DE93447C - - Google Patents

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DE93447C
DE93447C DENDAT93447D DE93447DA DE93447C DE 93447 C DE93447 C DE 93447C DE NDAT93447 D DENDAT93447 D DE NDAT93447D DE 93447D A DE93447D A DE 93447DA DE 93447 C DE93447 C DE 93447C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25CPRODUCING, WORKING OR HANDLING ICE
    • F25C1/00Producing ice
    • F25C1/16Producing ice by partially evaporating water in a vacuum

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Sorption Type Refrigeration Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung von Kälte und Eis, welchessich auf die Bildung von Dämpfen und deren Absorption in der. Luftleere, unter event. Anwendung von Compression, zwecks Erleichterung dieser Absorption gründet.
Die hierzu erforderliche, den Gegenstand der Erfindung bildende Gesammtvorrichtung ist in Fig. 1 dargestellt und besteht im wesentlichen aus:
ι. einer Eiserzeugungsvorrichtung A,
2. einer Absorptionsvorrichtung B,
3. zwei Wärmeaustauschvorrichtungen C und D,
4. einem Concentrator E,
5. zwei Pumpen F und G und
6. aus den Behältern H, I, J, K.
Damit die Gesammtvorrichtung wirken kann, mufs in den beiden Behältern A und B möglichste Luftleere vorhanden sein. Zu diesem Behufe sind diese beiden Behälter und ihre Ausrüstung in eine ganz mit Wasser gefüllte Cisterne L eingesetzt. Dieses Wasser wird aus dem Behälter J mittelst der durch Hahn JV absperrbaren Rohrleitung M zugeführt. Zur Entleerung der Cisterne dient ein Hahn O; nach Ablassen des Wassers kann der Deckel P von dem Behälter A abgenommen und wieder auf denselben aufgesetzt werden, wenn dies nothwendig ist. Dieser Deckel wird mittelst Schrauben oder anderer bekannter Prefsvorrichtungen gegen eine auf den Behälterrand aufgelegte Kautschukdichtung luftdicht angedrückt, wobei nach dem Auspumpen der Atmosphärendruck die Abdichtung unterstützt.
In A sind eine Anzahl Schalen α über einander angeordnet, welche mittelst der Hebevorrichtung Q. herausgehoben werden können. Diese Schalen sind von einem dünnen Blechmantel R umgeben, der vor der Auslafsöffnung S S für die Dämpfe auf einige Centimeter Höhe durchbrochen ist, so dafs die sich bildenden kalten Dämpfe zwischen der Eiserzeugungsvorrichtung und dem Mantel R umlaufen müssen, welch letzterer das in Bildung begriffene Eis gegen die Strahlung der Wand der Vorrichtung A schützt; diese Wand kann nach aufsen durch eine Harz- oder andere Isolirschicht geschützt werden. A und B ruhen auf Isolirmasse, welche in einen Metall- oder Holzrahmen eingegossen ist.
Die Arbeit mufs stets unter folgenden beiden Bedingungen vor sich gehen:
i. dafs möglichste Luftleere vorhanden ist und 2. dafs die erzeugten Dämpfe absorbirt werden.
Die Absorptionsvorrichtung B ist mit der Eiserzeugungsvorrichtung A durch den Stutzen S verbunden, in welchem ein auf der durch Handrad V drehbaren Welle U sitzendes Scheibenventil T angeordnet ist.
Ist dieses Ventil offen, so treten die Dämpfe in B ein und würden sich daselbst sättigen. Um dies zu verhindern, wird eine diese Dämpfe absorbirende Flüssigkeit, wie Schwefelsäure, eine concentrirte Chlorcalciumlösung, Wasser, eine concentrirte Natron- oder Kalilauge u. s. w. ununterbrochen eingeleitet. Das Absorptionsmittel fliefst durch das Rohr W in den länglichen Behälter X-, durch dessen Durch-
lochungen dasselbe gezwungen wird, sich über zwei senkrechte Reihen von Röhren ZZ zu vertheilen. Die Anzahl dieser Reihen wird im Verhältnifs zu der beabsichtigten Wirkung gewählt. Die Röhren Z können eine beliebige Länge haben und bilden, wie aus Fig. 2 ersichtlich, ein Schlangenrohr. Sie sind mit einer Reihe von sägezahnartigen Ansätzen versehen, welche die Vertheilung der Flüssigkeit fördern. ,
Vermöge dieser Anordnung wird eine sehr grofse absorbirende Oberfläche geschaffen. Die durch die Absorption der Dämpfe frei werdende, latente Wärme wird von einem in den Röhren umlaufenden, von dem Behälter J herrührenden Wasserstrom aufgenommen.
Infolge der fortgesetzten Dampfbildung bildet sich Eis in den Schalen aa, welches durch Emporheben der Schalen vermittelst der Haken R entfernt werden kann, sobald man den Deckel P abnimmt.
Zwecks Hervorbringung der Lüftleere wird zunächst bei geschlossenem Ventil T durch die Hähne b und c die Vorrichtung mit Wasser gefüllt, bis dasselbe die in Trichtern ruhenden Ventile d und e öffnet und durch Röhre f überläuft.
Nachdem auf diese Art die Luft durch das Wasser verdrängt worden ist, werden die Pumpen F und G in. Gang gesetzt, welche das Wasser durch die Röhren g g h h aus den Behältern A und B herauspumpen und dadurch dieselben luftleer machen.
Da sich bei der Anwendung gewöhnlichen Wassers nur eine sehr unvollkommene Luftleere erzielen läfst, so wird das Anfüllen von A und B nicht vom Behälter J aus, sondern durch die Behälter K und H bewirkt, welche abgekochtes, durch eine OeI- oder Petroleumschicht von der Luft isolirtes Wasser enthalten. Ein Schwimmerventil k sperrt den Ausflufs, sobald das Wasser und die dasselbe bedeckende Oelschicht um ein bestimmtes Mafs gesunken sind.
Hierdurch wird Luftleere erzielt, da mit dem Wasser keine Luft in die Vorrichtung gelangen kann; ferner ist das in den Schalen α α zurückbleibende, gefrierende Wasser sterilisirt und filtrirt, so dafs durchsichtiges Eis hergestellt wird.
Es ist nicht möglich, die Absorptionsvorrichtung vollständig von den zur Absorption verwendeten Stoffen zu reinigen. Diese Ueberreste lösen sich in dem zur Hervorbringung der Luftleere dienenden Wasser auf. Es ist daher zweckmäfsig, stets wieder dasselbe Wasser zu benutzen. Aus diesem Grunde wird das Wasser von einem besonderen Behälter H aufgenommen, welchem es durch den Dreiweghahn / und die Röhren m zugeführt wird.
Das aus dem Gefrierer abgesaugte Wasser wird durch die Pumpe F und die Rohrleitung η in den Behälter K gehoben.
Das Sterilisiren des Wassers und das Regeneriren des Absorptionsmittels wird unter Zuhülfenahme einer einzigen Wärmequelle, dem Kessel 0, welcher auch durch einen mit Dampf geheizten Behälter ersetzt werden kann, und eine über diesem angeordnete Waschvorrichtung E bewirkt.
Sobald der Gefrierer in Thätigkeit gesetzt ist, läfst man aus dem Behälter / das Absorptionsmittel durch das Rohr ρ und das Rohr W in den Trog X des Behälters B fliefsen.
Der Absorptionsraum würde sich rasch mit dem Absorptionsmittel füllen, wenn dasselbe nicht gleichzeitig durch die Pumpe G in den Behälter / geschafft würde. Dies hat den Zweck, das Absorptionsmittel auf dem Wege in den Behälter H zu regeneriren.
Die Pumpe G preist das Absorptionsmittel durch den Hahn I, das Rohr q, die Wärmeaustauschvorrichtung D, das Rohr r, den Waschraum E und das Rohr s in den Kessel 0. Durch die Wärme wird das absorbirte Wasser verdampft und gelangt durch das Rohr t in den Untertheil von E.
Der Dampf steigt durch in dem waage-•recht gebogenen Ende des Rohres t' angebrachte Oeffnungen empor, durchzieht die Flüssigkeit, welche den Behälter E bis zur halben Höhe anfüllt, läfst in derselben die mitgerissenen Theilchen des Absorptionsmittels zurück und sammelt sich in dem oberen Theile von E an.
Das in dem Kessel 0 concentrirte Absorptionsmittel entweicht durch das punktirt gezeichnete, mit einem Hahn versehene Tauchrohr u, welches von dem Schwimmer ν verstellt wird und durch eine Pumpe mit belastetem Ventil ersetzt sein kann.
Die resenerirte Flüssigkeit durchströmt das Rohr 11, das Rohr W", den Obertheil x' des Wärmeaustauschers D und strömt durch die Röhren dieses letzteren nach unten (siehe die durchbrochene Stelle y) in den Untertheil \. Von da gelangt es durch das Rohr a' in den Behälter /. Eine Petroleumschicht isolirt das Mittel von der Luft und verhindert die Aufnahme von Kohlensäure.
Wird als Wärme übertragendes Mittel für die Concentration der Absorptionsflüssigkeit Wasserdampf verwendet, so kann der Kessel 0, die Waschvorrichtung E und der Gondensator u' durch zwei Vorrichtungen ersetzt werden, welche ähnlich wie die Absorptionsvorrichtung B eingerichtet sind. In diesem Falle würde der Dampf durch Schlangenrohre (ähnlich wie ZZ in Fig. 1) geführt werden, um die Concentration des Absorptionsmittels zu bewirken. Bei der zweiten Vorrichtung, welche den Condensator u' und die Wasch-
vorrichtung E ersetzen würde, würde man Wasser durch die Röhren leiten.
Aus der Absorptionsvorrichtung B strömt kalte Flüssigkeit aus, welche erwärmt werden mufs. Andererseits befindet sich' in dem Con-.centrationskessel ο heifse Flüssigkeit, deren Abkühlung erwünscht ist. Indem man diese beiden Flüssigkeiten in entgegengesetztem Sinne im Wärmeaustauscher umlaufen läfst, wird der Wärmeaustausch bewirkt.
Es wird daher kalte Flüssigkeit der Absorptionsvorrichtung und warme Flüssigkeit der Concentrationsvorrichtung zugeführt.
Die Wärmeaustauschröhren y können durch ebene, in Zwischenräumen angeordnete und durch Rohre unter einander verbundene Platten ersetzt werden (Fig. 3 und 4).
Diese Elemente bestehen aus je zwei Blechen b' (Fig. 3) oder c' (Fig. 4), welche an ihrem Umfange durch Nieten mit einander verbunden sind. Zwischen diese Bleche ist ein Metallgewebe eingesetzt, welches in Fig. 4 mit d' und e' bezeichnet ist.
Die Anordnung der Platten geht aus dem in Fig. 5 dargestellten waagerechten Schnitt hervor.
Die Gesammtheit der Platten bildet ein Parallelepiped ffff, während die Aufsenwand g' cylindrisch ist. Es würde daher die zu behandelnde Flüssigkeit in die segmentförmigen Zwischenräume h'h' gelangen, ohne an dem Wärmeaustausch theilzunehmen.
Um dies zu verhindern, werden bei ff Wände aus Holz oder Blech angeordnet und alle Zwischenräume h' mit Sand oder anderen Stoffen ausgefüllt.
Um den Sand zu halten, ist der Rost V (Fig. 3) unterhalb der Räume h' voll ausgeführt. Eine wenige Centimeter dicke Schicht von Cement oder einem anderen Stoff sichert die Abdichtung. Die Flüssigkeit kann daher nur zwischen den Platten durchströmen.
Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen eine andere Anordnung der Platten.
Die Platten sind an ihren Rändern durch metallische Zwischenstücke j' k' aus einander gehalten. Bolzen /' (Fig. 7) durchdringen die Platten und die Zwischenstücke j' k' und ermöglichen es, unter Zuhülfenahme metallischer oder anderer Dichtungen die Vorrichtung nach aufsen hin dicht zu halten.
Rahmenstücke m' m' (Fig. 7) dienen dazu, die Vorrichtung gegen inneren Druck widerstandsfähig zu machen, doch können dieselben auch durch Stehbolzen n' ersetzt werden, deren Vertheilung in Fig. 6 ersichtlich gemacht ist.
Die Flüssigkeit wird durch Rohre 0' 0'p'p' (Fig. 7) eingeleitet bezw. abgeleitet. Zwischen je zwei Bleche werden metallische Gewebe eingebracht.
Die so gebildeten Elemente wirken paarweise, indem in dem einen die eine der Flüssigkeiten aufsteigt, während in dem anderen sich die andere Flüssigkeit herabbewegt, wobei ein Temperaturaustausch bewirkt wird. Das Wasser mufs nun sterilisirt und von den in ihm gelösten Gasen befreit werden.
Zu diesem Zwecke wird das Wasser aus dem Behälter J durch das Rohr q1 (Fig. 1) in den Untertheil r' des Wärmeaustauschers C geführt, welcher genau so eingerichtet ist wie D. Das Wasser steigt in C auf, dringt in den Obertheil s' und gelangt durch ein Rohr t" in den Condensator ti', welchen es bis zur Höhe des Ueberlaufes v' anfüllt.
In u' ist eine Rohrschlange angeordnet, welcher durch ein Rohr W beständig der in E entwickelte Dampf zugeführt wird.
Das Condensationswasser, sowie der überr schüssige Dampf entweichen durch das untere Ende der Rohrschlange, welches mit einer, einem Druck von 1J0 Atmosphäre entsprechend belasteten Klappe versehen ist, oder in einen (in der Zeichnung nicht dargestellten) Wasserabscheider mündet. Der Druck von Y2 Atmosphäre ist hier nur als Beispiel angeführt.
Da die Rohrschlange in u' von Wasser umgeben ist, so wird im Hinblick auf die Dampftemperatur von 1120C. das Wasser mindestens auf iio° C. erwärmt. In dieser oder einer etwas höheren Temperatur wird das Wasser genügend lange erhalten, um sterilisirt und von Luft befreit zu werden. Die Luft entweicht durch das Rohr x" mit dem gebildeten Dampf.
Das Wasser tritt durch den Ueberfall v' aus, strömt in den Obertheil des Wärmeaustauschers C, fliefst in demselben herab, gelangt durch das Rohr y' zu dem Untertheil des Filters \' (welches zum Umkehren eingerichtet sein kann) und verläfst dasselbe durch das Rohr a". Durch die Leitung η wird das Wasser dem Behälter K zugeführt, woselbst es sich ansammelt.
Die die Pumpen FG bewegende Maschine kann mit Dampf aus E betrieben werden, sobald dieser in gröfserer Menge vorhanden ist, als es die Entlüftung des zu behandelnden Wassers erfordert.
Im Ganzen genommen bedarf die Vorrichtung zum Betriebe einer Wärmemenge, welche der bei dem Gefriervorgang zu entziehenden Wärmemenge gleichkommt. Die Erzeugung der Kälte kommt daher nicht theurer zu stehen als die Erzeugung der äquivalenten Wärmemenge.
Die Wasserbehälter können auch, wenn sie nach aufsen hin abgeschlossen sind, unten angeordnet sein. Die durch den Wasserdruck comprimirte Luft, welche von dem Wasser durch eine Oelschicht oder eine Kautschuk-
membrane isolirt ist, kann zum Heben des Wassers dienen. In diesem Falle wird ein Schwimmerventil angeordnet, welches das Ausfliefsen der Oelschicht verhütet.
Die Pumpen lassen einerseits durch die Poren des Metalls, andererseits durch die Stopfbüchsen Luft eindringen.
Es ist daher nothwendig, die Pumpen in Behältern anzuordnen, welche Wasser oder eine andere, die Stopfbüchsen überdeckende Flüssigkeit enthalten. Die Pumpen könnten sogar in der Cisterne L selbst angeordnet sein, doch müfsten dann an diese zwei nach unten reichende, die Pumpen aufnehmende Theile angesetzt werden, da diese ersteren tiefer liegen müssen, als die Gefriervorrichtung A und . die Absorptionsvorrichtung B.
Die Vorrichtung wird durch Fällen mit Dampf sterilisirt, indem man den Kessel ο anheizt, den Hahn b" öffnet und den Hahn c" schliefst. Die Erzeugungskosten des Eises können vermindert werden, wenn man die Concentration der Absorptionsflüssigkeit in mehrfach wirkenden Vorrichtungen vornimmt.
In gewissen Fällen soll das Umlaufen kalter Flüssigkeiten hervorgebracht werden. Zu diesem Zwecke kann Alkohol, eine Salzlösung, eine Alkali-, Ammoniaklösung oder dergleichen verwendet werden. Die Formschalen α α (Fig. ι) der Gefriervorrichtung werden durch Behälter ersetzt, welche concentrisch in einander derart angeordnet sind, dafs in jeden derselben die Flüssigkeit an der Peripherie einströmt und aus demselben gegen das Mittel hin in einen weiteren Behälter fällt.
Auf diese Weise werden . Cascaden mit gröfserer Oberfläche gebildet. Die Flüssigkeit entwickelt längs dieser Oberflächen Dämpfe, welche durch die Absorptionsvorrichtung B beseitigt werden, so dafs eine Abkühlung eintritt.
Diese Flüssigkeit wird durch eine Pumpe in Umlauf versetzt und zur Luftkühlung, Umspülung von Eisformen, Abkühlung von Behältern und Kellern u. dergl. verwendet. Hierauf wird sie von neuem der Vorrichtung zugeführt, um wieder abgekühlt zu werden:
Die Cascade kann mit Hülfe doppelwandiger Behälter erzeugt werden. In diesem Falle läuft eine nicht gefrierbare Flüssigkeit im Innern dieser Behälter um, welche durch die Verdampfung der aufserhalb strömenden Flüssigkeit abgekühlt wird. Die so abgekühlte Salzlösung kann ohne Nachtheil der Berührung mit Luft ausgesetzt werden.
Ist die im Innern der Vorrichtung verwendete Ammoniaklösung unwirksam geworden, so wird sie durch eine Pumpe in den Behälter I geschafft, wo sie sich von neuem sättigt, um vermittelst einer Pumpe mit belastetem Ventil oder eines Schwimmerventils wieder in die beschriebenen Schalen oder Rohre gebracht zu werden.
Die Erzeugung eines in Bezug auf die Atmosphäre indifferenten , abkühlenden Stromes kann mit Hülfe einer anderen, in Fig. 8 dargestellten Kältevorrichtung bewirkt werden. Dieselbe besteht, ähnlich wie die in Fig. ι gezeigte, aus einem Behälter L, einer Absorptionsvorrichtung B und den dazugehörigen Theilen. Die Vorrichtung A ist durch eine der Vorrichtung B (Fig. i) ähnliche Anordnung ersetzt. Ueber die Röhren ZZ wird jedoch nicht die Absorptionsflüssigkeit, sondern eine verdampfbare Flüssigkeit vertheilt, als welche Wasser verwendet werden kann, wenn man Temperaturen über o° erzeugen will, oder eine nicht gefrierbare Flüssigkeit verwendet wird, wenn man tiefere Temperaturen hervorzubringen beabsichtigt.
Anstatt, wie in B (Fig. i), durch die Röhren Kühlwasser umlaufen zu lassen, werden dieselben von nicht gefrierbarer Flüssigkeit durchströmt, welche sich hierbei abkühlt.
Die Verdampfung, sowie die Absorption können dadurch gefördert werden, dafs man die Röhren Z mit einem porösen, Flüssigkeit ansaugenden Gewebe umgiebt.
Bei dieser Anordnung nimmt die Absorptionsflüssigkeit denselben Weg wie in Fig. i. Wird als verdampfende, wärmeentziehende Flüssigkeit Wasser verwendet, so ist der Weg desselben mit demjenigen in Fig. ι identisch. Wird jedoch eine Salzlösung benutzt, so wird dieselbe durch die Pumpe F in den Behälter K gebracht, in welchen das Condensationserzeugnifs durch ein von dem Hahn x'" abzweigendes, mit der Leitung η verbundenes Rohr eingeführt wird, um den ursprünglichen Zustand der Flüssigkeit wieder herzustellen.
Wird eine flüchtige Substanz, wie Alkohol, verwendet, so wird das durch x" (Fig. i) ausströmende Condensationserzeugnifs mit Hülfe eines, x" mit η verbindenden Rohres ebenfalls wieder durch das Rohr η dem Umlauf zugeführt.
Bei der in Fig. 8 dargestellten Anordnung ist es von Vortheil, als Kälteträger eine schwache Ammoniaklösung zu verwenden. Da man aber mit Luftleere- arbeitet, und da sowohl im Kälteerzeuger als auch in der Absorptionsvorrichtung Wasser auf Ammoniak einwirkt, so kann man die Absorption nur unter Druck bewirken. Es mufs daher zwischen die beiden Organe eine Druckpumpe oder ein Ventilator eingeschaltet werden.
Fig. 9 zeigt die auf diese Weise abgeänderte Vorrichtung. A' ist eine Compressionspumpe irgend welcher Art, welche durch eine besondere Maschine angetrieben wird. Durch den Kolben der Pumpe A' werden die Dämpfe aus dem Kälteerzeuger A durch die Leitung b"
angesaugt und durch das Rohr c" in den Absorptionsraum B gedrückt.
Die Vorrichtung mufs fortwährend gespeist Werden. Zu diesem Zwecke wird die von B herrührende, stark gesättigte Lösung nach A geführt, während die verdünnte Lösung von A in B verwendet wird.
Da in B ein höherer Druck herrscht als in A, so wird die Flüssigkeit aus B durch ein Rohr h zunächst in einen mit einem Schwimmerventil versehenen Kasten G geführt. Von da aus gelangt dieselbe durch das Rohr if in den Obertheil des Wärmeaustauschers C, durchströmt denselben von oben nach unten und kommt durch das Rohr j und den Hahn k in den Kälteerzeuger A.
Die verdünnte Lösung, wird durch die Pumpe F und das Rohr g aus. A angesaugt und durch das Rohr η dem Untertheile des Wärmeaustauschers zugeführt, welchen sie von unten nach oben durchströmt, um dann in den Absorptionsraum B zu gelangen.
Der Wärmeaustauscher bewirkt, dafs nur abgekühlte Flüssigkeit in den Kälteerzeuger A gelangt. Zu Beginn des Vorganges wird die Luftleere dadurch hervorgebracht, dafs man die Vorrichtung vollständig mit verdünnter Lösung anfüllt und diese durch die Pumpe F auspumpt. Zu diesem Zwecke kann der Schwimmerkasten mittelst eines Hahnes m"' mit der Pumpe F verbunden werden, welche sodann beide Vorrichtungen gleichzeitig auspumpt.
Die Pumpe und der Schwimmerkasten müssen in Wasser oder eine andere Flüssigkeit getaucht sein, um das Einströmen von Luft zu verhindern. Verfügt man über hinreichend viel Raum, so ist es vortheilhaft, die (Zisterne L zu verlängern und darin die Pumpe und den Schwimmerkasten unterzubringen.
Die Stopfbüchse der Compressionspumpe soll zwecks Verhinderung des Lufteintrittes eine doppelte Garnitur mit dazwischen befindlichem, mit einer dickflüssigen Substanz gefülltem Räume erhalten, falls der Cylinder waagerecht angeordnet ist. Ist der Cylinder senkrecht gestellt, so wird die Stopfbüchse in einem mit Flüssigkeit gefüllten Aufsatz g"' angeordnet.
Die abgekühlte Flüssigkeit wird aus dem Rohre Z des Kälteerzeugers A durch eine Leitung e'" ihrer Bestimmung zugeführt und kehrt, nachdem sie benutzt worden ist, durch eine Leitung f'n zurück, um von neuem abgekühlt zu werden. Die Leitungen e'" und/'" können in Bezug auf ihre Wirkung mit einander vertauscht werden.
In der Mehrzahl der Fälle ist eine Pumpe dazu erforderlich, den Umlauf des Kälteträgers zu bewirken. Das Kühlwasser tritt in die Absorptionsvorrichtung bei o"' ein und verläfst dieselbe bei p"'. Die Schwimmer, welche nicht sehr verläfslich sind, werden vortheilhaft durch gewöhnliche Pumpen ersetzt, deren Druckventile derart belastet sind, dafs sie immer richtig wirken, welche Druckabfälle auch immer in den zu speisenden Theilen vorkommen mögen.
Fig. io zeigt ein Schlangenrohr, welches an Stelle des in den Fig. i, 8 und 9 verwendeten gesetzt werden kann.
Fig. 11 zeigt ein derartiges Rohr, welches aus an einander genieteten Wellblechplatten besteht.
An Bord von Seeschiffen kann die in Fig. 1 dargestellte Anordnung nicht getroffen werden. Die in Fig. 9 gezeigte entspricht schon besser, da aber das Rollen und Stampfen des Schiffes auch da eine schädliche Wirkung hat, so wird vorzugsweise die in Fig. 12 dargestellte Anordnung angewendet, i'" i'" ist der Kälteerzeuger, welcher den Theil A (Fig. 9) ersetzt und, anstatt Rohre zu enthalten, mit Koks, Bimsstein oder dergleichen gefüllt ist, welche Stoffe zwischen zwei gelochten Blechplatten j in fen, gehalten werden. Die verdampfbare Flüssigkeit (vorzugsweise eine schwache Ammoniaklösung) wird durch das Rohr /'" zugeführt, fällt auf den Bimsstein, wird hier verdampft, kühlt sich ab und fliefst durch das Rohr m'" ab, welches sie zur Pumpe n'" befördert. Diese Pumpe führt die kalte Flüssigkeit ihrer Verwendung zu. Die gebrauchte Flüssigkeit tritt durch das Rohr ο"' und den Zerstäuber oder die Brause p'" in den Behälter q'" und sammelt sich daselbst, indem sie die von Wasser durchspülten Kühlrohre s"' umgiebt, bis zu der durch ein Schwimmerventil bedingten Höhe.
Die in V" sich bildenden Dämpfe werden ununterbrochen durch eine Pumpe (ähnlich wie A', Fig. 9) abgesaugt und durch eine Leitung t'", welche bei v'" eine waagerechte Verlängerung besitzt, in die Absorptionsvor richtung■ q'" gedrückt. Das Rohr ν'" ist durchlocht und bewirkt das Einströmen der Dämpfe in die Flüssigkeit der Absorptionsvorrichtung. Die so regenerirte Flüssigkeit gelangt durch v'" und das Rohr /"' in den Kälteerzeuger V". Das Kühlwasser tritt in die Absorptionsvorrichtung durch die Kammer x'" ein, fliefst durch die Rohre s"', welche durch eine Rohrschlange oder andere Kühlflächen ersetzt sein können, und verläfst dieselben buy"'.
Die mit Bezug auf Fig. 1 angegebenen Mittel zur Wärme-Isolirung können auch für die übrigen Anordnungen angewendet werden. Zur Abdichtung der Fugen werden Kautschukblätter verwendet, welche beiderseits mit Papier überzogen sind.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Vorrichtung zur Kälte- und Eiserzeugung, dadurch gekennzeichnet, dafs Pumpen eine vorher in den Kälteerzeuger (A) bezw. eine in den von Kühlröhren (Z) durchzogenen Absorptionsraum (B) gefüllte Flüssigkeit zur Herstellung einer Luftleere auspumpen, so dafs dann die im Kälteerzeuger A entstehenden Dämpfe in den Absorptionsraum B geprefst werden, auf dessen Röhren Z das Absorptionsmittel niederrieselt.
  2. 2. Eine Ausführungsform der unter i. geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs der durch den luftleer gemachten Absorptionsraum q'" ziehende Kälteträger
    im Kälteerzeuger V" durch poröse Mittel (Koks, Bimsstein oder.dergleichen) geleitet wird.
  3. 3. Eine Ausführungsform der unter 1. gegeschützten Vorrichtung, bei der die aus dem Absorptionsraume (B) ausströmende kalte Flüssigkeit, zum Zwecke der Abkühlung der dem Kälteerzeuger (A) zuzuführenden Flüssigkeit, dieser in einer aus Zellen gebildeten Wärmeaustauschvorrichtung (C) im Gegenstrom entgegengeführt wird, wobei die Zellen vorzugsweise aus paarweise längs ihres Umfanges vereinigten Blechplatten (b', Fig. 3, bezw. c', Fig. 4) gebildet und zwischen den Platten Metallgewebe (d' bezw. e') eingesetzt sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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