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Elektrische Auslösevorrichtung für Selbstkassierer Die Erfindung bezieht
sich auf eine elektrische Auslösevorrichtung für Selbstkassierer mit Verriegelungseinrichtungen
für die Warenausgeber, um diese gegen gleichzeitiges Öffnen zu sichern, und elektromagnetischer
Steuerung der Nerriegelungseinrichtungen.
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Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Vorichtung der erwähnten
Art von betriebssicherer und von einfacher Konstruktion, bei welcher die Änderung
des Verkaufspreises der einzelnen, die verkäufliche Ware enthaltenden Abteile in
einfacher und rascher Weise möglich ist.
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Gemäß der Erfindung wird dies mit Hilfe eines elektrischen Stromkreises
erreicht, der durch ein Relais mit Haltewicklung geschlossen wird. Dieser Stromkreis
enthält einen Elektromagneten, der mit einer im Münzenweg angeordneten Klappe zusammenarbeitet,
eine Kontaktstelle, die unter der Einwirkung des Steuerhebels für die Münzenrückgabe
steht, sowie eine weitere Kontaktstelle für jeden Warenausgeber, die unterbrochen
wird, wenn der Warenausgeber für das völlige Öffnen freigegeben wird. Zur Erreichung
des vorerwähnten Zieles der Erfindung ist ferner ein Wählarm vorgesehen, der so
lange nicht zurückgestellt werden kann, als der vorerwähnte elektrische Stromkreis
geschlossen ist, und der durch die eingeworfene N-Iünze oder die eingeworfenen Münzen
gesteuert wird. In jedem der Wählkreise dieses Wählarmes befindet sich ein Elektromagnet,
der die Verriegelungseinrichtung eines oder mehrerer Warenausgeber steuert, und
ein Kontakt, der bei Beginn der Öffnungsbewegung des Warenausgebers oder der Warenausgeber
geschlossen wird, bevor der vorerwähnte elektrische Stromkreis unterbrochen wird.
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Der elektrische Stromkreis, der durch das Halterelais geschlossen
wird, wird daher unmittelbar
nach dem Einwerfen der ersten Münze
geschlossen und nicht eher geöffnet, bis die Verriegelung der Warenausgeber endgültig
für das Öffnen aufgehoben tvorden ist. Gleichzeitig mit dem Schließen des elektrischen
Stromkreises wird der Wählarm in die Lage gebracht, falls gewünscht, erst nach dem
Einwerfen einer weiteren Münze oder mehrerer weiterer :Münzen, in der die Freigabe
des entsprechenden Warenausgebers durch seine elektromagnetisch gesteuerte Verriegelungseinrichtung
erfolgt, so daß dieser Warenausgebcr in seine voll geöffnete- Stellung gebracht
werden kann, wenn der Käufer das Öffnen desselben vornehmen will. Während der Öffnungsbewegung
eines Warenausgebers können bei einer Ausführungsfarm der Erfindung die vorerwähnten
Kontakte der Wirkung einer längs des Warenausgebers vorgesehenen Führung oder eines
hinter dem Warenausgeber angeordneten und durch diesen selbsttätig bewegten Gliedes
ausgesetzt werden.
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Gleichzeitig mit dem Öffnen des Warenausgehers gibt die vorerwähnte,
im Münzenweg befindliche Klappe die Münzen frei. Bei einer sehr einfachen Ausführungsform
der Erfindung kann diese Klappe so angeordnet werden, daß sie aus der Stellung,
in welcher sie sich beim Einwerfen der Münzen befindet, in zwei Stellungen gekippt
werden kann, was durch einen hierfür vorgesehenen Elektromagneten geschieht, der
sich in dem auch das Halterelais enthaltenden Stromkreis befindet, wobei das Kippen
der Klappe nach abwärts entweder in die zum Münzbehälter des Selbstkassierers mündende
Fallrinne oder in den zur Münzenrückgabestelle führenden Münzenweg erfolgt.
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Ein weiteres :Merkmal der Klappe kann gemäß der Erfindung darin bestehen,
daß die Klappe, auf einer Seite schwerer ist, so daß sie das Bestreben hat, sich
in die in den Münzbehälter mündende Fallrinne zu öffnen, wobei der Elektromagnet
der Klappe in seinem erregten Zustand die Klappe in einer solchen Lage hält, daß
sie den Münzenweg völlig abschließt. Durch Betätigung des Münzenrückgabesteuerhebels
kann die Klappe ferner über diese Lage hinaus oder nach derjenigen Seite gekippt
werden, auf der der zur Münzenrückgabestelle, führende Münzenweg beginnt.
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Die Klappe kann durch den Münzenrückgabesteuerhebel entweder auf mechanischem
oder auf elektromagnetischem Wege betätigt werden.
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Die Kontaktstelle, über welche der die Wicklung des Haltestromrelais
enthaltende Stromkreis geschlossen wird, kann gemäß der Erfindung aus einem feststehenden
und einem drehbaren Kontaktelement bestehen, wobei das letztere mit dem Anker
der Wicklung in der Weise verbunden ist, daß es in seine den Stromkreis unterbrechende
Stellung so lange nicht zurückgebracht werden kann, als der elektrische Stromkreis
geschlossen ist.
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Der hierdurch erzielte Vorteil besteht darin, daß das drehbare Kontaktelement
mit dem vorerwähnten Wählarm gekuppelt werden kann. Wenn gewünscht, können das Kontaktelement
und der Wählarm so kombiniert werden, daß ein einziger drehbarer Kontaktarm vorhanden
ist, der mit einem Zeiger verbunden ist, welcher sich über eine auf der Vorderseite
des Selbstkassierers angebrachte Münzenwertanzeigescheibe bewegt.
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Ferner kann der- Anker des Halterelais gemäß der Erfindung mit einer
Klinke verbunden sein, die mit einem mit dem drehbaren Kontaktelement verbundenen
Sperrad zusammenarbeitet.
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Für die Bewegung des Sperrades können gemäß der Erfindung Klinken
verwendet werden, die durch den Anker des jeweils zugeordneten Elektromagneten gesteuert
werden, dessen Spule mit einem münzenbetätigten Schaltmechanismus, beispielsweise
mit einem Quecksilberkippschalter, in Reihe geschaltet ist.
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Damit der Käufer nach dem Einwerfen einer bestimmten Anzahl von Münzen
den .zugehörigen Warenausgeber leicht erkennen kann, ist gemäß der Erfindung auf
der Frontseite des Selbstkassierers neben dem jeweiligen Warenausgeber ein Lämpchen
angeordnet, das zum Wählstromkreis dieses Warenausgebers parallel geschaltet ist.
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Gemäß der Erfindung kann jeder Wählstromkreis mit dem Wählarm durch
einen Stöpsel verbunden werden, der in diejenige Klinke eingeführt wird, welche
mit dem Wählkontaktstück verbunden ist, mit dem der Wählarm nach dem Einwerfen einer
bestimmten Zahl von Münzen einen Kontakt bildet, wobei die Zahl der Münzen jeweils
im Gesamtbetrag dem Preis der Ware in dem zugeordneten Warenausgeber entspricht.
Durch Einführen des Stöpsels in eine andere Klinke kann der Preis, bei welchem der
Warenausgeber geöffnet werden kann, in einfacher Weise geändert werden.
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In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen einer elektrischen
Auslösevorrichtung gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt.
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Fig. i zeigt in perspektivischer Darstellung und teilweise im Schnitt
die den. Gegenstand der Erfindung bildenden Teile eines Selbstkassierers; Fig. 2
zeigt diejenigen Teile, die durch das Einwerfen einer Münze betätigt werden; Fig.
3 zeigt einige der gleichen Teile beim Einwerfen einer weiteren Münze; Fig. ¢ zeigt
einen Warenausgeber als Warenschieber, der gerade geöffnet wird; Fig. 5 zeigt die
Teile des Selbstkassierers nach dem vollen Öffnen eines Warenschiebers; Fig. 6 zeigt
die Münzenrückgabeeinrichtung des Selbstkassierers, wenn nicht der volle Münzenbetrag
eingeworfen worden ist; Fig.7 zeigt eine andere Ausführungsform der Münzenrückgabeeinrichtung;
Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform der Münzenrückgabeeinrichtung; Fig.9 zeigt
eine Seitenansicht des Klinkengesperres für die Steuerung des Wählarmes und des
in den vorangehenden Figuren dargestellten drehbaren Kontaktgliedes; Fig. io zeigt
das gleiche Klinkengesperre in vergrößertem Maßstab und im Schnitt nach der Linie
X-X der Fig. 9;
Fig. ii zeigt eine perspektivische Ansicht eines
Selbstkassierers, dessen Warenausgeber aus schwenkbaren Klappen bestehen.
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Die Frontplatte i des Selbstkassierers ist mit zwei Schlitzen 2 und
3 für das Einwerfen von Münzen versehen. Hinter diesen Schlitzen führen zwei Münzenwege
oder Fallrinnen nach unten in eine Sammelkammer 6, die durch eine um einen feststehenden
Zapfen 8 verschwenkbare Klappe 7 abgeschlossen werden kann. Da das eine Ende der
Klappe 7 ein Gewicht 9 trägt, nimmt sie die in Fig. i gezeigte Stellung ein, in
welcher sie nach unten in eine Fallrinne io geschwenkt ist, welche in einen Münzbehälter
i i für die Aufnahme der Münzen führt.
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Die Quecksilberkippschalter 12, 13 und 14 arbeiten mit den Münzenwegen
4 und 5 in der Weise zusammen, daß beim Einwerfen einer Münze elektrische Stromkreise
geschlossen werden. Durch das Schließen dieser Stromkreise wird mittels Elektromagneten
ein Sperrad 15 schrittweise bewegt. Dies hat zur Folge, daß ein auf der Achse
18 des Sperrrades 1,5 angeordneter Kontaktarm i9 elektrische Stromkreise schließt,
in denen sich die Lämpchen 2o bzw. 21 und entsprechende durch Elektromagneten gesteuerte
Verriegelungseinrichtungen für die jeweiligen Warenausgeber 22 oder 23 befinden.
Diese Elektromagneten dienen zum Entsperren der Verriegelungseinrichtungen, wenn
der erforderliche Betrag an Münzen in den Selbstkassierer eingeworfen worden ist,
wobei es unwesentlich ist, ob der geforderte Betrag aus einer größeren Zahl von
Münzen von geringem Nennwert oder aus einer kleinen Zahl von Münzen mit höherem
Nennwert besteht. Die Warenausgeber sind in der Zeichnung als Warenschieber dargestellt,
können jedoch jede beliebige andere Form haben, beispielsweise die Form von schwenkbaren
Klappen.
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Falls ein Käufer während des Einwurfs der Münzen seinen Kauf rückgängig
machen will, kann er sein Geld durch Drücken des Geldrückgabeknopfes 98 zurückerhalten,
durch dessen Betätigung die Klappe 7 nach unten in den Münzenrücklaufweg 25 geschwenkt
wird, von dessen Boden der Käufer durch eine öffnung 27 in der Frontplatte des Selbstkassierers,
die durch eine schwenkbare Klappe 26 abgeschlossen ist, sein Geld entnehmen kann.
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Das vordere Ende der Achse i8 trägt einen (in der Zeichnung nicht
gezeigten) Zeiger, der auf der Vorderseite des Selbstkassierers sichtbar ist und
jeweils den Wert anzeigt, den die eingeworfenen Münzen darstellen, wobei sich der
Zeiger über eine Preisskala bewegt.
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Im nachstehenden folgt nun eine ins einzelne gehende Beschreibung
der verschiedenen Teile des Selbstkassierers und ihrer Arbeitsweise.
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Die den schrägen Münzenweg 4 nach abwärts rollende Münze 28 drückt
einen Stift 29, der auf einem schwenkbar gelagerten Arm 3o angeordnet ist, nach
unten. Der Arm 3o bewirkt dadurch eine Drehung der Achse 31, auf der er befestigt
ist und die auch den Quecksilberkippschalter 12 trägt, um einen solchen Betrag,
daß der Kippschalter einen über einen Elektromagneten 16 führenden elektrischen
Stromkreis schließt. Der Anker 33 .dieses Elektromagneten (Fig. 9) ist mittels eines
Gliedes 34 mit einem Arm 36 verbunden, der bei 35 schwenkbar gelagert ist und eine
Klinke 37 trägt. Eine zwischen einem feststehenden Stift 39 und einem sich nach
oben erstreckenden Arm 4o der Klinke 37 befestigte Zugfeder 38 hat das Bestreben,
die Klinke 37 nach unten in Eingriff mit dem Sperrrad 15 zu bewegen. Die Klinke
37 liegt normalerweise an einem Anschlag 139 und an einer Schrägfläche 4i
einer feststehenden Platte 42 an. Wenn jedoch der vorerwähnte über den Elektromagneten
16 geführte Stromkreis geschlossen wird, wird die Klinke 37 zum Sperrad nach unten
gezogen, welch letzteres um eine bestimmte Zähnezahl in der durch den Pfeil 43 angegebenen
Richtung gedreht wird, bis der Arm 40 am Ende der verstellbaren Schraube 44 zur
Anlage kommt. Da sich die Münze rasch über den Stift 29 hinbewegt, wird der Schalter
12 nur für einen kurzen Augenblick geschlossen, worauf er wieder in seine in Fig.
i gezeigte Ausschaltstellung zurückfällt. Wenn der Strom abgeschaltet ist, werden
die Klinke 37 und die diese tragenden Teile durch die Zugfeder 38 in die in Fig.
9 gezeigte Stellung zurückbewegt. An der Achse 18 des Sperrades ist ein schmales
Stahlband 45 befestigt, das sich bis zu dem um 46 schwenkbaren Arm 47 erstreckt
und an diesem ebenfalls festgemacht ist. Der Arm 47 steht ständig unter der Wirkung
der Zugfeder 48. Infolge dieser Anordnung hat das Stahlband 45 ständig das Bestreben,
das Sperrad in seine ur= sprüngliche Stellung zurückzubringen, was jedoch durch
eine weitere Klinke 49 verhindert wird, die inzwischen in die mit So bezeichnete
Lage bewegt worden ist, in welcher sie, wie nachstehend beschrieben, ständig elastisch
gegen das Sperrad angedrückt wird.
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Der Kontaktarm i9 wird durch das Sperrad 15 in die in Fig. 2 gezeigte
Stellung gedreht, so daß sowohl mit einem Kontaktstück 51 als auch mit einer Kontaktführung
52 eine elektrisch leitende Verbindung hergestellt wird. Über diese Kontaktführung
52 wird ein elektrischer Stromkreis geschlossen, in dem zwei Elektromagneten 53
und 54 und ein geschlossener Kontakt 55 liegen, welch letzterer durch Betätigung
des Druckknopfes 98 unterbrochen werden kann, sowie eine Anzahl geschlossener Kontakte
56 und 57, die hintereinandergeschaltet und an den ihnen jeweils zugeordneten Warenausgebern
angeordnet sind. Durch das Schließen dieses elektrischen Stromkreises wirkt der
Elektromagnet 53 durch seinen Anker 58 (Fig. 9 und io) auf ein Glied 6o, das unter
der Wirkung einer Zugfeder 59 steht und an dem ein auf einem beweglichen Arm 62
befestigtes Band 61 angreift. Dies hat zur Folge, daß der Arm 62 die Zugfeder 63
spannt, wodurch ein Zug auf die segmentförmige Klinke 49 ausgeübt wird, die um die
gleiche Achse 64 wie der Arm 62 schwenkbar ist, so daß die Klinke 49 in Richtung
zum Sperrad i5
in die mit 5o bezeichnete Lage bewegt wird, wie oben
beschrieben. Da, wenn weitere Münzen eingeworfen werden, das Sperrad an einer Drehung
entgegengesetzt der Richtung des Pfeiles .43 nach jedem Münzeneinwurf gehindert
werden muß, muß die Klinke 4.9 im Eingriff mit dem Sperrad gehalten werden, bis
der Warenschieber freigegeben worden ist. Der über die Elektromagneten. 53 und 5.1.
führende Stromkreis wird daher während dieses Vorgangs geschlossen gehalten, .wobei
der Elektromagnet 53 und der Kontaktarm ig für diesen Stromkreis als Halterelais
wirken.
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Beim Schließen des elektrischen Stromkreises zieht der Anker 65 des
Elektromagneten 5.4 die Klappe 7 in. ihre in Fig. 2 gezeigte waagerechte Lage, in
welcher die Kammer 6 an ihrem unteren Ende abgeschlossen ist. Am oberen Ende des
Ankers 65 befindet sich eine Kugel 66, die mit einem Schlitz 67 in einem Querarm
68 der Klappe 7 zusammenarbeitet, Wenn beispielsweise: die in den Selbstkassierer
eingeworfene Münze 28 ein Zehnpfennigstück ist und anschließend ein Markstück in
den Münzenweg 5 eingeworfen wird, muß durch diesen Vorgang eine Bewegung des Kontaktarmes
ig bewirkt werden, die zehnmal so groß ist als vorher, d. h. der Kontaktarm ig muß
vom ersten Kontakt 51 zum elften Kontakt 69 bewegt werden. Da es schwierig ist,
das Sperrad mit einer einzigen Bewegung um einen so großen Winkel zu drehen, hat
es sich als vorteilhaft erwiesen, das Sperrad in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden
Abschnitten zu bewegen. Für diesen Zweck sind zwei uecksilberkippschalter
13 und 14 vorgesehen, die- mit ihren Kipphebeln 70 und 71 in
den Münzenweg 5 hineinragen. Das :Markstück 72 wirkt daher, wie in Fig. 3 gezeigt,
zunächst auf den Kipphebel 70, so daß ein den Elektromagneten 17 enthaltender
Stromkreis durch den Schalter 13 geschlossen, wird, wodurch der Kontaktarm i9 in.
die mit 73 bezeichnete Stellung bewegt wird. Kurz hernach drückt die Münze auf den
Kipphebel 71, wodurch der Schalter 14 den Stromkreis des Elektro- , magneten
17 schließt, so daß der letztere eine Bewegung des Armes ig aus der Stellung
73 zum Kontakt 69 bewirkt.
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Wie in Fig. 9 und io gezeigt, ist der Anker 7.4 des Elektromagneten
17 über ein Gestänge 75 mit einem Arm 76 verbunden, welch letzterer schwenkbar
um die Achse i8 gelagert ist. Der Arm 76 trägt eine Klinke 78, die um einen Zapfen
77 beweglich' ist. Da das an einem Ende des Armes 76 befestigte Gewicht 141 das
Bestreben hat, den Arm 76 in seine senkrechte Lage zu bringen, wird die Klinke 78
in Anlage an einem Anschlag 140 gehalten, wobei eine Zugfeder 79 zwischen der Klinke
78 und dem Arm 76 gleichzeitig die Klinke in Anlage an einer ständig in Schräglage
befindlichen Fläche 8o hält. Durch das Erregen des Elektromagneten 17 wird
die Klinke 78 aus ihrer Anlage am Anschlag i4.o und an der Schrägfläche 8o bewegt
und nach oben zum Sperrad gezogen, welches in. Richtung des Pfeiles 43 uni einen
Winkel bewegt wird, der fünfmal so groß ist wie der Winkel, um den das Sperrrad
durch die, Klinke 73 bewegt worden ist.
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Unmittelbar nachdem der Schalter 13 in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt
und der Elektromagnet 17 stromlos geworden ist, werden der Arm 76 und die Klinke
78 durch eine (nicht gezeigte) Feder in die in Fig. 9 gezeigte Ausgangsstellung
zurückgebracht: Wenn nun die Münze 72 (Fig. 3) auf den Kipphebel 71 auftrifft und
den zweiten Schalter 14 schließt, wird das Sperrad 1s wieder um einen entsprechenden
Winkelbetrag gedreht, wodurch der Kontaktarm ig zum Kontakt 69 (Fig. 3) bewegt wird.
In dieser Stellung hält der Kontaktarm ig den elektrischen Stromkreis, in dem die
Elektromagneten 53 und 54 liegen, geschlossen und scha,Itet ferner einen Stromkreis
ein;, der über das Lämpchen 2o führt, welch letzteres zum Warenschieber 22 gehört,
wie in Fig. 3 ersichtlich, da die vom Lämpchen ausgehende Leitung 8i in eine Klinke
83 eingestöpselt ist, die mit dem Kontakt 69 elektrische Verbindung hat. Nachdem
der Käufer den Betrag von DM i,io für den Kauf der im Warenschieber 22 befindlichen
Ware in den Selbstkassierer eingeworfen. hat, zieht er am Warenschieber 22, welcher
mittels einer Seitenführung 84 (Fig. .4) einen Druck auf einen auf einer Feder 85
angeordneten Klotz 86 ausübt, wodurch der unter diesem Klotz befindliche Kontakt
87 geschlossen wird. Hierdurch wird ein Stromkreis geschlossen, der den Elektromagneten
88 enthält, dessen Anker eine elastische Klinke 89 außer Eingriff mit der
Auskehlung go des Warenschiebers bringt, bevor der Letztere so. weit herausgezogen
worden ist, daß die Feder 89 an der Hinterkante, der Auskehlung 9o zur Anlage kommt.
Ohne dieses Anheben der Klinke 89 kann der Warenschieber 22 nicht geöffnet
werden. Durch das Anheben der Klinke kann der Warenschieber jedoch völlig für die
Entnahme der Wäre geöffnet werden, wie in Fig. 5 gezeigt. Während des Öffnens trifft
die Führung 84 auf einen Klotz 92 auf, der um einen Zapfen, gi schwenkbar ist, wodurch
der Kontakt 56 geöffnet wird. Hierdurch wird der die Elektromagneten 53 und 54 enthaltende
Stromkreis unterbrochen, was zur Folge hat, daß die Klinke 4.9 in die in Fig. 9
gezeigte Lage zurückgebracht wird, so daß die Feder 48 über das Band 45 das Sperrad
1s in seine Ausgangsstellung zurückbringen, kann, in welcher das Rad 15 durch
einen (nicht gezeigten) Anschlag zum Stillstand gesperrt wird. Dies hat zur Folge,
daß der Arm ig in seine in Fig. 5 gezeigte Ausganggsstellung zurückgeschwenkt wird,
wodurch auch die Stromkreise, in denen der Elektromagnet 88 und das Lämpchen 2o
liegen, unterbrochen werden. Das Lämpchen kommt daher zum Verlöschen und, sobald
der Warenschieber in seine. ge:-schlossene, Stellung zurückgebracht worden ist,
wird er wieder durch die Klinke 89, wie in Fig. i gezeigt, gesperrt. Der Warenschieber
ist ferner mit (nicht gezeigten) Mitteln versehen, durch die ",erhindert wird, daß
der Warenschieber wieder herausgezogen werden kann, wenn einmal der Schließvorgang
eingeleitet worden ist. Außerdem ist zwisehen
den Warenschiebern
ein (nicht gezeigtes) Schaltgestänge* vorgesehen, durch das die Gewähr geschaffen
wird, da13 immer nur ein Warenschieber offen ist.
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Das Stromloswerden des Elektromagneten 54 hat zur Folge, daß die Klappe
7 in ihre in Fig. 5 gezeigte Ausgangsstellung zurückgeschwenkt wird, wobei die auf
der Klappe liegenden Münzen 28 und 72 durch den Münzenweg io in den Münzbehälter
i i fallen.
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Falls der Käufer die im Warenschieber 23 befindliche Ware zu erwerben
wünscht, wirft er ein weiteres Zehnpfennigstück durch den Münzenschlitz :2 ein,
wodurch der Kontaktarm i9 bis zum nächsten. Kontakt 93 bewegt wird, so daß die das
Lämpchen 21, das dem Warenschieber 23 zugeordnet ist, und den Elektromagneten 94
(Fig. 5) enthaltenden Stromkreise geschlossen werden.
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Falls der Preis der Ware auf DM 1,30 geändert werden muß, braucht
der Stöpsel 95 nur aus der mit dem Kontaktstück 93 verbundenen Klinke 94
herausgezogen und in die Klinke 96 eingeführt zu werden, welch letztere mit dem
nächsten Kontakt 97, wie in Fig. i gezeigt, elektrisch verbunden ist.
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Falls der Käufer seinen Kauf rückgängig machen will, bevor er versucht
hat, an irgendeinem der Warenschieber 22 und 23 zu ziehen, kann er, wie oben erwähnt,
den Geldrückgabeknopf 98 drücken. Hierdurch wird, wie bereits beschrieben, der Kontakt
55 der in Fig. i bis 6 dargestellten Ausführungsform geöffnet, was eine Rückführung
des Kontaktarmes i9 in seine Ausgangsstellung (Fig. 5) und eine Unterbrechung der
verschiedenen Stromkreise des Selbstkassierers und damit eine Sperrung aller Warenschieber
zur Folge hat.
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Der Geldrückgabeknopf muß bis zur vollen Berührung mit der Frontplatte
eingedrückt werden. Hierdurch wird der mit diesem Druckknopf starr verbundene Arm
99 mit seinem Fortsatz ioo quer unter dem Querarm 68 der Klappe 7 bewegt, so daß
diese an einer Schwenkbewegung nach unten in den Münzenweg io gehindert wird. Andererseits
hat ein weiterer Druck auf den Druckknopf 98, bis dieser die in Fig.6 gezeigte Lage
einnimmt, zur Folge, daß die am Arm 99 vorgesehene Schrägfläche ioi an den Querarm
68 angedrückt wird, so daß die Klappe 7 eine Schwenkbewegung nach unten in den Geldrückgabeweg
25, wie in Fig. 6 gezeigt, ausführt. Die auf der Klappe 7 liegende Münze bzw. liegenden
Münzen gleiten dabei in den Münzenweg 25, aus welchem sie der Käufer mit seinem
Finger io2 herausnehmen kann.
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Wie in Fig. 7 gezeigt, ist es auch möglich, statt den Geldrückgabeknopf
98 mit einem Seitenarm 99 und einer, an diesem befindlichen Schrägfläche ioi zu
versehen, die Klappe 7 durch elektromagnetische Mittel zu verschwenken. Dies kann
dadurch geschehen, daß ein Elektromagnet 103 unmittelbar unter dem Elektromagneten
54 angeordnet wird und der Elektromagnet 103 unmittelbar nach dem S tromloswerden
des Elektromagneten 54 eingeschaltet wird. Wie aus Fig. 7 ersichtlich, hat die Bedienung
des Druckknopfes 98 zuerst zur Folge, daß der Kontakt 55 unterbrochen und dann ein
weiterer Kontakt 104 geschlossen wird, so daß der Elektromagnet 103 erregt wird,
der dann mit Hilfe seines Ankers, den er gemeinsam mit dem Elektromagneten 54 hat,
die Klappe 7 nach unten in den Münzenweg 25 kippt. Anstatt eine Kippbewegung der
Klappe 7 in zwei entgegengesetzten Drehrichtungen zu bewirken, kann die Klappe so
angeordnet werden, daß sie um zwei zueinander senkrecht stehende Achsen kippbar
ist. Dies ist in Fig. 8 gezeigt, bei welcher die Klappe 7 nach unten in den Münzenweg
io gekippt ist, solange der Elektromagnet 54 stromlos ist. In diesem Fall nimmt
die Klappe 7 die in Fig. 8 gezeigte Lage ein. Der Elektromagnet 54 ist auf einem
Bügel 105 angeordnet, der um zwei Drehzapfen io6 und 107 beweglich ist. Auch der
Drehzapfen 8 der Klappe 7 ist in dem Bügel io5 gelagert. Wenn bei dieser Ausführungsform
der Kontakt 55 unterbrochen und der Kontakt io4 geschlossen wird, wird ein Elektromagnet
io8 eingeschaltet und der Bügel 105 angehoben, was zur Folge hat, daß die Klappe
7 hochgekantet wird, so daß die auf ihr liegenden Münzen durch einen in der Seitenwand
der Kammer 6 vorgesehenen und in den Münzenweg 25 mündenden waagerechten Schlitz
iog fallen.
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Die Münzenwege 4 und 5 sind ferner mit (nicht gezeigten) an sich bekannten
Münzenprüfern versehen, die in der üblichen Weise ungeeignete Münzen bei Bedienung
des Druckknopfes 98 in dem Geldrückgabeweg 25 zurückgeben. Fig. i i zeigt Teile
eines Selbstkassierers, der mit Ausgabeklappen i io versehen ist, welch letztere
längs ihrer Unterkante um Drehzapfen i i i schwenkbar angeordnet sind. An der Innenseite
jeder dieser Klappen des Selbstkassierers befindet sich ein Fach, in welchem die
verkäufliche Ware gestapelt ist. Jede Klappe kann mit einer Schauscheibe aus Glas
112 versehen sein, die dem Käufer die Sicht auf die Ware ermöglicht. Beim Öffnen
einer solchen Klappe bewegt sich eine durch einen Schlitz 113 in der Frontplatte
des Selbstkassierers geführte Verbindungsstange 114 teilweise aus diesem Schlitz
heraus, wodurch gleichzeitig eine Segmentplatte 116, die um einen Drehzapfen 115
schwenkbar ist, bewegt wird. Kurz nach dem Beginn ihrer Bewegung trifft die Segmentplatte
116 auf einem an einem Steuerhebel iig vorgesehenen Stift 117 auf. Dieser Steuerhebel
i i9 ist beweglich in an der Querwand 118 befestigten Halterungen 24 angeordnet.
Der Steuerhebel iig wird jedoch an einer Aufwärtsbewegung durch eine Sperrklinke
i2o gehindert, auf die eine Zugfeder 121 einwirkt und die in einer Halterung i22
an der Wand i 18 waagerecht beweglich angeordnet ist, solange nicht der dem
Preis der Ware entsprechende Betrag eingeworfen worden ist.
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Im letzteren Fall ist ein Anheben des Steuerhebels iig in der angegebenen
Weise möglich, da die Sperrklinke i2o dann außer Eingriff mit den Zähnen i23 des
Steuerhebels iig gebracht worden ist, was mit Hilfe eines an einem feststehenden
Drehzapfen i24 beweglichen Armes 125 geschieht,
dessen oberes
Ende die Klinke i2o durch Anlage am Stift i26 der Klinke nach links bewegt. Durch
das Einwerfen von Münzen werden daher folgende Arbeitsvorgänge ausgeführt.
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Nachdem der dem Preis der zu verkaufenden `'Ware entsprechende Betrag
in den Selbstkassierer eingeworfen worden ist, leuchtet das Lämpchen 127 auf, das
dem Lämpchen 2o bei den im vorangehenden beschriebenen Ausführungsformen entspricht.
Wenn der Käufer dann einen der Fingergriffe 128 der Ausgabeklappen iio erfaßt und
diese um einen geringen Betrag nach außen bewegt, wird der in den beiden Halterungen
24 an der Wand i z8 bewegliche Steuerhebel iig um einen solchen Betrag angehoben,
daß eine am Hebel i ig im Winkel zu diesem gebogene Lasche 129 gegen die Wirkung
einer Feder 138 gegen einen um einen festen Drehzapfen 130 schwenkbaren Kontaktarm
131 nach oben bewegt wird. Hierdurch wird ein Kontakt 87 geschlossen, wodurch ein
Elektromagnet 88 eingeschaltet wird, was zur Folge hat, daß dessen Anker 132 mittels
eines Verbindungsbügels 133 den Arm i25 in der beschriebenen Weise schwenkt. Durch
das weitere Anheben des Steuerhebels i ig gleitet die Klinke 12o auf einer Schrägfläche
134 des Steuerhebels und dieser gleichzeitig längs des Endes des Kontaktarmes 131,
wobei die Lasche 129 des Steuerhebels iig einen weiteren Kontaktarm 135 gegen die
Wirkung einer Feder 137 anhebt. Der Kontaktarm 135 ist um einen Drehzapfen 136 schwenkbar,
so daß der Kontakt 56 geöffnet und damit der Haltekreis unterbrochen werden kann,
wodurch alle Stromkreise des Selbstkassierers ; unterbrochen werden. Dies hat zur
Folge, daß der Kontaktarm i9 in seine Ausgangsstellung zurückbewegt wird wie bei
der Ausführungsform nach Fig. 5. Die Segmentscheiben 116 tragen nicht gezeigte Glieder.
die ein erneutes öffnen der Ausgabeklappen verhindern, wenn einmal die Schließbewegung
eingeleitet worden ist, wobei ferner Glieder vorgesehen sind, die verhindern, daß
mehr als ein Warenausgeber gleichzeitig geöffnet werden kann.
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Nachdem der Warenausgeber wieder geschlossen worden ist, fällt der
Steuerhebel iig infolge seines Eigengewichtes wieder in seine in der Zeichnung gezeigte
Lage zurück, in welcher er durch einen Ansatz 32 an der obersten Halterung 2q. zur
Anlage kommt. Durch die Feder 121 wird ferner die Klinke i2o bis zu einer Stelle
des Steuerhebels i i9 oberhalb der Zähne 123 bewegt.
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Die elektrische Auslösevorrichtung gemäß der Erfindung kann auch von
den im vorangehenden j beschriebenen Ausführungsformen abweichend ausgeführt werden.
Statt zwei Münzenwege q. und 5 können drei oder mehrere vorgesehen sein, und statt
der Anordnung der Kontakte 51, 69, 93, 97 in Form eines einzigen Kreises können
mehrere solcher Kontaktgruppen jeweils in kreisförmiger Anordnung vorgesehen sein.
Hierbei ist natürlich darauf zu achten, daß der Kontaktarm ig niemals gleichzeitig
mit mehr als einem Kontakt elektrische Verbindung hat. Wenn mehrere Stöpsel
9,5 mit einer einzigen Klinke 94 (Fig. i) in elektrische Verbindung gebracht
werden, ist es möglich, Stückwaren zum gleichen Preis aus zwei oder mehreren Warenausgebern
22, 23 oder i io zu verkaufen. Wenn der erforderliche Betrag an '.Münzen in den
Selbstkassierer eingeworfen worden ist, kommt das dem jeweiligen Warenausgabeorgan
zugeordnete Lämpchen 20, 21 oder 127 zum Aufleuchten, jedoch kann der Käufer infolge
der Anordnung der vorerwähnten Steuerorgane, durch die gewährleistet wird, daß gleichzeitig
nur immer ein Warenausgabeorgan geöffnet werden kann, jeweils immer nur eine einzige
Stückware entnehmen.