DE929692C - Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden nach dem Nassspinnverfahren, vorzugsweise aus Viskose - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden nach dem Nassspinnverfahren, vorzugsweise aus Viskose

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DE929692C
DE929692C DEV4273A DEV0004273A DE929692C DE 929692 C DE929692 C DE 929692C DE V4273 A DEV4273 A DE V4273A DE V0004273 A DEV0004273 A DE V0004273A DE 929692 C DE929692 C DE 929692C
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DE
Germany
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spinning
guide tube
nozzle
narrowed
bath
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Expired
Application number
DEV4273A
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English (en)
Inventor
Helmut Boehm
Karl Draisbach
Karl Dr Moog
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glanzstoff AG
Original Assignee
Glanzstoff AG
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Publication date
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/06Wet spinning methods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefäden nachdem Naßspinnverfahre@n, vorzugsweise aus Viskose Bei der Herstellung von Kunstseidefäden nach dem Naßspinnverfahren hat man früher schon Vorrichtungen verwendet, bei denen man den Faden aus einer abwärts gerichteten Spinndüse von oben nach unten spinnt und wobei der frisch gebildete Faden unmittelbar nach seinem Austritt aus der Spinndüse aus einem engen, das Spinnorgan ringförmig umgebenden Spinnbadbehälter durch einen ringförmigen Schlitz mit einer beschränkten, dünnen Schicht von Spinnbadflüssigkeit beschickt werden kann, worauf er, mrit der dünnen Fällflüssigkeitsschicht behaftet, in freier Luftstrecke nach dem daruntergelegenen Rufwickel- oder Förderorgan gelangt.
  • Der enge, das Spinnorgan ringförmig umschließende Spinnbadbehälter selbst wird bei diesen bekannten Vorrichtungen durch ein seitlich angesetztes Rohr mit Spinnbad gespeist. Man hat mit diesen Vorrichtungen versucht, zu großen Spinngeschwindigkeiten zu gelangen, indem man von -der verständlichen Annahme ausgegangen ist, der ausschließlich oder fast ausschließlich durch die Luft streichende und noch empfindliche Faden würde dort auch bei großer Geschwindigkeit nur eine geringe Bremswirkung und demnach mechanische Beanspruchung erleiden.
  • Die bekannten Vorrichtungen weisen aber noch erhebliche Mängel auf, und zwar sowohl hinsichtlich der Bedienung als auch der mit ihnen erzielbaren Fadenqualitäten.
  • So ist zwar schon sehr frühzeitig erkannt worden, daß der Faden zum Durchgang durch die Luftstrecke nur mit einer möglichst dünnen Fällflüssigkeitsschicht umgeben sein sollte. Dieser Forderung ist aber bei den bekannten Vorrichtungen nicht Genüge geschehen. Weder die Anwendung des seitlichen Zuleitungsrohres nach dem engen ringförmigen Spinnbadbehälter noch .gar der vornehmlich angewendete Pumpendruck zum Zudrücken der Spinnbadflüssigkeit sind, wie gefunden wurde, die geeigneten Mittel, um die,Spinnbadmenge am Faden in der Luftstrecke auf das erforderliche minimale und gleichmäßige Maß einstellen zu können.
  • Aber auch die Strömungsverhältnisse in unmittelbarer Nähe der Spinndüse, wo der Faden noch so außerordentlich empfindlich ist, sind bei den bisherigen Vorrichtungen nicht ausreichend beachtet worden, weshalb durch Wirbelbildung vermehrte und veränderliche Badreibung Variationen im Fadentiter und in sonstigen Eigenschaften des Fadens schon an seiner Entstehungsstelle verursacht werden können.
  • Diesen Fehlern hat, wie gefunden wurde, die bisherige Ausgestaltung des ringförmigen Spinnbadbehälters, insbesondere in Verbindung mit dem seitlichen, quer zum Fadenlauf gerichteten Zuführungsrohr für die Spinnbadflüssigkeit Vorschub geleistet.
  • Bei der einen der bekannten Vorrichtungen, bei der die Spinndüse von unten nicht unmittelbar zugänglich ist, macht sich auch derÜbelstand geltend, daß das Anspinnen und Wiederanspinnen des Fadens erschwert ist, weil hierbei, wie dies bei Viskose und sauren Spinnbädern häufig der Fall ist, sich Klümpchen bilden, die nur schwer durch die enge, dem Faden reservierte Öffnung hindurchgehen.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung vermeidet die geschilderten Nachteile und gestattet, hohe Abzugsgeschwindigkeiten zu erzielen.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch charakterisiert, daß sie aus einem Spinnkopf, der mit einem Zuleitungsrohr für die Viskose oder eine sonstige Spinnmasse, mit angeschlossener .Spinndüse und einem Zu- und vorzugsweise regulierbarem Überlauf ausgerüsteten Spinnbadkasten versehen .ist, besteht, dessen Boden ein lotrechtes, oben weiteres und unten verengtes Führungsrohr trägt, in dessen obere Erweiterung der Spinnkopf von oben unter Freilassung der erforderlichen Durchgänge für die Spinnbadflüssigkeit nach der Spinndüse hin koaxial und zapf enartigiso einsetzbar ist, daß die Spinndüse frei in die als Spinnbad-und Reaktionsbehälter dienende Verengung des Führungsrohres hineinragt, wobei :das verengte Führungsrohr unterhalb des Spinnbadkastens mit einer abnehmbaren, mit zentrischem engem Loch für den Fadendurchgang versehenen Verschlußkappe ausgerüstet ist.
  • Da die Verschlußkappe mit dem engen Loch infolge einfacher Verschraubung oder sonst lösbarer Befestigungsart leicht abgenommen werden kann, wird das Anspinnen und Wiederanspinnen sehr erleichtert.
  • Wenn die Verschlußkappe zum Anspinnen abgenommen wird, so ist der austretende Strom der Fällflüssigkeit nur noch durch die untere Öffnung des Führungsrohres beschränkt. Es empfiehlt sich daher, die untere Öffnung .des Führungsrohres so weit zu verengen, daß bei normalem Badzulauf im Spinnbadkasten der Flüssigkeitsspiegel nicht wesentlich sinkt. Andererseits ist diese Öffnung immerhin so weit gestaltet, daß alle Klümpchen und sonstige Verdickungen, welche beim Anspinnen aufzutreten pflegen, bequem passieren können. Ist der Faden bei abgenommener Kappe in vollem Lauf, so wird der Faden durch das enge Loch der Verschlußkappe gespült und .die letztere auf .die Vorrichtung gesetzt.
  • Die Weite des Loches in der Verschlußkappe, die für die Menge der vom Faden mitgenommenen Fällflüssigkeit entscheidend ist, kann dem Fadentiter und der gewünschten Flüssigkeitsbeschränkung bequem angepaßt werden. So kann man einen Satz mit verschieden weit gelochten Kappen in Reserve halten, ohne an der sonstigen Vorrichtung irgend etwas verändern zu müssen. Die erforderlichen Durchgänge für die Spinnbadflüssigkeit aus dem Spinnbadkasten nach dem Reaktionsraum bzw. nach der Spinndüse hin können in der Weise realisiert werden, daß das Führungsrohr selbst an seiner Innenwandung axial gerichtete, nutenartige, ringsum verteilte Aussparungen trägt, welche mit dem verengten Teil des Führungsrohres in Verbindung stehen.
  • Vorteilhafter noch sind diese nutenartigen Durchgänge an der zylindrischen Außenfläche des zum Spinnkopf gehörenden Führungskörpers angebracht.
  • Wie gefunden wurde, haben die zur erfindungsgemäßen Vorrichtung gehörenden Spinndüsen vorteilhaft eine von der zumeist üblichen erheblich abweichende Gestalt, insofern sie von verhältnismäßig geringem Durchmesser und großer Länge sind. Sie haben daher röhrchenförmige Ges:tadt. Die Spinnöffnungen sind auf einem kleinen Düsenboden zusammengedrängt. So wird die Vorrichtung z. B. mit Edelmetalldüsen versehen, deren Düsenboden nur 5 mm Durchmesser bei einer Länge der Düsenröhre von 40, 6o und mehr Millimeter besitzt.
  • Die Düse kann auf diese Weise weit in :die verengte Führungsröhre, welche den Spinnbadbehälter bzw. das Reaktionsgefäß bildet, hineinragen, und man erhält auf diese Weise eine ruhige lineare Strömung der Spinnbadflüssigkeit längs der Düse nach dem spinnenden Faden hin.
  • Die Länge der unteren Verengung des Führungsrohres bzw. des Reaktionsraumes kann in der Weise veränderbar gestaltet werden, daß Einsatzringe vorgesehen sind, die nach Bedarf eingesetzt und herausgenommen werden können und mit denen man die Entfernung des zum Spinnkopf gehörenden Führungskörpers und, somit der Düsenplatte nach dem Austrittsloch der Kappe bzw. der Austrittsöffnung des verengtenTeils derFührungsröhre hin einstellen kann.
  • Die untere Verengung dies Führungsrohres, in welche die Düse hineinragt und wo die Reaktion stattfindet, kann nach unten hin allmählich selbst noch konisch verengt sein. Die Spinnbadflüssigkeit kann ringförmig verteilt und von allen Seiten her konzentrisch oben in die verengte, das Reaktionsgefäß bildende Führungsröhre eintreten, so daß schon neben dem Düsenzylinder seitliche Strömungen, welche weiter unten den Faden beeinflussen könnten, nicht auftreten. Infolge der Länge des Düsenzylinders kann sich die Spinnbadflüssigkeit in dem Hohlzylinderraum zwischen dem verengten Teil der Führungsröhre und dem Düsenzylinder zu einer vertikalen linearen bzw. laminaren Strömung beruhigen.
  • Die Länge des Düsenzylinders und somit des bezeichneten Hohlzy linderraumes ist von großer Wichtigkeit für die Arbeitsweise der Vorrichtung. Der Düsenzylinder ist vorteilhaft um ein Mehrfaches länger, als dem Durchmesser entspricht, und ein Verhältnis 5 : i oder io : i ist noch besser, und innerhalb anderweitiger Hindernisse kann dieses Verhältnis nicht groß genug sein-.
  • An Hand der Zeichnung soll die erfindungsgemäße Vorrichtung nun noch an einem Beispiel weiter erläutert werden.
  • Der Spinnkopf umfaßt das Zuleitungsrohr i für die Spinnmasse, die Spinndüse 2, den Führungskörper 3 und die stopfbüchsenartige Verschraubung 4.
  • Im Boden 5 des Spinnbadkastens 6 ist das Führungsrohr 7 lotrecht eingesetzt. In- den oberen weiteren Teil 8 des Führungsrohres 7 ist der Spinnkopf mittels des Führungskörpers 3 von oben eingeschoben. Die axial gerichteten, nutenartig ausgesparten Spinnbaddurchgänge 9 sind an der Außenseite des Führungskörpers 3 sichtbar.
  • Der untere Teil io des Führungsrohres 7 ist zum Reaktionsraum i i verengt. In diesen ragt die Spinndüse 2 hinein.
  • Der Reaktionsraum i i, nach welchem vom Spinnbadkasten her über die Durchgänge 9 die Spinnbadflüssigkeit längs der Düse nach dem Spinnfaden 12 hin gelangt, ist im unteren Teil 13 weiter konisch verengt.
  • Die Höhe des Reaktionsraumes i i kann durch Einsatzringe 14, 15, 16 verändert werden.
  • Das untere Austrittsloch 17 des Reaktionsraumes ii ist größer als das Loch 18 in der Verschlußkappe i9.
  • Über das Rohr 2o wird Frischbad zugeführt, während das Rohr 21 als Überlauf dient.
  • Der Überlauf kann regulierbar ausgestaltet sein, so daß man die Höhe des Spiegels der Fällbadflüssigkeit im Badkasten beliebig einstellen kann. Zu diesem Zweck kann die obere Eintrittsöffnung für das ablaufende überschüssige Spinnbad in der Höhe schraubenartig verstellbar gemacht sein.
  • Die Vorrichtung ist besonders geeignet zur Herstellung von Viskosekunstseide unter Verwendung von sauren Spinnbädern wie Müllerbädern. Hierbei kann man schon die primäre Abzugsgeschwindigkeit auf einen hohen Betrag einstellen.
  • Da der Spinnkopf mit der Spinndüse aus der Vorrichtung herausgehoben und die Lochkappe sogar im Betriebe weggenommen werden kann, ist die Bedienung sehr erleichtert.
  • Die Vorrichtung hat auch ,den großen Vorteil, .daß mehrere Einheiten in ein und demselben gemeinsamen Spinnbadkasten zusammengefaBtwerden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefäden nach dem Naßspinnverfahren, vorzugsweise aus Viskose, dadurch gekennzeichnet, daß sie einerseits aus einem Spinnkopf, der.mit einem Zuleitungsrohr (i) für die Spinnmasse, angeschlossener Spinndüse (2) und einem mit Zu-undAblaufrohr (2o,2i) ausgerüsteten-Spinnbadkasten (6) versehen ist, besteht, in dessen Boden ein lotrechtes, oben weiteres und unten verengtes Führungsrohr (7) eingelassen ist, in dessen obere Erweiterung (8) der Spinnkopf von oben her unter Freilassung ,der erforderlichen Durchgänge für die Spinnbadflüssigkeit nach der Spinndüse hin koaxial und zapfenartig so einsetzbar ist, daß die Spinndüse frei in die als Spinnbad- und Reaktionsbehälter dienende Verengung (ii) des Führungsrohres (7) hineinragt, wobei das verengte Führungsrohr-(7) unterhalb des Spinnbadkastens mit einer abnehmbaren, mit zentrischem Loch für den Fadendurchgang versehenen Verschlußkappe (i9) ausgerüstet ist. z. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Spinnkopf gehörende Führungskörper (3) an seiner zylindrischen Oberfläche axial gerichtete, putenartige, ringsum gleichmäßig verteilte Aussparungen (9) trägt, welche mit dem verengten Teil des Führungsrohres (7) zwecks Zuführung der Spinnbadflüssigkeit aus dem Badkasten nach dem Reaktionsraum hin in Verbindung stehen. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß .das Verhältnis der Länge des Düsenzylinders zum Durchmesser der Düsenplatte ein Mehrfaches, vorzugsweise 5 : i und mehr, beträgt. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, .daß die Höhe des unteren verengten, als Reaktionsraum (ii) dienenden Teiles .des Führungsrohres (7) durch Einsatzringe (i4, 15, 16) veränderbar ist. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß .die untere Verengung (i i) des Führungsrohres (7) unterhalb der Spinndüse nach unten hin noch weiter konisch verengt ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 668 695, 509:294; französische Patentschriften Nr. 580 383, 7.29514-
DEV4273A 1952-01-31 1952-01-31 Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden nach dem Nassspinnverfahren, vorzugsweise aus Viskose Expired DE929692C (de)

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