DE955705C - Elektrische Schalteinrichtung mit festen und beweglichen Kontaktfedern und einer gezahnten Betaetigungsschiene - Google Patents

Elektrische Schalteinrichtung mit festen und beweglichen Kontaktfedern und einer gezahnten Betaetigungsschiene

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DE955705C
DE955705C DEV3381A DEV0003381A DE955705C DE 955705 C DE955705 C DE 955705C DE V3381 A DEV3381 A DE V3381A DE V0003381 A DEV0003381 A DE V0003381A DE 955705 C DE955705 C DE 955705C
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spring
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Walter Otto Wilhelm Broberg
Sten Daniel Vigren
Rolf Albin Zander
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    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/12Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
    • H01H1/14Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting
    • H01H1/24Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting with resilient mounting
    • H01H1/26Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting with resilient mounting with spring blade support
    • H01H1/28Assembly of three or more contact-supporting spring blades
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H50/00Details of electromagnetic relays
    • H01H50/54Contact arrangements
    • H01H50/56Contact spring sets
    • H01H50/58Driving arrangements structurally associated therewith; Mounting of driving arrangements on armature

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 10. JANUAR 1957
V 3381 VIIIb
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Schalteinrichtung mit festen und beweglichen. Kontaktfedern, bei der die beweglichen Kontaktfedern ihre Kontaktfunktioneri durch Vermittlung einer mit Zähnen versehenen Hebeschiene vollziehen.
Bei der Konstruktion derartiger Kontaktfedersätze ist es erwünscht, daß möglichst wenig Einzelteile der Federgruppe benötigt, werden und daß diese Einzelteile beliebige Kontaktfunktionen ermöglichen. Mithin sollen die Isolierplatten: zwischen den Federn einheitlich ausgeführt sein, die Anzahl der verschiedenen Komtaktfedern soll klein sein, die Dicke soll für alle Kontaktfedern gleich sein, und alle Konitaktfedern sollen mit Kontakten derselben Art versehen sein. Weiterhin sollen die Halte- und Hebeschienen so ausgeführt sein, daß sie jeder beliebigen Kontaktfunktion angepaßt werden können. Die Bewirkung der Konitaktfunktionen soll auch einheitlich sein, und' der Druck, den. zwei zusammenwirkende Kontakte nach vollendetem Schließ Vorgang aufeinander ausüben;, soll von der Lag© der Hebeschiene unabhängig sein. Um diese Forderungen, zu erfüllen, hat man bereits vorgeschlagen, die beweglichen, Konitaktfedern eines Kontaktfedersatzes so· anzuordnen, daß sie von einer kammförmigen Hebeschiene mit gleichmäßig verteilten Zähnen, betätigt werden, und
zwar mit einem Zahn für jede aus einer beweglichen und einer festen Kontaktfeder bestehende Kontaktfederstelle in dem Federsatz. Ohne Rücksicht, wie die beweglichen und festen. Kontaktfedern auch untereinander kombiniert sind, ist also an dier Hebeschietas immer jeweils ein Zahn zum Zusammenwirken mit einer beweglichen Kontaktfeder vorteaden. Bei dieser Konstruktion werden nur die Oberseiten der Zähne benutzt, und die
ίο Kointaktfaoictiotien, die beim Anheben der Hebeschiene Scfaließvorgänge sein sollen, sind so angeordnet, daß die auf der Oberseite eines Zahnes der Halteschiene ruhende feste Kontaktfeder den Kontaktdruck bewirkt, wenn das Schließen in einem Schließkontakt . vollendet ist. Bei vollendetem Schließvoirgang muß die feste Kontaktfeder, um sicheren Kontakt zu gewährleisten, sich etwas ober-' halb des Zahnes der Halteschiene befinden, und infolgedessen ist die Halteschiene mit Nuten versehen, die beträchtlich breiter als die Dicke der Kontaktfeder!! sind. Auch die festen Kontaktfedern müssen daher bis zu einem gewissen Grad beweglich sein.
Es hat sich nun herausgestellt, daß, wenn dieas bewegliche Kontaktfeder eines Schließkontaktes mit ihren Kontakten, an die Kontakte der festen Kontaktfeder schlägt, die letztere zurückschwingt und ihre.Kontakte von den. Kontakten der beweglichen Kontaktfeder trennt. Es gibt nichts, was die feste Kontaktfeder am Zurückschwingen, hindert, da die Nut der Halteschiene, in der diese Fedier sich befindet, beträchtlich breiter' als die Dicke der Feder ist. Dieses -Zurückschwingen, das sich während eines Schließvorganges zu verschiedenen Malen wiederholt, wird Kontaktprallen genannt und verursacht Funkenbildung und infolgedessen. eine Zerstörung der Kontakte.
Es sei bemerkt, daß bei dieser Konstruktion die beweglichen Kontaktfedbrn der Schließkontakte bei der Schließbewegung von dem Anker des Relais zwangsweise betätigt werden, und darum wird die kinetische Energie des Ankers sich geltend machen und die Entstehung des Kontaktprallens fördern.
Bei den Kontakten, die während der Hebung der Hebeschiene einen Unterbrechungsvorgang bewirken sollen, ist es die bewegliche Kontaktfeder, die den Kontaktdruck dadurch bewirkt," daß sie mit ihren Kontakten an den Kontakten, der festen Kontaktfeder anliegt. Die feste Kontaktfeder ruht auf der Oberseite eines Zahnes der Halteschiene. Die Nut ist auch hier beträchtlich breiter als die Dicke der Feder. Die bewegliche Kontaktfeder wird während des Unterbrechungsvorganges von einem Zahn der Hebeschiene gehoben, wodurch ihre Kontakte von denen der festen Kontaktfeder getrennt werden, d. h., es wird eine Unterbrechung hervorgerufen. Bei einem Unterbrechungskontakt im Ruhezustand entsteht ein kleiner Luftspalt zwischen der beweglichen Kontaktfeder und jenem Zahn, der Hebeschiene, der die beweglichen Kontaktfedern betätigen soll. Dieser kleine Luftspalt gewährleistet, daß die bewegliche Kontaktfeder nicht auf dem Zahn der Hebeschiene ruht, wenn sie mit ihren Kontakten an den Kontakten der festen Kontaktfeder anliegt. Bei der Bewegung der Hebeschiene nach unten werden die Unterbrechungskontakte wieder geschlossen, und der Unterbrechungskontakt bewirkt also dann ein Schließen. Beim Schließen des Unterbrechungskontaktes bewirkt die Federspannung der beweglichen Kontaktfeder den Kontaktdruck, und die feste Kontaktfeder nimmt eine feste Stellung ein, da sie unter Druck an der Oberseite eines Zahnes der Halteschiene anliegt.
Da die feste Kontaktfeder in diesem Falle sich nicht in der Bewegungsrichtung der beweglichen Kontaktfeder bewegen kann und da weiterhin die letztere an der festen Kontaktfeder mit einer Kraft anschlägt, die nur von ihrer eigenen Spannung bei verhältnismäßig geringer Masse bestimmt ist, entsteht in diesem Falle kein oder nur wenig Kontaktprallen beim Schließen eines Unterbrechungskontaktes.
Es ist möglich, durch eine besondere Anordnung auch die Schließkontakte in solcher Weise auszuführen, daß ein prallfreies Schließen erreicht wird, indem den beweglichen Kontaktfedern in. ähnlicher Weise wie bei. Unterbrechungskontakten eine Vorspannung in der Richtung gegen, die entsprechenden festen Kontaktfedern gegeben wird und indem die Hebeschiene so ausgebildet wird, daß sie bei dem Anzug des Relais die beweglichen Kontaktfedern nicht zwangsweise betätigt, sondern, statt dessen durch ihre Hebung den beweglichen Kontaktfedern erlaubt, die von der eigenen Federspannung der Kontaktfedern veranlaßte Bewegung durchzuführen. Bei dem Abfall des Relais dagegen wird in diesem Falle die· Bewegung der beweglichen Kontaktfedern zwangsweise gesteuert. Da aber die Bedingungen für die Entstehung des Kontaktprallens hier nicht vorhanden sind:, ist dies kein Nachteil. Bei dieser günstigen Konstruktion können die Schließkontakte darum als indirekt wirkend bezeichnet werden.
Das obengenannte Prinzip mit indirekt wirkenden Schließkontakten: ist an sich nicht neu. Es war aber bisher nicht möglich, Kontaktfedersatz© mit solchen Schließkontakten derart auszuführen-, daß sie mit hauptsächlich unveränderten Einzelteilen von Fall zu Fall verschiedenen. Kontaktkombina,tionen, wie Schließ-, Unterbrechungs- und Wechselkontakte, angepaßt werden konnten. Kontaktkombinationen vom Wiechselkontakttyp, die aus einer ungeraden Anzahl Kontaktfedern bestehen, kamen überhaupt nicht vor.
Die Erfindung betrifft einen Kontaktfedersatz der obengenannten Art, bei dem es möglich ist, beliebige verschiedene Kontaktfunktionen mit indirekt wirkenden Schließkontakten, auch solche, die eine ungerade Anzahl von Kontaktfedern enthalten, mittels einer für alle Kombinationen ver- iao wendbaren Ausführung der Hebeschiene zu erhalten. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Hebeschiene mit Zähnen, Vorsprüngen od. dgl. versehen ist, die für j edlen Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Kontaktfedern ein Paar von einander gegenüber-
liegenden, in gleichen Abständen voneinander angeordneten Anschlagsfiächen haben und daß die beweglichen Kontaktfedern — sowohl wenn die auf ihnen angeordneten -Kontaktorgane einen Teil eines Unterbrecherkontaktes als auch wenn diese einen Teil eines Arbeitskontaktes bilden — mit je einer Anschlagsfläche der Betätigungsschiene zusammenarbeiten, die von der entsprechenden festen Kontaktfeder abgewandt ist, und sich, auf Grund ihrer to Vorspannung bei Bewegung der Betätigungsschiene in Richtung dieser Vorspannung auf die zugehörigen festen Kontaktfedern zu bewegen bzw. bei Bewegung der Betätigungsschiene in umgekehrter Richtung von dieser zwangläufig gesteuert werden. Wenn auch eine solche Hebeschiene so ausgeführt werden kann, daß sie anscheinend einer Hebeschiene von dem obenerwähnten. Typ ähnlich ist, unterscheidet sie sich, jedoch prinzipiell in hohem Grade von der letzteren, indem sowohl die Unterseiten als auch die Oberseiten der Zähne der Hebeschiene benutzt werden und indem ein Zahn für jeden Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Kontaktfedern vorgesehen ist.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι einen Kontaktfedersatz gemäß der Erfindung in Seitenansicht,
Fig. 2 denselben in Stirnansicht,
Fig. 3 denselben in Draufsicht,
30. - Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. i,
Fig. S einen Teil eines Kontaktfedersatzes anderer Ausführungsform in Seitenansicht,
Fig. 6 eine dritte Ausführungsform des Kontaktfedersatzes in Seitenansicht,
Fig. 7 dieselbe in Stirnansicht,
Fig. 8 eine feste Kontaktfeder in Draufsicht,
Fig. 9 eine bewegliche Kontaktfeder in Draufsicht.
Der in Fig. 1 gezeigte Kontaktfedersatz weist sieben, Kontaktfedern auf einer Brücke 1 auf, auf der eine Führungsplatte 2 ruht. Die Platt© 2 führt den unteren Teil einer Hebeschiene 3 und einer Halteschiene 4. Platten 5 isolieren die Kontakt-4-5 federn voneinander. Die Federn 6 bis 8 sind feststehend und in enge Nuten der Halteschiene 4 eingepaßt, während die Federn 9 bis 12 in weiten Nuten der Halteschiene 4 beweglich gelagert und von der Hebeschiene 3 zu betätigen sind. Die Oberteile der beiden: Schienen, 3,. 4 werden von einer kombinierten Druck- und Führungsfeder 13 geführt. Der Satz wird von einer Schraube 14 zusammengehalten.
Die beiden Schienen 3, 4 werden von der Feder 13 gegen die Führungsplatte 2 gedrückt. Die Feder 13 weist eine äußere, auf die Schiene 3 und eine innere, auf die Schiene 4 einwirkende Zunge auf.
Daher kann die Schiene 3 mittels eines Hebegliedes betätigt werden, ohne daß gleichzeitig die Stellung
6p der Schiene 4 verändert wird.
Der in Fig. 1 dargestellte Satz kann, drei verschiedene Kontaktfunktionen ausüben, je nach dem Zusammenarbeiten der Federkontakte beim Anheben der Schiene 3. Wie ohne weiteres ersichtlich, werden diese Funktionen umgekehrt, wenn die Schiene 3 nach Vollendung ihrer Aufwärtsbeweigung wieder abwärts bewegt wird.
Der unterste Kontakt des Satzer- nach. Fig. 1 ist ein Unterbrechungskontakt. Wenn sich die Schiene 3 in der Ruhelage befindet, ist zwischen der Oberseite ihres Zahnes 15 und der entsprechenden beweglichen Kontaktfeder 12 ein schmaler Luftspalt vorhanden, um eine Berührung der Kontaktfeder mit der Oberseite des Zahnes 15 zu verhindern, anderenfalls die Gefahr auftritt, daß der Druck der Feder 12 wenigstens teilweise von der genannten Oberseite und nicht von, den Kontakten der Feder 6 aufgenommen würde. Wenn1 die von einem Hubglied, z. B. einem Anker, verschobene Betätigungsschiene 3 sich nach oben, bewegt, durchsetzt die Oberseite des Zahnes 15 zuerst den schmalen Luftspalt zwischen diesem Zahn, und! der beweglichen Kontaktfeder 12, worauf der Zahn während seiner Aufwärtsbewegung die Feder 12 verschiebt und deren Kontakte von, denjenigen der Feder 6 abhebt, d. h., die elektrische Verbindung zwischen den beiden Federn 6 und 12 wird unterbrochen.
Der mittlere Kontakt des Satzes nach Fig. 1 ist ein Arbeitskontakt. Solange sich die Hubschiene 3 go in der Ruhestellung befindet, hält die Unterseite des Zahnes 16 die bewegliche' Feder 11 in einer solchen Stellung, daß zwischen ihren Kontakten und denjenigen der festen Feder 7 ein Luftspalt vorhanden ist. Die bewegliche Kontaktfeder 11 liegt an der Unterseite des Zahnes 16 mit einem Druck, der wenigstens so groß wie der von ihr auszuübende Kontaktdruck ist. Wenn die Hebeschiene 3 aufwärts bewegt wird, so folgt die bewegliche Kontaktfeder 11 — deren Druckrichtung mit der Bewegungsrichtung der Schiene^ zusammenfällt — der Unterseite des Zahnes 16. Die Kontaktfeder 11 bewegt sich weiter, bis ihre Kontaktorgane den Luftspalt durchsetzt haben, der sie ursprünglich von den Kontaktorganen der festen Feder 7 trennt. Wenn die Kontaktorgane der beweglichen Feder 11 diejenigen der festen Feder 7 berühren, so hört die Bewegung der Feder 11 auf, während die Bewegung der Schiene 3 andauert, bis zwischen der Unterseite des Zahnes 16 und der beweglichen Feder 11 ein. schmaler Zwischenraum verbleibt, der den gewünschten Kontaktdruck gewährleistet, wie oben in· Verbindung mit dem Unterbrechungskontakt beschrieben. Der obere Kontakt im Satz nach Fig. 1 arbeitet als Umschalter mit Unterbrechung und weist, wie gezeigt, wenigstens drei Federn a,uf, d. h. eine feste Feder 8 mit beidseitigen Kontaktorganen und eine bewegliche Feder 9 bzw. 10 beidseits der festen Feder 8. Letztere bildet zusammen· mit der unteren beweglichen Feder 10 iao einen Arbeitskontakt und zusammen, mit der oberen beweglichen Feder 9 einen. Unterbrechiungskontakt. Wenn diese Vorrichtung als Umschalter mit Unterbrechung arbeitet, so stoßen die Kontaktorgane der unteren beweglichen Kontaktfeder 10 gegen diejenigen der festen Feder 8, nachdem die obere be-
wegliche Feder 9 sich von der festen Feder abgehoben hat.
Ein Umschalter mit Unterbrechung kann, wie folgt, in einen solchen ohne Unterbrechung· abgeändert werden. Der zwischen den Kontaktorganen der unteren beweglichen, Feder 10 und. der Hebeschiene'3 befindliche Teil der Feder 10 wird abwärts gebogen. Dann werden die Kontaktorgane der unteren beweglichen Kontaktfeder näher an diejenige der festen Kontaktfeder gebracht. Das Schließen tritt somit schneller ein. Der entsprechende Teil der oberen beweglichen Kontaktfeder 9 wird vorzugsweise aufwärts gebogen. Der Spalt zwischen der Oberfläche eines Zahnes 17 der Betätigungsschiene 3 und der oberen beweglichen Feder 9 wird dann vergrößert. Während der Aufwärtsbewegung der Schiene 3 erreicht der Zahn! 17 die obere Feder 9 später, und daher tritt- auch die Unterbrechung später ein. Die Einstellung soll so ao vorgenommen werden, daß die Verbindung vor der Unterbrechung eintritt. Wenn somit die Vorrichtung als Umschalter ohne Unterbrechung arbeitet, so stößt die untere bewegliche Kontaktfeder 10 mit ihren Kontaktorganen gegen diejenigen der festen Kontaktfedern 8, bevor die obere bewegliche Kontaktfeder 9 den Kontakt mit der festem Kontaktfeder unterbricht.
Eine Umschaltung ohne Unterbrechung kann auch durch Vergrößern der Höhe der Kontaktorgane der festen· Feder 8 erfolgen. Der Abstand! zwischen den Kontaktorganen des aktiven Kontaktes wird dann verringert, die Verbindung geschieht schneller und die Unterbrechung langsamer, da die Distanz zwischen der Oberseite des Zahnes 17 und der beweglichen, Kontaktfeder 9 zufolge der Erhöhung der Kontaktorgane an der festen Kontakt^ feder vergrößert worden ist.
Wenn das in den Zeichnungen nicht dargestellte Hebeglied zuückgeführt worden ist, kehrt die Betätigungsschiene3 in ihreAusgangsstellung zurück, und zwar weitgehend zufolge der Wirkung der Außenzunge der Druck- und Führungsfeder 13, die die Schiene 3 gegen die Führungsplatte 2 drückt. Die Tätigkeit der Kontakte ist danin umgekehrt, die untere Vorrichtung arbeitet als Arbeitskontakt, die mittlere als Unterbrecher und die obere als Umschalter ohne Unterbrechung, wobei auf der Oberseite der Schließkontakt und der Unterbrechungskontakt auf der Unterseite angeordnet ist. Im Betrieb des. Beispiels gemäß Fig. 1 arbeitet die Betätigungsschiene 3 immer indirekt, d. h., die sowohl beim Aufwärts- als auch beim Abwärtsbewegen der Schiene erfolgenden Schließbewegungen kommen dadurch zustande, daß die beweglichen Kontaktfedern den Bewegungen, der Schiene nachgiebig bis zum Kontaktschluß folgen. Bei der Aufwärtsbewegung der Schiene hebt nämlich die Unterseite eines- Zahnes die beweglichen Kontaktfedern 10 und 11 nicht an, sondern die beweglichen Kontaktfedern drücken zufolge ihrer Spannung gegen die Zahnunterseite und folgen unter der Wirkung dieser Spannung, der Schienenanfwäirtsbewegung, bis sie von den Kontaktorganen der festen Kontaktfedern aufgehalten werden. Ein ähnlicher Vorgang findet statt, wenn sich die Schiene 3 abwärts bewegt und sich die Unterbrechungskontakte schließen, wobei deren bewegliche Kontaktfedern dann aber der Oberseite des Zahnes folgen. Am Ende der Schließbewegung ist der Kontaktdruck unabhängig von der weiteren Bewegung und Stellung der Hebescbiene 3.
Fig. 5 zeigt einen Teil des Kontaktfedersatzes nach Fig. 1. Die bewegliche Kontaktfeder 12 hat ihre Stellung mit der festen, Kontaktfeder 6 vertauscht und bildet mit letzterer einen Arbeitsanstatt eines Unterbrechungskontaktes wie in Fig. i. In Fig. 5 liegt die bewegliche Kontaktfeder an der Unterseite des Zahnes 15 an. Wie aus obigem hervorgeht, wird die bewegliche Kontaktfeder bei ihrer Aufwärtsbewegung durch die Zahn-Oberseite geführt, wenn der Kontakt als Unterbrecher arbeitet. Arbeitet dieser aber als Arbeitskontakt, so wird; die bewegliche Kontaktfeder durch die Zahnunterseite geführt. Wie aus der Figur weiter hervorgeht, wird ein Unterbrechungskontakt zu einem Arbeitskontakt und umgekehrt, wenn die Kontaktfedern einer Kontaktvorrichtung miteinander vertauscht werden und die beweglichen Kontaktfedern vom gleichen Zahn geführt werden. Wegen des Vertauschens der beweglichen mit den festen Kontaktfedern müssen bei der Umwandlung eines Unterbrechungs- in einenArbeitskontakt auch die Nuten für die Kontaktfedern ausgetauscht werden, so daß dann die Zähne der Halteschiene gegenüber den Zähnen der Betätigungsschiene eine andere Anordnungsweise haben als vor dem Vertauschen.
Fig. 6 und 7 zeigen einen Kontaktfedersatz ähnlich demjenigen nach Fig. 1 mit festen, Kontaktfedern 6 bis 8 und mit beweglichen Kontaktfedern 9 bis 12. Die Betätigungsschiene3 ist jedoch durch eine abgeänderte Schiene 18 ersetzt worden. Die Schiene 3 in Fig. 1 ist innenseitig gezahnt, wobei ein Zahn beide, die Kontaktorgane tragenden Zungenhäliften. jeder beweglichen Kontaktfeder steuert (vgl. Fig. 2 und 4). Die Schiene 18 der Fig. 6 und 7 ist mit zwei Zähnen für jede bewegliche Kontaktfeder versehen. Die Schiene 18 ist zwischen den die Kontaktorgane tragenden Zungenhälften der beweglichen Federn 9 bis 12 so eingesetzt, daß jede der beiden Zungenhälften jeder Feder durch einen besonderen Zahn gesteuert wird. Die Abstände zwischen den. beweglichen Federn. 9 bis 12 und den Zähnen, der Hebeschiene 18 sind: am besten, aus der in Fig. 7 gezeigten Stirnansicht ersichtlich. Bei den beiden Ausführungen nach Fig. 1 und 6 sind an der Betätiguingsschiene Zähne für alle Kontaktfederstellungen im Satz vorhanden, unabhängig von der Art und Weise, wie die verschiedenen Stellungen zur Aufnahme der beweglichen und festen Kantaktfedern bei der verwendeten Kombination von Schaltfunktionen angeordnet sind.
In Fig. 8 ist eine feste Kontaktfeder mit einem Schlitz 35 am Kontaktemidiei gezeigt, in den die Halteschiene paßt, nebst einem Doppelkontakt mit "5 zwei Kontaktorganen 36. In Fig. 9 ist eine beweg-
liehe Kontaktfeder mit einem Schlitz 37 und Kontaktorganen 38 gezeigt, der von der Betätigungsschiene durchsetzt werden kann> ohne die Feder zu betätigen.
5

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Elektrische Schalteinrichtung mit festen und beweglichen Kontaktfedern, bei der die letzteren ihre Kontaktfunktionen durch Bewegung einer gezahnten Betätigungsschiene vollziehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne der Betätigungsschiene (3, 18) paarweise einander' gegenüberliegende Anschl'agsflächen haben, die in gleichen Abständen voneinander für jeden Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Kontaktfedern angeordnet sind, und daß die beweglichen Kontaktfeder«: — sowohl wenn die auf ihnen angeordneten Kontaktorgane einen
ao Teil eines Unterbrecherkontaktes als auch wenn diese einen Teil eines Arbeitskontaktes bilden — mit je einer Anschlagsfläche der Betätigungsschiene zusammenarbeiten, die von der entsprechenden festen Kontaktfeder abgewandt ist und sich auf Grund ihrer Vorspannung bei Bewegung der Betätigungsschiene in Richtung dieser Vorspannung auf die zugehörigen festen Kontaktfedern zu bewegen, bzw. bei Bewegung der Betätigungsschiene in umgekehrter Richtung von dieser zwangläufig gesteuert werden.
2. Elektrische Schalteinrichtung nach Anspruch ι für die Verwendung als Relais oder als ähnliche magnetbetätigte elektrische Schalteinrichtung, gekennzeichnet durch die Anordnung der Kontaktorgarie wenigstens einer aus drei Kontaktfedern bestehenden Kontaktfedergruppe als Umschaltkontakte derart; daß zwei bewegliche, zu beiden Seiten einer festen Kon^ taktfeder angeordnete, -mit der Betätigungsschiene zusammenarbeitende Kontaktfeder eine Vorspannung in Richtung auf die feste Kontaktfeder hin haben, so daß die Kontaktorgane der beweglichen Kontaktfedern bei Bewegung der Betätigungsschiene in verschiedener Richtung abwechselnd entweder auf Grund ihrer eigenen Federspannung in Kontaktstellung mit den Kontaktorganen der festen Kontaktfeder gelangen oder zwangläufig aus der Kontaktstellung gebracht werden.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Ausbildung und Anordnung der Zähne der Betätigungsschiene derart, daß jeder dieser Zähne mit der einen Seite einerbeweglichenKontaktfeder zusammenarbeiten kann, wenn deren Kontaktorgane einen Teil eines Arbeitskontaktes bilden, und mit der anderen Seite dieser Kontaktfeder, wenn deren Kontaktorgane einen Teil eines Unterbrechungskontaktes bilden.
4.' Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die festen· Kontaktfedern und damit deren Kontaktorgane durch eine mit Schlitzen versehene Halteschiene in ihrer Lage gehalten werden und daß diese Schlitze wenigstens annähernd1 die gleichen Abstände voneinander aufweisen wie die Anschlagsnächenpaare der Betätigungsschiene.
5. Einrichtung nach Anspruch^ dadurch ge-■ kennzeichnet, daß die Schlitze der Halteschiene in bezug auf wenigstens die auf der einen der beiden Seiten der Zähne liegenden Anschlagsflächen der Betätigungsschiene versetzt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
i 609547/417 6.56 (609742 1.57)
DEV3381A 1949-02-24 1951-05-18 Elektrische Schalteinrichtung mit festen und beweglichen Kontaktfedern und einer gezahnten Betaetigungsschiene Expired DE955705C (de)

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