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Nummernschalter für Fernsprechapparate Die Erfindung belri.fft einen
Nummernschalter wie. er z. B. für Fernsprechteilnehmerapparate oder auch für Vermittlungsplätze
beim Fernsprechbetrieb verwendet werden kann, und der mit einer von der Fingerscheibe
oder Wähltrommel z. B. über Zahnräder angetriebenen Impulsscheibe und einem Bremsregler
versehen ist.
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Die bekannten Nummernschalter dieser Art verwenden gewöhnlich eine
Zahnradübersetzung oder einen Schneckentrieb zwischen der Achse der Fingerscheibe
und dem Bremsregler. Diese Art des Antriebs arbeitet verhältnismäßig laut und am
Schluß der Bewegung stoßartig, so daß bei der Bedienung des Apparates ein typisches
mahlendes oder ratterndes Geräusch entsteht, das mit einem scharfen Klick endet.
Es ist bekannt, das Schaltradgetriebe des Reglers als ein Reibungsgetriebe mit Reibungsrad
und Sperrrad auszubilden. Dabei wurde das Reibungsrad neben einer Scheibe angeordnet.
Mit dem Reibungsrad wirkte ein Rollenreibungsgesperre zusammen, das eine Sperrolle,
eine Feder und einen Rahmen enthält. Dieses Gesperre sollte bewirken, daß die Fingerscheibe
während ihrer Zurückbewegung den Regler gleich beim Begihn ihrer Zurückbewegung
in Betrieb setzt. Die Kupplung zwischen dem Bremsregler und dem treibenden Teil
erfolgte jedoch bei. dieser Anordnung auch über ein Schnekkenrad und eine Schnecke,
welche die obenerwähnten Nachteile des geräuschvollen Ganges aufweisen.
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Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen vollkommen oder mindestens
nahezu geräuschlos arbeitenden
Nummernschalter anzugeben, der sich
außerdem durch besonders einfachen Aufbau und große Betriebssicherheit auszeichnet,
und bei dem sowohl das Geräusch beim Ablauf der Nummernscheibe als auch am Schluß
des Wählvorgangs weitgehend vermied°n wird.
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Gemäß der Erfindung ist zwischen der Achse der von der Fingerscheibe
angetriebenen Impulsscheibe und dem Bremsregler ein vorzugsweise elastisches Reibradgetriebe
angeordnet. Dieses Rei.bradgetriebe ist so ausgebildet, daß am Schluß der Ablaufbewegung
die Impulsscheibe bzw. die zum Antrieb der Impulsscheibe vorgesehene Zahnscheibe
stillgesetzt wird, während das Reibradgetriebe selbsttätig außer Eingriff gebracht
wird, so daß die Fliehgewichtsachse des Bremsreglers ohne Stoß weich auslaufen kann.
Durch diese selbsttätige Entkupplung des Reibrades wird der ruhige Lauf des Getriebes
sichergestellt.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ein auf der Achse der Impulsscheibe
fest angeordnetes Zahnrad mit einem kleineren, einReibrad auf seiner Achse tragenden
Zahnrad im Eingriff, wobei dieses Reibrad nachgiebig gegen ein auf der Achse des
Bremsreglers sitzendes kleineres Reibrad anliegt. Die Achse des mit dem Zahnrad
verbundenen Reibrades ist in einem um den Drehpunkt der Impulsscheibe schwenkbaren
Bügel gelagert, der durch .eine Feder in Richtung auf die Achse des Bremsreglers
gezogen wird. Durch diese Anordnung wird bewirkt, daß bei einem plötzlichen Sti.llsetzen
der Impulsscheibe sich der Bügel mit der darin gelagerten Achse des Reibrades unter
der Wirkung der in den umlaufenden Teilen befindlichen kinetischen Energie abhebt
und mit'dern kleinen Reibrad außer Eingriff kommt. Während dieses Abhebens kann
der Bremsregler frei, ohne störende Geräusche zu entwickeln, auslaufen-Ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt und läßt weitere Einzelheiten
und Merkmale erkennen.
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Fig. i zeigt eine Ansicht des Getriebes des Nummernschalters, Fig.
2 eine Draufsicht des Getriebes, Fig. 3 eine Ansicht des Bremsreglers von unten
und Fig. q. eine Seitenansicht des Bremsreglers, teilweise im Schnitt.
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Der Nummernschalter enthält eineZahnscheibe i, die in üblicher Weise
von der nicht dargestellten Fingerscheibe betätigt wird und mit ihr verbunden ist.
Mit der Zahnscheibe i steht ein Zahnrad 2 im Eingriff, das mit einem Zahnrad 3 fest
verbunden ist. Auf der Achse dieses Zahnrades sitzt die Impulsscheibe q., welche
eine Anzahl Segmente zur Betätigung eines Kontaktes 5 aufweist. Es ist ferner ein
Überbrückungskontakt 6 in an sich bekannter Weise vorgesehen.
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Mit dem Zahnrad 3 steht ein kleineres Zahnrad 7 im Eingriff. Dieses
Zahnrad sitzt auf der Achse 8, auf der auch ein Reibrad 9 befestigt ist. Das Reibrad
9 steht im Eingriff mit einem kleineren Reibrad io, das auf der Achse des Bremsreglers
ii sitzt, und zwar sind die Fliehgewichte F2 und ir3; dieses Reglers auf der Achse
befestigt. Die Fiielegewichte laufen in einem Gehäuse 14 um, welches, innef eine
schwach konische Fläche aufweist. Die Fliehgewichte werden durch Federn 15 und!
T6, geführt und vorgespannt. Die Fliehgewichte sind mit Köisferr 23 versehen, die
sich an die Innenwarfd-xfg der Kapsel 1q. anlegen, wobei durch eine Dh-diuxg der
Kapsel auf der Gewindeachse eine Einstellung der Reibung und damit der Geschwindigkeit
nrögiich ist-Die Acl-,Qe 8 des Zahnrades 7 und des Reibrades. g: ist in einer Gabel
oder einem Bügel 17 gelagert, der schwenkbar -auf der Achse 18 der Räder
z rund 3. und der Impulsscheibe q. aufgesetzt ist. Eine Feder ig zieht diesen Bügel
in Richtung auf das. Reibrad io, so daß die Reibräder unter einem durch die Federkraft
bestimmten Druck aneinander anliegen.. Die Reibräder oder mindestens das größere
R:eiTrrad 9 hat einen elastischen, geräuschdämpfenden Belag aus Gummi oder einem
elastischen Kunststoff mit geringem Abrieb und mit über einen weiten Temperaturbereich
gleichbleibenden, elastischen Eigenschaften. Der Bügel 17 ist U-förmig ausgebildet.
Seine freien Schenkel sind an der Achse der Impulsscheibe schwenkbar befestigt.
Die Achse des. Reibrades 9 ist mehr nach dem Verbindungsstück der beiden Schenkel
zu gelagert. Dazwischen greift die Feder 19 etwa senkrecht zur Längsrichtung
des Bügels an.
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Bei dem Betrieb der Vorrichtung wird die. Fingerscheibe in. bekannter
Weise gedreht und dann losgelassen. Die Zahnscheibe i bewegt sich damr in Pfeilrichtung
2o, so daß sie die Zahnräder z, 3 in: der Pfeilrichtung2i antreibt. Hierdurch wird
die Achse 8 in der Pfeilrichtung 22 gedreht und durch die Reibung der Fliehgewichte
die Bewegung abgebremst.
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Wenn nun die Zahnscheibe i zur Ruhe korrrmt, indem sie sich nach Ablauf
der Fingerscheibe gegen einen festen Anschlag legt, bewegt sich-der Bügel
17 unter der Wirkung der kinetischen Energie der Getriebeteile in der Fig.
2 nach links., so daB das Reibrad io abgehoben wird,.i.ndem das Rad io als treibendes
Rad wirkt. Hierdurch wird ein weicher Leerlauf der Fliehgewichtsachse erreicht,
so daß das Getriebe geräuschlos zum Stillstand kommt. Impulse können nicht mehr
gegeben werden, da die Zahnscheibe i durch den Anschlag fest blockiert ist und die
Räder 2 und 3 sowie die Impulsscheibe q, zwangsläufig festhält.
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Diese Art des Getriebes kann auch bei entsprechend geänderter Anordnung
der Teile bei Zugnummernschaltern mit geradliniger Aufzugbewegung verwendet werden,
die eine zylinderförmige Wähltrommel aufweisen.