DE92552C - - Google Patents
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Description
'.i'U-tH-n
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Verdampfer für Kohlenwasserstoff-Explosionsmaschinen,
der derartig eingerichtet und geschaltet ist, dafs bei zunehmender Geschwindigkeit
der Maschine die Stärke der Kohlenwasserstoff-Verdampfung abnimmt, und
umgekehrt.
Auf der Zeichnung veranschaulicht:
Fig. ι einen Längsschnitt durch den Arbeitscylinder
einer Petroleummaschine mit zwei Arbeitskolben, bei welcher der Verdampfer mitten in der Zündkammer frei schwebend
aufgehängt ist, und
Fig. 2 einen ähnlichen Schnitt durch den Arbeitscylinder einer Maschine, bei welcher der
Verdampfungkörper cylindrische Gestalt besitzt und die Auskleidung der Zündkammer bildet.
In beiden Figuren bezeichnet A den Arbeitscylinder,
A1 die Zündkammer, B die Arbeitskolben und C die Kolbenstangen. Durch die
Oeffnung D gelangt der zu verdampfende Kohlenwasserstoff auf den elektrisch erhitzten
Körper / des Verdampfers.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform besteht der Verdampfungskörper I aus
einer flachen, feuerfesten Tafel, die mit einem durch einen schwingenden Theil der Maschine
bethätigten Unterbrechungscontact J2 beliebiger Construction in den Stromkreis einer Batterie 71
geschältet ist. Im vorliegenden ■ Falle besteht dieser Unterbrechungscontact aus einer Schleiffeder
z, welche auf einem isolirten Ring z'1 auf
der Arbeitswelle der Maschine ruht. Der Ring z'1 ist durch einen Contactkörper z2 unterbrochen.
Der Stromkreis der Batterie P wird daher im Augenblick der Berührung der Feder i
mit dem Contactstück z"2 durch die Arbeitswelle, die Schubstange und die Cylinderwandung
der Maschine hindurch geschlossen. Diese Berührung der Feder i mit dem Contactstück
z"2 findet nun für jede Umdrehung der Arbeitswelle einmal statt, und zwar eine um
so längere Zeit hindurch, je langsamer die Gangart der Maschine ist. Hieraus erhellt,
dafs um so länger und mehr Strom durch den Verdampfungskörper I fliefsen und letzteren
daher um so höher erhitzen, d. h. eine um so stärkere Verdampfung des Kohlenwasserstoffes
im Arbeitscylinder finden mufs, je langsamer die Maschine läuft, und umgekehrt.
Auf diese Weise wird verhindert, dafs die mögliche Temperatur des Verdampfungskörpers
eine bestimmte Grenze überschreitet, und zwar wird diese Grenze nach oben hin erreicht
werden, wenn der Stromkreis der Elekfricitätsquelle beim Stillstand der Maschine geschlossen
ist. Durchfliefst zu dieser Zeit den Verdampfer / z. B. ein Strom von etwa 12 Amperes, so wird
derselbe bei einer nachherigen Umdrehungsgeschwindigkeit der Maschine von 200 bis
300 Umläufen nur etwa von einem Strom von 2 Amperes durchflossen werden. Die Einrichtung
wirkt also gerade so, als ob für eine wachsende Umdrehungsgeschwindigkeit der Maschine
selbstthätig ein wachsender Widerstand in den Stromkreis der Elektricitätsquelle I1
eingeschaltet würde.
Das Zünden des verdampften Kohlenwasserstoffes bezw. des erzeugten Gasgemisches aus
Kohlenwasserstoff und Luft geschieht bei der Einrichtung der Fig. 1 durch einen besonderen
Zünder J.
Claims (1)
- Letzterer erhält ebenfalls für jede Umdrehung der Arbeitswelle einmal Strom von der Elektricitätsquelle I1 aus, und zwar unter Vermittelung einer ähnlichen, ohne Weiteres aus der Zeichnung verständlichen Contactvorrichtung i, i1, ϊ2 und i3, wie sie für den Verdampfer / bereits beschrieben wurde; die nöthige hohe Spannung zwecks Glühendmachens des Zünders J wird dem Strome durch den Transformator J1 ertheilt.Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform hat der elektrisch erhitzte Körper / die Gestalt eines die Zündkammer auskleidenden Cylinders, in den die den Strom zuführende Spule A- eingelegt ist. Die Enden der Spule Ä2 stehen nun einerseits durch die isolirte Klemmschraube i- mit dem isolirten Poldraht M, andererseits durch die isolirte Klemmschraube i3 mit dem einen Pol einer Elektricitätsquelle, z. B. der Batterie I1, in leitender Verbindung, während der andere Pol der Batterie durch den Leitungsdraht I- mit dem Metallcylinder A der Maschine verbunden ist.Die mit dem Metallcylinder A dauernd in leitender Verbindung stehenden Kolben B sind in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise je mit einem schwingenden Finger b ausgerüstet. Die Finger b besitzen Schwänze b1, die, gegen die Endfläche des betreffenden Kolbens anliegend, den Finger in zu. jener Kolbenfläche senkrechter Stellung erhalten.Vollführen daher die Kolben ihren Einwärtshub, so gelangen die Finger in gleitende Berührung mit dem isolirten Poldraht M, und der Stromkreis von der Elektricitätsquelle P nach der Spule Ä2 wird durch den Cylinder A hindurch geschlossen.Wie bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform durchfliefst auch hier beim Berühren der Finger b mit dem Poldraht M der Strom so lange die Spule Ä2, dieselbe erhitzend, als die Finger mit dem Poldraht in Berührung bleiben; der heifse Draht überträgt seine Wärme auf den Cylinder / und letzterer verdampft daher den auf ihn gelangenden Kohlenwasserstoff.Ist nun wieder die Gangart der Maschine und somit die Hin- und Herbewegung der Kolben B eine langsame, so wird auch hier die jedesmalige Berührungsdauer der Finger b mit dem Poldraht M eine längere sein, als wenn die Kolben sich mit gröfserer Geschwindigkeit hin und her bewegen, d. h. als wenn die Gangart der Maschine eine schnellere ist. Im ersteren Falle durchfliefst also wiederum der Strom die Spule A- eine längere Zeit und erhitzt sie stärker als im zweiten Falle; geht also die Maschine langsam, so findet eine stärkere Vergasung des Kohlenwasserstoffes statt, um in dem Mafse wieder abzunehmen, als die Maschine infolge dieser starken Vergasung ihre Gangart beschleunigt.Der Vergaser wird somit bis zu einer bestimmten Grenze auf den Gang der Maschine regelnd wirken. Dem Durchbrennen der Spulet2 bei zunehmender Umlaufsgeschwindigkeit der Maschine und daher im Arbeitscylinder zunehmender Explosionshitze ist auf diese Weise vorgebeugt.Letztere Ausführungsform (Fig. 2) hat vor ersterer (Fig. 1) nur insofern noch einen Vorzug, als bei ihr ein besonderer Zünder nicht nöthig ist, da die Zündung durch den Funken bewirkt wird, der beim Abreifsen der Finger b vom Poldraht M entsteht.Pa ten τ-Anspruch:Selbstthätig regelnder elektrischer Verdampfer für Kohlenwasserstoff-Explosidnsmaschinen, gekennzeichnet durch einen Verdampfungskörper, dessen ihn erwärmende Stromleitung an einem Ende mit einer durch einen bewegten Theil der Maschine bethätigten Contactvorrichtung, am anderen Ende mit einer Elektricitätsquelle verbunden ist, so dafs für jede Umdrehung der Maschine der Stromkreis durch den Verdampfungskörper hindurch einmal geöffnet oder geschlossen wird, bei zunehmender Geschwindigkeit der Maschine die Zahl der Stromunterbrechungen in der Zeiteinheit wächst bezw. die Zeitdauer, während welcher Strom durch den Vergasungskörper fliefsen kann, abnimmt, die Wärmewirkung des Stromes auf den Vergasungskörper also in dem Mafse verringert wird, als die Wärmewirkung der zunehmenden Explosionen auf diesen Körper zunimmt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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|---|---|
| DE92552C true DE92552C (de) |
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Country Status (1)
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