DE930608C - Verfahren zur Herstellung von Kopien, besonders Druckformen, mit Hilfe von wasserunloeslichen Diazoverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kopien, besonders Druckformen, mit Hilfe von wasserunloeslichen Diazoverbindungen

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DE930608C
DE930608C DEK16196A DEK0016196A DE930608C DE 930608 C DE930608 C DE 930608C DE K16196 A DEK16196 A DE K16196A DE K0016196 A DEK0016196 A DE K0016196A DE 930608 C DE930608 C DE 930608C
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DE
Germany
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diazide
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diazo compound
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DEK16196A
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Jakob Dr Barthenheier
Wilhelm Dr Neugebauer
August Rebenstock
Maximilian Paul Dr Schmidt
Oskar Dr Sues
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Kalle GmbH and Co KG
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Kalle GmbH and Co KG
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/022Quinonediazides

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kopien, besonders Druckformen, mit Hilfe von wasserunlöslichen Diazoverbindungen In dem Patent 928 6.21 ist ein Verfahren zur Herstellung von Kopien, besonders Druckformen, mit Hilfe von wasserunlöslichenDiazoverbindungen beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, daß lichtempfindliche Schichten verwendet werden, welche solche Ester der Naphthochinon-(i,:2)- diazidsulfosäuren enthalten, die konstitutionsmäßig Ester aus diesen Sulfosäuren und im Imidazolring am Stickstoff, gegebenenfalls auch am 2-Kohlenstoffatom, durch Allzyl substituierten Oxynaphthoimidazolen sind, und daß zwecks Gewinnung von positiven Bildern nach negativen Vorlagen oder von negativen Bildern nach positiven Vorlagen die unter einer Vorlage belichteten Schichten mit sauren Lösungen behandelt werden, denen gegebenenfalls organische Lösungsmittel beigemischt sind.
  • Es ist nun weiter gefunden worden, daß zwecks Gewinnung von positiven Bildern nach negativen Vorlagen und von negativen Bildern nach positiven Vorlagen mit Hilfe von sauren Entwicklerlösungen allgemein lichtempfindliche Schichten verwendet werden können, welche als lichtempfindliche Substanzen solche wasserlösliche Sulfosäure- oder Carbonsäureester bzw. -amide von ortho-Chinondiaziden der Benzol- und Naphthalinreihe enthalten, die basische, noch zur Salzbildung mit Säuren befähigte Reste besitzen. Zum Beispiel lassen sich mit großem Vorteil Ester oder Amide von ortho-Chinondiazid-sulfosäuren oder von ortho-Chinondiazid-carbonsäuren der Benzol- und Naphthalinreihe verwenden, die einen basischen Rest einer cyclischen, vorteilhaft mehrkernigen Oxyverbindung oder Aminoverbindung enthalten. Hervorragend geeignet sind beispielsweise solche der erfindungsgemäß zu verwendenden ortho-Chinoiidiazidsulfosäure- oder ortho-Chinondiazidcarbonsäu-reester bzw. -amide, die wenigstens einen über die Ester- bzw. Amidbildung an das Chinondiazid gebundenen carbocyclischen oder heterocyclischen Rest besitzen, der durch die Anwesenheit eines kettenförmig oder ringförmig gebundenen sehundären oder tertiären Stickstoffatoms in einem Substituenten dem Gesamtmolekül schwach basische Eigenschaften verleiht. Gute Ergebnisse werden hauptsächlich mit Estern aus- den genannten ortho-Chinondiazidsulfosäuren mit mehrkernigen Oxyverbindungen erzielt, beispielsweise solchen der Diphenylenoxyd- oder Carbazol- oder Fluorenreihe, die als basische Reste eine a-Piperidyl-Alkyl-Gruppe im Molekül ent)thalten.
  • Die Arbeitsweise sowohl bei der Herstellung des die lichtempfindliche Schicht tragenden Ausgangsmaterials als auch bei der Herstellung von Aufsichtsbildern oder deren Verwendung als Druckform oder zur Herstellung von Klischees oder zu anderen Zwecken stimmt mit der im Patent 9286:21 beschriebenen durchweg überein. Beispiele i. Eine 2%ige Lösung des Esters aus Benzochinon-(i,:2)-diazid-(2)-5-methyl-4-sulfosäure und 3-Oxy-2-piperidylmethyldiphenylenoxyd mit der Formel i in Glykolmonomethyläther wird nach den in der graphischen Technik üblichen Methoden, z. B. durch Aufschleudern, auf eine einseitig aufgerauhte Altiminiumplatte aufgebracht und die lichtempfindliche Schicht mittels eines etwa 6o' warmen Luftstromes - getrocknet. Nach der Belichtung der so sensibilisierten Folie unter einer transparenten Vorlage erhält man von einer positiven Vorlage ein schwachrot gefärbtes Negativbild auf gelbem Grund, das durch Tampönieren mit 5%iger Phosphorsäure entwickelt wird. Nach dein Abspülen der Platte mit Wasser und Einfärben mit fetter Farbe erscheint das Negativbild kräftig auf blankem metallischem Untergrund.
  • Die genannte Diazoverbindung wird wie folgt hergestellt: 5,6 g 2 - Piperidylmet-hyl - 3 - oxy - di -phenylenoxyd (aus 3-Oxydiphenylenoxyd, Formaldehyd und Piperidin, Schmelzpunkt 114bis 115') werden in 20 ccm Dioxan gelöst und mit einer Lösung von 5 g 5-Methylbenzoohinon-(i, 2,)-diazid-(2) - 4 - sulfochlorid [aus 5-Methylbenzochinon-(1, 2)-diazid-(2)-4-sulfOsäur-e und Chlorsulfosäure; schmilzt bei iii' unter Zersetzung] in 5o ccm Dioxan versetzt. In dieses Gemisch läßt man unter Rühren langsam 5o ccm einer 5%igen Sodalösung einlaufen und rührt einige Stunden weiter. Das Reaktionsgemisch wird dann mit etwa 350 ccm Wasser und iooccin 16%iger Salzsäure versetzt und die entstandene gelbbraune Lösung von einigen Flocken unter Kohlezusatz abgesaugt. Im Filtrat stumpft man die Hauptmenge der Salzsäure mit Natronlauge ab und erhält durch Neutralisieren mit Bikarbonatlösung den 5-Methylbenzochinon-(i, 2)-diazid-(?,)-4-sulfOsäurcester des 2,-Piperidylmethyl-3-oxy-diphenylenoxyds in der Form einer feinkörnigen gelben Fällung. Die Diazoverbindung zersetzt sich bei etwa igo' nach vorhergehender Dunkelfärbung.
  • An Stelle der Diazoverbindung mit der Formel i lassen sich zur Herstellung der lichtempfindlichen Schicht mit gleich gutem Ergebnis die Diazoverbindun,gen mit den Formeln:2 und 3 in il/oiger Lösung verwenden, die man wie folgt herstellen kann: Bringt man das schon oben angeführte 2-Piperidylmethyl-3-oxy-diphenyloxyd mit der äquimolekularen Menge 6-Methylbenzochinon-(i,:2)-diazid-(2)-4-sulfochlorid [aus 6-Methylbenzochinon-(i,2)-diazid-(:2)-4-sulfosäure durch Einwirkung von Chlorsulfosäure] unter Zusatz von Pyridin zur Real<tion, so erhält man den 6-Methylbenzochinon-(i, 2)-diazid-(2)-4-sulfosäureester des 2-Piperidylmethyl-3-oxydiphenylenoxyds von der Formel :2. Diese Diazoverbindung färbt sich bei der Schmelzpunktbestimmung im Kapillarröhrchen etwa ab i000 dunkel und verkohlt bei stärkerem Erhitzen mehr und mehr.
  • In analoger Weise wird der Ester aus Naphthochinon-(i,:2)-diazid-(:2)-4-sulfOsäure mit 2,-PiperidYl-metll-Y1-3-oxydiphenylenoxyd von der Fo#rinel 3 dargestellt. Die Kondensation des Naphthochinon-(i, 2)-diazid-(:2)-4-sulfochlorids mit der Oxyverbindung wird in Gegenwart von Soda als säurebindendem Mittel durchgeführt. Der Zersetzungspunkt der erhaltenen Diazoverbindung liegt bei etwa 185'; vor der Zersetzung tritt Dunkelfärbung ein.
  • ?- Mit einer i,5%igen Lösung des Amids aus Naph,t'ho:ch,inon - (1, 2,) - diazid - (:2) - s,ulfosäure - (5) und i-Amino-2, 5-diäthoxy-4-(N-benzylamilloacetyl)-aminobenzol von der Formel 4 in einem Gemisch gleicher Teile Monomethylglykoläther und Methyläthylketon wird wie im Beispiel i eine Aluminiumfolie beschichtet. Die mit dem lichtempfindlichen Material hergestellten Bilder werden durch Tamponieren mit 3%iger Phosphorsäure entwickelt. Von einer positiven Vorlage erhält man nach dem Einfärben mit fetter Farbe ein kräftiges Negativbild, das als Druckform dienen kann.
  • Die genannte Diazoverbindung wird folgendermaßen hergestellt. 8,5 g 4-Benzylaminoacetylarninoi-arnino-2-, 5-diäthoxybenzol (Schmelzpunkt 104bis io5') werden in 30 ccm Dioxan unter Zusatz von 4 ccm Pyridin gelöst und unter Umschütteln in eine Lösung von 7 g Naphthochinon-(i, 2)-diazid-(2)-5-stilfochlorid in ioo ccm Dioxan gegeben. Nach mehrstündigem Stehen wird das Gemisch mit 8oo ccm Wasser und so viel. verdünnter Natronlauge versetzt, daß der pl,-Wert = 9 ist. Die Diazoverbindung fällt durch Ansäuern der alkalischen Lösung mit Essigsäure als feinverteilter, gelber Niederschlag aus und hat einen Zersetzungspunkt von,etwa ioo'.
  • 3. Nach den im Beispiel i gemachten Angaben wird eine Aluminiumfolie mit einer i %igen Lösung einer Diazoverbindung mit der Formel 5 oder 6 in Glykolmonomethyläther beschichtet und auf der so sensibilisierten, gut getrockneten Folie durch Belichtung an einer Bogenlampe unter einer Vorlage ein Bild hergestellt. Dieses wird durch überwischen der belichteten Folie mit einem mit 3 bis 5%iger Phosphorsäure durchtränkten Wattebausch entwickelt und nach dem Abspülen der Platte mit Wasser mit fetter Farbe eingefärbt. Man erhält von einer negativen Vorlage ein positives Bild.
  • Für die Darstellung der Diazoverbindung mit der Formel 5 werden äquiniolekulare Mengen von iNaphthochinon-(i,:2)-diazid-(2)-5-sulfochlorid und 4-Piperidylmethyl-i-oxycarbaz,ol (aus i-Oxycarbazol mit der äquimo,leku#l!a,re,-n, Menge eines Gemisches von Formaldehyd und Piperidin; Schmelz-Punkt 177 bis 179'), in Dioxan gelöst, unter Zusatz von Soda zur Reaktion gebracht. Der Naphthochinon-(i,:2)-diazid-(:2)-5-sulfosäureester des 4-Piperidylnlethyl-i-oxycarbazols hat einen Zersetzungspunkt von etwa io5'.
  • Bei der Umsetzung von 1\Iaphthochinon-(i, 2)-diazid-(:2)-5-sulfochlorid mit i-Piperidylmethyl-2-oxycarbazol (aus 2-Oxycarbazol mit äquimolekularen Mengen von Formaldehyd und Piperidin, Schmelzpunkt 204') erhält man den Naphthochinon-(i, 2)-diazid-(2)-5-sulfosäureester von i-Piperidylmethyl-2-oxycarbazol mit der Formel 6. Der Zersetzungspunkt dieser Diazoverbindung liegt bei etwa i:2o'; der Zersetzung geht Rotfärbung vorauf.
  • 4. Eine Aluminiumfolie wird in üblicher Weise mit einer i%igen Lösung der Diazoverbindung mit der Formel 7 in Glykolnionomethyläther lichtempfindlich gemacht. Man stellt durch Belichten der beschichteten Folie hinter einer negativen Vorlage ein Bild her und entwickelt dieses durch Tamponieren mit i%iger Phosphorsäure. Die entwickelte Platte kann in einem der gebräuchlichen Flachdruckapparate eingespannt und zur Herstellung von Vervielfältigungen verwendet werden. Man erhält positive Kopien von der negativen Vorlage.
  • An Stelle der obengenannten Diazoverbindung kann mit gleichem gutem Erfolg auch die Diazoverbindung mit der Formel 8 verwendet werden.
  • Zur Darstellung der Diazoverbindung von der Formel 7 werden äquimolekulare Mengen Naphthochinon-(i, --9)-diazid-(2,)-4-Sulfochlorid und i-Pi-1)eridylmethyl-:2-oxyfluoren (aus 2-Oxyfluoren, Formaldehyd und Piperidin; Schmelzpunkt 169 bis 170') analog den Angaben in den vorhergehenden Beispielen zur Reaktion gebracht. Der Naphthocliinon-(i, 2)-diazid-(:2)-4-sulfosäureester des i-Pi-1)eridylmethyl-2,-oxyfluorens verkohlt bei der Schmelzpunktbestimmung im Kapillarröhrchen ab 125'.
  • In analoger Weise wird die Diazoverbindung mit der Formel 8 durch Kondensation von Naphthochinon-(i,:2)-diazid-(2)-5-sulfochlorid mit i-Piperidylmethyl-.2-oxyfluoren dargestellt. Bei der Schmelzpunktbestimmung im Kapillarröhrehen färbt sich diese Diazoverbindung oberhalb i:2o' zunehmend dunkel und verkohlt langsam.
  • 5. Auf eine an der Oberfläche aufgerauhte Aluminiumfolie wird eine i%ige Lösung der Diazoverbindung von der Formel 9 in Dimethylformamid aufgestrichen. Auf der getrockneten sensibilisierten Folie wird durch Belichten unter einer Vorlage gemäß Beispiel 3 ein Bild hergestellt, das mit einer Lösung aus 5 Teilen 51/oiger Phosphorsäure und :2 Teilen Äthylalkohol überwischt und so entwickelt wird. Man erhält von einer negativen Vorlage ein positives Bild.
  • Die Diazoverbindung mit der Formel 9 wird dargestellt durch Kondensation von i Mol i-Piperidylmethyl-:2, 7-dioxynaphthalin (aus :2, 7-Dioxynaphthalin mit je i Moll Formaldehyd und Piperi,din; Schmelzpunkt 147 bis 148') mit 2,2 Mol Naphthochinon-(i,2)-diazid-(:2)-5-sulfochlorid in Dioxan unter Zusatz von Sodalösung. Der Di-[naphthochinon-(i, 2)-diazid(:2)-5-salfosäureester] des i-Piperidylmethyl-2,7-dioxynaphthalins färbt sich beim Erhitzen im Kapillarröhrchen oberhalb 140' langsam dunkel und verkohlt bei höherer Temperatur mehr und mehr.
  • 6. Entsprechend den Angaben von Beispiel 5 wird eine Aluminiumfolie mit einer il/oigen Lösung der Diazoverbindung von der Formel io beschichtet und das sensibilisierte Material zur Bilderzeugung verwendet. Die Bildentwicklung wird mit einer i%igen Phosphorsäurelösung vorgenommen. Man erhält von einer negativen Vorlage ein positives Bild, das fette Farbe aufnimmt und als Druckform verwendet werden kann.
  • Die Diazoverbindung von der Formel io wird wie folgt dargestellt: Man bringt äquimolekulare Mengen von Naphthochinon-(i,2)-diazid-(2,)-5-sulfochlorid und von 4-Piperidylmethyl-i-oxynaphthalin (aus i-Oxynaphthalin mit äquimolekularen Mengen von Formaldehyd und Piperidin; Schmelzpunkt 13o bis 134') unter Sodazusatz in der im vorstehenden Beispiel beschriebenen Weise zur Unisetzung. Der nicht umkristallisierbare Naphthochinon-(i, 2)-diazid-(2)-5-sulfosäureester des 4-Piperidylmethyl-i-oxynaphthalins zersetzt sich bei etwa iio' nach vorhergehender Sinterung.
  • 7. Eine mit einer il/oigen Lösung der Diazoverbindung mit der Formel ii in Dioxan beschichtete Aluminiumplatte wird unter einer transparenten Vorlage belichtet und das erzeugte Bild mit il/oiger Phosphorsäure entwickelt. Das erhaltene Bild, das im Verhältnis zur Vorlage negativ ist, kann mit fetter Farbe eingefärbt werden und ist druckfertig.
  • Verwendet man an Stelle der Diazoverbindung mit der Formel i i die Diazoverbindung mit der Formel 1:2, so ist für die Entwicklung 3- bis IOO/oige Phosphorsäure erforderlich.
  • Zur Darstellung der Diazoverbindung der Formel i i werden äquitnolekulare Mengen von Naphthochinon-(i,:2)-diazid-(2-)-5-sulfochlorid und 4-Dim#ethylamillomethyl-i-oxycarbazol (aus i-Oxyearbazol und äquimolekularen Mengen von Formaildehyd und Dime-thylamin, in, alkoholischer Lösung; Schmelzpunkt 1581 unter Zersetzung) in Gegenwart von Soda zur Reaktion gebracht. Der Naphthochinon-(i,:2)-diazid-(2)-5-sulfosäureester des 4-Dimethylaminomethyl-i-oxycarbazols zersetzt .sich beim Erhitzen im Kapillarröhrchen oberhalb 150' langsam unter Braunfärbung.
  • In analoger Weise wird der Naphthochinon-(i, 2)-diazid-(2)-5-sulfosäureester des i-Dimethylaminomethyl-2-oxycarbazols von der Formel 12 dargestellt. Bei der Schmelzpunktbestimmung im Kapillarröhrchen zersetzt sich der erhaltene Ester langsam ab 140' unter Braunfärbung.
  • 8. Eine i,51/oige Glykolmonomethylätherlösung der Diazoverbindung von der Formel 13 wird auf ,eine aufgerauhte Aluminiumfolie aufgeschleudert und die so erzeugte Schicht getrocknet. Man belichtet die beschichtete Folie unter einer negativen Vorlage (bei Verwendung einer 18-Anip.-Bogenlampe in 6o cm Abstand etwa 3 Minuten), entwickelt die belichtete Schicht durch Überwischen mit il/oiger Phosphorsäur-e und reibt die beschichtete Seite der entwickelten Folie dann mit fetter Farbe ein. Von dem sichtbarhervortretenden positiven Bild kann nach dem Einspannen der Folie in eine Offsetdruckmaschine gedruckt werden.
  • Zur Darstellung der Diazoverbindung mit der Formel 13 wird Naphthochinon - (1, :2) - diazid -(2)-5-sulfoanilid in Dioxan in Gegenwart von Natronlauge mit einer Lösung von i-Dimethylamino-benzol-4-sulfochlorid in Dioxan versetzt. Das Reaktionsgemisch wird:2 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Auf Zugabe von Wasser zum Reaktionsgemisch fällt das Reaktionsprodukt aus. Es wird abgesaugt und mit Wasser neutral gewaschen. Schmelzpunkt 166' unter Zersetzung.
  • g. Man verfährt wie im Beispiel 8, verwendet aber zum Beschichten eine Lösung von 1,5 Teilen der Diazoverbindung von der Formel 14 in ioo Teilen Dioxan und erhält ebenfalls ein positives Bild, das als Druckform verwendet werden kann.
  • Die Diazoverbindung von der Formel 14 erhält man, wenn man zu einer Lösung von Naphthochinon- (1, 2) -diazid- (2) -5-sulfoanilid in Dioxan bei Zimmertemperatur eine Lösung von 7'-Sulfochlorid -:2 - äthyl-N- (n-propyl) -naphtho- (1', 2 : 4, 5) -imidazol in Dioxan in Gegenwart von Natronlauge hinzugibt. Wenn das Reaktionsgemisch mit Wasser versetzt wird, fällt das Reaktionsprodukt aus, das abgesaugt und mit Wasser neutral gewaschen wird. Der Schmelzpunkt liegt bei 140' unter Zersetzung.
  • io. Eine Aluminiumfolie wird in üblicher Weise mit einer i%igen Lösung der Diazoverbindung entsprechend der Formel 15 in Glykolmonomethyläther beschichtet. Die Entwicklung des durch die Belichtung hinter einer Vorlage entstandenen Bildes geschieht mit o,i%iger Phosphorsäure. Beim Einfärben der entwickelten Schichtseite mit fetter Farbe erscheint das bezüglich der Vorlage negative Bild kontrastreich auf blankem, metallischem Untergrund.
  • Die Diazoverbindungentsprechend der Formel 5, deren Herstellung ohne Schwierigkeiten aus Naphthochinon-(i,.2)-diazid-(2)-5-sulfochlorid und N-D,imet,hyl-N#-methyjl-pairaphenylen-d#,iam,in# gelitnigt, stelft ein schwachgelb, gefärbtes Pulver dar, das. sich beim Erhitzen im Kap,illair#röhrchen, von 145' an allmählich zersetzt.
  • ii. An Stelle der Lösung der im Beispiel io genannten Diazoverbindung kann mit gleich gutem Ergebnis eine Lösung der Diazoverbindung mit der Formel 16 verwendet werden. Die Entwicklung des Bildes geschieht mit o,5%iger Phosphorsäure.
  • Die Diazoverbindung mit der Formel 16 wird dargestellt, indem Naphthochinon-(i,:2)-diazid-(2)-4.7-sulfochlorid mit i-Oxy-2-nitro-4-piperidylaoetyl-aminobenzol kondensiert wird. Die zuletzt genannte Verbindung erhält man, wenn i-Oxy-2-nitro-4-aminobenzol zunächst mit Chloracetylchlorid in Chlorbenzol zur Reaktion gebracht wird und das entstehende i-Oxy-2#nitro-4-,ch,1,ora#ce-tylaminobenzol (Schmelzpunkt 136 bis 137') mit Piperidin bei Wasserbadtemperatur erwärmt wird. Die Diazoverbindung mit der Formel 16 sintert beim Erhitzen im Kapillarröhrchen bei go? und zersetzt sich bei i2o'.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kopien, besonders Druckformen, mit Hilfe von Diazoverbindungen nach Patent 928 621, dadurch gekennzeichnet, daß Schichten verwendet werden, welche als lichtempfindliche Substanzen solche Sulfosäure- oder Carbonsäureester bzw. -amide von ortho-Chinondiaziden der Benzol- und Naphthalinreihe enthalten, die basische, noch zur Salzbildung mit Säuren befähigte Reste besitzen, vorteilhaft solche, die wenigstens einen über die Ester- bzw. Amidbindung an das Chinondiazid gebundenen carbocyclischen oder heterocyclischen Rest besitzen, der durch die Anwesenheit eines kettenförmig oder ringförmig gebundenen sekundären oder tertiären Stickstoffatoms in einem Substituenten dem Gesamtmolekül schwach basische Eigenschaften verleiht, wobei von der Verwendung als lichtempfindliche Substanz Ester aus Naphthochinon-(i,.2)-diazidsulfosäuren und solchen Oxynaphthoimidazolen ausgenommen sind, die im Imidazolring am Stickstoff, gegebenenfalls auch am 2-Kchlenstoffatom, durch Alkyl substituiert sind. Zur Gewinnung von positiven Bildern nach negativen Vorlagen und von negativen Bildern nach positiven Vorlagen werden die unter einer Vorlage belichteten Schichten ohne nachträgliche Erwärmung mit sauren Lösungen behandelt, denen gegebenenfalls organische Lösungsmittel beigemischt sind. :2. Lichtempfindliches Material zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dessen lichtempfindliche Schicht solche wasserunlösliche Sulfosäure- oder Carbonsäureester bzw. -amide von ortho-Chinondiaziden der Benzol- und Naphthalinreihe enthält, die basische, noch zur Salzbildung mit Säuren befähigte Reste besitzen, vorteilhaft solche, die wenigstens einen über die Ester- bzw. Amidbindung an das Chinondiazid gebundenen carbocyclischen oder heterocyclischen Rest besitzen, der durch die Anwesenheit eines kettenförrnig oder ringförmig gebundenen sekundären oder tertiären Stickstoffatoms in einem Substituenten dem Gesamtmolekül schwach basische Eigenschaften verleiht, wobei Ester aus Naphthochinon-(i, 2,)-diazid-sulfosäuren und solchen Oxynaphthoimidazolen ausgenommen sind, die im Imidazolring am Stickstoff, gegebenenfalls auch am 2-Kohlenstoffatom, durch Alkyl substituiert sind.
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