DE928C - Wäsche-Trockemaschine - Google Patents
Wäsche-TrockemaschineInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B15/00—Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form
- F26B15/10—Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form with movement in a path composed of one or more straight lines, e.g. compound, the movement being in alternate horizontal and vertical directions
- F26B15/12—Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form with movement in a path composed of one or more straight lines, e.g. compound, the movement being in alternate horizontal and vertical directions the lines being all horizontal or slightly inclined
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Description
1877.
Klasse 82.
OSCAR SCHIMMEL in CHEMNITZ. Wäsche - Trockenmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1877 ab. Längste Dauer: 8. September 1885.
Die schnelle Verbreitung meines Systems von Waschanstalten veranlafste mich, der Production
meiner Waschmaschine angemessen,, auch eine Trockenmaschine zu construiren, welche viel
Wäsche in möglichst kurzer Zeit trocknet und möglichst wenig Händearbeit, wie auch einfache
Manipulation erfordert.
Dies ist mir nun in nachstehend beschriebener Maschine gelungen.
Es besteht dieselbe, wie bei einer Garntrockenmaschine, aus zwei grofsen Seitenwänden
ca. zwölf Ellen lang und fünf Ellen hoch, wie . Fig. ι darstellt. Diese Wände stehen etwa fünf
Ellen auseinander; dieselben sind durch Verbindungsstäbe α gehalten.
Die Seitenwände sind ganz geschlossen, sowie auch oben darauf die Decke b; nur an den
Stirnseiten hinten und vorn sind je zwei Oeffnungen c c und d d, durch welche die Wäsche
ein- und austritt.
Seitlich zu diesen Oeffhungen sind Kettenstränge ef und gh angebracht und auf diese
Ketten werden Stangen i eingelegt, auf welchen die Wäsche aufgehängt ist. Die Stangen werden
zuerst auf einen Bock K gelegt und mit Wäsche behangen, sodann werden dieselben
nacheinander in die Kette eingelegt (oben ef oder unten gh) und passiren dann langsam in
der Richtung des Pfeiles durch die Maschine.
Durch die unten näher beschriebene Heizung des Innern der Maschine trocknet die Wäsche
während ihres Durchganges, und damit die Trocknung auch da, wo der Wäschetheil auf
der Stange liegt, geschieht, haben die Stangen auf der einen Seite einen Stern / (Fig. 3), welcher
bei jeder Säule der Maschine an einen Stift m trifft, wodurch eine theilweise Drehung
erfolgt. Diese Stifte m stehen bis zur Hälfte der Maschinenlänge unten und drehen den
Stab y2 mal herum, die nächste Hälfte steht
oben und dreht den Stab wieder zurück, so dafs also kein Wäschetheil herunterfallen kann.
Es erspart diese Vorrichtung ein Befestigen der einzelnen Wäschetheile, welches viel Arbeit
verursachen würde.
Bei A ist stets eine Arbeiterin mit Aufhängen
beschäftigt, während bei B eine solche' das Abnehmen besorgt.
Ist die Wäsche bei B abgenommen, so wird jeder Stab auf den Mechanismus η gelegt, welcher
denselben wieder nach A transportirt.
Nach Beschreibung dieser Hauptmanipulation folgen nun die Details der Maschine.
Der Betrieb der Maschine ist bei B und wird, durch ein Vorgelege 0 unterhalb des Podiums
besorgt. Von diesem Vorgelege aus gehen zwei Riemen nach den Konussen p und q\ sie
können durch Riemengabeln nach dem kleinsten oder gröfsten Konusdurchmesser dirigirt werden,
so dafs auch die Ketten bezw. das Passiren der Wäsche durch die Maschine langsamer oder
schneller geschehen kann. Dieser Betrieb ist doppelt, so dafs durch den Konus ρ das untere
Kettenpaar und durch q das obere getrieben wird. Man kann also z. B. das obere Kettenpaar
schneller als das untere gehen lassen, wenn man oben nur die schwächere Wäsche aufhängt, da diese schneller trocknet.
Für den~ Fall, dafs man die Wäsche beim Ausgang noch nicht trocken finden sollte, kann
man die Konusse durch die Klauennufs r ausrücken, und es kommt dann die betreffende
Kette zum Stillstand.
Für den Fall, dafs man die Kette drehen will, wenn die Maschine steht, oder dafs man
rückwärts oder schneller vorwärts drehen will, als der Betrieb ist, rückt man die Konusse aus
und dreht an den Drehungen s. Zur Heizung sind die Röhre / angebracht, unter welchen
Kanäle gebaut sind für die einströmende Luft, welche durch die geheizten Rohre erwärmt wird,
dann in der Maschine aufsteigt und durch die Wäsche gehend sich mit Wasser sättigt.
Diese gesättigte und daher sinkende Luft bewegt sich nach dem Abzugskanal u, welcher
über die ganze Breite der Maschinen hin, durch den Exhaustor ν eine 'Luftausströmimg veranlafst.
Damit die Luftausströmung bezw. Trocknung in der Breite der Maschine ganz gleichmäfsig
wird, ist dieser Kanal mit Oeffnungen versehen, welche durch Schieber in der Mitte der Maschinenbreite
mehr geschlossen werden können, als die seitlichen Oeffnungen, infolge dessen der gleichförmige Zug regulirt werden kann.
Damit die frische, warme Luft nicht sofort vom Querkanal angesaugt wird, ist zwischen
diesen und den Rohren t eine Scheidewand w.
Sollte es vorkommen, dafs doch ein Wäschetheil herunterfällt, so bildet χ einen Drahtsiebboden,
wodurch der Wäschetheil nicht zwischen die Rohre oder in den Staub, sondern auf χ
fallt, wo er leicht durch die Fenster sichtbar ist.
Durch die Thüre ζ kann man in die Maschine hinein.
In der Praxis hat sich ergeben, dafs bei dieser Trockenmaschine die Fortpflanzung oder Erhaltung
des Ungeziefers vermieden werden mufs, was namentlich für Garnisonen und Spitäler von
Wichtigkeit ist, deshalb wende ich kein Holz zur Maschine an, sondern nur Metall, wo sich
Ungeziefer nicht gut aufhalten kann und wodurch auch eine wirkliche Durchräucherung der Maschine
möglich wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE928T | 1877-07-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE928C true DE928C (de) |
Family
ID=280658
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1877928D Expired - Lifetime DE928C (de) | 1877-07-04 | 1877-07-04 | Wäsche-Trockemaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE928C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1084648B (de) * | 1955-07-12 | 1960-06-30 | Optimum A G | Verfahren zur Erhoehung der Gutverweilzeit im Stromtrockner durch Bremselemente und Trockner dazu |
-
1877
- 1877-07-04 DE DE1877928D patent/DE928C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1084648B (de) * | 1955-07-12 | 1960-06-30 | Optimum A G | Verfahren zur Erhoehung der Gutverweilzeit im Stromtrockner durch Bremselemente und Trockner dazu |
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