DE9205012U1 - Flaggenmast - Google Patents

Flaggenmast

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Description

RICHTER, WERDERMANN & GERBAULET EUROPEAN PATENTATTORNEYS · PATENTANWÄLTE
HAMBURG ■ BERLIN :
DIPL.-ING. JOACHIM RICHTER DlPL-ING. HANNES GERBAULET DIPL.-ING. FRANZ WERDERMANN
-1986
NEUER WALL 1O KURFÜRSTENDAMM
2OOO HAMBURG 36 1OOO BERLIN
n- (0 40)34 00 45/34 00 56 W (0 30)8 82 74
TELEX 2163551 INTU D TELEFAX (0 30) 8 82 32
TELEFAX (0 4O) 35 24 15 IN BÜROGEMEINSCHAFT MIT
MAINITZ & PARTNER RECHTSANWÄLTE NOTARE
unserzeichen HAMBURG
YOURFlLE OURFlLE
R . 92126-111-4220 08.04.1992
Anmelder: Peter Rohweder, 2400 Lübeck TiteL : Flaggenmast
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Flaggenmast mit einer in vertikaler Richtung gespannten Flaggenleine mit von außen zugänglichen, in vertikaler Richtung führbaren Abschnitten zum Befestigen und Heben oder Senken, insbesondere zum Hissen einer Flagge.
Die nach dem Stand der Technik bekannten Flaggenmaste besitzen an ihrem Außenmantel jeweils an der Mastspitze und im mittleren oder unteren Bereich Umlenkvorrichtungen für ein Endlosseil, an welches beispielsweise über einen Karabinerhaken der obere und untere Rand der Flagge befestigt und anschließend das Flaggenseil entsprechend bewegt wird, bis die gewünschte Flaggenstellung erreicht ist. Nachteilig hierbei ist, daß die Flagge nicht gegen unbefugte Entnahme
oder auch nur unbefugtes Verschieben gesichert ist. Weiterhin sind außen geführte Flaggenseile nicht gegen äußere Beschädigungen, wie dem Durchtrennen, geschützt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Mast, insbesondere Flaggenmast, zu schaffen, der gegen unberechtigtes Entnehmen eines dort befestigten Gegenstandes,i&eegr;sbesondere einer Fahne oder Flagge, gesichert ist.
Diese Aufgabe wird durch den im Anspruch 1 beschriebenen Flaggenmast gelöst, dessen Neuerung darin besteht, daß im Fußbereich des Mastinnenhohlraumes eine Seilwinde für das Flaggenseil angeordnet ist, die über eine hiervon lösbare Kurbel von außen drehbar ist und die ein mindestens in einer Drehrichtung wirksames, von der Kurbel entriegelbares Gesperre aufweist, und daß das mit der Seilwinde verbundene Flaggenseil über eine obere Umlenkung im Flaggenmast geführt und im Bereich seines freien Endes mit dem oberen Ende des Gegenstandes, wie Flagge oder Fahne, verbunden ist.
Da aus Stabilitätsgründen Flaggenmasten aus Hohlprofilen bestehen, kann die vorliegende Erfindung auch bei bereits vorhandenen Flaggenmasten nachgerüstet werden. Vorzugsweise muß hierzu die genannte Seilwinde in den Mastinnenhohlraum eingeführt und befestigt werden, womit die gesamte Seilführung von der Mastaußenseite in das Mastinnere verlegt wird. Hiermit ist das Seil gegen unsachgemäße oder unbefugte Beschädigung geschützt. Im Falle der gehißten Flagge ist es auch ohne die Kurbel nicht möglich, die Flagge herunter zu ziehen, da die Seilwinde beim Versuch einer solchen Drehbetätigung selbsttätig sperrt und diese Sperrung nur aufgehoben werden kann, wenn die Kurbel einge-
führt und betätigt wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
So besteht vorzugsweise die Seilwinde aus einer feststehenden Trägerwelle und einer hierauf drehbeweglich gelagerten Trommel, die vorzugsweise vertikale seitliche Begrenzungsscheiben aufweist. Hiermit wird die Möglichkeit geschaffen, die Trägerwelle fest mit dem Mastkörper oder etwaigen weiteren Stützelementen zu verbinden, so daß von außen , abgesehen von einer Bohrung für das Einschieben eines Kurbelbolzens, der Hub- und Senkmechanismus nicht erkennbar ist. Das Gesperre ist in diesem Falle zwischen der Trägerwelle und der Trommel vorzusehen.
Als einfache und robuste Ausführungsform für ein mittels einer Kurbel bzw. eines Kurbelbolzens entriegelbaren Gesperres hat sich eine rohrförmige Trägerwelle erwiesen, die als Lagerschale für eine in der Lange kürzere Drehtronmel ausgebildet ist. Die Drehtrommel weist an einem Ende einen sich parallel zur Längsachse erstreckenden exzentrischen Mitnehmer auf, der jeweils drehrichtungsabhängig in ein freies, abgebogenes Ende einer an dem Innenmantel der Trägerwelle eingelegten Spiralfeder eingreift. Die auf der Trägerwelle angeordnete Trommel besitzt eine endseitige Stirnfläche mit einem nach innen parallel . zur Längsachse gerichteten exzentrischen Anschlag, der in dem Bereich des Mitnehmers und des äußeren Federendes derart eingreift, daß der Mitnehmer über den Anschlag die Trommel in beiden Drehrichtungen betätigen kann, jedoch die Trommel bei Drehkraft be t ä t i gung vom Anschlag auf das äußere Federende gesperrt ist. Die Drehbeweglichkeit der Drehtrommel gegenüber
der Trägerwelle bzw. Lagerschale ist dadurch ermöglicht, daß der Mitnehmer bei jeweiligen Drehbewegungen derart auf eines der freien Federenden drückt, daß die Feder entspannt und in dieser Drehrichtung gegenüber der Trägerwelle mitgezogen wird. Der Anschlag hingegen liegt im Gegensatz zum Mitnehmer in dem gegenüberliegenden Umfangsbereich der Feder, so daß er in einer Drehrichtung, nämlich beim Betätigen des längsaxialen äußeren Federendes, ein Sperren der Feder gegenüber der Lagerschale hervorruft. In entgegengesetzter Drehrichtung ist der Anschlag hingegen zu kurz, um das dortige längsaxial innenliegende Federende berühren zu können, so daß die betreffende entgegengesetzte Drehbewegung möglich ist. Die genannte Ausführungsform wird an Flaggenmasten derart benutzt, daß die Sperrdrehrichtung so definiert ist, daß ein Einholen der Flagge nicht ohne Kurbel möglich ist.
In einer weiteren vorzugsweisen Ausführung weist die Drehtrommel eine Mittelbohrung als Aufnahme für einen Steckschlüssel, insbesondere Sechskantschlüssel,bevorzugterweise in Form einer Kurbel auf. Zum Hissen oder Einholen einer Flagge muß lediglich der Sechskantschlüssel durch eine äußere Bohrung des Mastes gesteckt und entsprechend gedreht werden. Ein Abschrauben ansonsten benötigten Deckplatten zum Erreichen des Drehtriebes ist nicht erforderlich.
Schon zur sicheren Lagerung ist es weiterhin empfehlenswert, die Drehtrommel oder die Trägerwelle so lang auszugestalten, daß sie sich im wesentlichen über den Mastinnenquerschnitt erstreckt, wodurch insbesondere eine beidseitige Lagerung möglich ist.
Zur weiteren Verstärkung bzw. Halterung wird die Trägerwelle mit einem Schenkel eines Winkels verschraubt, dessen
anderer Schenkel eine öffnung zur vertikalen Seilführung aufweist. Diese Ausführungsvariante ermöglicht die Vorfertigung des gesamten Drehmechanismus, insbesondere zum Nachrüsten von Flaggenmasten, wo es dann nur noch erforderlich ist, den betreffenden Schenkel als Träger des Drehmechanismus in den Mastfuß einzuführen und dort zu verschrauben . Eine mögliche, konstruktiv einfache Lösung der Verschraubung besteht darin, daß die Trägerwelle eine Gewindebohrung oder ein Außengewinde zur Festigung mit einer entsprechenden mit dem Mast verbundenen Schraube aufweist. Zu Reparatur- oder Wartungszwecken ist es dann lediglich erforderlich, eine einzige Schraube zu lösen, um den genannten Drehmechanismus zu lockern.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen
Fig. 1 den Fußbereich eines Flaggenmastes mit aufgeschnittenem Mastkörper in Form einer perspektivischen Ansicht auf das entriege I bare Gesperre,
Fig. 1a eine Explosionsdarstellung des entriegelbaren Gesperres nach Fig.1,
Fig. 1b, 1c und 1d Ansichten der verschiedenen Teile des Gesperres,
Fig. 2 einen Flaggenmast mit eingesteckter Kurbel, Fig. 3 einen Flaggenmast mit gehißter Flagge, Fig. 4 eine Querschnittsansicht des Mastprofils,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines Gewichtes zur F I aggenstraffung,
Fig. 6 in einer schematischen Darstellung das obere Ende eines außer Betrieb befindlichen Flaggenmastes mit einem Kettengewicht für eine Flaggenstraffung,
Fig. 7 in einer schematischen Darstellung das obere Ende eines in Betrieb befindlichen Flaggenmastes mit aufgezogener, mittels eines Kettengewichtes straff gehaltener F lagge,
Fig. 8 in einer schematischen Darstellung das obere Ende eines außer Betrieb befindlichen Flaggenmastes mit einem Gewicht für eine Flaggenstraffung und
Fig. 9 in einer schematsichen Darstellung das obere Ende eines in Betrieb befindlichen Flaggenmastes mit aufgezogener, mittels eines Gewichtes straff gehaltener Flagge.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besitzt der Flaggenmast 10 in seinem Fußbereich einen Mastinnenhohlraum 11 zur Aufnahme eines entriegelbaren Gesperres 12. Dieses entriegelbare Gesperre 12 besteht - wie im einzelnen aus Fig. 1a ersichtlich - aus einer Trägerwelle 13, die fest mit einem Winkelprofil 14 verbunden ist. Dieses Winkelprofil 14 besitzt einen langen Schenkel 141 sowie einen kürzeren Schenkel 142 mit einer öse 143 zur Vertikalführung eines Flaggenseiles 15, das in Fig. 1 in aufgewickeltem Zustand auf einer Trommel 16 dargestellt ist. Die Trommel 16 besitzt seitliche Begrenzungsscheiben 161 sowie eine endsei ti ge Stirnfläche 162 mit einem nach innen parallel zur Längsachse gerichteten exzentrischen Anschlag 163.
Die Trägerwelle 13 ist als Lager für eine in der Länge kürzere, mit einer Längsdurchbohrung 114 versehene Dreh-
trommel. 113 ausgebildet, deren eines freie Ende 113a stutzenförmig ausgebildet ist, wobei an der Außenwand des Drehtrommelstutzens 115 ein nockenförmiger Mitnehmer
17 angeformt ist, der sich parallel zur DrehtrommeI Längsachse exzentrisch erstreckt. Der Stutzen 115 ist mit einer mit einer Längsdurchbohrung 2 2 in der Drehtrommel 113 korrespondierenden Durchbohrung versehen, deren Endabschnitt den Querschnitt eines Vierkants oder eines Sechskants aufweist, wobei das bei dem in F ig.1b gezeigten Ausführungsbeispiel ausgebildete Sechskantprofil 22 zur Aufnahme eines Steckschlüssels 23 dient, der als Handkurbel ausgebildet ist (Fig.id). Im Bereich des Mitnehmers 17 liegt innensei tig an der Innenwandfläche der Trägerwelle 13 eine Spiralfeder 18 mit abgebogenen Enden 181 und 182 derart an, daß jede Schwenkbewegung des Mitnehmers 17 (Linksdrehbewegung , wie Rechtsdrehbewegung) ein Mitführen der Spiralfeder 18 gegenüber der feststehenden Trägerwelle 13 ermöglicht. Eine Drehbewegung der Spiralfeder durch Kraftbetätigung von der jeweils anderen Seite her ist jedoch nicht möglich, da die Spiralfeder
18 dann sperrt. Der Anschlag 163 ragt längsaxial in den Bereich des vorderen Endes 182 der Spiralfeder 18 und des Mitnehmers 17, jedoch nicht in den Bereich des hinteren abgebogenen Endes 181 der Spiralfeder 18. Der Mitnehmer 17 ist etwa gegenüberliegend dem Anschlag 163 angeordnet. Wird nun der Anschlag 163 gegen das Federende 182 gedreht, so blockiert die Spiralfeder 18; in entgegengesetzter Drehrichtung (Pfeil 19) kommt der Anschlag 163 schließlich zur Berührung an den Mitnehmer 17 und kann diesen mitführen. Dieses, im Hinblick auf eine Drehrichtung einseitige Sperrprinzip wird derart ausgenutzt, daß ein Herauf· ziehen der Flagge bzw. ein Aufwickeln der Flaggenleine auf der Trommel 16 zwar möglich ist, nicht jedoch ein
Herunterholen der FLagge bzw. Abwickeln der Flaggenleine von der Trommel 16. Eine Sperrung in beiden Richtungen wird erreicht, indem der Anschlag 163 bis in den Bereich des ersten abgebogenen Endes 181 verlängert wird. Die Spiralfeder 18 wird längsaxial gegen ein Herausfallen oder Herausschieben ebenso mit einem Federring abgesichert, wie die Trommel 16 gegen ein Abziehen von der Trägerwelle Das gesamte entriegelbare Gesperre 13 ist mit dem Mastprofil über eine Schraube 21 unter Verwendung einer Unterlegscheibe 20 verschraubt. In Richtung der Pfeile Ib und Ic zeigen die Fig. 1b und 1c jeweils Draufsichten des Winkelprofils 14 sowie der Trommel 16. Wie aus Fig. 1b ersichtlich, besitzt die fest mit dem Winkelprofil 14 bzw. dessen längerem Schenkel 141 verschraubte oder verschweißte Trägerwelle 13 ein Innengewinde 131 zur Aufnahme der Schraube 21. Die Mittelbohrung mit einem Sechskant&rgr; rofiI 22 zur Aufnahme für den Steckschlüssel (siehe Fig. 1d) ist Fig.1b ebenso entnehmbar wie F ig.1a und 1c die jeweilige gestrichelt gezeichnete (da verdeckte) Innenlage des Anschlags 163. Wie Fig. 1d und Fig.2 entnehmbar, wird zur Betätigung der Drehtrommel 113 der als Handkurbel ausgebildete Steckschlüssel 23 mit einem Sechskantprofil als Einsteckende verwendet.
Fig. 3 zeigt einen Flaggenmast 10 mit einer gehißten Flagge 24, die mittels eines Karabinerhakens 25 an einer Kette 26 befestigt ist, die um den Flaggenmast geschlungen ist. Die Kette 26 ist kunststoffummantelt, um ein klirrendes Schlagen an dem Flaggenmast 10 zu verhindern.Wie die Fig. 6 und 7 erkennen lassen, ist die Flaggenleine 15 am oberen Ende 10a des Flaggenmastes 10 umgelenkt; hierzu kann eine Rolle oder ein andersartig entsprechend gestaltetes Um lenke I ement vorgesehen sein. Die als Ge-
wicht zur Straffung der gehißten Flagge dienende Kette 2 6 ist vermittels des Karabinerhakens 2 5 an dem freien Ende der Flaggenleine 15 befestigt und nimmt die in Fig.6 gezeigte obere Stellung ein, wenn der Flaggenmast 10 in Ruhestellung ist, also keine Flagge gehißt ist. Das obere offene Ende des rohrförmig ausgebildeten Flaggenmastes 10 ist mittels einer Abdeckkappe 111 verschlossen, die vermittels Klemmsitz an der Flaggenmastwandung gehalten und drehbar ist, wobei auch andersartig ausgebildete Verbindungsmittel zur Halterung der Abdeckkappe 111 an dem Flaggenmast eingesetzt werden können.
Soll eine Flagge 24 gehißt werden, so wird die Seiltrommel der Seilwinde 13,16 betätigt, so daß das freie Ende der Flaggenleine 15, beschwert durch die Kette 26, abgesenkt wird, und zwar so weit, daß die Kette 26 von einer Bedienungsperson vom Seilende gelöst werden kann. Hieraufhin wird die Flagge 24 in ihrem oberen, dem Flaggenmast zugekehrten Ende an dem Karabinerhaken 25 befestigt, die Seiltrommel erneut so betätigt, daß das Leinenende mit dem Karabinerhaken 25 und der in diesen eingehakten Flagge 24 nach oben bewegt wird , und zwar so weit, bis das untere, einen weiteren Karabinerhaken 25' tragende Flaggenende in dem Bereich der Bedienungsperson zu Liegen kommt, die dann an den Karabinerhaken 25' die Kette 26 anschließt, woraufhin die Flagge 24 ganz nach oben gezogen wird (F ig.7).
Die Querschnittsansicht nach Fig.4 zeigt den kurzen Schenkel 142 des Winkelprofils 14 mit der öse 143 sowie die Befestigung der Trägerwelle 13 mit aufgeschobener Trommel 16. Neben dem Ma stinnenhöh Lraum 11 ist noch ein weiterer Hohlraum 27 vorgesehen, dessen Querschnitts-
kontur der Querschnittskontur des in Fig. 5 dargestellten Gewichtes 28 entspricht. Dieses Gewicht besitzt an seinem oberen Ende einen Haken 29 zur Befestigung eines Seilstückes, z.B. in Form eines Karabinerhakens. Um die Gleitfähigkeit des Gewichts 28 zu erhöhen, kann das Gewicht 28 kunststoffummante 11 oder im Anlagebereich mit Kunststoffrollen versehen sein, die dann an den Innenwandflächen des Hohlraumes 27 laufen, die als Aufnahmekammer für das Gewicht 28 dienen.
Wird zur Straffung der Flagge 24 ein Gewicht 28 (F ig.5) in Verbindung mit einem Doppe I kämmerprofi I eines Flaggenmastes 10 entsprechend Fig.4 verwendet, dann wird der Flaggenmast 10 wie folgt bedient: In der Ruhestellung des Flaggenmastes, d.h. bei nicht gehißter Flagge 24, nimmt das Gewicht 28 die in Fig. 8 dargestellte obere Stellung A ein. Durch Betätigung der Seiltrommel bzw. Seilwinde für die Flaggenleine 15 wird das Gewicht 28 von seiner oberen Position A nach unten so weit herabgelassen, daß das Gewicht 28 von der Bedienungsperson von dem am Leinenende befestigten Karabinerhaken 25 abgenommen werden kann. Hierauf wird das obere Ende der Flagge 24 in den Karabinerhaken 25 eingehakt und durch Anziehen des Flaggenseils 15 die Flagge 24 so weit nach oben bewegt bis das Gewicht 28 am unteren Ende der Flagge mittels eines an dieser vorgesehenen Karabinerhakens 25' eingehängt werden kann (Position B). Anschließend wird die Flagge 24 so weit hochgezogen, bis diese ihre obere Endstellung erreicht hat (F ig.9). Das Gewicht 28 nimmt dann die Position C ein. Das Bergen der Flagge 24 erfolgt im umgekehrten Sinn. Um das Gewicht 28 in die für das Gewicht vorgesehene Kammer 27 einsetzen zu können, ist in der Flaggenmastwand eine Einführöffnung 10b vorgesehen. Das Ein- und Abhängen des Gewichtes 28 erfolgt über diese Einführöffnung
10b. Für die Flagge 24 ist eine FLaggenführung 124 am Flaggenmast vorgesehen bzw. ist ein mittels Gummileisten abgedichteter Längsschlitz in der Flaggenmastwand vorgesehen, um die Führung der Flagge 24 zu gewährleisten.
Die Montage und Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Das in Fig.1 dargestellte zusammengesetzte Gesperre 12 wird von unten her in den Flaggenmast 10 bzw. den Mastinnenhohlraum 11 eingeschoben. Für das Einschieben wird der längere Schenkel 141 des Winkelprofils 14 zu Führung benutzt, gegebenenfalls wird ein Hilfsstab mit einem Auf steckschuh verwendet. An diesem Hilfsstab wird vermittels des Aufsteckschuhs das untere, freie Ende des Schenkels 141 verbunden und dann auf diese Weise in den Mastinnenhohlraum 11 geschoben, wobei die Gesamtabmessungen des e&eegr;triege I baren Gesperres 12 so gehalten sind, daß diese in den Mastinnenhohlraum 11 einbringbar ist. Die Befestigung an der Mastwandung erfolgt durch in der Mastwandung vorgesehene, deckungsgleiche Durchbohrungen.
Zwischen dem längeren Schenkel 141 des WinkeI &rgr;rofiIs 14 und der der Mastkrümmung entsprechend gebogenen Platte liegt dann die Mastwandung, während das andere Ende 30 (Fig.4) der gesamten Seiltrommel durch eine weitere Bohrung durchgeführt ist bzw. in dieser gelagert ist. Die Seilwinde besteht aus der Trommel 16 mit zwei seitlichen Begrenzungsscheibe &eegr; 161 und einer Trägerwelle 13, die fest mit dem Schenkel 141 des Winkelprofils 14 befestigt ist. Die Trommel 16 ist gegen Abziehen auf dem seitlich aus der Trägerwelle 13 herausragenden Achsstummel mittels eines Federrings gehalten. Der am kürzeren Schenkel des Winkelprofils 14 befestigte Ring dient zur Bildung einer öse 143.
Nach Befestigung des entriegelbaren Gesperres kann dieses durch Einführen eines Sechskantprofi Ls 2 3 in beiden Drehrichtungen betätigt werden, wobei jeweils auf der Trommel 16 das Seil 15 auf- bzw. abgewickelt wird. Ein selbsttätiges Verdrehen der Trommel 16 in Pfeilrichtung 19 ist jedoch
(ohne Zuhilfenahme einer Sechskantdrehung) nicht möglich, d.h. die Flagge 24 ist gegen ein gewaltsames Herunterziehen blockiert. Soll die Flagge 24 durch Einziehen des
Seils 15 abgenommen werden, so wird die Handkurbel 23 bzw. der Sechskant in Richtung des Pfeils 19 gedreht, so daß
ein Niederholen der Flagge möglich ist. Dieses wird durch das Gewicht 28 schwerkraftbedingt unterstützt.

Claims (7)

  1. Schutzansprüche
    . Flaggenmast mit einer in vertikaler Richtung gespannten Flaggenleine (15) mit von außen zugänglichen, in vertikaler Richtung führbaren Abschnitten zum Befestigen und Heben oder Senken, insbesondere zum Hissen, einer Flagge (24), dadurch gekennzeichnet, daß im Fußbereich des Mastinnenhohlraumes (11) eine Seilwinde (13,16) angeordnet ist, die über einen hiervon lösbaren Steckschlüssel (23) von außen drehbar ist und die ein mindestens in einer Drehrichtung (19) wirksames, von dem Steckschlüssel (23) entriegeIbares Gesperre (12) aufweist und daß die mit der Seilwinde (13,16) verbundene Flaggenleine (15) über eine obere Umlenkung, wie Umlenkrolle im Flaggenmast (10) geführt und im Bereich seines freien Endes mit dem oberen Ende der Flagge (24) verbunden ist.
  2. 2. Flaggenmast nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilwinde aus einer feststehenden Trägerwelle (13) und einer hierauf drehbeweglich gelagerten Trommel (16) besteht, die vorzugsweise vertikale, seitliche Begrenzungsscheiben (161) aufweist.
  3. 3. Flaggenmast nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerwelle (13) rohrförmig ist und als Lagerschale für eine in der Länge kürzere Drehtrommel (113) dient, die an einem Ende einen sich parallel zur Längsachse erstreckenden exzentrischen Mitnehmer (17) aufweist, der jeweils drehrichtungsabhängig in ein freies, abgebogenes Ende (181,182) einer an dem Innenmantel der Trägerwelle (13) eingelegten Spiralfeder (18) eingreift und daß die Trommel
    (16) eine endsei tige Stirnfläche (162) mit einem nach innen parallel zur Längsachse gerichteten exzentrischen Anschlag (163) aufweist, der in den Bereich des Mitnehmers (17) und des einen äußeren Endes (182) der Spiralfeder (18) derart eingreift, daß der Mitnehmer
    (17) über den Anschlag (163) die Trommel (16) in beiden Drehrichtungen betätigt, jedoch die Trommel (16) bei Drehkraftbetätigung vom Anschlag (163) auf das äußere Ende (182) der Spiralfelder (18) gesperrt i st .
  4. 4. Flaggenmast nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehtrommel (113) eine Mittelbohrung (22) als Aufnahme für einen Steckschlüssel, insbesondere Sechskantsch I üsse I (23), der Kurbel aufweist.
  5. 5. Flaggenmast nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (16) und/oder die Trägerwelle (13) sich im wesentlichen über den Mastinnenquerschnitt erstreckt.
  6. 6. Flaggenmast nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerwelle (13) mit einem Schenkel (141) eines Winkelprofils (14) verschraubt ist, dessen anderer Schenkel (142) eine öffnung (143) zur vertikalen Seilführung aufweist.
  7. 7. Flaggenmast nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerwelle (13) eine Gewindebohrung (131) oder ein Außengewinde zur Befestigung mit einer entsprechenden, mit dem Flaggenmast (10) verbindbaren Schraube (21) aufweist.
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