DE94C - Verfahren zur Herstellung von Filzunterlagen zu Hüten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Filzunterlagen zu Hüten

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DE94C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H17/00Felting apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

1877.
Klasse 41·
CARL BORTFELDT in BREMEN. Verfahren zur Herstellung von Filzunterlagen zu Hüten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1877 ab.
Die vorliegende Erfindung verleiht dem Seiden-Hute, (Cylinder oder einem überzogenen Hute im allgemeinen) unbeschadet der Eleganz, Leichtigkeit und Haltbarkeit, die Eigenschaft, sich ebenso sanft dem Kopfe anzuschmiegen, wie ein weicher Filzhut.
Erreicht wird dies durch einen Körper (Unterlage von Filz), welcher, wenngleich aus einem Stück gewalkt, im Rande die feste und elastische Structur, wie ein gut ausgearbeiteter Filz-Hut zeigt; im Kopfe (Hals und Deckel) hingegen dünn und locker ist, und welcher, da sein Inneres lebhaft und sein Unterrand schwarz gefärbt ist, mit Ausnahme des Schweifsleders weder eines Futters noch einer Bekleidung des Randes bedarf.
Obige Eigenschaften gestatten es, den Rand und Kopf so zu steifen, dafs die Partie α b in Fig. ι von Appretur frei bleibt und dadurch sich dem Kopfe vollständig anschmiegen kann, ohne dafs die Form des Hutes dadurch beeinträchtigt wird.
Verfahren.
1. Fachen-Walken. Diejenige Partie des Faches, welche, wenn fertig gewalkt, die Bodenkante bildet, bekommt etwas mehr Haar, da eine nachträgliche Verstärkung derselben durch das bisher gebräuchliche Ueberkleben mit appretirtem Shirting nicht zulässig ist.
Zu derjenigen Partie des Hutfaches, welche, wenn gewalkt, den Kopf bildet, wird Haar verwendet, das eine sehr geringe Zugkraft besitzt, wie weifses Kaninchenhaar, schwedisches Hasenhaar u. s. w.; dagegen findet bei der für den Rand bestimmten Partie Haar Verwendung, das eine grofse Zugkraft besitzt, wie stark gebeiztes, deutsches Hasenhaar und schottisches Wild-Kaninchen-Haar.
2. Färbung. Obgleich bei hier angewandtem Verfahren alle auch bisher benutzten Farbestoife, in Alkohol lösliches Anilin ausgenommen, zur Verwendung kommen können, so besteht doch das wesentlich Neue des Verfahrens darin, dafs diese Färbestoffe in äufserst concentrirtem Zustande verwendet, und deren Consistenz durch Zusatz von Dextrin, Gummi, Traganth etc. noch derart vermehrt wird, dafs sie in Gestalt eines dicken Breies kalt mit einem Pinsel auf den Filz aufgetragen und mit einer kleinen Walze leicht eingedrückt werden können, um alsdann später im Dampfbade vollständig fixirt zu werden. Der Rand wird am besten auf einer langsam rohrenden Scheibe, der Kopf auf einer langsam rotirenden, cylindrischen Form mit der Farbe versehen, die Filze dann getrocknet und so in einander geschachtelt, dafs sich immer nur gleiche Farben berühren, ein bis zwei Stunden lang in ein Dampfbad gebracht. Die Farbe ist dann fixirt, und durch Spülen in fliefsendem Wasser werden nun die Filze gereinigt.
Zu bemerken ist noch, dafs die Filze, bevor sie mit der Farbe versehen werden, von jeder aus der Walke herrührenden Säure befreit, und dafs sie im Dampfbade vor Wassertropfen bewahrt werden müssen.
3. Appretur (Steifmachung). Die Steifmachimg des Randes geschieht in der bei Filz-Hüten üblichen Weise, nur mit dem Unterschiede, dafs man die in Fig. 1, a-b angedeutete Partie frei läfst. Der Kopf hingegen wird, die innere Seite nach aufsen, auf eine Form gezogen, mit dünner Steife gleichmäfsig getränkt und halb getrocknet eingedampft. Besser aber ist es, wenn mit dem Apparat, Fig. 3, gearbeitet wird, welcher nicht allein den gröfsten Theil des zur Lösung der Steife verwendeten Spiritus wieder auffängt, sondern auch die innere Seite der Unterlage besser rein erhält.
A, Fig. 3, ist, ein Cylinder von Eisen- oder Kupferblech, welcher in.die doppelrandige GlockeZ? gehoben werden kann; beide A, B werden durch Dampf, welcher bei c, d eintritt, erwärmt.
Von sehr dünnem Blech sind mehrere, bequem auf A passende Cylinder vorhanden; auf einen solchen wird die Unterlage, wie oben gesagt, gezogen, mit dünner Appretur (in Spiritus gelöstem Schellack und anderen Harzen) bestrichen, auf A in B derart gehoben, wie Fig. 3 zeigt. Die appretirte Unterlage befindet sich dann in so hoher Temperatur, dafs der Spiritus sich in Dampf verwandelt, in den Condensator F gelangt und von hier in die Vorlage G abtropft.
4. Fertigstellung der Unterlage und Ueberziehen derselben. Die Unterlagen werden unter Dampf auf die Form gesetzt, der Kopf
wie der einer gewöhnlichen Filzunterlage abgebügelt, der Rand, wenn er auf beiden Seiten unbedeckt bleiben soll, ganz wie der Rand eines wasserdicht gesteiften Filz-Hutes behandelt. Soll nur der Unterrand unbekleidet bleiben, so wird auch der Oberrand, wie der Kopf, mit einer Isolirschicht, welche das Einschlagen des zum Festkleben des Ueberzeuges bestimmten Klebstoffes (in Spiritus und Terpentinöl gelöste Harze, Kautschuk etc.) verhindern mufs, versehen.
Gebräuchlich zu diesem Zwecke sind der Thierleim und mit kaustischem Ammoniak verseifte Harze, beides Körper, welche sich mehr oder weniger leicht durch Wasser auflösen. Der Erfinderverwendet eine wäfsrige Lösung von Albumin als Isolirschicht. Dieselbe wird, zu Schaum geschlagen, aufgetragen; es bildet sich nun eine dünne Schicht, durch welche der Klebstoff nicht durchdringt. Beim Bügeln des Hutes gerinnt dann das Eiweifs und wird dadurch vollkommen wasserfest.

Claims (6)

Patent-Ansprüche :
1. Auswahl und Lagerung der Haare, in der oben beschriebenen Weise, beim Fachen und Walken, wodurch der Rand geschlossen, fest und fein, der Kopf aber leicht und lose bleibt.
2. Die oben geschilderte Art der Färbung für Filzhüte und Filzunterlageri, durch welche nicht nur die ursprüngliche Kraft und Elasticität des Filzes bewahrt wird, sondern welche auch gestattet, einen Hut gleichzeitig mit verschiedenen Farben zu versehen.
3. Die Appretur des Kopfes der Filzunterlage in der Art, dafs die innere Seite der letzteren rein bleibt, wie oben beschrieben.
4. Die Verwendung des Albumins zur Erzeugung einer wasserfesten und doch sehr leichten Isolirschicht auf Filz-Unterlagen.
5. Die Verwendung der so hergestellten Unterlagen zu Seiden-Hüten und anderen überzogenen Hüten.
6. Den oben beschriebenen Apparat zum Appretiren von Filz-Unterlagen und Filz-Hijten.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE94DA 1877-07-03 1877-07-03 Verfahren zur Herstellung von Filzunterlagen zu Hüten Expired - Lifetime DE94C (de)

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