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Nadelträger zur abnehmbaren Anbringung von Gegenständen im Innern
einer Karosserie Es ist bekannt, irgendeinen Gegenstand mittels eines mit Spitzen
versehenen Drahtgestells am Bezugsstoff einer Karosserie anzubringen, z. B. ein
Drahtgestell solcher Form, daß eine Flasche damit an der Karosseriewand gehalten
werden kann. Ferner ist bekannt, eine U-förmige Nadel zu verwenden, die hinter einen
harten Bauteil, z. B. hinter die Spriegel im Dach, eingehakt wird, um ein. Netz
an der Decke oder auch bei entsprechend abweichender Gestalt einen Aschenbecher.
an einer Fensterrahmenleiste zu halten.
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Diese bekannten Ansteckvorrichtungen sind aber gegen Selbstlösen nicht
gesichert, zum Teil müssen sie auch durch Schrauben befestigt werden, so daß die
Karosserie angebohrt werden muß.
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Demgegenüber hat der Erfindung die Aufgabe zugrunde gelegen, bei möglichst
universeller Verwendbarkeit einen Nadelträger zu schaffen, der gegen ungewolltes
Lösen gesichert ist.
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Zur Erreichung dieses Zieles wird im Sinne der Erfindung ein aus Kunststoff
geformter Nadelträger benutzt, der an der Rückseite in einer Unterschneidung den
Mittelsteg der U-förmigen Nadel enthält, deren auseinanderfedernde, in. Spitzen
auslaufende Schenkel durch vorübergehende Annäherung unter eigener Federwirkung
in beider- ,
seitige Taschen des Plastikkörpers eingeführt werden
können. An Stelle von Kunststoff könnte auch z. B. Porzellan Verwendung finden.
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Die Nadel kann entweder lose oder mittels Scharniers mit dem Nadelträger
verbunden sein und ist nach Art einer Sattlernadel durch je eine Ausbiegung und
Einbiegung bogenförmig gestaltet.
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Ein solcher Nadelträger läßt sich zur Anbringung vieler Gegenstände
verwenden.
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Als Anwendungsbeispiel des obenerwähnten Nadelträgers sei hier eine
für die Zugschnur des Blendrollos eines Rückwandfensters erforderliche Schnurführungsöse
genannt.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel ergibt sich daraus, daß die Schnur
des unter der Wirkung einer Aufrollfeder stehenden Blendrollos. sowohl bei aufgewickeltem
Rollo als auch bei hochgezogenem Rollo durch einen Sperrhaken festgehalten werden
maß. Der oben beschriebene Nadelträger kann hierbei durch Ausgestaltung seiner Vorderseite
zu einem Haken Verwendung finden.
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Ein drittes Ausführungsbeispiel ergibt sich bei Ausbildung des aus
Plastik bestehenden Nadelträgers zu einer Vase und ein viertes durch Ausbildung
des Nadelträgers als Grundplatte für einen Ascher mit der Wirkung, daß Vase und
Ascher jederzeit mühelos dort im Wageninnern angebracht werden können, wo es gerade
erwünscht ist, ohne daß bei allen diesen Beispielen ein Bauteil der Karosserie angebohrt
zu werden braucht.
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Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung in den
Fig. I bis 6. bei Ausbildung des Nadelträgers zu einer Führungsöse für die Zugschnur
des Blendrollos eines Kraftwagens. wobei die Fig. I einen senkrechten Mittelschnitt,
die Fig. 2 eine Rückansicht, die Fig. 3 eine Ansicht von unten, die Fig. 4 eine
Draufsicht und die Fig. 5 die Befestigungsnadel in Seitenansicht zeigt, während
die Fig. 6 dazu eine Vorderansicht veranschaulicht.
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In den Fig. 7 bis 12 ist bei gleicher Darstellung wie in den Fig.
I bis 6 die Anwendung des Nadelträgers, für einen Haken gezeigt, an dem die Zugschnur
des Blendrollos festgehalten wird.
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Es zeigen ferner die Fig. 13 und 14 .die Anwendung des Erfindungsgegenstandes
bei einer Vase, wobei die Fig. 13 eine Seitenansicht bei teilweisem Schnitt und
die Fig. 14 eine Rückansicht darstellt.
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Die Fig. 15 und 16 zeigen den Nadelträger in Verbindung mit einem
Ascher, und zwar zeigt die Fig. 15 den Nadelträger in senkrechtem Schnitt und die
Fig. 16 dem ganzen Gegenstand in Rückansicht.
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Der Nadelträger aus Kunststoff ad. dgl. ist mit a bezeichnet. Er hat
an der Rückseite eine Unterschneidung b und ist bei c so ausgehöhlt, daß erforderlichenfalls
der Bezugsstoff d unter dem Druck der Nadel etwas in Richtung nach dem Nadelträger
ausweichen kann.
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Am unteren Ende sind zwei Taschen e1 und e2 gebildet, zwischen denen
die Rückwand bei f so tief ausgeschnitten ist, daß die gemäß Fig. 5 bogenförmig
.gestaltete, nach Fig. 6 U-förmig geformte, in den Schenkeln federnde Nadel g durch
Annäherung der Schenkelenden bei f eingeführt werden kann, .während ihre Rückbewegung
durch das selbsttätige federnde Einspringen der Nadelenden in die Taschen e1 und
e2 verhindert ist.
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Die Nadel kann lose in dem Nadelträger liegen, oder ihr Mittelsteg
kann scharnierartig angelenkt sein.
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Die Befestigung erfolgt in der Weise, daß die in die Unterschneidung
b eingelegte Nadel an zwei Stellen erst oben und dann darunter durch den Bezugsstoff
gestochen wird und hierauf die unteren Nadelenden in der beschriebenen Weise einander
genähert werden, worauf sie nach Einführung in den Ausschnitt f selbsttätig in die
Taschen e1 und e2 einfedern.
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Auf der Vorderseite erhebt sich aus dem Nadelträger eine Art Brücke,
so daß bei dem oben an erster Stelle erwähnten Anwendungsbeispiel die Zugschnur
eines Blendrollos unter der Brücke h durch, den Tunnel i hindurchgeführt werden
kann.
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Auf diese Weise kann unabhängig von der Gestalt der Karosserierahmenteile
und ohne deren Beschädigung an jeder gewünschten Stelle die Schnurführungsöse angebracht
werden.
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Beim Ausführungsbeispiel nach dem Fig. 7 bis 12 sind die gleichen
Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen, indessen ist bei diesem Aüsführungsbeispiel
die Vorderseite des Nadelträgers zu einem Haken k ausgebildet.
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Auch beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 13 und 14 sind für die
gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet, indessen ist bei diesem Beispiel
der Nadelträger a mit einer Vase Z aus einem Stück gefertigt.
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Die Fig. I5 und 16, die einen Aschenbecher zeigen, bringen wiederum
den Nadelträger mit den gleichen Bezugszeichen zur Darstellung, indessen ist in
diesem Falle der Nadelträger a mit einem Schlitz zur Aufnahme einer Zunge n des
Aschers m versehen, so daß dieser zum Zwecke der Entleerung herausgehoben werden
kann.
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Auch in jedem der zuletzt erwähnten Ausführungsbeispiele, besonders
beim Beispiel der Vase und des Aschers, steht es dem Benutzer vollkommen frei, wo
er die Vase oder den Ascher anbringen kann. Diese Anbringung maß übrigens nicht
durchaus am Bezugsstoff d erfolgen, es könnte beispielsweise ein Ascher auch an
einer Armlehne angesteckt werden.