DE960272C - Verfahren und Einrichtung zum Emulgieren von Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Emulgieren von Fluessigkeiten

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DE960272C
DE960272C DES36545A DES0036545A DE960272C DE 960272 C DE960272 C DE 960272C DE S36545 A DES36545 A DE S36545A DE S0036545 A DES0036545 A DE S0036545A DE 960272 C DE960272 C DE 960272C
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DE
Germany
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shock
evaporator
evaporators
liquid components
emulsion
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Expired
Application number
DES36545A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rer Nat Rolf Esch Dipl-Phys
Dipl-Ing Erwin Schaufler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F31/00Mixers with shaking, oscillating, or vibrating mechanisms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Emulgieren von Flüssigkeiten Es ist bekannt, Emulsionen von ineinander reicht löslichen Flüssigkeiten durch Einwirkung von Schall- oder Utraschallschwingungen herzustellen.
  • Emulsionen werden auf den verschiedensten Gebieten der Technik ebenso wie z. B. bei der Arzneiherstellung oder in der Lebensmittelwirtschaft gebraucht. In neuerer Zeit ist es auch bekanntgeworden, daß man z. B. bei Dieselkraftmaschinen ein Brennstoffgemisch verwenden kann, das durch Emulgieren von Öl und Wasser gewonnen wird.
  • Bei der Großherstellung von Emulsionen in der chemischen Industrie spielt der zur Emulsionsgewinnung notwendige Aufwand an Maschinen und Einrichtungen keine bedeutende Rolle, so daß sich die bekannten Verfahren gut eingebürgert und bewährt haben. Aber schon beim Herstellen geringer Mengen von Emulsionen in der Arzneimittelchemie wird der maschinelle Aufwand, z. B. eines Ultraschallgerätes, nicht immer gerechtfertigt. Beim Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen mit Emulsionsflüssigkeiten ergibt sich hierbei eine weitere Schwierigkeit: Die hergestellten Emulsionen sind nicht immer beständig, so daß die Emulsion nach einiger Zeit zumindest zum Teil in ihre Kompo- nenten zerfällt. In Fahrzeuge eine elektrische oder mechanische Ultraschallerzeugungsanlage bekannter Konstruktion einzubauen, stößt bei dem heutigen Stand des Kraftfahrzeugbaues schon allein aus Wirtschaftlichkeitsgründen auf erhebliche Schwierigkeiten.
  • Die - Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Emulsionen, das mit einem Minimum an maschinellem Aufwand auskommt und dadurch gekennzeichnet ist, daß tdie zu emulgierenden Flüssigkeitskomponenten einem oder mehreren Stoß verdamp fern zugeführt werden.
  • Stoßverdampfer sind seit langem bekannt und bestehen im Grundprinzip aus einem allseitig geschlossenen, kleinen Behälter, der mittels kleiner Öffnungen oder Düsen mit einem größeren Flüssigkeitsbehälter verbunden ist und durch eine Heizquelle auf hohe Temperatur gebracht wird. Die Arbeitsweise eines Stoßverdampfers ist folgendermaßen: Erhitzt man den Behälter des Stoßverdampfers, so wird die in ihm befindliche nun erwärmte Flüssigkeit ausgetrieben, so daß neue, kühlere Flüssigkeit nachfließen kann. Sobald die Temperatur im Stoßverdampfer über die Verdampfungstemperatur angestiegen ist, wird die eingedrungene Flüssigkeitsmenge rasch verdampft.
  • Durch die Verdampfung und die damit verbundene Volumenvergrößerung wird durch Sdie kleine Öffnung ein Flüssigkeitsdampfgemisch in den Flüssigkeitsbehälter getrieben, das sich in der Flüssigkeit rasch abkühlt und damit im Verdampfungsbehälter einen Unterdruck schafft, der zum erneuten Ansaugen einer kleinen Flüssigkeitsmenge führt. Die Frequenz, mit der diese impulsartigen Stöße erfolgen, hängt von den Dimensionen des Verdampfungsbehälters und -seiner Austrittsöffnung ab.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist besonders dann geeignet, wenn, wie bereits eingangs erwähnt, der Aufwand an maschinellen Einrichtungen der bisher bekannten Art unwirtschaftlich ist. Dabei ergibt sich eine besonders vorteilhafte Anwendung beim Herstellen von Emulsionen aus Verbrennungskraftstoff und Wasser. Weitere Ausbildungsmöglichkeiten des Verfahrens sowie vorteilhafte Einrichtungen werden im folgenden am Beispiel der Verbrennungskraftstoffemuligierung beschrieben.
  • Die Fig. I zeigt das Grundschema einer Emulgierungseinrichtung zur Durcihfühfung des Verfahrens nach der Erfindung. Einem Behälter I wird durch die Leitung 2 Treibstoff und dadurch die Leitung 3 Wasser zugeführt. Die Stoßverdampfer 4 sind am Boden des Behälters I angebracht und über düsenartige Leitungen 5 mit dem Behälter verbunden. Die Stoßverdampfer 4 werden von den Heizquellen 6 erhitzt. Werden der Vergaserkraftstoff und das Wasser in einem bereits vorbestimmten Verhältnis zugeführt, so kann durch die Leitung 7 eine diesem Verhältnis entsprechende Emulsion entnommen werden.
  • Die Fig. 2 zeigt verschiedene Ausführungsformen der Stoßverdampfer, mit unterschiedlichen Ausbuchtungen, an einer durchgehenden Leitung aufgereiht. Der durchgehenden Leitung werden durch die hoffnung 9 Idie getrennten Flüssigkeitskomponenten zugeführt und die Emulsion durch die Öffnung 10 entnommen. Um die Durchlaufgeschxvindigkeit an den Stellen, an denen die Stoßverdampfer angebracht sind, zu veringern, weist die Rohrleitung 8 Erweiterungen ii auf. Die Stoßverdampfer können U-förmig I2 oder birnenförmig I3 oder als flacher Behälter 14 ausgebildet sein. Mit 15 ist eine sehr einfache Ausführungsart dargestellt, wobei der Stoßverdampfer aus zwei konzentrisch ineinandergeschachtelten Rohren besteht. Das innere Rohr ist mit der Leitung 8 verbunden, während das äußere Rohr einen dichten Boden erhält.
  • Die Fig. 3 zeigt, daß beim Emulgieren von gewichtsmäßig unterschiedlichen Flüssigkeitskomponenten (Öl-Wasser) der Stoßverdampfer I6 möglichst am tiefsten Punkt feder Behälter oder der Leitungen angebracht werden soll, da sich sonst eventuell ausscheidende schwerere Anteile der Emulsion am tiefsten Punkt der Leitungen absetzen.
  • Au h in dieser Figur ist die Rohrleitung I7 an der Stelle, an der der Stoßverdampfer I6 angebracht ist, erweitert, um die Durchflußlgeschxwindigkeit zu verringern.
  • Die Fig. 4 bis 6 zeigen in verschiedenen Ausführungsformen, wie eine der Flüssigkeitskomponente vorteilhaft zugeführt werden kann. Hier sind in den Öffnungen oder Verbindungsleitungen der Stoßverdampfer I8 mit dem Flüssigkeitsbehälter 19 Düsen 20 eingebaut, mittels denen die zweite Flüssigkeitskomponente nach dem Sprühprinzip zugeführt wird.
  • Bei der Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung zum Herstellen von Treibstoffemulsionen für Verbrennungsmotoren kann mindestens ein Teil der zum Betrieb des Stoßverdampfers erforderlichen Wärme der ohnehin vorhandenen Motorwärme entnommen werden. Ein Ausführungsbei spiel hierfür zeigt die Fig. 7 im Grundriß und die Fig. 8 im Aufriß. Die Stoßverdampfer sind hierbei direkt in den Zylinderkopf eingebaut; sie können jedoch auch in besonderen Fällen in die Zylinderwandung eingebaut werden. Der Zylinderkopf 2I list mit kleinen Behältern 23 versehen.
  • Kurze Verbindungsleitungen 24 verbinden diese Behälter mit einer etwa als Ring um den Zylinderkopf gelegten Leitung 25, der auf einer Seite das Treibstoffwassergemisch zugeführt- und auf der anderen Seite die Treibstoffemulsion entnommen wird. Die eingezeichneten Pfeile geben die Durchlaufrichtung an.
  • Die Fig. g zeigt im Auf- und die Fig. 10 im geschnittenen Seitenriß eine besonders vorteilhafte Einrichtung für Mehrzylinder-Verbrennungs.kraftmaschinen. Oberhalb der Zylinderköpfe 26 ist ein wannenartiger Behälter 27 aufgebaut, der wiederum über kurze Rohrleitungen 28 mit den im Zylinderkopf eingebauten Stoßverdampfern 29 verbunden ist. Durch die Leitung 30 wird ein Treibstoffwassergemisch zugeführt, das durch die Leitung 3I als Emulsion entnommen werden kann. Legt man die Entnahmeleitnng wie im gezeigten Beispiel in den oberen Teil des Behälters, so wird bei leicht zerfallenden Emulsionen (Benzin-Wasser) verhindert, daß nach dem Stillstand der Verbrennungskraftmaschine Wasser in den Vergaser gelangt.
  • Mittels eines Lüfters 32 oder einer sonstigen Kühlvorrichtung wird der Behälter 27 und damit die Emulsion in diesem Behälter auf einer Temperatur gehalten, die für eine einwandfreie Vergasung des Kraftstoffes notwendig ist. Bei Verbrennungskraftmaschinen kann die Regulierung der Zuführungsmenge der einzelnen Komponente etwa durch Fliehkraftregler erfolgen.
  • Das beschriebene Verfahren und die aufgezeigten Einrich.tungen sind nicht auf die gezeigten Beispiele beschränkt. Auch ihre Anwendung beschränkt sich nicht auf das Hersteller von Emulsionen von Treibstoffgemischen, sondern ist allgemein dort von Vorteil, wo gute Emulsionen benötigt werden. Als Heizelemente der Stoßverdampfer können jegliche in der Technik bekannte Wärmequellen verwendet werden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Emulgieren von Flüssigkeiten, insbesondere von Verbrennungskraftstoff und Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitskomponenten einem oder mehreren Stoßverdampfer(n) zugeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der zum Betrieb des Stoßverdampfers erforderlichen Wärme der Motorwärme entnommen wird.
  3. 3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsleitung einer der Flüssigkeitskomponenten an der Einlaß- und/ oder Austrittsöinung der Stoßverdampfer angeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitskomponenten mittels Rohrleitungen an den Stoßverdampferöffnungen vorbeigeführt werden.
  5. 5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßverdampfer in die Zylinderwandung, vorzugsweise in den Zylinderkopf, des Motors eingebaut sind.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitungen an den 5 toßverdampferöffnungen eine die Durchflußgeschwindigkeit verringernde Erweiterung aufweisen.
  7. .7. Einrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßverdampfer an Tiefpunkten der Leitungen oder Behälter angeordnet sind.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßverdampfer am unteren Ende eines Gefäßles angebracht sind, dem die Flüssigkeitskomponenten unten in entsprechendem Mengenverhältnis zugeführt werden, während die Emulsion oben abläuft, z. B. überläuft.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Kühlung des die Emulsion enthaltenden Gefäßes vorgesehen sind.
DES36545A 1953-12-01 1953-12-01 Verfahren und Einrichtung zum Emulgieren von Fluessigkeiten Expired DE960272C (de)

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