DE91124C - - Google Patents

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/16Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of zinc, cadmium or mercury

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.vg
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von- metallischem Zink aus Zinkerzen auf elektrolytischem Wege, wobei ein von Eisen vollständig freies Zink erhalten wird. Bei den bisher bekannten Verfahren der Zinkgewinnung durch Elektrolyse, wie z. B. in der Patentschrift Nr. 29900 beschrieben, wird eine eisenfreie Gewinnung von Zink nicht erreicht, da das Eisen bezw. seine Oxyde nicht aus der Lösung ausgeschieden werden, zumal deren Menge durch die Benutzung eiserner Anoden noch vermehrt wird.
Das vorliegende Verfahren kennzeichnet sich durch die Behandlung der ammoniakalischen Zinklaugen mittels Zinnhydroxyds behufs späterer Elektrolyse mit unlöslichen Anoden, z. B. Blei, Zinn oder Kohle.
Die Lösung von kohlensaurem Ammoniak und von Ammoniakgas in Wasser löst kleine Mengen der Eisenoxyde, und dieses aufgelöste Eisen wirkt höchst nachtheilig bei der späteren elektrolytischen Niederschlagung des Zinks dadurch, dafs es in schwammigem Zustande ausfällt und wieder in die Auflösung tritt, während das am negativen Pol niedergeschlagene Zink stets Eisen als Unreinheit enthält. Es ist daher wichtig, die Eisenoxyde aus der Lösung zu entfernen, und um dies zu erreichen, wird derselben, zweckmäfsig bei einer Temperatur von etwa 40 ° C, in bekannter Weise erzeugtes Zinnoxydhydrat zugesetzt. Am besten wählt man durch Oxydirung von metallischem Zinn mit Salpetersäure erhaltenes, gewaschenes und darauf getrocknetes Zinnoxydhydrat. Ist letzteres in die Lösung gebracht, so wird sie auf mechanischem Wege in starker Bewegung gehalten, wobei sich in wenigen Stunden das Eisen in der Lösung vollständig als Oxyd niederschlägt. Dann läfst man das Zinnoxyd auf den Boden des Gefäfses sinken und die klare Lösung in einen anderen Behälter laufen.
Bei Verarbeitung von nicht kupferhaltigen Zinkerzen ist die klare, vom Eisen befreite Lösung hiernach zur Elektrolyse in den Ablagerungsgefäfsen bereit. In diesen, am besten aus Holz bestehenden Behältern wird die Lösung mit einer Oelschicht bedeckt und auf einer Temperatur von 40 bis 500 C. erhalten. Die negativen Elektroden bestehen aus Zinkblech und die positiven aus Zinn, Blei oder anderem, in der Flüssigkeit nicht löslichem Metall oder aus Kohle. Eisenelektroden können wegen der schädlichen Wirkung auf die Zinkablagerung nicht verwendet werden.
Enthielt das Erz auch Kupfer, so wird erst das Kupfer aus der Lösung entfernt, indem man in den Behälter Platten von metallischem Zink oder solche von metallischem Zink und metallischem Zinn bringt, die1 als Element wirken. Nach dem Hineinlegen fängt das Kupfer an, sich auf dem Zink in harten, glänzenden Metallschuppen und -Streifen abzusetzen, die ganz oxydfrei sind, da durch eine über-

Claims (1)

  1. deckende Oelschicht die Luft abgeschlossen ist. Hierdurch wird die Lösung von dem darin enthaltenen Kupfer vollkommen befreit und dann wie vorstehend in den Behältern durch Elektrolyse behandelt.
    Um das Zinnoxydhydrat, nachdem es mit Eisenoxyd durchsetzt ist, nochmals gebrauchsfähig zu machen, wird es in ein entsprechendes Gefa'fs gebracht, mit Schwefelsäure behandelt und mit Wasser gewaschen, wobei das Eisen als Sulfat sich auflöst.
    Patent-A νspruch:
    Verfahren zur Reinigung ammoniakalischer Zinklaugen von Eisen, insbesondere behufs späterer Elektrolyse mit unlöslichen Anoden, durch Behandeln mit Zinnhydroxyd.
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