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Vorrichtung zum Reinigen von Bündeln stehender, gerader Rohre Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Bündeln stehender, gerader
Rohre, bei der die Reinigungswerkzeuge an durch ihr Eigengewicht vorgetriebenen
Stäben befestigt sind. Gemäß der Erfindung .ind die Stäbe in einer Tragplatte axial
verschiebbar aufgehängt und am oberen Ende mit Köpfen versehen, mit denen sie sich
auf die Tragplatte abstützen.
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Eine Vorrichtung ist bekannt, bei der ein einzelnes Reinigungswerkzeug
durch Gewichtswirkung vorgeschoben wird. Ferner ist eine Vorrichtung bekannt, bei
der mehrere Stäbe an einem zwangläufig geführten Kopf gelenkig aufgehängt sind.
Gemäß der Erfindung werden mehrere Werkzeuge durch Gewichtswirkung vorgetrieben,
sind aber gegen ihren Träger verschiebbar, so daß sie gegen den Träger zurückbleiben
können, wenn sie auf erhebliche Hindernisse stoßen. Hierbei ist jedes gewaltsame
Arbeiten, das sowohl den Stäben wie den Rohren sehr schädlich sein kann, ausgeschlossen,
da die auf die Stäbe wirkende Kraft niemals größer werden kann als ihr eigenes Gewicht.
Die Reinigung ist trotzdem vollständig, da Rohre, die von den Stäben nicht sofort
durchstoßen werden, sich dadurch verraten, daß die in ihnen stekkenden Stäbe der
Bewegung der Tragplatte nicht mehr folgen. Diese Rohre werden dann durch Nacharbeiten
frei gemacht. Da die Stäbe nur am oberen Ende in der Tragplatte geführt sind, besteht
wenig Gewähr dafür, daß sie in der richtigen Lage zu den zu reinigenden Rohren bleiben
werden. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird .daher eine Einrichtung
vorgesehen, die die Stäbe selbsttätig auf düe Rohre ausrichtet. Eine solche Einrichtung
hat zweckmäßig die Form einer nach der Rohrteilung gelochten Platte. Sie ist besonders
geeignet, wenn die oberen Enden der Rohre von einer undurchsichtigen Flüssigkeit
bedeckt sind, so daß Ausrichten der Stäbe nach Sicht nicht durchführbar ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
in teilweise geschnittenem Aufrißdargestellt.
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Über dem Behälter a, dessen Rohre b gereinigt werden sollen,
läuft auf einem Gleis c ein Fahrgestell d, das den Rahmen e der Vorrichtung trägt.
Im Rahmen e sind senkrechte Gewindespindeln f, f, beispielsweise vier, gelagert,
deren Antrieb von einem Motor g über eine senkrechte Welle h, ein Kegelradgetriebe
i, und eine wagerechte Zwischenwelle h
auf zwei Wellen l erfolgt. Diese Wellen
erhalten ihren Antrieb .durch Kegelräder »z von der Zwischenwelle k aus und treiben
durch Kegelradgetriebe n die Spindeln f in gleicher Drehrichtung an. Die
Spindeln f laufen durch Muttern o, die an einer gelochten Tragplatte p
befestigt
sind. In jedem Loch der Tragplatte steckt ein Stab q und ist mit seinem Kopf
y am oberen Ende an der Tragplatte p aufgehängt, kann sich aber frei gegen sie verschieben.
Das untere Ende jedes Stabes q trägt einen Kratzer s oder ein ähnliches Werkzeug.
Unterhalb des Fahrgestells d ist auf die Stäbe q eine Lochplatte
t gesetzt, .die der Teilung der Rohre b entsprechend gelocht ist und die
Stäbe q nach Art einer Bohrlehre führt. Die Lochplatte t kann mit Ausschnitten
u versehen sein, mit denen sie auf Stifte v am Behälter a gesteckt wird, um sie
sofort in die richtige Lage zu bringen.
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Die Stäbe q werden zunächst mit der Tragplatte p aus der dargestellten
oberen Endstellung der Tragplatte niedergelassen, bis die Muttern o am unteren Ende
der Spindeln f angelangt sind. Hier kann ein Anschlag w vorgesehen sein, der den
Motor g selbsttätig ausrückt. Wenn ein Rohr b so verstopft ist, daß der in dieses
Rohr eingedrungene Stab q durch sein Eigengewicht das Hindernis nicht durchbrechen
kann, bleibt er gegen die übrigen Stäbe zurück, behindert aber die Stäbe nicht und
erleidet weder selbst schädliche Spannungen noch übt er solche auf das Rohr aus.
Das Zurückbleiben von Stäben zeigt an, welche Rohre der Nacharbeit bedürfen. Wenn
die Arbeit beendet ist, werden die Spindeln f in umgekehrter Richtung gedreht, um
die Tragplatte p zu heben. Auch am oberen Hubende :der Platte kann ein Anschlag
x vorgesehen sein, der den Motor g ausrückt. Die Anschläge w und
x können verstellt werden, um den Hub der Vorrichtung nach der Länge des
Behälters a und der Rohre b zu regeln. Die Anschläge ermöglichen ein
selbsttätiges Arbeiten der Vorrichtung, wenn sie mit Umschaltern verbunden werden,
die den Motor g umsteuern, anstatt ihn auszurücken. Die Tragplatte p kehrt dann
um, so oft sie an einem ihrer Hubenden angelangt ist.