DE935781C - Verfahren zum Abbau maechtiger Lagerstaetten, z. B. von Braunkohle od. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Abbau maechtiger Lagerstaetten, z. B. von Braunkohle od. dgl.

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DE935781C
DE935781C DEJ5645A DEJ0005645A DE935781C DE 935781 C DE935781 C DE 935781C DE J5645 A DEJ5645 A DE J5645A DE J0005645 A DEJ0005645 A DE J0005645A DE 935781 C DE935781 C DE 935781C
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DE
Germany
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chamber
mineral
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cavity
section
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Expired
Application number
DEJ5645A
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English (en)
Inventor
Johann Dipl Berging Janke
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Dipl-Berging
Original Assignee
Dipl-Berging
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Publication date
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C41/00Methods of underground or surface mining; Layouts therefor
    • E21C41/16Methods of underground mining; Layouts therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abbau mächtiger Lagerstätten, z. B. von Braunkohle od. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abbau mächtiger Lagerstätten, z. B. von Braunkohle od. dgl., die schneidfähig sind und eine ausreichende Standfestigkeit besitzen.
  • Bei dem Abbauverfahren gemäß der Erfindung wird in bekannter Weise über dem Liegenden und unter dem Hangenden übereinanderliegend je eine Strecke vorgetrieben, worauf von der unteren zur oberen Strecke Bohrlöcher hochgestoßen und in diesen Bohrlöchern Schrämaggregate herabgeführt werden. Erfindungsgemäß zersägen die Schrämaggregate den Mineralkörper zwischen der oberen und der unteren Strecke und machen ihn- dadurch bruchreif, so daß anschließend durch unten angesetzte Sprengschüsse der zwischen den Strecken liegende Mineralkörper zertrümmert und in der unteren Strecke verladen werden kann. Dabei werden die Schrämschnitte vorteilhaft nur bis zu einer Schwebe über der unteren Strecke herabgeführt.
  • Bei dieser Arbeitsweise wird das Bohrklein und auch das Schrämklein selbsttätig zur unteren Strecke abgeführt. Nach der Fertigstellung der Bohrlöcher dienen diese gleichzeitig zur Führung der Wetter. Andererseits besteht bis zur Sprengung der Schutzdecke über der unteren Strecke keinerlei Gefahr, daß der Mineralkörper vorzeitig zusammenbricht.
  • Es kann angebracht sein, die obere Strecke quer in die Stöße hinein mit kammerartigen Erweiterungen zu versehen und die Schrämschnitte so zu führen, daß auch der unterhalb dieser Erweiterungen liegende Mineralkörper zerteilt wird. Werden dann die Sprengschüsse so eingesetzt, daß sie von der unteren Strecke aus schräg aufwärts in die Mineralkörper gerichtet werden, so wird dadurch die Größe des Hohlraumes, der in einem Abschlag attsgekohlt wird, erheblich gesteigert.
  • Die gelöste und zertrümmerte Kohle wird in dem Hohlraum gebunkert und kann nunmehr in der unteren Strecke gefahrlos verladen werden. Das kann z. B. auch durch einen geeigneten Förderer geschehen, der zunächst auf dem größten Teil seiner Länge auf irgendeine Weise abgedeckt ist, wobei dann diese Abdeckungsteile nach und nach entfernt werden derart, daß das Fördergut ständig selbsttätig in den Förderer einfließt. Ein Ausbau des Hohlraumes ist nicht erforderlich. Er kann mit Fremdbergen verfüllt werden. Durch Sprengung des Hangenden oberhalb der oberen Strecke kann auch in einfacher Weise ein Selbstversatz bewirkt werden.
  • In den Strecken wird jeweils ein Damm eingebaut. Ein hinreichend starker Pfeiler trennt die ausgekohlte Kammer von -der nächsten, die in gleicher Weise hergestellt und ausgeräumt wird.
  • Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung nochmals erläutert. Es zeigt Fig. i einen waagerechten Schnitt durch die obere Strecke, Fig. z einen senkrechten Schnitt durch die obere und untere Strecke.
  • Der Abbau beginnt in der Weise, daß zunächst unterhalb des Hangenden i und- oberhalb des Liegenden 2 in der Lagerstätte eine obere Strecke 3 und eine untere Strecke ¢ senkrecht übereinanderliegend und parallel zueinander aufgefahren werden. Von der oberen Strecke 3 aus werden dann die Kammern 5 hergestellt. Vorteilhaft werden vorher jedoch beispielsweise vier Bohrlöcher 6 hergestellt, wobei von unten nach oben gebohrt wird. Bei dieser Arbeitsweise fällt das Bohrklein selbsttätig zur unteren Strecke.q. herab, so daß es mühelos fortgeschafft werden kann. Die Bohrlöcher 6 sind zweckmäßig so angeordnet, daß sie an den vier Ecken liegen, an welchen die kammerartigen Erweiterungen 5 mit der Strecke 3 zusammenstoßen.
  • 'Anschließend werden in den Bohrlöchern 6, die gleichzeitig der Wetterführung dienen, Schrämaggregate abgesenkt, die Schrämschnitte 7 im Mineralkörper herstellen. Durch diese Schnitte wird der zu gewinnende Mineralkörper in vertikaler Richtung unterteilt. Die Schnitte 7 werden nicht bis zum First- der unteren Strecke q. herabgeführt, sondern enden etwa bei 8 kurz oberhalb derselben. Oberhalb der Strecke q. verbleibt also noch eine Schutzdecke 9, die einen vorzeitigen Zusammenbruch- des Mineralkörpers verhindert. AnschLießend werden vom First der unteren Strecke q. aus Sprengschüsse angesetzt, die schräg aufwärts gerichtet und in Fig. 2 durch die punktierten Linien zo angedeutet sind. Werden in diese Bohrlöcher die eingebrachten Sprengladungen zur Explosion gebracht, so bricht der gesamte Mineralkörper, soweit er durch die Bohrlöcher 6 und die Schrämschnitte7 unterteilt war, zusammen. Die Kohle bunkert sich in dem erzeugten Hohlraum und kann in der unteren Strecke ¢ nach irgendeinem bekannten Verfahren verladen werden.
  • Nach dem Ausräumen des Haufwerks kann das Gebirge sich selbst überlassen werden. Um das Hereinbrechen des Hangenden zu verhindern, wird dieses in der oberen Strecke 3 und den anschließenden Kammern durch Kappen 1i, 12, und 13 unterstützt, wobei die Stützstempel 1q. so gesetzt werden, daß sie durch die Sprengung nicht beeinflußt werden. Soll der erzeugte Hohlraum durch Selbstversatz verfüllt werden, so kann das in einfacher Weise dadurch geschehen, daß das Hangende i durch Sprengschüsse zerstört wird, so daß die hangenden Schichten, sofern sie aus geeignetem Gestein bestehen, selbsttätig in den Hohlraum eindringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abbau mächtiger Lagerstätten, z. B. von Braunkohle od. dgl., wobei in der Lagerstätte über dem Liegenden und unter dem Hangenden übereinanderliegend je eine Strecke vorgetrieben wird, worauf von der unteren zur oberen Strecke Bohrlöcher hochgestoßen und anschließend in diesen Bohrlöchern Schrämaggregate herabgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrämaggregate den Mineralkörper zwischen der oberen und der unteren Strecke zersägen und dadurch bruchreif machen und daß darauf durch unten angesetzte Sprengschüsse der zwischen den Sohlen liegende Mineralkörper zertrümmert und in der unteren Strecke verladen wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrämschnitte nur bis zu einer Schwebe über der unteren Strecke herabgeführt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Strecke quer in die Stöße hinein kammerartig erweitert wird, wobei die Schrämschnitte derart geführt werden, daß auch der unterhalb dieser Erweiterungen liegende Mineralkörper zerteilt und die Sprenglöcher von der unteren Strecke aus- in diesen Mineralkörper schräg aufwärts - gerichtet werden. q.: Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die unten angesetzten Sprengladungen geschaffene Hohlraum als Bunker für das zerkleinerte Mineral dient und nicht ausgebaut wird. 5. Verfahren nach Anspruch z bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das Nachbrechen des Hängenden dadurch verhindert wird, daß vor der Sprengung in der oberen Strecke ein Ausbau eingebracht wird, der aus einem Firstenverzug, -der die auszuräumende Kammer überspannt, und aus Stempeln besteht, die in der oberen Strecke vor und hinter der Kammer gesetzt sind. 6. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Schrämschnitte derart geführt ist, daß sie die Stöße der auszuräumenden Kammer herstellen. 7. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ausräumen des gelösten Haufwerks je ein Schutzdamm in der oberen und in der unteren Strecke gesetzt wird. B. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgekohlte Hohlraum mit Fremdversatz verfüllt wird. g. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgekohlte Hohlraum dadurch mit Selbstversatz verfüllt wird, daß das Hangende oberhalb desselben durch Sprengung zerstört wird. Io. Verfahren nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Versatz durch Bindemittel verfestigt wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 594 473, 648 438, 713 96o, 830 335.
DEJ5645A 1952-03-20 1952-03-20 Verfahren zum Abbau maechtiger Lagerstaetten, z. B. von Braunkohle od. dgl. Expired DE935781C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE594473C (de) * 1932-04-30 1934-03-21 Braunkohlen Und Brikett Ind Ak Verfahren zum Abbau von Lagerstaetten grosser Maechtigkeit
DE648438C (de) * 1935-01-03 1937-08-02 Franz Haupt Vereinigtes Bohrverfahren fuer den Bergbau unter Verwendung eines vorgebohrten, zwei Sohlenstrecken miteinander verbindenden Loches
DE713960C (de) * 1940-10-03 1941-11-19 Reinhold Thor Untertageabbauverfahren fuer Lagerstaetten grosser Maechtigkeit
DE830335C (de) * 1951-01-09 1952-02-04 Braunkohlen Und Briketwerke Ro Bohrend arbeitendes bergmaennisches Gewinnungsgeraet, insbesondere fuer Braunkohle

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