Arbeitskörpers, Fig. 32 in einem teilweisen Axialschnitt eine andere Ausführung
der Einrichtung, Fig. 33 in größerem Maßstab einen teilweisen Querschnitt nach der
Linie XXXIII-XXXIII in Fig. 32, Fig. 34 und 35 einen Aufriß und einen Grundriß zur
Erklärung einer mehrfachen Anordnung von Arbeitskörpern, Fig. 36 in größerem Maßstab
einen Längsschnitt durch einen Teil eines Arbeitskörpers, Fig.37 bis 4o je in einem
Querschnitt andere Ausführungen des Arbeitskörpers, Fig.41 und 42 in teilweiser
Längsansicht und einem Querschnitt eine weitere Ausführung des Arbeitskörpers, für
den in Fig. 43 eine besondere Antriebsart gezeigt ist. wogegen Fig. 44 im Querschnitt
eine geänderte Ausführung des Arbeitskörpers veranschaulicht.
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In den. nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist lediglich
der Einfachheit wegen nur die Rede von einer Behandlungsflüssigkeit und von einer
Faserstoffbahn, so daß dies in bezug auf die praktische Durchführung des Erfindungsgedankens
keinerlei Einschränkung weder hinsichtlich der Art des Behandlungsmittels noch derjenigen
des Faserstoffgebildes bedeutet.
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Die Einrichtung gemäß dein ersten Beispiel (Fig. i bis 3) besitzt
einen Arbeitskörper i, der aus einem Rohr besteht, welches an beiden Enden mit Hilfe
eingesetzter koaxialer Achsschenkel 2 und 3 in Stehlagern 4 und 5 abgestützt ist.
Die Achsschenkel 2 und 3 durchsetzen Öffnungen, welche in zwei gegenüberliegenden
Wänden des die Behandlungsflüssigkeit enthaltenden Behälters 6 vorgesehen und von
Manschetten 7 umgeben sind, welche aus nachgiebigem, durch die Flüssigkeit des Behälters
6 nicht angreifbarem Werkstoff bestehen und mittels Ringe 8 und 9 an genannten zwei
Achsschenkeln 2 und 3 sowie am Behälter 6 festgelegt sind; diese Manschetten 7 verhindern
den Austritt von Flüssigkeit aus dem Behälter 6 im Bereich der Achsschenkel 2 und
3. Zwei am Achsschenkel 3 angebrachte Stellringe io und ii, welche am Lager 5 Anschlag
finden, sichern den Arbeitskörper i gegen axiale Verschiebung. Auf- dem freien Ende
des Achsschenkels 3 ist eine Gabel 12 durch eine Klemmschraube 13 befestigt. Mit
14 ist ein Stehlager bezeichnet, welches von einer Welle 15 durchsetzt ist, die
am einen Ende die Scheibe 16 eines Riemenantriebes trägt und am andern Ende einen
exzentrischen Zapfen 15" aufweist. Dieser steht mit einem Gleitstein 17 im Eingriff,
welcher
zwischen den Armen der Gabel 12 angeordnet ist und beim
Antrieb der Welle 15 die Gabel 12 in hin-und herschwingende Bewegung versetzt, die
sich über den Achsschenkel 3 auf den Arbeitskörper i überträgt; die Achse der Achsschenkel
2 und 3 stellt die Schwingungsachse dar. Die in Fig. 3 mit a bezeichnete Winkelgröße
genannter Schwingbewegung ergibt sich aus der Exzentrizität des Zapfens 15" an der
Antriebswelle 15 sowie aus dessen Abstand zur Schwingungsachse, die Schwingungsfrequenz
aus der Drehzahl der Antriebwelle 15.
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Der in die Behandlungsflüssigkeit tauchende hohlzylindrische Arbeitskörper
i besitzt an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen je einen horizontalen Längsschlitz
i8 für den Durchlauf der zu behandelnden Faserstoffbahn A. An jeden. der zwei Längsschlitze
18 des Hohlzylinders schließen längsseitig zwei äußere, zueinander parallele Flansche
i9 an, welche die Wirkteile bilden. Die gestreckte Faserstoftbahn A ist frei durch
den stillstehenden. Arbeitskörper i hindurchgezogen, berührt also dessen Längsflansche
ig nicht.
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Wenn der Arbeitskörper i infolge Einschaltung seines Antriebes rasch
um seine Achse hin- und hergeschwungen wird, dann wird durch die Flansche ig die
Badflüssigkeit und somit auch die Faserstoffbahn A demgemäß in Schwingungen versetzt,
gleichgültig. ob die Faserstoffbahn durch die Flansche ig mehr oder weniger stark
oder gar nicht berührt wird. Durch die Flanschenpaare ig ist dem Arbeitskörper i
eine entsprechend wirksame Angriffsmöglichkeit an der Badflüssigkeit sowie gegebenenfalls
an der Faserstoffbahn A gegeben, wodurch sich eine entsprechend innige Behandlung
der letzteren durch die Badflüssigkeit erreichen läßt. Die am Arbeitskörper i vorgesehenen
zwei Längsschlitze 18 werden zweckmäßig in der Breite so bemessen, daß der Arbeitskörper
i zur Erfüllung seines Arbeitszweckes nur verhältnismäßig lcleine Schwingbewegungen
auszuführen hat, so daß sein Antrieb entsprechend klein bemessen werden kann.
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Gemäß Fig. 4 sind zur Bildung von die Bewegung der Badflüssigkeit
und gegebenenfalls der Fasers.toffbahn A bewirkenden vorspringenden Flächen am hohlzylindrischen
Arbeitskörper i im Bereich jedes der beiden Schlitze 18 längsseitig ein äußerer
Flansch ig und ein innerer Flansch. iga vorgesehen. Durch die am Arbeitskörper i
einwärts gerichteten zwei Flansche iga wird insbesondere die Bewegung der Badflüssigkeit
im Hohlraum des Arbeitskörpers i bewirkt.
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Für besondere Fälle kann man mit der in Fig. 5 gezeichneten Ausführung
auskommen, bei welcher an die Längsschlitze 18 des Arbeitskörpers i keine Flansche
anschließen. Hierbei stellen die die Schlitzpaare 18 des Arbeitskörpers i begrenzenden
Ränder desselben die Wirkteile dar.
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Um die Strömung der Badflüssigkeit in Richtung in den und aus dem
Arbeitskörper i zu begünstigen, sind gemäß Fig. 6 die einander diametral gegenüberliegenden
äußeren Flansche ig am hohlzylindrischen Arbeitskörper i so angeordnet, daß die
vorhandenen zwei Flanschenpaare ig zusammen zwei gleichgerichtete Keilbahnen bilden,
zwischen welchen der Innenraum des Arbeitskörpers i liegt; Pfeile deuten, die Strömungsrichtungen
der Badflüssigkeit an. Für den erwähnten Zweck besitzt ferner der Mantel des Arbeitskörpers
i eine Anzahl in gerader Reihe oder in versetzter Anordnung vorgesehener oberer
und unterer 'Öffnungen 2o.
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Von dieser Ausführung unterscheidet sich diejenige gemäß Fig. 7 dadurch,
daß die vorhandenen zwei äußeren Flanschenpaare ig vom zylindrischen Arbeitskörper
i weg konvergieren.
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Bei der Ausführung gemäß Fig.8 divergieren beide Flanschenpaare ig
vom höhlzylindrischen Arbeitskörper i weg auswärts.
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Fig. g zeigt eine Ausführung, bei welcher der Arbeitskörper i im Bereich
seiner Längsschlitzung zwei als Wirkteile dienende innere Stege 21 und 22 besitzt,
mittels welchen ein eigentlicher Querkanal 23 für den Durchgang der Faserstoftbalin
_-i und der Badflüssigkeit gebildet ist. Dieser Querkanal 2; besitzt seine größte
Weite an der einen Mündung, von wo aus er in der Größe des Winkels p vergiert und
dann eine anschließende Einschnürung erreicht, in deren Bereich die beiden Stege
21 und 22 zwei einander benachbarte Längskanten 2 t" uisd 22" bilden, von denen
schräg auswärts gerichtete Flächen ausgehen, die einen Winkel ;. einschließen, um
nicht ungünstig auf die Faserstoffbahn _-i beim Hin- und Herschwingen des Arbeitskörpers
i einzuwirken und die Flüssigkeitsströmung nicht zu beeinträchtigen; Pfeile deuten
die Flüssigkei,sströmung an. Der gegenseitige Abstand der zwei Längskanten 21" und
22" ist so gewählt, daß die zu behandelnde Faserstoffbahn A ohne besondere Mühe
in den Arbeitskörper i eingeführt werden kann. Durch die zwei Längskanten 21, und
bzw. der mit ihrer Hilfe im Querkanal 23 des Arbeitskörpers i gebildeten Einschnürung
wird selbst bei nur geringem Ausschlag des angetriebenen, um seine Achse hin- und
herschwingenden Arbeitskörpers i bzw. dessen Hohlzylinders ein wirksamer Angriff
desselben an der durchlaufenden Faserstoffbahn A ermöglicht; die Keilform des Querkanals
23 begünstigt die Bewegung der Badflüssigkeit.
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Die Angriffsmöglichkeit des hin- und herschwingenden Arbeitskörpers
i an der Faserstoffbahn A wird durch die Anordnung von zwei Einschnürungen in der
Ausführung gemäß Fig. io verstärkt. Zwecks Bildung der zwei Einschnürungen sind
am Arbeitskörper i mittels der beiden zueinander entgegengesetzt gewölbten Stege
24 und 25 je zwei einander benachbarte Längskanten 24." und 25a gebildet, an welche
schräg auswärts gerichtete Flächen anschließen. Mit Hilfe der Stege 24 und 25 ist
am Arbeitskörper ein Querkanal 26 gebildet, dessen Begrenzungsflächen die Wirkteile
bilden.
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Im Vergleich zum Querschnitt gemäß Fig. 2 zeigt Fig. i i eine insofern
geänderte Ausführung, als der hohlzylindrische Arbeitsltörper i in seiner senkrechten
Längsmittelebene zwei diametral gegenüberliegende Einsätze 27 aufweist. Diese
beiden
Einsätze 27 haben an jeder Längsseite einen auswärts gerichteten Flansch
27, welcher mit dem benachbarten Längsflansch i9 des Arbeitskörpers i zusammen
je einen oberen bzw. unteren Schlitz 28 bzw. 29 längsseitig begrenzt. Es sind somit
zu beiden Seiten der senkrechten Längsmittelebene des Arbeitskörpers i je ein oberer
und ein unterer Längsschlitz gebildet, wobei jedes Schlitzpaar 28 bzw. 29 dem Durchlauf
einer Faserstoffbahn A dient.
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An Stelle zylindrischen Querschnittes kann der Arbeitskörper auch
eckigen, z. B. rechteckigen Querschnitt gemäß Fig. 12 haben. Ferner können an Stelle
eines Einsatzpaares eine Mehrzahl solcher z. B. zueinander paralleler oberer und
unterer Einsätze 30 vorgesehen sein, mittels denen am Arbeitskörper i entsprechend
viele Längsschlitze 3 i gebildet sind, die paarweise (3 i bzw. 32 usw.) dem Durchlauf
je einer Faserstoffbahn A dienen. Zur längsseitigen Begrenzung dieser Schlitze 31
bis 36 sind im Sinne des vorgeschriebenen Beispiels äußere Flansche vorgesehen,
welche als Wirkteile dienen. Mit I ist die Schwingachse des Arbeitskörpers i angedeutet;
im Bereich der eingezeichneten Kreise liegen die Schwingungsbahnen der am Arbeitskörper
i vorgesehenen Schlitzpaare 31 bis 36 bzw. der zugehörigen, an den FaserstoffbahnenA
wirksamen Flansche.
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Gegebenenfalls kann durch die am Arbeitskörper i vorhandene Mehrzahl
von Längsschlitzen 31 bis 36 eine einzige Faserstoffbahn A hindurchgeführt werden.
Dies ist möglich, wenn die Faserstoffbahn A im Sinn der Fig. 13 über untere und
obere Umlenkwalzen 37 und 38 geleitet wird, wobei der (nicht gezeichnete) Arbeitskörper
zwischen den vorhandenen zwei Walzengruppen 37 und 38 vorgesehen ist. Die Faserstoffbahn
A ist hier sechsmal durch den Arbeitskörper hindurchgeführt.
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Gemäß Fig. 14 ist angenommen, es werden zwei Faserstoffbahnen A und
B, voneinander getrennt, durch Schlitzpaare des Arbeitskörpers hindurchgeführt.
Hierbei geht die Faserstoffbahn B über eine untere Umlenkwalze 37, und durch
einander benachbarte Schlitzpaare des Arbeitskörpers, während durch seitlich dieser
Schlitzpaare am Arbeitskörper vorgesehene Schlitzpaare die Faserstoffbahn A hindurchgeführt
wird.
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In Fig. 15 ist angenommen, es werden zwei benachbarte Faserstoffbahnen
A und B in ein. und derselben Richtung durch Schlitzpaare des Arbeitskörpers
hindurchgeführt. Rechtsseitig neben der Faserstoffbahn B läuft mit ihren zwei Trümern
eine Faserstoffbahn C, während sich rechtsseitig neben dieser noch zwei Faserstoftbahnen
D und E befinden, die in ein und derselben Richtung durch den Arbeitskörper hindurchbewegt
werden; da die nebeneinander befindlichen Faserstoffbahnen B, C und D sich in zueinander
entgegengesetzten Richtungen bewegen, wird die Badflüssigkeit dementsprechend stark
in Wallung gesetzt.
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Fig. 16 zeigt eine im Querschnitt gegenüber Fig. 2 instifern geänderte
Ausführung des hohlzylindrischen Arbeitskörpers i als dieser auf seiner einen zwischen
den beiden Schlitzen 18 liegenden Umfangshälfte noch einen. Längsschlitz 39 aufweist,
von dem längsseitig äußere Flansche 4o ausgehen, welche ihrerseits Wirkteile, wie
die Flansche ig, bilden. Im Hohlzylinder des Arbeitskörpers i befindet sich eine
drehbar gelagerte Spindel 41. Diese ist mit ihren Enden drehbar in zwei Stirnscheiben
gelagert, die im Hohlzylinder des Arbeitskörpers i vorgesehen sind und von je einem
den entsprechenden Achsschenkel des Arbeitskörpers r durchsetzenden Achsschenkel
getragen wird; der in einem zugeordneten äußeren festen Lager liegt, sinngemäß wie
dies später auf Grund der Fig. i9 beschrieben wird; die Spindel 41 kann gegebenenfalls
mit einem Antrieb versehen sein. Diese Spindel 41 ist derart exzentrisch im Arbeitskörper
i angeordnet, daß die von oben zugeleitete Faserstoffbahn A wahlweise neben der
Spindel 41 durch die beiden Längsschlitze 18 des axial schwingbar gelagerten Arbeitskörpers
i hindurchgeführt werden kann oder daß sie, statt durch den unteren Schlitz 18 hindurch,
an der Spindel 41 aus ihrer Bewegungsrichtung seitlich abgelenkt und durch den Längsschlitz
39 hindurchgeführt werden kann.
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Falls die zu behandelnde Faserstoffbahn mehrere frei aufeinanderliegende
Lagen aufweist, ist es gegebenenfalls möglich, die eine Stofflage am Arbeitskörper
i durch die beiden Schlitze 18 und die andere Stofflage durch den oberen Schlitz
18 und den seitlichen. Schlitz 39 hindurchzuführen.
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Bei dem in den Fig. 17 und 18 gezeigten Beispiel geht durch den Hohlzylinder
des Arbeitskörpers i eine auch dessen Achsschenkel 2 und 3 durchsetzende zentrale
Spindel 42 hindurch. Die Spindel 42 ist in zwei Stehlagern 43 und 44 (Fig. i7-)
drehbar gelagert; die erwähnten, von den, zwei Stehlagern 4 und 5 aufgenommenen
zwei Achsschenkel 2 und 3 besitzen je eine auf die Spindel 42 aufgeschobene Stopfbüchse
45. Im Sinne des ersten Beispiels (Fig. r bis-3) ist auf dem Achsschenkel 3 mittels
einer Klemmschraube 13 eine Gabel 12 befestigt, in deren Gleitstein 17 der exzentrische
Zapfen 15" der Antriebswelle 15 eingreift, welche die Riemenscheibe 16 trägt und
hier in einem Hängelager 14" gelagert ist. Der Hohlzylinder des Arbeitskörpers i
weist einen oberen Einsatz 27 auf zwecks Bildung von zwei Längsschlitzen,
28 und 29, welche längsseitig durch Flansche i9 und 27" begrenzt sind. In
seinem unteren Teil hat der Hohlzylinder des Arbeitskörpers i einen Längsschlitz
46, an den zwei Längsflansche 47 anschließen, welche ihrerseits Wirkteile, wie die
Flansche i9 und 27, bilden.
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Die Faserstoffbahn A kann wahlweise im Hohlzylinder des Arbeitskörpers
i so geführt werden, daß sie im strichpunktiert angedeuteten Lauf durch den einen,
oberen Längsschlitz 28 hindurchgeht, an der Spindel 42 umgelenkt wird und den Arbeitskörper
i durch den unteren Längsschlitz 46 hindurch verläßt, oder die Faserstoffbahn A
kann unter entsprechender Umschlingung der Spindel 42 durch die beiden oberen Längsschlitze
28 und 29 hindurchgeführt werden. Wenn eine gedoppelte
Faserstoffbahn
A zur Behandlung kommt, so kann von der Spindel q.2 aus die eine Stofflage durch
den oberen Schlitz 29 und die andere Stofflage durch den unteren Schlitz 46 weggelei6et
werden.
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Fig. i9 und 2o zeigen eine Ausführung, bei der am Hohlzylinder des
Arbeitskörpers i, außer zwei Schlitzpaaren 28 und 29, zwei dazu rechtwinklig angeordnete,
mittels zweier Einsätze 48 gebildete Schlitzpaare 49 und 5o vorgesehen sind; die
Schlitze.49 und 5o sind längsseitig durch ihrerseits (wie die Flansche i9) Wirkteile
darstellende äußere Flansche 48a und 5o" der Einsätze 48 und des Arbeitskörpers
i begrenzt. Im Hohlzylinder des Arbeitskörpers i sind vier hohle Spindeln 51 bis
54 angeordnet, welche an. ihren beiden. Enden mittels eingesetzter Zapfen in
je einer gemeinsamen Stirnscheibe 55 gelagert sind; die Zeichnung zeigt nur
die eine der vorhandenen zwei Stirnscheiben 55, und zwar ist dieselbe zwecks besserer
Übersicht in Fig. ig gegenüber Fig. 20 in anderer Winkelstellung in bezug auf die
Schwingungsachse des Arbeitskörpers i dargestellt. Jede der beiden Stirn scheiben
55 befindet sich an einem den betreffenden Achsschenkel des Arbeitskörpers i durchsetzenden
Achszapfen 56, der von einem äußeren Lager aufgenommen ist.
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Bei dieser Ausführung können, wie in Fig. 2o angedeutet, gleichzeitig
vier Faserstoffbahnen A durch den Arbeitskörper i hindurchgeführt werden. Hierbei
wird jede Faserstoffbahn A an der einen inneren Spindel 51 bzw. 52, 53,' 54 umgelenkt,
welche am Arbeitskörper i zwischen den für den Ein- und Austritt der einzelnen Faserstoffbahn
A benutzten zwei Längsschlitzen angeordnet ist.
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Fig. 21 bis 23 veranschaulichen eine. Ausführung mit einem auf der
Außenfläche die zu behandelnde Faserstoffbahn A führenden zylindrischen Trommelmantel
57, der quer durch die Längsschlitze 18 des hohlzylindrischen Arbeitskörpers i hindurchgeht.
Der Trommelmantel 57, welcher eine (nur angedeutete) Lochung 58 besitzt, weist stirnseitig
je einen inneren Lagerring 59 auf, welcher der Abstützung auf einer Anzahl über
den Trommelumfang verteilter Rollen@6o dient; diese Rollen 6o sind in an, der entsprechenden
Wand 6 des Flüssigkeitsbehälters befestigten Lagern 61 angeordnet und besitzen je
einen Umfangsflansch als seitlichen Anschlag für den Trommelmantel 57, der dadurch
zugleich gegen axiale Verschiebung gesichert ist. Wenn die Faserstoffbahnf A aus
dem beim Arbeitsvorgang um die eigene Achse hin- und herschwingenden Arbeitskörper
i herausgekommen ist, geht sie vom Trommelmantel 57 auf eine Umlenktrommel 62 (Fig.
22) über; in analoger Weise kann die Faserstoffbahn A dem Trommelmantel 57 über
eine diesem vorgeordnete Trommel zugeleitet werden. Der Trommelmantel 57 wird durch
den Zug der Faserstoffbahn A gedreht oder kann einen Antrieb besitzen; das gleiche
gilt für die Trommel 62 und gegebenenfalls zusätzliche, für die Förderung der Faserstoffbahn
A vorgesehene Trommeln.
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Der Hohlzylinder des Arbeitskörpers i ist gemäß Fig. 23 aus zwei axialen
Teilen bzw. Längshälften i" und ib zusammengesetzt. Die von beiden Längshälften
i" und ib begrenzten zwei Schlitze 18 sind behufs Aufnahme des Trommelmantels 57
etwas über die Enden der Längsflansche i9 hinaus verlängert und im Bereich der Längshälfte
i, des Arbeitskörpers verbreitert, um für den betreffenden Lagerring 59 des Trommelmantels
57 Platz zu schaffen. Damit der Trommelmantel 57 und der Arbeitskörper i zwecks
Zusammenarbeitens im vorgesehenen Sinn ineinandergreifen können, könnte an Stelle
des Hohlzylinders des Arbeitskörpers i der Trommelmantel 57 längs geteilt werden.
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DieEinrichtung kann auch so ausgeführt werden, daß im Bereich der
vom Trommelmantel 57 durchlaufenen Zone der Förderstrecke der Faserstoffbahn statt
nur einem mehrere Arbeitskörper angeordnet werden, die im beschriebenen Sinn mit
dem Trommelmantel 57 zusammenarbeiten. Gegebenenfalls können auch mehrere
auf verschiedene Trommelmäntel verteilt angeordnete Arbeitskörper vorgesehen werden,
vor allem um abwechselnd die eine und dann die andere Seite der Faserstoffbahn durch
den um seine Längsachse hin- und herschwingenden Arbeitskörper wirksamer zu beeinflussen.
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Wenn die Einrichtung mehrere Arbeitskörper besitzt, können diese miteinander
in Antriebsverbindung stehen.
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In der Ausführung gemäß Fig. 24 und 25 besitzen die Achsschenkel 2
und 3 des Arbeitskörpers i an ihrem am Hohlzylinder des letzteren angreifenden Ende
je einen seitlich abragenden Arm 2" bzw. 3" mit in den. freien Endteil eingesetzter
Büchse 63 bzw. 64. Diese beiden Büchsen 63 und 64 'haben je zwei durchgehende Bohrungen
für die Aufnahme von zwei zum Hohlzylinder des Arbeitskörpers i parallel gespannten,
z. B. aus Stähl bestehenden Saiten 65 und 66, die mit ihren umgelegten Enden an
den beiden Büchsen 63 und 64 festgemacht sind und als Wirkteile dienen; die Büchse
63 findet durch einen, Bund 61, am erwähnten Seitenarm 3" Anschlag, die Büchse
64 durch ihre dem Anziehen des Saitenpaares 65, 66 dienende Schraubenmutter 64,
Die zu behandelnde Faserstoffbahn A ist hier durch den auf der Strecke zwischen,
den beiden Büchsen 62 und 64 von den beiden Saiten 65 und 66 begrenzten Schlitz
67 hindurchgeführt. Wenn der Arbeitskörper i um die Achse seines ('hier nicht von
der Badflüssigkeit durchdrungenen) Hohlzylinders (in der Pfeilrichtung) gemäß Fig.
25 hin- und herschwingt, wird diese Bewegung auf das Saitenpaar 65 und 66 übertragen,
welches dementsprechend an der Faserstoffbahn A zur Wirkung kommt.
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Während gemäß Fig. 25 die beiden Saiten 65 und 66 seitlich neben der
durch eine strichpunktierte Linie angegebenen Symmetrieebene und nahe beeinander
angeordnet sind, liegen beide Saiten 65 und 66 in der geänderten Ausführung gemäß
F ig. 26 auf genannter Symmetrieebene, wobei die beiden Saiten 65 und 66 beim Hin-
und Herschwingen des Arbeitskörpers ihren Abstand hinsichtlich der gegestreckten
Faserstoffbahn A in wechselnder Folge
verkleinern und vergrößern,
wie ohne weiteres klar ist.
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Die Ausführung kann auch so gestaltet werden, daß beide Saiten 65
und 66 im Ruhezustand des erwähnten Hohlzylinders sich z. B. in dessen senkrechter
Mittelebene befinden, oder es können zwei im Takt um ihre Achse hin= und herschwingbare
Hohlzylinder vorgesehen werden, von denen jeder an zwei Seitenarmen die eine Saite65
bzw. 66 trägt.
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Die Fig. 27 und z8 zeigen einen Teil einer Ausführung, bei welcher
der von der Badflüssigkeit durchdrungene Hohlzylinder des Arbeitskörpers i in, axialer
Richtung im Abstand voneinander angeordnete äußere Arme 68 und 69 besitzt, und zwar
im Bereich der beiden Längsschlitze 18 des Hohlzylinders. Es befinden sich die Arme
68 oberhalb, die Arme 69 .unterhalb des Längsschlitzes 18; die einander entsprechenden
oberen Arme 68 tragen als Gruppe gemeinsam eine Wirkleiste 70 und die einander
entsprechenden unteren Arme 69 eine Wirkleiste 71, so daß den beiden Schlitzen 18
längsseitig je zwei äußere Wirkleisten, 70, 71 zugeordnet sind, welche an der zwischen
ihnen hindurchgeführten Faserstoffbahn A zur Wirkung kommen, wenn der Arbeitskörper
i um seine Längsachse hin.-und herschwingt.
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An Stelle der hochkantig gestellten Leisten 70 und 71 können an den
Armgruppen auch flach liegende Wirkleisten vorgesehen werden, um ihre mit der Faserstoffbahn
in Berührung tretenden Arbeitsflächen entsprechend zu vergrößern.
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In den Fig. 29 und 30 ist eine Ausführung. dargestellt, in
welcher der Hohlzylinder des Arbeitskörpers i zwei Längshälften i" und ib aufweist,
welche für sich um die Achse des Hohlzylinders schwingbar angeordnet sind. Die beiden
Längshälften i. und 1b des Hohlzylinders besitzen zur Begrenzung der von ihnen für
den Durchlauf der Faserstoffbahn A belassenen zwei diametral gegenüberliegenden
Schlitze 18 je zwei äußere, als Wirkteile dienende Längsflansche igb und i9, von
stumpfwinkligem Querschnitt mit einer Reihe im Schnittpunkt angeordneter konischer
öffnungen.72; dabei sind die beiden Hohlzylinderhälften i" und ib in bezug aufeinander
gleich ausgebildet, so daß die durch das Schlitzpaar 18 hindurchgehende horizontale
Mittelebene des Hohlzylinders die Symmetrieachse darstellt. Die beiden Hohlzylinderhälften
i" und ib sind in den; beiden Stehlagern 4 und, 5 schwingbar gelagert, und' zwar
die Hälfte i" mittels an ihren beiden Stirnenden eingesetzter Achsschenkel 2b und
3b, durch deren zentrale Bohrungen in die Stirnenden der Hälfte ib eingesetzte Achszapfen
a, und- 3, hindurchgehen; zwischen den Achszapfen. 2Q sowie 3, und den Achsschenkeln
2b sowie 3b sind an dien letzteren feste Lagerbüchsen 73 vorgesehen. Auf dem Achsschenkel
3b der Hohlzylinderhälfte i" ist im Sinn, der Fig. 17 eine Gabel 12 mittels einer
Klemmschraube 13 befestigt, und mit dem in der Gabel 12 angeordneten Gleitstein
17 steht durch ihren exzentrischen Zapfen 15" die Welle 15 in Antriebsverbindung.
Die die Riemenscheibe 16 tragende Antriebswelle 15 ist hier in zwei Hängelagern
14Q und 14b gelagert. In analoger Weise ist auf dem Achszapfen 3, der Hohlzylinderhälfte
ib eine Gabel 74 mittels einer Schraube 75 festgeklemmt, und mit dem zwischen den
Armen dieser Gabel 74 vorgesehenen Gleitstein 76 steht der exzentrische Zapfen 77Q
einer Welle 77 im Eingriff, die in einem Stehlager 78 gelagert ist. Die Antriebswelle
1.5 trägt auf ihrem zweiten Ende ein Stirnrad 79, welches in ein auf der
Welle 77 befestigtes Stirnrad 8o eingreift, wodurch die angetriebene Welle 15 das
taktmäßige Hin- und Herschwingen der beiden Gabeln 1a und 74 und somit der beiden
Hohlzylinderhälften i*a und ib bewirkt, wobei deren dem gleichen Längsschlitz i8
zugeordnete Flansche igb bzw. ig, abwechselnd gegen- und auseinanderbewegt werden
und dementsprechend auf die Badflüssigkeit und die Faserstoffbahn A einwirken. Wenn:
die beiden Längsflansche 19b bzw. i9, gegeneinander und folglich in Richtung gegen
die Faserstoffbahn A geschwenkt -,werden, wie in Fig. 30 für die Flansche ig, durch
Pfeile angegeben ist, dann wird innerhalb des von diesen zwei Flanschen ig, eingeschlossenen
Raumes eine Druckerhöhung bewirkt, innerhalb des Raumes der in umgekehrter Richtung
schwenkenden Flansche igb dagegen ein Unterdruck erzeugt. Es wird dann die Flüssigkeit
an den sich einander nähernden Schrägflächen der beiden Flansche ig, abgeleitet,
und zwar zum Teil in Richtung gegen den Innenraum des Hohlzylinders und zum Teil
in hierzu entgegengesetzter Richtung, also gegen den Flüssigkeitsraum, wo-,gegen
sich im Bereich der beiden Flansche igb eine zur beschriebenen umgekehrte Strömung
der Badflüssigkeit ergibt. Wenn in der Folge die beiden Längsflansche ig, auseinander
und die beiden Längsflansche 19b des Hohlzylinders gegeneinander geschwenkt werden,
so tritt eine zur beschriebenen umgekehrte Strömung der Badflüssigkeit ein. Das
abwechselnde Verschwenken der beiden Flansche 19b und ig, des Hohlzylinders gegeneinander
und auseinander, wobei die in den Flanschen vorhandenen Öffnungen 72 die Flüssigkeitsströmung
begünstigen, führt zu einem innigen Flüssigkeitsaustausch in der Arbeitszone des
Arbeitskörpers, so daß eine Verarmung oder Anreicherung der Flüssigkeit an gelösten
chemischen Badstoffen in dieser Zone vermieden wird.
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Wie in, Fig. 3o durch strichpunktierte Linien angedeutet ist, können
die die Schlitze i8 längsseitig begrenzenden Ränder jeder der beiden Hohlzylinderhälften
i" und il, durch einen als zusätzlicher Wirkteil dienenden Steg 81 bzw. 82 verbunden
sein. Dadurch wird beim Hin- und Herschwingen -der Hohlzylinderhälften i" und ib
eine Pendelbewegung der zwischen den zwei Stegen 81 und 82 vorhandenen Badflüssigkeit
erreicht.
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In Fig. 31 ist eine gegenüber der vorbeschriebenen insofern geänderte
Ausführung angedeutet, als für die beiden Hohlzylinderhälften des Arbeitskörpers
gerade Längsflansche ig angenommen sind. Für die beiden Hohlzylinderhälften ist
analog der vorbeschriebenen Fig. 29 je ein Zahnrad 79 bzw. 8o zum Antrieb der -Welle
i# bzw. 77 mit dem Exzenterzapfen
15, bzw. 77a vorgesehen. In vollen
Linien ist die relative Lage der Flansche i9 im Ruhestand des Arbeitskörpers angedeutet,
wogegen strichpunktiert für jedes Flanschenpaar die eine Endlage angegeben ist;
innerhalb dieser Grenzen werden beim Betrieb der Einrichtung die Flansche i9 jedes
Paares in wechselnder Folge in Richtung gegen- bzw. auseinanderbewegt, wie ohne
weiteres verständlich ist. Wenn von den beiden den Antrieb der zwei Hohlzylinderhälften
des Arbeitskörpers vermittelnden Exzenterzapfen 15" und 77a der eine durch entsprechendes
Einstellen seiner Welle 15 bzw. 77 um i8ö° verstellt wird, dann führen in
der Folge beide erwähnten Hohlzylinderhälften gleichsinnige Schwingbewegungen aus,
wie wenn sie starr miteinander verbunden wären. Innerhalb der in Betracht kommenden
Grenzen können die beiden Exzenterzapfen 15" und 77a gegebenenfalls auf jede beliebige
Relativlage in Bezug aufeinander eingestellt werden zwecks entsprechender relativer
Bewegung der zwei Hohlkörperhälften. .
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Die Fig. 32 und. 33 zeigen eine Ausführung, bei welcher die beiden
Hohlzylinderhälften i" und ib je auf einer durchgehenden Welle 83 bzw. 84 abgestützt
sind, die in Stehlagern q. und 5 angeordnet sind. Im Stehlager 14 ist (wie gemäß
Fig. i) die Welle 15 gelagert, welche die Riemenscheibe 16 trägt und ihre Antriebsbewegung
über den exzentrischen Zapfen 15" auf den Gleitstein 17 üherträgt. Dieser ist an
der mittels der Klemmschraube 13 auf der Welle 83 befestigten Gabel i?,.
angeordnet, welche der Welle 83 und damit der Hohlzylinderhälfte i" die hin- und
herschwingende Bewegung vermittelt. Diese Schwingbewegung wird von der `Welle 83
durch an ihren Endteilen angebrachte Mitnehmer 85 auf die Welle 84 und somit auf
die Hohlzylinderhälfte ib übertragen; die vorhandenen zwei Mitnehmer 85 stehen mit
in den verdickten Enden der Welle 84 vorgesehenen Ausnehmungen im Eingriff. Durch
die beschriebene Bewegungsverbindung der beiden Wellen 83 und 84 werden die Hohlzylinderhälften
i" und ib mit ihren. Längsflanschen i9 abwechselnd gegen- und auseinanderbewegt,
analog dem Beispiel gemäß Fig. z9 und 30.
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Im Aufriß und Grundriß ist in den Fig. 34 und 35 schematisch angedeutet,
auf welche Art sich z. B. die Arbeitszone in einem Flüssigkeitsbehälter zur Behandlung
von Faserstoffbahnen aufteilen läßt, die einegewisse minimale Breite überschreiten.
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Die mit A angedeutete Faserstoffbahn ist durch die Längsschlitze von
zwei Arbeitskörpern i hindurchgeführt, welche hinsichtlich der Längs- bzw. Laufrichtung
der Faserstoffbahn A in Reihe, jedoch im deren Querrichtung zueinander versetzt
angeordnet sind; dadurch ist es möglich, mit entsprechend kurzen, aber zusammen
die Faserstoffbahn in der ganzen Breite gleichmäßig beeinflussenden Arbeitskörpern
i auszukommen. Besonders geeignet hierzu sind Ausführungen im Sinn der Fig. 32 und
33, d. h. mit Arbeitskörpern, welche zwei Hohlzylinderhälften i" und ib aufweisen,
die auf je einer durchgehenden Welle 83 bzw. 84 abgestützt sind; die Wellen 83 und
84. können verhältnismäßig lang sein, um den betreffenden Arbeitskörper -auf in
entsprechendem Abstand voneinander angeordneten Lagern abstützen zu können.
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Die Anzahl der im Flüssigkeits- bzw. Behandlungsbehälter in Reihe
und hinsichtlich der Faserstoffbahn bzw. des oder der zu behandelnden sonstigen
Faserstoffgebilde in der Querrichtung angeordneten schwingbaren Arbeitskörper kann
natürlich je nach den Verhältnissen verschieden gewählt werden. Indem der Antrieb
des einzelnen Arbeitskörpers, wie z. B. aus Fig. i hervorgeht, sich außerhalb des
Behälters befindet, bleibt' der Antrieb vorteilhafterweise der Einwirkung durch
die Flüssigkeit bzw. das Behandlungsmittel entzogen-.
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Fig. 36 zeigt in einem Längsschnitt, wie z. B. jede der vorgesehenen
Hohlzylinderhälften, die von je einer durchgehenden Welle getragen werden, aus einzelnen
Teilen zusammengebaut sein kann. In Anlehnung an die Fig. 32 bis 35 ist in Fig.
36 die obere Hdhlzylinderhälfte i" angenommen. Dieselbe besteht aus zwei in der
Längsrichtung der Welle 83 aneinandergefügten Mantelteilen 86 und 87, welche je
durch zwei -Stirnwände 88 und 89 und je zwei Zwischenwände 9o auf der durchgehenden
Welle 83 abgestützt und mit ihr fest verbunden sind.
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In den, übrigen Figuren sind die schwingbar angeordneten Arbeitskörper
der Einfachheit wegen nur in ihren Umrissen dargestellt.
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Dies gilt auch für die nachstehend beschriebenen Ausführungsarten,
bei welchen die Faserstoffbahn nicht durch den hin- und herschwingbar angeordneten
Arbeitskörper quer' hindurchgeführt wird.
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In der Ausführung gemäß Fig. 37 ist ein Arbeitskörper i angenommen,
welcher im Querschnitt eine Schale von annähernd halbzylindrischer Form darstellt,
wobei an die beiden Längsränder der Schale je ein auswärts gerichteter Flansch i9
anschließt; es ist also für den Arbeitskörper hinsichtlich dessen Ausführung gemäß
der Schnittdarstellung in Fig. 2 nur die eine Längs- bzw. Hohlzylinderhälfte vorgesehen.
Gemäß Fig. 37 befindet sich die Faserstoffbahn A im Ruhezustand des Arbeitskörpers
i in einem vorbestimmten Abstand vom Arbeitskörper i bzw. von dessen die Wirkteile
bildenden Längsflanschen i9, zu denen die Faserstoffbahn beim Betrieb der Einrichtung
quer bewegt wird.
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Auf ähnlicher Grundlage beruht die in Fig. 38 gezeichnete Ausführung
des Arbeitskörpers i. Dieser hat jedoch zwei andere als Wirkteile dienende, mit
9o und 9i bezeichnete Längsflansche, von denen der erste vollständig im Innenraum
der Schale liegt, wogegen der zweite einen Kopf darstellt, der je zur Hälfte im
erwähnten Innenraum und außerhalb desselben liegt.
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Die Ausführung gemäß Fig. 39 unterscheidet sich von derjenigen in
Fig. 37 lediglich dadurch, daß infolge örtlicher Querschnittsverminderung am Arbeitskörper
i zwischen den Längsflanschen i9 und der Schale je eine verjüngte Übergangsstelle
92 vorgesehen ist. Diese bildet eine Art elastische Ver-
Bindung
des betreffenden Flansches ig mit der Schale in dem Sinn, daß jeder Flansch ig beim
Hin- und Herschwingen des Arbeitskörpers i zusätzlich Eigenschwingungen ausführen
kann behufs Verstärkung der Arbeitswirkung des Flansches ig. Für genannten Zweck
sind natürlich auch andere elastische Verbindungsarten zwischen denFlanschen und
ihrem Tragteil möglich.
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In Fig. 40 ist eine Ausführung gezeigt mit einem Arbeitskörper i in
der Ausbildung desjenigen gemäß der Schnittdarstellung in Fig. 2, wobei jedoch das
Schlitzpaar 18 nicht dem Durchlauf der Faserstoffbahn, sondern nur der Badflüssigkeit
dient. Die Faserstoffbahn A wird beim Betrieb de -r Einrichtung im Sinn der Ausführungen
gemäß Fig. 37 bis 39 in einem vorbestimmten Abstand vom Arbeitskörper i quer über
diesen hinwegbewegt, was für gewisse Fälle der Behandlung der Faserstoffbahn ausreicht.
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Bei der Ausführung gemäß Fig. 41 und 42 besteht der Arbeitskörper
i aus einem ungeschlitzten und somit entsprechend widerstandsfesten Rohr mit in
dessen Enden eingesetztenAchsschenkelnj2 und 3. Auf das Rohr sind außen zwei zueinander
parallele Längsflansche ig mittels abgewinkelter Stege bzw. Schenkel aufgesetzt.
Beim Hin- und Herschwingen-des Arbeitskörpers i werden die beiden Flansche ig, die
stumpfwinklig zueinander stehen, in wechselnder Folge in Richtung gegen die und
von .der Faserstoffbahn A weggeschwenkt, wobei sie je nach ,den gewählten
Verhältnissen mit der Faserstoffbahn A in Berührung treten können oder.nicht Bei
dieser Ausführung kann für den Arbeitskörper i ein mechanischer Antrieb z. B. im
Sinn desjenigen nach Fig. i und 3 vorgesehen sein oder ein elektromagnetischer Antrieb
z. B. gemäß Fig. 43. In derselben ist auf dem angedeuteten Achsschenkel des Arbeitskörpers
i ein Querhaupt 93 befestigt, welches den Anker von zwei Elektromagneten 94 darstellt.
Infolge wechselweiser Erregung der beiden Elektromagnete 94 wird' ein ruckartiges
Hin- und Herschwingen des Arbeitskörpers i bewirkt. was für gewisse Arbeitszwecke
besonders vorteilhaft ist. Eine solche bzw. ähnliche Antriebsart kann selbstverständlich
auch für andere Ausführungen der Einrichtung verwendet werden, insbesondere z. B.
bei solchen im Sinn der Fig. 39 und 40.
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Von der in dien Fig. 42 und 43 für den Arbeitskörper i vorgesehenen
Ausführung unterscheidet sich diejenige gemäß der Fig. 44 dadurch, daß am Rohrumfang
vier Längsflansche ig vorgesehen sind, an denen die über zwei Umlenkwalzen 95 und
96 gehende Faserstoffbahn A vorbeigeführt wird. Wie ohne weiteres erkennbar ist,
werden beim Hin- und Herschwingen des Arbeitskörpers -i die erwähnten Längsflansche
ig paarweise und abwechselnd in Richtung gegen die und von der Faserstoffbahn A
weggeschwenkt, wobei sie je nach den gewählten Verhältnissen mit der Faserstoffbahn
A in Berührung treten können oder nicht.
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Bei Verwendung eines Arbeitskörpers beschriebener Art ist es auch
möglich, an demselben gleichzeitig zwei Faserstoffbahnen vorbeizuführen, und zwar
die eine in Bezug auf Fig. 44 im Bereich des unteren Flanschenpaares ig und die
andere im Bereich des oberen Flanschenpaares ig des Arbeitskörpers i, wobei die
Umlenkwalzen, 95 und 96 selbstverständlich nicht benötigt werden.