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Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgut
Die Erfindung bezieht sich
auf das Verteilen von Schüttgut von einer Aufgabestelle aus auf mehrere gleichartige
Verteilungsstellen, z. B. auf Siebe, Brecher, Mischer oder Ofenkammern. Wird das
Schüttgut beim Zuleiten zu den Verteilungstrichtern umgeworfen, z. B. beim Abgleiten
vom Ende eines Förderbandes, so sondert sich das gröbere Korn von dem feineren ab,
da dieses stets weiter geworfen wird als jenes. Das hat zur Folge, daß die einzelnen
Verteilungsstellen mit unterschiedlichen Korngrößen beschickt werden.
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Man hat zur Verhinderung dieses Mißstandes das Schüttgut einem Drehteller
zugeführt und den darauf gebildeten, sich mitdrehenden Schüttgutkegel durch feststehende,
in verschiedenen Richtungen liegende Abstreifer geteilt den einzelnen Verteilungsstellen
zugeleitet.
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Auch mittels solcher Drehtellerverteiler läßt sich der genannte Mangel
nicht vollständig beheben.
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Beim Abfallen des Schüttgutes vom Ende des Förderbandes in den darunter
angeordneten Schüttrumpf fällt das gröbere Korn getrennt von dem kleinen Korn nieder,
so daß der der Auftreffstelle des gröberen Kornes in der Drehrichtung am nächsten
liegende Abstreifer und die daran angeschlossene Verteilerstelle den größten Teil
des gröberen Kornes erhalten.
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Ein weiterer Übelstand dieser bekannten Drehtellerverteiler besteht
daran, daß die durch die Abstreifer in der Zeiteinheit abgeführte größte Schüttgutmenge
durch die Einschneidtiefe der Abstreifer in den am Ende des Schüttrumpfes gebildeten
Schüttkegel festgelegt ist, so daß bei starker Schütt gutzufuhr das Schüttgut im
Schüttrumpf aufsteigt,
wodurch leicht eine Beschädigung des Förderbandes
hervorgerufen werden kann. Auch die genaue mengenmäßige Aufteilung des Schüttgutes
für die einzelnen Verteilerstellen macht bei diesen bekannten Anordnungen Schwierigkeiten.
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Zur Vermeidung dieser Nachteile wird gemäß der Erfindung zwischen
dem Drehteller und der Aufgabe des Schüttgutes ein sich drehendes Leitglied vorgesehen,
welches das von einer Stelle aus aufgegebene Schüttgut gleichmäßig im Kreise auf
die Abstreiferräume des Drehtellers verteilt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. I einen lotrechten Mittelschnitt durch den neuen Verteiler,
Fig. 2 eine dazugehörige Oberansicht mit drei Verteilungsstellen, Fig. 3 eine entsprechende
Ansicht mit zwei Verteilungsstellen.
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Auf einer auf dem Fundament mit einem Untergestell I abgestützten,
in Drehung versetzten runden Tragplatte 2 ist der Drehteller 3 befestigt, welcher
mit einer von einem Motor 4 über ein Kegelradgetriebe 5 angetriebenen lotrechten
Welle 6 starr verbunden ist. Oberhalb des Drehtellers befindet sich der ortsfest
angeordnete Schüttrumpf 7 in Gestalt eines zylindrischen Blechmantels, der bis nahe
an die Oberfläche des Drehtellers 3 heranreicht. In die Mantelöffnung eines Aufsatzes
S des Schüttrumpfes mündet ein Förderband 9, das das geförderte Schüttgut etwa in
der Mitte des Schüttrumpfes 7 entleert.
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Das Schüttgut fällt nicht unmittelbar auf den Drehteller, sondern
auf ein schurrenartiges Leitglied 11, das auf der Unterseite mittels eines Fortsatzes
mit der Achse 6 starr verbunden ist, sich also mit dieser umdreht.
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Während die obere Öffnung der Schurre so breit gehalten ist, daß
auch bei ihrer Drehung das gesamte von dem Förderband g abfallende Schüttgut aufgenommen
wird, ist die Austragöffilung Io der Schurre so eng bemessen, daß das Schüttgut
bei der Drehung die Schurre in gleichmäßigem schmalem Strahl verläßt.
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Zum Weiterbefördern des Schüttgutes zu den verschiedenen Verteilungsstellen
sind zwei Arten von Gleitblechen oder Abstreifern vorgesehen, einmal ortsfeste innere
Abstreifer 12, welche durch Öffnungen I3 des ortsfesten Schüttrumpfes 7 hindurchgehen
und sich etwa tangential auf eine Innenwandung 14 des Schüttrumpfes aufsetzen, zum
anderen ortsfeste äußere Leitbleche I5, die im Bereich des Außenteiles des Drehtellers
liegen und außen an die Wandung des Schüttrumpfes angesetzt sind. Etwa da, wo sie
die Außenbegrenzung des Drehtellers schneiden, sind unterhalb des Drehtellers die
Leitkanäle I6 oder Leittrichter I7 angeschlossen, welche zu den verschiedenen Verteilerstellen
führen.
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Die Vorrichtung arbeitet in der Weise, daß bei einer durch den Antrieb
des Motors 4 erfolgten Drehung der Welle 6 sich der Drehteller 3 und das Leitglied
II mitdrehen. Das von dem Förderband g abfallende Schüttgut gelangt in das Leitglied
II und wird von dort gleichmäßig auf die von den einzelnen Abstreifern I2 bebildeten
Abstreiferräume verteilt.
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Da der Schüttrumpf 7 mitsamt den Abstreifern 12 und Leitblechen 15
ortsfest angeordnet ist, kann sich das gröbere Korn in keinem der Abstreiferräume
anhäufen, vielmehr wird es gleichmäßig auf die verschiedenen Abstreiferräume verteilt.
Das auf dem Drehteller 3 liegende Schüttgut wird infolge der Drehung des Drehtellers
mitgenommen und wandert dadurch an den Abstreifern I2 und Leitblechen 15 nach außen,
bis es über die zugeordneten Leitkanäle I6 oder Leittrichter I7 an die verschiedenen
Verteilungsstellen gelangt.
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'Während bei den bekannten Drehtellerverteilern die Abstreifer sich
von außen nur bis in den Bereich der Wandung des Schüttrumpfes erstrecken, sind
sie erfindungsgemäß bis zu einer inneren Wandung des Schüttrumpfes durchgeführt,
so daß der ganze zugeordnete Abstreifraum laufend von ihnen vollständig entleert
wird. Für diese vollständige Entleerung spielt es keine Rolle, ob das Förderband
wenig oder viel Schüttgut zuführt. Aus diesem Grunde kann auch bei starker Zufuhr
des Schüttgutes ein Ansteigen desselben in dem Schüttrumpf mit den beschriebenen
nachteiligen Folgen nicht stattfinden.
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Ebenso wird aber auch die Genauigkeit der Verteilung des Schüttgutes
auf die einzelnen Verteilungsstellen nicht dadurch beeinträchtigt, daß es in geringer
Menge oder in gröberem Korn zugegeben wird.
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Durch die Zweiteilung der Abstreifer I2 und der Leitbleche 15 wird
eine bequeme Anpassungsfähigkeit an eine beliebige Zahl und Anordnung der Verteilungsstellen
erreicht. Die äußeren Leitbleche 15 lassen sich durch entsprechende Verbindungseinrichtungen
an den Schüttrumpf an beliebiger Stelle ansetzen, so daß die Abnahmestellen des
Schüttgutes von dem Drehteller beliebig verlegt werden können.
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Durch Ausbau des einen oder des anderen Abstreifers I2 und Verschließen
der betreffenden t)ffnungen I3 durch eine Klappe sowie Entfernen des zugeordneten
äußeren Leitbleches 15 kann die Zufuhr zu einer beliebigen Verteilungsstelle abgeschaltet
werden.
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Fig. 3 zeigt z. B. die Abschaltung der mittleren Verteilungsstelle.