DE93706C - - Google Patents

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DE93706C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/08Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Verfahren zur Verarbeitung stickstoffhaltiger Stoffe.
Zusatz zum Patente M 87061 vom 28. Juni 1894.
' Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. November x8g6 ab. Längste Dauer: 27. Juni 190g.
In der Patentschrift Nr. 87061 ist ein Verfahren beschrieben, welches bezweckt, aus durch vorhergegangenes Schwelen stickstoffhaltiger Substanzen entstandenem Koks den durch das Schwelen nicht ausgetriebenen Stickstoff zu gewinnen. Dieses Verfahren, welches stattfindet bei Temperaturen, die regulirbar zwischen der Dissociationstemperatur des Wasserdampfes an Kohle und derjenigen des Ammoniaks liegen, und sich als endothermischer Procefs darstellt (wie in der Patentschrift Nr. 87061 mitzählen nachgewiesen), und welches, wie aus diesen Zahlen erkennbar, eine solche Menge freien Wasserstoffes _ im Endproduct liefert, dafs er, zwecks Beheizung der Retorte verbrannt, einen sehr beträchtlichen Wä'rmeüberschufs über die im Innern der Retorte stattfindende Wärmebindung ergiebt; dieses Verfahren führt in weiterer Ausbildung zu dem wesentlichen Erfolg, dafs das entstehende Ammoniakgas völlig und zwar direct in ein verwerthbares Ammoniaksalz umzuwandeln ist. Damit wird ein neues, bei Durchführung im Grofsbetrieb lucratives Verfahren gesichert, da man den weitaus gröfseren Theil des Gesammtstickstoffes in dieser vortheilhaften Art gewinnen kann. Die Einrichtung, um diesen Erfolg zu erreichen, besteht dem Wesen nach darin, dafs die Gase aus dem Schwelprocefs und andererseits die Gase aus dem stickstoffhaltigen Koks auf zwei Wegen abgeleitet und behandelt werden. Die Trennung wird dadurch bewirkt, dafs nach völliger Beendigung des Schwelprocesses der Weg, den die Schwelgase genommen haben, durch ein Ventil abgesperrt und ein bis dahin mit Ventil geschlossen gehaltener zweiter Weg durch Oeffhen dieses Ventils den Dä'mpfgasen frei gemacht wird. Diese letzteren Gase sind frei von Theer und nur noch durch Koksstaub verunreinigt, der durch eine Waschvorrichtung aus den Gasen abgeschieden wird. Die das Wasser verlassenden Gase bestehen nur aus Wasserstoff, Kohlensäure, Kohlenoxyd und Ammoniakgas und sind direct zur Darstellung reiner Ammoniaksalze zu verwenden. Das Gasgemenge aus dem Schwelprocefs dagegen, welches über den beschriebenen ersten Weg abgeführt wird und nur etwa ein Drittel des im Rohmaterial vorhandenen Stickstoffes enthält, mufs im Interesse der Reinheit des zu gewinnenden Ammoniaksalzes und nicht minder des Theeres in einem trockenen Staubsammler von Staub befreit werden, worauf der Theer mechanisch aus den Condensationsproducten abgeschieden und diese im Uebrigen durch abermalige Destillation in bekannter Weise gereinigt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausführungsform des durch Patent Nr. 87061 geschützten Verfahrens, ■gekenn-
    zeichnet durch die gesonderte Behandlung der gasförmigen Producte mittelst der Anordnung verschiedener Wege zur Ableitung der Producte derart, dafs die Schwelproducte auf trockenem Wege vom Staub befreit und dann aller condensirbaren Bestandtheile entledigt werden, wohingegen die theerfreien gasförmigen Producte des Dämpfprocesses auf einen zweiten Weg geleitet werden,- auf welchem der mitgerissene Staub durch Waschen zurückgehalten wird und darauf das in diesen Producten enthaltene Ammoniak in direct verwerthbarer Form (z. B. mittelst Durchleiten durch Schwefelsäure) gewonnen wird, während die nicht condensirbaren Gase sowohl vom Schwelen als vom Dämpfen zur besonderen Benutzung zur Verfügung bleiben.
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