DE91607C - - Google Patents

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DE91607C
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gas
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H1/00Acetylene gas generators with dropwise, gravity, non-automatic water feed

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Neuerung an Lampen mit selbstthä'tiger Gasentwickelung, bei welcher das zur Verbrennung nöthige Gas aus Calciumcarbid und Wasser erzeugt wird. Dieselbe soll anderen Lampen dieser Art gegenüber den Vortheil besitzen, dafs sie mit einer ruhigen, gleichmäfsigen Flamme brennt.
Obwohl die Entwickelung des Acetylengases aus Calciumcarbid mit Wasser sich in sehr einfacher Weise vollzieht, konnte das Verwenden derselben zum Speisen von Lampen bisher nicht gut möglich gemacht werden, sobald das Gas unmittelbar in nächster Nähe der Verbrauchsstelle erzeugt werden mufste, da es bis jetzt nicht gelungen war, eine längere Zeit gleichmäfsig brennende Flamme zu erzielen.
Die Entwickelung des Acetylengases ist am Anfange zu stürmisch; stellt man nun den Brenner auf die sich entwickelnde Gasmenge ein, so sinkt die Flamme rasch und damit auch die Leuchtkraft, sobald die Gasentwickelung nachläfst; man mufs also den Brennerhahn weiter öffnen, um die gleiche Lichtentwickelung wie vorher zu erzielen.
Bei weiterem Nachlassen der Gasentwickelung wird jedoch auch dies nicht genügen, sondern es mufs der Wasserzuflufs zum Calciumcarbid verstärkt werden, worauf natürlich im ersten Augenblick eine viel zu stürmische Gasentwickelung eintritt und sich der geschilderte, die praktische Verwendung des Acetylengases sehr beeinträchtigende Vorgang wiederholt.
Diese Uebelstä'nde sollen nun durch die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Lampe vermieden werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Lampe in senkrechtem Schnitt dargestellt.
Die Lampe besteht im wesentlichen aus einem Untertheil E, dem Bassin B und dem Brenner A. Das Bassin B wird von dem zum Brenner führenden Gaszuleitungsrohr A1 durchzogen, das am unteren Ende geschlossen ist und ein Stück in den unteren Theil E hineinreicht. Kurz vor seinem Austritt aus dem Behälter B zweigt von demselben ein Rohr h ab, welches, durch den ganzen Untertheil, sowie durch den Entwickelungsbehälter hindurchgehend, zweckmäfsig so angeordnet ist, dafs es in den durch eine über den Entwickelungsbehälter D gestülpte Glocke C gebildeten Gasbehälterraum mündet.
Von dem Boden des Behälters B zweigt ferner ein Rohr g ab, das mehrmals gebogen mit seinem am Umfang durchlöcherten Unterschenkel g1 in den Entwickelungsbehälter D mündet. Der schon erwähnte und im Untertheil E untergebrachte Entwickelungsbehälter D ist theilweise mit Calciumcarbid gefüllt. Derselbe besitzt an seinem oberen Boden ein Ventil Z, das einen Austritt der entwickelten Gase gestattet. Der concentrische Raum zwischen Entwickelungsbehälter D und Untertheil E wird zweckmäfsig mit Wasser gefüllt, so dafs die über D gestülpte Glocke also stets wie eine Gasometerglocke wirkt. Die Führung erhält dieselbe durch das Rohr f, welches auf dem verlängerten unteren Ende des Rohres A1 sich auf- und abschieben kann. Ein Hahn b ermöglicht die Regelung des Wasserzufiusses aus dem Behälter B. Ein Deckel α am Behälter B und ein Deckel c am Untertheil E dienen je-
weils zum Einfüllen des Wassers in den Behälter B bezw. in den concentrischen Ring e.
Sobald nun beim Oeffnen des Hahnes b Wasser in den Behälter D einspritzt, wird aus dem Calciumcarbid Gas entwickelt, das durch das Ventil / unter die Gasometerglocke C tritt. Von hier kann das Gas in der Pfeilrichtung durch das Rohr h hindurch nach dem Brenner gelangen. Die Regelung erfolgt nun durch das Ventil /, indem stets nur dann Gas durch dasselbe austritt, wenn es einen gewissen Druck besitzt, also das Ventil zu heben vermag. In der Gasometerglocke kann sich dann das Gas beliebig aufspeichern, da die Glocke C sich in ihrer Höhenlage verschieben kann. Das Gas wird also in der Glocke eine stets gleichmäfsige Spannung besitzen, d. h. der Druck desselben wird bei Entnahme von Gas nicht nachlassen, da die Glocke als Regulirung für den Druck dienen kann.
Aber auch in anderen Beziehungen ist die Anordnung der Glocke von Bedeutung, indem sich nämlich eine nachtheilige Nachentwickelung des Gases nach dem Schlufs des Brennerhahnes auf ein unschädliches Mafs einschränkt.
Ist der Gashahn geschlossen, so mufs die Gasentwickelung aufhören, jedoch erst dann, wenn ein genügender Gasvorrath gesammelt ist, um die wieder in Benutzung genommene Lampe sofort mit ruhiger Flamme von passender Gröfse brennen zu lassen. Ist die Gasentwickelung zu stark, so kann die Gefahr der Explosion eintreten oder das Gas entweicht bei neugeöffnetem Brennerhahn zu stürmisch. Befindet sich in der Lampe nicht genügend Gas unter richtigem Druck, so brennt die Flamme zu dürftig und man sieht sich veranlafst, den Brennerhahn zu weit zu öffnen, um ihn dann wieder bei normaler Gasentwickelung theil-
weise schliefsen zu müssen. Ist aber das Verdunstungswasser in dem Röhrchen gx auf eine praktisch ermittelte Gröfse beschränkt, wie in dem vorliegenden Falle, so wird zwar nach dem Schlufs des Brennerhahnes der Wasserzuflufs und die Wasserverdunstung noch einige Zeit anhalten, da aber das sich unter der Gasometerglocke entwickelnde Gas nicht nur diese Glocke anhebt, sondern auch infolge seines Druckes das Wasser in dem Zuleitungsröhrchen g zurückdrückt, so hört nach ganz kurzer Zeit die Entwickelung von Wasserdampf auf; der vorhandene zersetzt noch einen geringen Theil des Calciumcarbids und ist dann ebenfalls verbraucht, so dafs ein Ruhezustand eintritt und nunmehr die gewünschte Gasmenge in der Lampe zu neuem Anzünden derselben vorhanden ist.

Claims (2)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    ι . Apparat zur Herstellung von Acetylengas aus Carbid, dadurch gekennzeichnet, dafs der Carbidbehälter (D) mit einem selbsttätigen Ventil (I) versehen ist, so dafs das Gas nur nach Ueberwindung des Ventildruckes entweichen kann.
  2. 2. Eine Ausführungsform des unter i. genannten Apparates, gekennzeichnet durch die Verbindung des Carbidbehälter (D) mit einem Gasometer (C), wobei der im Gasometer entstehende Wasserdampf durch Anordnung des selbstthätigen Ventils (I) am Eindringen in den Carbidbehälter zwecks Vermeidung einer Nachentwickelung von Gas nach dem Verbrauch des durch den Zuflufshahn (b) eingetretenen Wassers nach dem Abschliefsen des Hahnes verhindert wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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