DE95039C - - Google Patents

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DE95039C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D27/00Envelopes or like essentially-rectangular flexible containers for postal or other purposes having no structural provision for thickness of contents
    • B65D27/12Closures

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Package Closures (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren zum Verschliefse'n von Briefumschlägen besteht darin, dafs die Umschläge und deren Schliefsklappen zunächst an den Stellen übereinstimmend gelocht werden, an welchen sie beim Schliefsen des Umschlages aufeinander zu liegen kommen (Fig. 1,3 und 4). Durch diese Löcher α (Fig. 4) des Briefumschlages werden die aus Blei oder einem anderen dazu sich eignenden 'Metall hergestellten Plomben b gesteckt, deren Ansätze b1 auf der Aufsenseite des Briefumschlages hervorstehen. Ueber diese wird der umzuklappende Schlufstheil des Briefumschlages gestülpt und darauf ein zweites Plättchen c gesteckt, welches ein konisches Loch besitzt. Dann wird der noch aus dem äufseren Plättchen c herausragende Dorn b1 durch einen Stempel eingeprefst. Es füllt sich dabei nicht nur die konische Oeffnung des Plättchens c mit dem Material, sondern dieses wird zu einer Fläche breitgedrückt, die dem Ganzen einen dichten Verschlufs giebt. Zwecks besseren Verschlusses kann man die mit Gummi bestrichenen Theile des Umschlages vorher befeuchten. Die Patrize kann entsprechend gestaltet sein, z. B. eine Inschrift tragen wie die der absendenden Firma, oder mit einem Bild, einer Schutzmarke oder sonst irgend einem Kennzeichen versehen werden. Das Oeffnen des Briefes wird auf diese Weise nur dadurch geschehen können, dafs man den Briefumschlag völlig zerstört oder aufschneidet. Ein Abheben der Stempel ist völlig ausgeschlossen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist durch
Fig. i, 2, 3 und 4 ein auf diese Art zu schliefsender Briefumschlag dargestellt,
Fig. 5 sind Einzelheiten der Plomben. \
Zur Ausführung dieses Verfahrens dient eine in den Fig. 6 und 7 dargestellte Vorrichtung.
In einem Gestell c liegt die Welle d, deren Drehung von einem Handhebel e veranlafst wird. Auf dieser Welle d sitzen die entsprechend verstellten Excenter f und g, deren eines zur Bewegung des Lochstempels h dient, während das andere den Prefsstempel k in auf- und niedergehende Bewegung versetzt. Die Bewegung dieser Stempel in ihren Führungen kann auf ganz verschiedene Weise veranlafst werden. Durch die eben erwähnte Verstellung der Excenter kann, sobald der Hebel e nach der einen Seite herumgelegt, gehoben und gesenkt wird, ohne auf die andere Seite herübergelegt zu werden, nur die eine oder andere Operation desLochens oder Stempeins erfolgen, während ein einfaches Herumlegen nach der anderen Seite genügt, um sofort die andere Operation, z. B. das Lochen, auszuführen.
Der . Lochstempel h wird durch das Excenter f herabgedrückt. Die entgegengesetzte Bewegung veranlafst eine Feder i. ■ Der Prefsstempel k ist mit einer Verlängerung / ausgestattet, deren Stift /] von dem Excenter g direct beeinflufst wird.
Um die an und für sich nicht unerhebliche Kraft, welche der Prefsstempel k verlangt, nicht dadurch noch mehr zu steigern, dafs man zum Hochheben des Stempels eine Feder
einschaltet, welche beim Niederdrücken des Stempels zusammengedrückt werden mufs und ganz besonders dann einen sehr kräftigen Gegendruck ausübt, wenn der Stempel in seiner tiefsten Stellung angelangt ist, wird der letztere mit einem Bügel / versehen, welcher um die Excenterwelle d herumgreift und oben einen Zapfen Z1 trägt, mit dessen Hülfe die Excenterscheibe g den Stempel nach erfolgter Pressung wieder in die Höhe hebt. Bei dem Lochstempel h, welcher an und für sich eine viel kleinere Kraft zu überwinden hat wie der Stempel k, spielt der Gegendruck einer zu einer Hebung angeordneten Feder i eine geringere Rolle.
Die Handhabung ist folgende: Der Umschlag wird unter den Lochstempel h gebracht und der Umschlagdeckel und die hintere Umschlagseite gelocht. Nachdem die Einlage in den Umschlag eingeschoben, wird die Plombe b von innen aus durch die Löcher a des Umschlages hindurchgesteckt. Darauf wird die gummirte Fläche der Verschlufsklappe befeuchtet und diese mit ihren Gegenlöchern α über die Stifte b1 der Plombe b gelegt. Mittels der Deckplatte c wird dann das Ganze durch den Prefsstempel k mit einander verbunden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Sicherung des Verschlusses von Briefumschlägen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Verschlufsklappe mit den Seitenklappen durch Niet und Annietscheibe verbunden wird.
2. Zur Ausführung des durch Anspruch ι geschützten Verfahrens eine Stanz - und Stempelvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs der Stempel (h) zur Herstellung der Nietlöcher (a) im Umschlag und der Stempel (k) zur Herstellung der Vernietung durch nur einen Hebel (e), und zwar'in der Weise bewegt werden, dafs je nach der Stellung des Hebels (e) nur der Lochstempel (h) oder der Prefsstempel (k) in Wirkung tritt.
3. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 2 geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs der Lochstempel (h) durch ein Excenter (f) abwärts bewegt und durch eine Feder (i) wieder gehoben wird, während der Stempel ^ den seine Abwärtsbewegung veranlassenden Excenter (g) mit einem Bügel (ßj umfafst, so dafs dessen Abwärtsbewegung eine zwangläufige ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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