DE91260C - - Google Patents
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- DE91260C DE91260C DENDAT91260D DE91260DA DE91260C DE 91260 C DE91260 C DE 91260C DE NDAT91260 D DENDAT91260 D DE NDAT91260D DE 91260D A DE91260D A DE 91260DA DE 91260 C DE91260 C DE 91260C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/74—Preparation
- C01B17/82—Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
- C01B17/84—Chamber process
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
Zusatz zum Patente ΛΪ 88368 vom 20. Januar 1895.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Juni 1895 ab. Längste Dauer: 19. Januar 1910.
Nach dem Patent Nr. 88368 soll der Verlust an nitrosen Gasen, welche aus dem Gay-Lussac-Thurm
in Form von gelben Dämpfen entweichen würden, dadurch nach Möglichkeit vermieden werden, dafs man die im Verlauf
des Processes gebildete Untersalpetersäure vor dem Uebergang der . sie enthaltenden Gase
in den Gay-Lussac-Thurm mit Hülfe von schwefliger Säure bei entsprechend niedriger
Temperatur und in Gegenwart von Feuchtigkeit in salpetrige Säure in dem letzten Theil
des Kammersystems umwandelt und hierauf erst die betreffenden Gase in den Gay-Lussac-Thurm
leitet, wo alsdann die salpetrige Säure von Schwefelsäure absorbirt wird.
Bei der praktischen Ausführung dieses Verfahrens zeigte es sich nun, dafs für sein sicheres
Gelingen, d. h. für die Umwandlung sämmtlicher Untersalpetersäure bezw. nitrosen Gase
in salpetrige Säure vor dem Uebertritt der Kammergase in den Gay-Lussac-Thurm die
geringe Menge der zu diesem Zweck erforderlichen schwefligen Säure eine ganz besondere
Aufmerksamkeit für eine gute Durchmischung derselben mit den im hinteren Theil des
Kammersystems vorhandenen Gasen erfordert, damit sämmtliches nitroses Gas der Einwirkung
der nöthigen Menge schwefliger Säure, ohne dieselbe in schädlichem Ueberschufs anzuwenden,
unterliegt und nitroses Gas lediglich in Form von salpetriger Säure in den Gay-Lussac-Thurm
gelangt.
Da die hierzu nothwendige schweflige Säure im Verhältnifs zu der zu behandelnden Gasmenge
nur gering ist, so wird eben diese gute Durchmisch ung sehr erschwert und bedarf das
Verfahren im Allgemeinen einer besonderen Aufmerksamkeit.
Mit Hülfe der vorliegenden Erfindung soll nun das den Gegenstand des Haupt - Patentes
bildende Verfahren leicht und sicher durchführbar gemacht werden, indem man nicht
reine schweflige Säure, wie solche z. B. direct aus dem Pyritofen kommt, sondern aus dem
ersten Theil der Hauptkammer Gase, welche reich an schwefliger Säure sind, in den hinteren
Theil des Kammersystems einführt. Auf solche Weise kann man eine gröfsere Gasmenge benutzen,
dieselbe mischt sich leichter und. vollständiger mit den Gasen in dem letzten Theil
des Kammersystems, und man erreicht so mit gröfserer Sicherheit als mit reiner schwefliger
Säure die zur endgültigen Umwandlung der nitrosen Gase in salpetrige Säure nöthige
Mischung und erforderlichen Bedingungen. Es tritt hierzu der Umstand, dafs die Bildung von
salpetriger Säure mit reichlicherer Schwefelsäurebildung immer sicherer eintritt, und man
schafft auf diese Weise in dem hinteren Theil des Kammersystems die Möglichkeit der Bildung
reichlicherer Mengen Schwefelsäure, so dafs die Kammergase des letzten Theiles des Kammersystems
vor ihrem Eintritt in den Gay-Lussac-Thurm höchstens noch äufserst geringe Spuren
Untersalpetersäure enthalten.
Die Stickstoffoxydgase werden, da sie im wesentlichen, nur noch aus salpetriger Säure
bestehen, alsdann im Gay-Lussac-Thurm vollständig ,.absorbirt; der Gehalt der Nitrose steigt
und die gelbe Farbe der in das Freie gelangenden Austrittsgase verschwindet mit Sicherheit
vollständig.
Zur Ausführung des Verfahrens hat man nur nöthig, aus dem ersten Theil der Hauptkammer
eine gewisse Menge der darin befindlichen Gase anzusaugen und durch einen Injector in den
hinteren Theil des Kammersystems zu leiten. Durch einige Versuche ergiebt sich mit Leichtigkeit
die erforderliche Regelung des Dampfhahnes und des Injectors.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Ausführungsform des durch Patent Nr. 88368 geschützten Verfahrens, nach welcher zu der nach diesem Patente mit Hülfe von schwefliger Säure zu bewirkenden Umwandlung der in dem Kammerprocefs gebildeten Untersalpetersäure in salpetrige Säure in dem letzten Theil des Kammersystems Gase aus dem ersten Theil der Hauptkammer, welche schweflige Säure enthalten, benutzt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE91260C true DE91260C (de) |
Family
ID=362898
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT91260D Active DE91260C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE91260C (de) |
-
0
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