DE96010C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L27/00—Central railway traffic control systems; Trackside control; Communication systems specially adapted therefor
- B61L27/02—Manual systems
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung bei Eisenbahnanlagen, welche
dazu dienen soll, den Zug auf freier Strecke von der nächsten Station aus zu überwachen
und eine telephonische Verbindung mit demselben herzustellen. Zu diesem Zwecke ist in
die Telephonanlage der Station ein Controlapparat mit zwei Uhrwerken eingeschaltet, von
denen das eine sich unabhängig von dem Zuge bewegt, während das andere vom Zuge
aus elektrisch beeinflufst wird, so dafs sein
Zeiger bei einer bestimmten Tourenzahl der Achse der Lokomotive um einen Abschnitt des
Zifferblattes vorgerückt wird. Das eine Uhrwerk ist also ein Zeitmesser, das andere dagegen
ein Streckenmesser. Die Uhrwerke sind so eingestellt, dafs sie bei normaler Fahrgeschwindigkeit
des Zuges gleichmäfsig gehen. Sie sind mit je einem Zahnrad versehen, deren Zähne so in einander greifen, dafs sie bei ungleichmäfsigem
Gange der Uhrwerke in Stromschlufs mit einander kommen können, wodurch eine Klingelleitung geschlossen wird.
Das Ertönen der Klingel ist ein Zeichen dafür, dafs der Zug die vorgeschriebene Fahrgeschwindigkeit
nicht inne hält. An dem Zeiger des mit dem Zuge verbundenen Uhrwerkes
(Streckenmesser) kann man erkennen, ob der Zug zu schnell oder zu langsam fährt bezw. stillsteht, und an welcher Stelle derselbe
sich befindet. Auf der Station kann alsdann in die zum Zuge führende Leitung, welche
durch die Schienen gebildet ist, ein Telephon eingeschaltet werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine derartige Einrichtung in schematischer Darstellung
veranschaulicht.
Fig. ι zeigt die Gesammtanlage, und zwar bezeichnet A den Zug und B und C die beiden
Uhrwerke.
Fig. 2 erläutert die Einrichtung der Uhrwerke B C und die Verbindung des Streckenmessers
B mit dem Zuge A.
Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch den Controlapparat.
Von einer Achse α der Lokomotive A wird
durch eine geeigneteUebersetzung eine Scheibe«* aus leitendem Material e so bewegt, dafs nach
Zurücklegung einer bestimmten Strecke, beispielsweise von ι km, diese Scheibe a1 eine
Umdrehung ausgeführt hat. Auf dem Umfange dieser Scheibe a1 schleift eine Feder c,
die bei jeder Umdrehung der Scheibe a1 einmal
mit einem schmalen Isolirstreifen d der Scheibe a1 in Berührung kommt.
Auf dem Züge A befindet sich eine Stromquelle
c5, deren Strom durch die eine Schiene ce
und die Anschlufsleitung c1 nach dem Uhrwerk B auf der Station geleitet wird (Fig. 1),
worauf er durch die Anschlufsleitung c3 und die Schiene c4 nach der Stromquelle auf dem
Zuge A zurückkehrt.
In Fig. 2 geht dieser Strom von der Stromquelle c5 auf dem Zuge A durch Draht c9-
und Rad c8 nach der Schiene c4, läuft in der
Schiene c4 entlang bis nach der zu der Station führenden Anschlufsleitung c3, geht durch den
Draht cs über den Ausschalter c7 nach dem
Elektromagneten c'2 des Uhrwerkes B und läuft alsdann weiter durch den Anschlulsdraht
c1 nach der Schiene c6, von hier in das
Rad α über die Uebersetzungsräder nach der Scheibe a1 und über Schleifcontact c durch
Draht c11 und Umschalter c10 nach der Stromquelle
c5 zurück. Dieser Stromkreis wird unterbrochen, sobald die Feder c mit dem
Isolirstreifen d der Scheibe ax in Berührung
kommt. Durch diese Stromunterbrechung wird der vorher durch den Strom erregte Elektromagnet
c2 des Uhrwerkes B stromlos, läfst den bis dahin angezogenen Anker d1 los und
bewirkt dadurch eine Weiterdrehung des Streckenmessers B.
Die Welle <f3 des Streckenmessers B trägt
ein Sperrrad d2, in dessen Zähne der Anker dl
eingreift. Ferner tragen der Streckenmesser B sowohl wie der Zeitmesser C je ein Zahnrad ef,
welche so angeordnet sind, dafs deren Zähne m η bei gleichmäfsigem Gange der Uhrwerke
einander nicht berühren, während sie bei ungleichmäfsigem Gange in Berührung mit einander
kommen. Der' Zeitmesser C ist so eingestellt, dafs das Zahnrad e dieselbe Umdrehungsgeschwindigkeit
erhält wie das Zahnrad f des Streckenmessers B bei normaler Fahrgeschwindigkeit
des Zuges. Die Einstellung des Zeitmessers C erfolgt durch einen Stellhebel / (Fig. ι und 3), und zwar der Fahrgeschwindigkeit
der Züge entsprechend für Güter-, Personen- und Schnellzüge auf verschiedenen Gang (P G S). Die Räder e und f
sind durch die Leitungen <i4 und e2 mit einer
Alarmglocke h leitend verbunden (Fig. 2), und zwar wird die Glocke h ertönen, sobald das
eine Uhrwerk das andere überholt und dadurch beide Uhrwerke B und C in Stromschlufs
mit einander kommen.
Auf der Station ist ein Telephon i mit einer Batterie z'4 angebracht, welche durch die
Drähte i2 und i3 mit den Anschlufsleitungen c1
und c3 in leitender Verbindung steht. Dieses Telephon i kann durch einen Stöpseläpparat
ein- und ausgeschaltet werden. Auf dem Zuge ist ebenfalls ein Telephon k vorhanden, welches
durch den Stöpselapparat kl mittelst der
Drähte k2 und ks an die Drähte der Hauptleitung
c9 und c11 in dem Zuge Ä angeschlossen
werden kann.
Fährt der Zug von einer Station ab, so wird von dieser die nächste Station auf telegraphischem
Wege wie bisher benachrichtigt. Auf letzterer wird nun der Zeitmesser C, der Fahrgeschwindigkeit
des Zuges entsprechend, eingestellt und in Gang gesetzt. Bei jeder Umdrehung der Scheibe al findet eine Unterbrechung
des Stromkreises zwischen Lokomotive und Station und somit eine Bewegung des Ankers dl statt. Da bei der Weiterbewegung
des Zuges der Stromkreis nach dem Hinübergleiten des Stiftes c über den Isolirstreifen d
wieder geschlossen wird, so wird auch der Anker d1 sofort wieder angezogen werden.
Bei jeder Bewegung dieses Ankers dl wird das Sperrrad d2 in der Richtung des eingezeichneten
Pfeiles (Fig. 2) durch eine Feder um eine halbe Zahnweite vorgerückt, so dafs der
Zeiger des Streckenmessers B bei jeder Umdrehung
der Scheibe a1 um einen bestimmten
Abschnitt des Zifferblattes vorrückt. In derselben Zeit hat auch der Zeiger des Zeitmessers
C den gleichen Weg zurückgelegt, so dafs die Entfernung der Zähne m und η der
Zahnräder e und f von einander stets dieselbe bleibt.
Hält nun der Zug auf der Strecke still oder die vorgeschriebene Fahrgeschwindigkeit
nicht inne, so wird bei Stillstand das Uhrwerk C den Streckenmesser B überholen.
Derselbe Fall tritt auch ein, wenn der Zug zu langsam fährt, oder es wird' umgekehrt bei
zu grofser Fahrgeschwindigkeit der Streckenmesser B das Uhrwerk C überholen, und es
werden somit beide Uhrwerke in Stromschlufs mit einander gelangen. Hierdurch wird . der
Stromkreis dl d* db g h e2 e1 m η geschlossen,
und die Klingel h zum Tönen gebracht. Dadurch wird der Stationsbeamte aufmerksam
und kann von den näheren Umständen sich durch den Stand der Zeiger an den Uhrwerken
BC überzeugen. Er kann darauf durch den Umschalter g das Läutewerk h,
und durch den Umschalter c1 den Elektromagneten c2 ausschalten und durch Stöpselung
bei i1 sein Telephon einschalten. Auf dem Zuge A ist vorher vermittelst des Ausschalters c10
die Stromquelle auf dem Zuge c5 ausgeschaltet und der Hauptstrom zwischen c11 und c9
unterbrochen worden, während durch Stöpselung bei k1 das Telephon k an die Leitungen cu
und c9 angeschlossen worden ist, so dafs eine Verständigung zwischen dem Zuge und der
Station möglich ist. Im letzten Falle geht der Strom, welcher von der Batterie ii auf der
Station erzeugt wird, durch Leitung i3, Telephon ζ, Leitung z'2, Anschlufsleitungc1, Schiene c6,
Rad α, Scheibe al, Schleif hebel c, Draht cn
und Draht k2 nach dem Telephon k auf dem Zuge A, von welchem er durch Draht k3,
.Stöpselapparat kl, Draht c9, Rad c8, Schiene c4,
Anschlussleitung c3 und Draht z'3 nach der
Stromquelle z'4 zurückkehrt.
Bei der beschriebenen Einrichtung ist eine Isolirung der Schienen c4 und c6 von einander
erforderlich. Ist eine solche nicht erwünscht, so kann man auch neben der Gleisstrecke
einen Draht laufen lassen, welcher einerseits mit der Anschlufsleitung c1, andererseits
durch eine Stromschlufsrolle oder einen
Claims (1)
- Schleifstromschlufs mit dem Zuge in Verbindung gebracht wird, so dafs die Schiene c6 durch diesen Leitungsdraht ersetzt ist.Paτεnt-Anspruch:Vorrichtung zur Ueberwachung des Zuges auf der Strecke und zur Herstellung einer telephonischen Verbindung mit demselben von der Station aus, gekennzeichnet durch einen vom Zuge (A) aus elektrisch betriebenen Streckenmesser (B) in der Station, welcher mit einem Zeitmesser (C) derart verbunden ist, dafs bei unnormaler Fahrgeschwindigkeit des Zuges infolge einer GangdifFerenz zwischen beiden Uhrwerken (B und C) eine leitende Verbindung zwischen denselben geschlossen wird, durch welche ein Alarmsignal (h) zum Tönen gebracht wird, worauf die vom Zuge zum Streckenmesser (B) führende Leitung (c1 cs) zur Herstellung einer telephonischen Verbindung (P i3 P c1 C6CIa1C c11 k*kk3klc* cs c4 c3 iB) zwischen dem Zuge und der Station benutzt werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96010C true DE96010C (de) |
Family
ID=367182
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT96010D Active DE96010C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96010C (de) |
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