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Backband mit Wärmeschutz-Randleisten Die Erfindung bezieht sich auf
Backbänder mit Wärmeschutz-Randleisten, die am Ofeneinlaß aufzusetzen und am Ofenauslaß
wieder abzunehmen sind.
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Die übung des Aufsetzens von Wärmeschutz-Randleisten auf Backbänder
findet sich allgemein beim Backen angeschobenen Brotes. Der Zweck der Leisten ist,
wie schon der Name sagt, einen Wärmeschutz zu liefern, und zwar speziell für die
nächst den Bandrändern sitzenden Randbrote, deren Außenflanken es vor unerwünschten
Anbräunen und Krustigwerden zu bewahren gilt.
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Bekannt ist die Maßnahme, dem Band aufgesetzte, paarweise einander
gegenüber befindliche Leisten zwecks ihrer Stellungssicherung mit Haltebügeln gegeneinander
abzusteifen, die, weil sie das Band auf ganzer Breite überbrücken müssen, aber mancherlei
Nachteile mit sich bringen, sowohl im Hinblick auf das Aufsetzen und Wiederabnehmen
der Leisten als auch im Hinblick auf das Beschicken und Entleeren des Ofens. Bekannt
ist des weiteren der Vorschlag, an den Bandrändern hochstehende Seitenstützen für
die Leisten vorzusehen. So können zwar die Nachteile, die sich bei der Verwendung
von Haltebügeln ergaben, überwunden werden, doch erfordert ein Band mit an den Rändern
hochstehenden Stützmitteln besondere Rücksichten in bezug auf die Gestaltung und
Anordnung der Mittel zum Halten, Führen und Spannen des Bandes im Ofen.
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Das erfindungsgemäß Neue eines Backbandes mit Wärmeschutz-Randleisten,
die am Ofeneinlaß aufzusetzen und am Ofenauslaß wieder abzunehmen sind, kennzeichnet
sich demgegenüber nun grundsätzlich dadurch, daß die Wärmeschutz-Randleisten mittels
Steckkupplungsteilen und am Band vorgesehenen Gegenkupplungsteilen auf das Band
aufsetzbar sind. Damit sind alle Mängel und Nachteile der vorbekannten Ausführungen
vermieden.
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Wie die Steckverbindungen zwischen Band und Leisten gestaltet werden,
ist an sich gleichgültig. Die allgemein bevorzugte Ausführung des Erfindungsgegenstandes
ist
gekennzeichnet durch Leisten, die mit an ihrer Unterseite vorgesehenen Stiften in
entsprechende Lochungen des Backbandes einsteckbar sind. Was diese Ausführung ganz
besonders vorteilhaft macht, ist nicht nur Einfachheit, Billigkeit, Stabilität und
praktisch so gut wie völlig bedingungslose Verwendbarkeit bei Bandöfen aller möglichen
Konstruktionen, sondern vor allem auch die :Möglichkeit, die Leisten einfach durch
Druck von unten her ausheben zu können, so beispielsweise lediglich durch Auflaufenlassen
auf eine Schrägfläche, eine Führungskurve oder einen Nocken am Auslaufende des Ofens.
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Eine Vereinfachung und Verbilligung der Konstruktion wie auch eine
praktisch bedeutsame Erleichterung des Aufsetzens und Festlegens der Leisten auf
dem Backband bringt eine weitere erfindungsgemäße Ausführung, bei der. jede der
Leisten mittels nur einer an oder nahe ihrem einen Ende vorgesehenen Steckkupplung
auf das Band aufsetzbar ist und das andere Ende gegen unerwünschtes Schwenken in
der Bandebene durch das mittels der Steckkupplung am Band befestigte Ende der nächstfolgenden
Leiste gesichert ist, zweckmäßig durch Ausbildung der Leisten mit Schrägstoß.
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Weitere Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß bei Backbändern
aus Drahtgeflecht (sogenannte Netzbänder) für den Eingriff der zu den Leisten gehörigen
Kupplungsteile gelochte Steckkupplungsteile vorgesehen sind, die im Band selbst
gelenkig verankert sind und eine im wesentlichen der Bandstärke entsprechende Dicke
haben, und schließlich auch noch darin, daß bei Netzbändern mit untereinander durch
Querstäbe verbundenen Drahtwicklungen die gelochten Steckkupplungsteile H-förmig
mit quer durchlochten Schenkeln ausgebildet sind, an denen die Querstäbe verankert
sind. Dadurch wird erreicht, daß sich das Band im Betrieb genau wie jedes andere
Gitter- oder Netzband zu verhalten vermag, sich nicht buckelt und sich insbesondere
auch nicht längs seiner Ränder verzieht.
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Es sei nunmehr auf die Zeichnung Bezug genommen; darin stellt dar
Abb. z ein Stück eines Backbandes in der Ausführung als Gitter- oder Netzband, längs
des linken Randes ohne und längs des rechten Randes mit aufgesteckten Wärmeschutz-Randleisten
nach der Erfindung, Abb. 2 ein Stück einer Leiste mit einem im Querschnitt runden
Steckstift, Abb. 3 ein Stück einer Leiste mit im Querschnitt dreieckig gestaltetem
Steckstift, Abb. q. ein Beispiel einer Vorrichtung zum Abdrücken bzw. Abheben der
Leisten vom Backband am Auslaufende des Ofens.
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Das Backband r, das hier beispielsweise aus Drahtgeflecht besteht
(sogenanntes Gitter- oder Netzband), enthält längs seiner beiden Ränder zentral
durchlochte und in der Umrißform H-förmige Steckkupplungsteile 2, die sich mit ihrer
Ober- und Unterseite in die Ebenen der Bandober- und Unterfläche im wesentlichen
einpassen, also das Band gleich jedem gewöhnlichen Netzband verwenden lassen. Die
Schenkel der H-förmigen Steckkupplungsteile 2 sind quer durchlocht und auf entsprechenden
Querstäben 3 des Netzbandes verankert. Kann die Wicklung q. zwischen den Querstäben
3, auf denen die Steckkupplungsteile 2 verankert sind, nur bis an diese Teile herangeführt
werden, so ermöglicht die H-Form jedoch, daß sich die ummittelbar angrenzenden Wicklungen
bis in die Räume zwischen den H-Schenkeln der Steckkupplungsteile 2 fortsetzen und
Zugbeanspruchungen längs der Bandränder in gerader Linie sich auswirken, also Verzerrungen,
Verbucklungen und Verkrümmungen des Bandes nicht eintreten lassen.
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An ihrer Unterkante sind die aus der rechten Hälfte der Abb. t ersichtlichen
Wärmeschutz-Randleisten 5 mit zu den Steckkupplungsteilen 2 passenden Steckstiften
6 versehen, und zwar vorzugsweise an oder nahe einem der beiden Leistenenden. Die
Leistenenden selbst sind schräg aneinanderstoßend bzw. einander dermaßen überdeckend
vorgesehen, daß jedes Steckkupplungsende 5' einer jeden Leiste das dagegenstoßende
Ende 5" der jeweils nächsten Leiste gegen etwaiges Verstellen bzw. Verschwenken
in Richtung bandauswärts zu sichern vermag.
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Sind die Steckkupplungen wie in der vorliegenden, praktisch bevorzugten
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes vorgesehen, d. h. als Stiftkupplungen,
so ist damit zugleich auch die Möglichkeit geschaffen, die Leisten am Auslaufende
des Ofens auf sehr einfache Art und Weise vollautomatisch abnehmen und ablegen zu
lassen. Ein Beispiel hierfür ergibt sich aus der Abb. .I. Im Bereich der Bandtrommel
am Auslaufende des Ofens erreichen die Leisten eine Kurve oder eine mit einer Leitfläche
versehene Schiene 7, die die Leisten aus ihren Steckverbindungen heraus- und damit
zugleich auch vom Band abhebt. Um weiterhin auch gleich Gewähr für ein seitlich
bestimmtes Umlegen der Leisten zu haben, werden vorzugsweise Anlaufschienen bzw.
Kurven verwendet, die außer einer Schräge zum Ausheben auch noch eine solche zum
seitlichen Umlegen der Leisten erhalten haben.
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Die Steckkupplungen müssen nicht unbedingt Stiftkupplungen sein. Gegebenenfalls
könnten die Leisten dem Band auch mit Steckkupplungsteilen aus Haken und Osen aufgesteckt
werden: Des weiteren muß bei den Steckstiften die Ouerschnittsform nicht unbedingt
rund sein, denn ebensogut könnte sie, wie z. B. in Abb. 3, auch dreieckig gestaltet
sein. Solche gegeneinander unverdrehbaren Kupplungsteile vermögen die Wärmeschutz-Randleisten
auf der Bandoberfläche genau hintereinander auszurichten bzw. unverschwenkbar in
ihrer Stellung zu halten.