DE93606C - - Google Patents

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DE93606C
DE93606C DENDAT93606D DE93606DA DE93606C DE 93606 C DE93606 C DE 93606C DE NDAT93606 D DENDAT93606 D DE NDAT93606D DE 93606D A DE93606D A DE 93606DA DE 93606 C DE93606 C DE 93606C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die durch Patent Nr. 87818 geschützte Vorrichtung für Lamb'sche Strickmaschinen zum mechanischen Mindern während des Maschenbildens wird durch einen nicht vom Nadelbett abhebbaren Nadelschieber mit scheerenartig an demselben befestigten, sich vor die Nadelfüfse legenden Mitnehmer gekennzeichnet.
Mit dieser Vorrichtung läfst sich jedoch nur eine engbegrenzte Anzahl von Nadeln bewegen, so dafs z. B. eine »französische Minderung«, bei welcher 30 und mehr Nadeln bewegt werden müssen, unausführbar ist, weil der Raum nicht genügt; denn das ä'ufserste, obere Ende des Scheerentheils müfste einen zu grofsen Bogen beschreiben, was zur Folge hätte, dafs die innere Kante des Scheerentheils einerseits sich zu weit von dem Nadelfufs der von der Masche befreiten Nadel entfernen, andererseits schräg zur Nadelbettnuth zu liegen kommen und die genannte Nadel beim Herabziehen zur Seite drängen und die Bewegung dadurch erschweren würde.
Diesem Mangel soll durch vorliegende Erfindung abgeholfen werden. Nach derselben arbeitet der nicht vom Nadelbett abhebbare Nadelschieber nicht mit einem scheerenartig an demselben befestigten, sondern mit einem sich geradlinig gegen denselben bewegenden oder drehbar auf bezw. über demselben befestigten Mitnehmer zusammen. Die erste Ausführungsform ist in Fig. 1 bis 5 dargestellt.
Nadelschieber α (Fig. 1 und 2) kann sich auf einer prismatischen Führung f parallel zum Nadelbett i der Strickmaschine verschieben. Die prismatische Führung liegt auf der rechten und linken Seite der Maschine einstellbar auf Consolen 0 und kann so gegen das Nadelbett bewegt werden. Die Führung f wird durch Armey2 an ihren Endzapfen/1 gehalten und diese durch die an der Aufsenseite der Strickmaschine liegende Excenterwelle ρ beeinfmfst.
Auf derselben Führung / (Fig. 2), auf welcher der Nadelschieber α sich bewegt, sitzt Mitnehmer c, der sich mit dem Nadelschieber gleichzeitig in Richtung der Zungennadeln verschieben läfst. In den Schlitz c- des Mitnehmers c greift der Zapfen d1 eines Winkelhebels d1 dif2 ein, dessen Achse d in der Schraubenmutter g (Fig. 1) gelagert ist, die sich auf der Stange gl führt.
Der untere Arm des Winkelhebels steht durch Zapfen d? mit einer geschlitzten Schiene m in Verbindung, die von Armen m1 getragen wird. Diese Arme m1 werden von der Excenterwelle ρ aus bewegt.
Die Schraubenspindel e (Fig. 1) für die genannte Schraubenmutter g ist im Gestell der Maschine gelagert, nimmt also nicht an der Verschiebung der Führung/ Theil.
Die obere Kante b des Nadelschiebers a (Fig. 2) ist so breit, dafs durch sie die Nadeln,
deren Maschen abzudecken sind, hochgeschoben werden können.
Infolge des kleinen Ausschnitts al wird die Nadel, welche die Masche aufnimmt, nicht so hochgeschoben als die anderen Nadeln bezw. nur so hoch, dafs die Masche auf der Zunge liegen bleibt. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende:
Die Platte α (Fig. 2) wird beim Mindern zunächst gegen die Nadelfüfse h1 geschoben, bis sich diese in eine Linie gestellt haben, dann wird der Mitnehmer c durch Hebel dl d d2 gegen den Schieber bewegt (Fig. 3) und hierdurch greift der obere hakenförmige Theil c1 des Mitnehmers c über die Nadelfüfse A1. Schieber α und Mitnehmer c gehen dann mit den Nadeln gemeinsam weiter.
In Fig. 3 haben sich die Decknadeln k auf die hochgeschobenen Zungennadeln aufgelegt, worauf Zungen- und Decknadeln abwärts bewegt werden, erstere jedoch etwas schneller, so dafs die Maschen auf die Decknadeln k übertreten.
Nun heben sich die Decknadeln über den Abschlagkamm und bewegen sich um eine Nadeltheilung seitlich, um die Maschen auf andere Nadeln zu übertragen.
Die seitliche Verschiebung der Decker mit den Decknadeln k (Fig. 1) erfolgt durch die Schraube kl (Fig. 1).
Gleichzeitig wird aber auch der Schieber a mit dem Mitnehmer c um ebenso viel seitlich verschoben. Hierzu dient die Schraube e, deren Mutter g den Winkelhebel d1 d d'2 trägt. Bei Drehung der Schraube wird dieser Winkelhebel dl d d'2 (Fig. 3) verschoben, dieser schiebt wieder mit dem Zapfen dl den Mitnehmer c und, weil dieser an dem Nadelschieber d anliegt, auch diesen zur Seite.
Die Decknadeln legen sich nun auf die neuen Zungennadeln, geben, während die Zungennadeln noch hochgeschoben werden, dieMaschen an diese ab und gehen dann in ihre Ruhelage zurück.
Die hochgeschobenen Zungennadeln werden zurückgezogen, und sobald dieselben in der Arbeitsstellung für die Maschenbildung stehen, wird der Mitnehmer c durch den Winkelhebel d1 d d2 (Fig. 3) wieder vom Nadelschieber entfernt (Fig. 4).
Da der Winkelhebel d dl d'2 auch um eine Nadeltheilung verschoben wurde, bleibt jetzt der Haken c1 des Mitnehmers c über dem Fufs der leer gewordenen Nadel 1 (Fig. 4) stehen, und wenn sich Mitnehmer und Nadelschieber ganz zurückbewegen j werden beide mit dieser Nadel aus dem Bewegungsbereich des Strickmaschinenschlosses 5 (Fig. 5) gebracht. Bei breiten Maschinen findet das Mindern statt, während sich das Strickmaschinenschlofs S (Fig. 5) zwischen den beiden Minderstellen χ und j** bewegt.
Bei schmalen Maschinen wird bei χ gemindert , während sich der Schlitten über das ganze Nadelbett bewegt, wie der Pfeil \ andeutet, und erst nachdem"der Rückgang erfolgt und das Schlofs bei y vorübergegangen ist, wird bei y gemindert.
Statt des sich seitlich gegen den Nadelschieber α bewegenden Mitnehmers c kann auch ein Mitnehmer Anwendung finden, wie ihn die Fig. 6 bis 10 zeigen.
Nadelschieber α (Fig. 6 und 7) trägt auf seiner Oberfläche durch ein Gelenk al den Mitnehmer c, dessen Verlängerung c1 gegen eine Leiste f zu liegen kommt. Die Verlängerung c1 (Fig. 7a) besitzt eine Nase c2, die von dem Vorsprung der Leiste f beim Hochgehen des Nadelschiebers getroffen werden kann, so dafs sich der Mitnehmer c mit seinem oberen Ende hebt. .
Eine Feder g drückt, die Verlängerung c1 des scheerenartigen Theiles c gegen die Leiste f.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung entspricht im allgemeinen der vorher erwähnten.
Nadelschieber α (Fig. 7) wird beim Mindern zunächst gegen die Nadelfüfse h1 geschoben, bis sich diese in eine Linie gestellt haben; dabei trifft die Erhöhung c2 (Fig. 7 a) gegen die Leiste/ und der Mitnehmer c ist gehoben, um über die Nadelfüfse zu gelangen.
Bei dem weiteren Vorgang des Schiebers a mit dem Mitnehmer c wird die Nase c2 frei, und Mitnehmer c umschliefst die Nadelfüfse, wie Fig. 8 und 8 a ängiebt.
Hierauf erfolgt durch Rückgang des Nadelschiebers das Herabziehen der Zungennadeln, wobei die Maschen auf die dieser Bewegung folgenden Decknadeln k übertragen werden.
Nun heben sich die Decknadeln über den Abschlagkamm und · bewegen sich um eine Nadeltheilung seitlich, um die Maschen auf andere Nadeln zu hängen.
Die seitliche Verschiebung der Decker mit den Decknadeln k erfolgt durch die Schraube k1 (Fig. 6).
Gleichzeitig wird aber der Nadelschieber mit dem Mitnehmer um ebenso viel verschoben; hierzu dient Schraube e.
Während die Zungennadeln wieder hochgeschoben werden, übergeben die Decknadeln ihre Maschen den Zungennadeln und gehen in ihre Ruhelage zurück.
Die hochgeschobenen Zungennadeln werden zurückgezogen, und sobald dieselben in der Arbeitsstellung für die Maschenbildung stehen, trifft die Nase/, wie in Fig. 7a, die Erhöhung c2 der Verlängerung c1 des Mitnehmers, wodurch derselbe am vorderen Ende gehoben wird und die Nadelfüfse frei giebt.
Bei dem weiteren Rückgang des Schiebers gleitet die Erhöhung c2 unter Leiste/ vorüber und der Mitnehmer c senkt sich wieder gegen den Nadelschieber.
Nase c3 des Mitnehmers (Fig. 9) steht jetzt vor dem Nadelfufs der von der Masche befreiten Nadel 1, so dafs bei Vollendung des Rückgangs des Schiebers α mit dem Mitnehmer c sowohl diese Nadel als auch Schieber und Mitnehmer aus dem Bewegungsbereich des Strickmaschinenschlosses S (Fig. 6) kommen.
Statt den Mitnehmer c durch ein Gelenk a1 (Fig. 7a) mit dem Schieber α zu verbinden, kann auch eine besondere Welle ν (Fig. 10) angebracht werden, welche den Mitnehmer bewegt, so dafs nach dem Niederschlagen der Zwischenraum t sich durch Zurückziehen der Welle beliebig verkleinern läfst.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Minder -Vorrichtung für L a m b'sche Strickmaschinen der durch Patent Nr. 87818 geschützten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs zum Zweck der Bewegung einer gröfseren Anzahl von Nadeln, als mit der im Haupt-Patent geschützten Vorrichtung möglich ist, statt des in der Ebene des Nadelschiebers drehbaren Mitnehmers ein sich seitlich geradlinig gegen den Nadelschieber (a) bewegender Mitnehmer (c) (Fig. 2) oder ein vertical von oben gegen den Nadelschieber (a) schwingender Mitnehmer (c) (Fig. 8 und 10) benutzt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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