DE25928C - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Schrämen - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Herstellung von SchrämenInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C25/00—Cutting machines, i.e. for making slits approximately parallel or perpendicular to the seam
- E21C25/06—Machines slitting solely by one or more cutting rods or cutting drums which rotate, move through the seam, and may or may not reciprocate
- E21C25/08—Mountings for the rods or drums
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Führt man ein rotirendes Werkzeug, z. B. einen Schraubenbohrer, gegen Kohle, Steinsalz
u. s. w., so dringt dasselbe schon bei mäfsigem Druck in die Gebirgsart ein. Hebt man sodann
den axialen Druck auf und ertheilt dem rotirenden Werkzeug einen seitlichen Druck,
so rückt es nunmehr seitlich vor, parallel zu seiner Achse in der Druckrichtung, indem es
einen Schräm oder Schlitz schneidet von der Tiefe, auf welche das Werkzeug in die zu bearbeitende
Gebirgsart eingesenkt wurde. Die Weite des Schrames oder Schlitzes wird von dem Durchmesser des Werkzeuges, die Länge
desselben von der Länge des Weges abhängen, während welches man den seitlichen Druck anhalten
läfst. Ist das Schrämwerkzeug am Ende seines Weges angelangt und es soll der Schräm
oder Schlitz noch weiter vertieft werden, so wird dasselbe durch axialen Druck weiter eingesenkt,
sodann seitlicher Druck, jedoch in entgegengesetzter Richtung gegeben, und das Werkzeug wandert, den Schräm vertiefend, wieder
zurück.
Aus dem angedeuteten Schrämverfahren geht hervor, dafs dasselbe hauptsächlich durch dreierlei
Bewegungen des Schrämwerkzeuges bewerkstelligt wird:
1. durch eine rotirende,
2. eine axiale Längsbewegung und
3. eine seitliche Bewegung, parallel zur eigenen Achse.
Die rotirende Bewegung des Werkzeuges wird am rationellsten von einem durch Elektricität
betriebenen Motor abgeleitet, kann aber auch von einer durch Wasserdruck, comprimirte Luft,
Dampf, thierische oder Menschenkraft etc. bethätigte Maschine übertragen werden.
Damit jedoch der Motor den schädlichen Einwirkungen des Schrämbetriebes und der Gewinnungsarbeit nicht ausgesetzt ist und um den
Arbeitsort nicht zu beengen, wird derselbe in entsprechender Entfernung vom Werkzeug aufgestellt.
Dies erfordert eine längere Transmission, welche neben möglichster Einfachheit und Zuverlässigkeit
noch die Eigenschaft besitzen mufs, eine Ortsveränderung des Werkzeuges im Räume
und namentlich das Vorrücken desselben auf eine gewisse gröfsere Distanz, ohne den Motor
nachführen zu müssen, während des Betriebes zu gestatten. Diesem Erfordernifs entspricht
eine biegsame Welle, welche entweder eine Drahtwelle, eine solche mit Universalgelenken
oder eine biegsame Welle anderer Construction sein kann.
Die biegsame Welle wird einerseits mit der Motorwelle, andererseits mit dem Werkzeug
direct gekuppelt, so dafs letzteres dieselbe'Umdrehungszahl macht wie erstere. Es kann aber
ebenso auch durch Einschalten eines Vorgeleges zwischen Motor und biegsamer Welle oder
zwischen dieser und dem Werkzeug die Tourenzahl des letzteren gegen jene des ersteren vermehrt
oder vermindert werden.
Desgleichen können von demselben Motor durch Benutzung beider Wellenenden oder von
Vorgelegen zwei oder mehrere biegsame Wellen auslaufen, welche eben so viele Schrämwerkzeuge
treiben, sowie auch von einer Transmissionswelle mittelst Vorgelege zwei oder mehrere
Schrämwerkzeuge bethätigt werden können. Endlich kann das Werkzeug auch ohne Ver-
mittelung einer biegsamen Welle, entweder durch directe Kupplung an die Motorwelle oder durch
ein Vorgelege,. angetrieben werden.
Das Schrämwerkzeug besteht aus dem schrämenden, die Gebirgsart abtrennenden Stück,
welches der Beschaffenheit des zu bearbeitenden Materials in seinen angreifenden Theilen entsprechend
geformt und zugerichtet sein mufs, und' aus einer mit diesem in starrer, jedoch leicht lösbarer Verbindung stehenden Spindel
zur Aufnahme der Rotationsbewegung und zur Vermittelung der axialen Längs- und der seitlichen
Parallelbewegung.
Letztere zwei Bewegungen können entweder direct von Hand oder durch einen Führungsapparat bewerkstelligt werden, welcher einem
der bekannten Längs- und Querverschiebungsmechanismen nachgebildet und entweder durch
die Hand oder maschinell oder durch beides betbätigt ist. Er ist entweder auf einer
feststellbaren Spreize, einem Rahmen, einem Gestell, Schienen u. s. w. oder auf einem
Wagen oder Schlitten montirt, auf welchen er die beiden (Axial- und Parallel-) Bewegungen
ausführt, oder der Wagen oder Schlitten besorgt die Parallelverschiebung selbst, so dafs
dem Führungsapparat nur die axiale Längsverschiebung bleibt.
Zur deutlicheren Erklärung sind in der beiliegenden Zeichnung Beispiele der Einrichtung
dargestellt. Fig. ι und 2 veranschaulichen in einem Längen- und Querrifs ein Beispiel der
constructiven Anordnung der Schrämmaschine mit Parallelführung an der Säule. A ist ein
Elektromotor. An seine Achse ist die biegsame Transmissionswelle B gekuppelt, an diese das
Schrämzeug C. Die Spindel desselben erhält ihre Lagerung in der Hülse D, welche ihrerseits
wieder mit Klemmschrauben α ax an dem
Schlitten E befestigt ist. Der Schlitten findet seine Führung an der festgekeilten U-Eisensäule
F, längs welcher er durch Bethätigung der Handkurbel b verschoben wird, indem
dieselbe zwei in Eingriff stehende konische Räder bewegt, von welchen eines auf der Kurbelachse
festsitzt, während das andere, mit Muttergewinde versehen, sich an einer feststehenden Schraubenspindel
c dreht und dabei den Schlitten E mitnimmt.
Die axiale Längsbewegung des Werkzeuges c wird durch die Handkurbel e vermittelt, welche
mittelst eines Zahnrades auf eine Zahnstange wirkt, die durch einen Mitnehmer f die Werkzeugspindel
vorschiebt oder zurückzieht.
Wird nun der Stromkreis geschlossen und der Elektromotor A in Gang gesetzt, so gelangt
das Werkzeug c durch Vermittelung der biegsamen Welle B in Rotation und die Schrämoder
Schlitzarbeit kann beginnen. Zu diesem Zweck wird zunächst das Werkzeug mittelst der
Kurbel e so tief in die zu bearbeitende Kohle
u. s. w. eingesenkt, als man dem Schräm
Tiefe geben will, und hierauf dasselbe durch Drehung der Kurbel b parallel zu sich selbst
verschoben; indem es rotirt, schneidet der Schrämer in dem vorgegebenen Material nach
Mafsgabe des parallelen Vorrückens einen Schräm oder Schlitz g von der Tiefe des Vorgriffes,
der Weite des Schrämerdurchmessers und einer Länge, welche gleich ist dem Wege der Parallelverschiebung. Ist das Werkzeug mit
der Wegnahme des ersten Vorgriffes am Ende der beabsichtigten Schramlänge angekommen,
so läfst man dasselbe durch Drehung der Kurbel e um das Mafs eines Vorgriffes axial
vorgehen, dreht hierauf die Kurbel b in umgekehrtem Sinne, und der Schlitten F führt
das rotirende Werkzeug in derselben Ebene zurück, in welcher es hingeführt wurde, auf
seinem Wege den zweiten Vorgriff wegschrämend. Am Ende der Schramlänge angekommen,
erfolgt das axiale und sodann das parallele Vorrücken des Schrämers behufs Entfernung
des dritten Vorgriffes u. s. f., bis der Schräm oder Schlitz die gewünschte Tiefe erreicht
hat.
Dafs die Säule F, welche in der Zeichnung vertical stehend dargestellt ist, ebensogut auch
horizontal oder geneigt eingespannt und danach in derselben Lage auch der Schräm gebildet
werden kann, bedarf keiner Erläuterung.
Noch wäre zu erwähnen, dafs die Hülse D in den Schlitzen h hx des Schlittens verschoben
und auch einigermafsen aus der Senkrechten zur Säule gebracht werden kann, um mit dem
Schräm bis unmittelbar an Ulmen, First und Sohle herankommen zu können.
Sind die Schräme und Schlitze in erforderlicher Länge und Tiefe hergestellt, so wird der
Schrämapparat entfernt und, nachdem die Kohle u. s. w. bis auf die Schramtiefe hereingebrochen
und abgefördert worden, wieder vor den neuen Ortsstofs gestellt und die Schrämarbeit von
neuem begonnen. Das Vorrücken mit dem Bohrapparat ohne Nachrücken des Elektromotors
kann so lange geschehen, als es die Länge der biegsamen Welle B gestattet. Ist diese Länge
ganz ausgenutzt, so wird auch der Elektromotor nachgeschoben.
Es ist des Weiteren einleuchtend, dafs auf einer Säule zwei oder mehrere von einander
unabhängige Schlitten oder dafs auf einem und demselben Schlitten zwei oder mehrere Hülsen D
mit je einem Werkzeug angebracht und betrieben werden können und infolge dessen die
erforderliche Zeit zur Herstellung einer bestimmten Schramfläche in umgekehrtem Verhältnisse
steht zur Zahl der gleichzeitig arbeitenden Schrämer, vorausgesetzt, dafs die aufgewendete
Kraft für jeden einzelnen derselben gleich bleibt.
In Fig. 3 beiliegender Zeichnung ist ein Beispiel des Schrämens mit zwei Werkzeugen skizzirt.
Diese sind so angeordnet, dafs ihr gegenseitiger Abstand die halbe Schramlänge beträgt, und
erhellt aus der Figur, dafs dabei die Parallelverschiebung auf die halbe Länge des Schrames
genügt, um die ganze Länge desselben zu nehmen. Allgemein kann man sagen, der Weg
der Parallelverschiebung ist gleich der Schramlänge, getheilt durch die Anzahl der gleichzeitig
arbeitenden Werkzeuge.
Fig. 4 zeigt beispielsweise eine Anordnung zweier Werkzeuge für staffeiförmiges Schrämen,
d. h. wenn zwei Vorgriffe während einer Parallelbewegung genommen werden sollen. Dabei ist
eine Construction zur Verkürzung des frei tragenden Theiles des Werkzeuges versinnlicht, bestehend
aus einem Träger G, welcher die Werkzeuge nahe an den Schrämern umfafst und mit
diesen die axiale Vorschiebung mitmacht.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel, wo die Parallelverschiebung des Werkzeuges durch einen Wagen
bewirkt wird. Die Bewegung des Wagens ist hier durch ein Zahnradvorgelege vermittelt gedacht
in der Weise, dafs eines der Zahnräder auf einer Wagenradachse festgekeilt ist und durch
ein zweites durch Kurbelantrieb bethätigtes bewegt wird. Die Axialverschiebung erfolgt wie
in den früheren Beispielen.
Schliefslich bleibt noch, wenn auch als selbstverständlich, zu erwähnen, dafs die in Rede
stehende Schrämmaschine ebensogut als Bohrmaschine verwendbar ist, wenn die Axialverschiebung
allein bethätigt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur Herstellung des Schrams vermittelst eines um seine Achse rotirenden und , parallel seiner Achse beweglichen Werkzeuges C, welches, axial verstellbar, von einem Lager D unterstützt wird, das sich an einem Pfosten oder auf einem Bahngeleise parallel der Werkzeugachse verschieben läfst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25928C true DE25928C (de) |
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ID=302341
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25928D Active DE25928C (de) | Verfahren und Apparat zur Herstellung von Schrämen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25928C (de) |
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- DE DENDAT25928D patent/DE25928C/de active Active
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