DE30301C - Vorrichtung am Kulirwirkstuhle zur Bewegung der Fadenführer. • - Google Patents

Vorrichtung am Kulirwirkstuhle zur Bewegung der Fadenführer. •

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Publication number
DE30301C
DE30301C DENDAT30301D DE30301DA DE30301C DE 30301 C DE30301 C DE 30301C DE NDAT30301 D DENDAT30301 D DE NDAT30301D DE 30301D A DE30301D A DE 30301DA DE 30301 C DE30301 C DE 30301C
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DE
Germany
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thread
chair
guide
row
sinker
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30301D
Other languages
English (en)
Original Assignee
TH. LlEBER-KNECHT in Hohenstein-Ernstthal, Sachsen
Publication of DE30301C publication Critical patent/DE30301C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2B: Flecht- und Strickmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. April 1884 ab.
Der Fadenführer eines Wirkstuhles wird bisher nur während des Kulirens längs der Nadelreihe verschoben, er steht am Ende derselben oder am Ende der zu bildenden Maschenreihe so lange still, bis alle Arbeiten der Maschenbildung vollendet sind, worauf seine Verschiebung zur Herstellung der neuen Reihe beginnt. Für manche Arbeiten ist es indessen erwünscht, dafs der Führer auch während dieser Zeit des Ausarbeitens noch eine geringe seitliche Bewegung erhält, z. B. wenn man starke Fadenführer b, Fig. 3, anwendet und geminderte Waare arbeitet, also mit b innerhalb der Waarenbreite stehen bleibt. Bedeutet in diesem Falle a die letzte arbeitende Nadel, so läfst man den Führer bis über die nächstfolgende Nadel hinausgehen; würde er in dieser Lage stehen bleiben, so würde die Platine c den Faden α b beim Einschliefsen mit erfassen und in der nächsten Reihe entstände dann eine lange Randschleife. Zur Vermeidung eines solchen Fehlers wird nun der Führer b während des Ausarbeitens in der Richtung der Pfeile, Fig. 3, nach ein- und auswärts verschoben, wenn er vor der zurückgezogenen Nadelreihe ab- und aufwärts schwingt. Er steht dann z. B. beim Einschliefsen der Waare in bx und die Platine c kann nun den Faden α bx nicht mit erfassen. Auch fur die Herstellung langgestreifter Farbmuster ist eine ähnliche Bewegung des Führers b um eine Nadel herum erwünscht, zur Verbindung der Maschen, mit welchen die Langstreifen an einander stofsen. Diese Bewegungen kann der Führer durch folgende Vorrichtungen erhalten: Der Bufferkasten, an welchen der Führerschlitten d, Fig. 2, stöfst, besteht aus zwei Theilen e und f, welche durch die Stange p, Schraubenmutter 0 und Schraube η mit einander verbunden sind. Der Theil f ist durch die Klinken h und i gegen seitliche Bewegung festgestellt, der Theil e aber kann gegen f verschoben werden. Eine Welle m mit langer Nuth wird von der Triebwelle aus durch Klinken und Klinkrä'der oder durch Hebel und Kurbel ein Stück vor- und rückwärts gedreht; auf ihr ist die Schraube η mit Nuth und Feder befestigt, so dafs sie an dieser Drehung theilnimmt, und durch dieselbe verschiebt sich die Mutter ο mit ρ und mit dem Theil e. An e ist aber der Führerschlitten d durch den Haken t festgehalten, es kann folglich der Führer ein Stück nach links und rechts fortgeschoben und gezogen werden, wie nach obigem Beispiel erforderlich ist. Die Verbindung zwischen e und d durch Haken t wird gelöst, wenn der neue Ausschub des Fadenführers beginnt. Beim Mindern oder Erweitern der Waare wird in bekannter Weise der Bufferkasten ef entweder durch h k und q r nach innen oder durch i I nach aufsen geschoben.
Die Bewegung des Theiles e gegen den festliegenden Theil f kann man auch durch eine Zahnstange V1 v, Fig. 5, hervorbringen. Der Stuhl bewegt selbstthätig die Zahnstange V1 hin und her, welche zu geeigneter Zeit dadurch mit ν gekuppelt wird, dafs man die Schiene w unter V1nach links zieht und durch sie V1 an ν andrücken läfst. Wird die Schiene n> nach rechts geschoben, so sinkt sie von \ herab

Claims (1)

  1. und dann fällt auch V1 von ν herab, worauf der bewegliche Theil e des Bufferkastens wieder stillsteht.
    Ein Fehler in der Randmaschenbildung wird nicht beim Kuliren derselben Reihe, sondern zu Anfang des Kulirens der nächsten Maschenreihe begangen. Es mufs auch ferner thatsächlich das Einschliefsen der alten Reihe dem Kuliren der neuen Reihe vorausgehen, denn man kann eine Reihe nur dann vorbereiten, wenn die alte Waare hinweggezogen, eingeschlossen ist. Wenn nun also, wie in Fig. 6 und 7, bei dem Einschliefsen der Faden vom Platinenschnabel c mit nach hinten gezogen wird, so legt er sich zum Anfang der nächsten Reihe um die Platine c herum und diese Fadenlänge e, Fig. 6, ist überflüssig, sie vertheilt sich, dann auf die Randmasche α und macht dieselbe locker oder lang. Dafs der Fadenführer b, wie in Fig. 8, links von der Platine c stehen bleiben könnte, damit letztere den Faden beim Einschliefsen nicht trifft, ist nicht thunlich, weil sie ihn dann auch vorher beim Kuliren der Reihe nicht getroffen und auf α nicht die richtige Schleife gebildet hätte. Deshalb geht der Fadenführer b beim Kuliren weit nach aufsen, wie in Fig. 3, er sinkt dann während des Ausarbeitens in bekannter Weise herab, wie in fast jedem mechanischen Kulirstuhl, um aus dem Bereich der Platinennasen zu kommen. Dieses Sinken wird erreicht entweder durch senkrechtes Herabdrücken des Führerschiebers oder durch Senken der ganzen Fuhrerstange g, Fig. ι, welche auf Hebeln oder in sonst einer der vielen bekannten Ausführungsarten ruht. Am Ende des Ausarbeitens aber, also vor dem Einschliefsen, wird der Führer nach links, nach bx in Fig. 3, gerückt und sein Faden kann nun von c nicht mit erfafst werden; die Randschleife e1? Fig. 8, liegt nicht lang um c herum, sondern geht direct von der alten Masche und von hinten nach vorn über die Nadel a. Diese in der Wirkerei gebräuchlichen und bei den einfachsten Arbeiten des Handstuhles, wenn man den Faden mit der Hand überlegt, beobachteten Vorgänge sind durch die neue Vorrichtung zur Bewegung des Führers nun auch am mechanischen Stuhl möglich geworden, deshalb ist diese Vorrichtung von Werth.
    Pa ten τ-Anspruch:
    Eine Vorrichtung am Kulirwirkstuhl, welche mittelst Zerlegung der Bufferkästen in je zwei Theile gestattet, dem Fadenführer an den Enden seiner Bahn eine besondere Verschiebung um den Betrag einer vollen Nadeltheilung mitzutheilen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT30301D Vorrichtung am Kulirwirkstuhle zur Bewegung der Fadenführer. • Expired - Lifetime DE30301C (de)

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DENDAT30301D Expired - Lifetime DE30301C (de) Vorrichtung am Kulirwirkstuhle zur Bewegung der Fadenführer. •

Country Status (1)

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DE (1) DE30301C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2627737A (en) * 1950-06-23 1953-02-10 Textile Machine Works Carrier rod control mechanism for knitting machines

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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