DE913041C - Bohrgeraet - Google Patents
BohrgeraetInfo
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- DE913041C DE913041C DED11869A DED0011869A DE913041C DE 913041 C DE913041 C DE 913041C DE D11869 A DED11869 A DE D11869A DE D0011869 A DED0011869 A DE D0011869A DE 913041 C DE913041 C DE 913041C
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Links
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B6/00—Drives for drilling with combined rotary and percussive action
Landscapes
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Description
- Bohrgerät Die Erfindung betrifft ein neuartiges Bohrgerät, welches gegenüber den bisher bekannten Geräten dieser Art ganz wesentliche Vorteile aufweist.
- Für Tiefbohrungen bestehen bisher grundsätzlich zwei Verfahren: Bei dem einen Verfahren, dem sogenannten Gestängebohrverfahren, ist der Bohrer an einem Gestänge aus massiven oder hohlen miteinander verschraubten Stangen befestigt. Mit dem an dem Gestänge angebrachten Bohrer wird im wesentlichen drehend, während im festen Gestein stoßend gearbeitet wird. Wegen der Gefahr des Stauchens und des Verbiegens des Gestänges kann beim Stoßbohren mit Gestänge nur sehr vorsichtig gearbeitet werden, da das Gestänge unmittelbar nach dem Stoß des Bohrers wieder abgefangen werden muß. Das Umsetzen oder Drehen des Bohrers zwischen den einzelnen Schlägen erfolgt mittels einer am oberen Teil des Bohrgestänges angebrachten Querstange, des sogenannten Krückels. Bei dem sogenannten Seilschlagstoßbohrer ist der Meißel zusammen mit einem schweren Gewichtsstück an einem Seil aufgehängt, durch welches ein einwandfreies Umsetzen, d. h. eine exakte Drehung des Schlagmeißels nicht möglich ist. Man ist dabei bisher stets auf die mehr oder minder ungenauen Torsionen des Seiles angewiesen.
- Bei dem Bohrgerät gemäß der Erfindung werden die Vorteile der bisher bekannten Bohrverfahren kombiniert.
- Die Möglichkeit eines starken Schlages durch die große Fallhöhe eines an einem Seil hängenden Meißels wird mit der Möglichkeit des exakten Vmsetzens (Drehen um einen kleinen Winkel>" des Bohrers vereinigt, welch letzteres bisher nur bei einem Gestängebohrer möglich war.
- Erfindungsgemäß wird der an einem Seit aufgehängte und nach Art eines Meißelbohrers ausgebildete Bohrer mit exzentrischen Führungsnuten oder Führungslamellen versehen, die mit einem bis unmittelbar über den jeweiligen Boden des Bohrloches reichenden, vorzugsweise hohlen Gestänge dergestalt zusammenwirken, daß der an einem Seil aufgehängte Schlagbohrer wie ein gewöhnlicher Seilschlagbohrer mit großer Fallhöhe gehandhabt werden kann, anderseits aber durch das für ihn als Führung dienende verwindungssteife Gestänge, das von über Tage um seine Achse hin und her gedreht wird, genau so wie jeder Gestängebohrer nicht eine willkürliche Stellung innerhalb des Bohrloches einnimmt, sondern stets die ihm durch das Führungsgestänge aufgezwungene Winkelstellung.
- Erfindungsgemäß kann das Führungsgestänge als Rohr ausgebildet sein und zum Transport der Spülflüssigkeit und der Bohrabfälle verwendet werden.
- Um eine exakte Führung des an einem Seil aufgehängten Bohrers zu ermöglichen. «erden zweckmäßig sowohl an dem Gestänge als auch an dem Bohrer selbst unrunde, vorzugsweise ebene oder prismatische, miteinander korrespondierende Führungsflächen angebracht. .
- Am unteren Ende des Gestänges ist erfindungsgemäß ein Halteorgan angebracht, welches es ermöglicht, den Bohrer bei Seilbruch mittels des Gestänges hochzuziehen, wie auch umgekehrt an dem Gestänge oberhalb des von dem Bohrer durchführenden Fallweges ein Querbolzen od. dgl. angeordnet sein kann, mit welchem sich bei einem Bruch des Gestänges der untere Teil des Gestänges am Bohrer abstützen und so mittels des Bohrerseiles aus dem Bohrloch herausgezogen werden kann.
- Alles Weitere über die Erfindung ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, auf welcher ein Ausführungsbeispiel eines Bohrgerätes gemäß der Erfindung dargestellt ist. Im einzelnen zeigt Fig. i eine Seitenansicht des Gerätes am Grund des Bohrloches, Fig. 2 einen Horizontalschnitt gemäß Linie II-II der Fig. i.
- An der etwa Zylinderform aufweisenden Schwerstange i sind die drei radial verlaufenden, zur Zentrierung des Bohrers innerhalb des Bohrloches dienenden Platten 2, 3 und ¢ beispielsweise durch Schweißen befestigt. An der der mittleren Führungsplatte 3 gegenüberliegenden Seite der Schwerstange i sind die beiden etwa tangential zur Zylinderoberfläche der Schwerstange verlaufenden parallelen Führungsplatten 5 und 6 angeschweißt. Am unteren Ende der Schwerstange i ist ein an sich bekannter Blattmeißel 7 angebracht. Exzentrisch zur Achse der Schwerstange i befindet sich innerhalb des Bohrloches das verwindungssteife, zum Zwecke des Umsetzens um seine Achse hin und her drehbare Gestängerohr 8, durch welches Spülflüssigkeit hindurchgepumpt und auch der Bohrabfall entfernt werden kann. Das an sich ein rundes Profil aufweisende Gestängerohr 8 ist längs einer Strecke, welche etwa der Fallhöhe der den Blattmeißel 7 tragenden Schwerstange i entspricht, an , beiden Seiten mit den beispielsweise durch Aufschweißen befestigten Führungsleisten 9 und io versehen, welche eine Führung der Führungsplatten 5 und 6 der Schwerstange i längs des Gestängerohres 8 gewährleisten, dergestalt, daß die Längsachse der Schwerstange i und die Längsachse des Gestängerohres 8 stets in einer vertikalen Radialebene liegen.
- Wird das Gestängerohr 8 um einen bestimmten Winkel verschwenkt, so führt der Blattmeißel 7 selbsttätig eine entsprechende Drehung aus, so daß es auf diese Weise möglich wird, durch ein Drehen des Gestängerohres 8, ausgehend von der in der Zeichnung dargestellten Stellung, um je q.5° nach links und nach rechts mit der Schneide des Blattmeißels 7 die gesamte Bodenfläche des Bohrloches zu bestreichen.
- Auf diese Weise wird also bei praktisch vollständig freiem Fall des Meißels bei jedem Schlag eine exakte Winkelstellung seiner Schneide gewährleistet, wobei diese Winkelstellung in einwandfreier und einfacher Weise lediglich durch Drehen des den Auf- und Abwärtsbewegungen des Fallmeißels 7 nicht folgenden, mit den Führungsleisten versehenen Gestängerohres 8 erfolgt.
- Die unteren Enden der Führungsleisten 9 und zo sind um eine parallel zur Unterkante der Führungsplatten 5 bzw. 6 verlaufende Knicklinie etwa rechtwinklig nach außen abgebogen und bilden die Tragflansche ii bzw. 12. Sie dienen als Auflage-und Halteorgane, wenn bei Seilbruch der Meißel 7 mit der Schwerstange i mittels des Gestängerohres 8 emporgezogen werden soll.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Bohrgerät, gekennzeichnet durch einen Seilschlagstoßbohrer, welcher an einem in dem Bohrloch hängenden verwindungssteifen Führungsgestänge, das durch Hinundherdrehen um seine eigene Achse die Winkelstellung der Meißelschneide bestimmt, geführt ist. z. Bohrgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der an einem Seil aufgehängte und nach Art eines Meißels ausgebildete Bohrer mit exzentrischen Führungsnuten oder Führungslamellen versehen ist, die mit einem bis unmittelbar über den jeweiligen Boden des Bohrloches reichenden Führungsgestänge dergestalt zusammenwirken, daß der an einem Seil aufgehängte Schlagbohrer wie ein gewöhnlicher Seilschlagbohrer mit großer Fallhöhe gehandhabt werden kann, anderseits aber durch das für ihn als Führung dienende Gestänge, genau so wie ein Gestängebohrer, stets die ihm durch das Führungsgestänge aufgezwungene Winkelstellung einnimmt. 3. Bohrgerät nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsgestänge aus einem Rohr besteht, durch welches Spülflüssigkeit gepumpt werden kann. q.. Bohrgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daB sowohl an dem Gestänge als auch an dem Bohrer selbst unrunde, vorzugsweise ebene oder prismatische, miteinander korrespondierende Führungsflächen angebracht sind. 5. Bohrgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende des Gestänges Halteorgane, beispielsweise Querflansche od. dgl., angebracht sind, welche dazu dienen, den Bohrer bei Seilbruch mittels des Gestänges hochzuziehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED11869A DE913041C (de) | 1952-03-21 | 1952-03-21 | Bohrgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED11869A DE913041C (de) | 1952-03-21 | 1952-03-21 | Bohrgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE913041C true DE913041C (de) | 1954-06-08 |
Family
ID=7033912
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED11869A Expired DE913041C (de) | 1952-03-21 | 1952-03-21 | Bohrgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE913041C (de) |
-
1952
- 1952-03-21 DE DED11869A patent/DE913041C/de not_active Expired
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