DE907802C - Einrichtung und Verfahren zur Vorausbestimmung der Kurzschlussstromstaerke - Google Patents

Einrichtung und Verfahren zur Vorausbestimmung der Kurzschlussstromstaerke

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DE907802C
DE907802C DEA11065D DEA0011065D DE907802C DE 907802 C DE907802 C DE 907802C DE A11065 D DEA11065 D DE A11065D DE A0011065 D DEA0011065 D DE A0011065D DE 907802 C DE907802 C DE 907802C
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Expired
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DEA11065D
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English (en)
Inventor
Dr Alfred Cohn
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AEG AG
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AEG AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R27/00Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
    • G01R27/02Measuring real or complex resistance, reactance, impedance, or other two-pole characteristics derived therefrom, e.g. time constant
    • G01R27/16Measuring impedance of element or network through which a current is passing from another source, e.g. cable, power line
    • G01R27/18Measuring resistance to earth, i.e. line to ground

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • Einrichtung und Verfahren zur Vorausbestimmung der Kurzschlußstromstärke Bei der Planung und Erweiterung von elektrischen Schalt- und Verteilungsanlagen ist die Kenntnis der bei einem satten Kurzschluß an der für die Anlage vorgesehenen Stelle des Netzes zu erwartenden Stromstärke von großer Bedeutung für die Auswahl der Schaltgeräte hinsichtlich deren Schaltleistung, ebenso für die Auswahl anderer Geräte, wie Stromwandler, Meßgeräte, Kabelendverschlüsse, Trennschalter, Isolatoren, thermischer und magnetischer tberstromauslöser usw., hinsichtlich deren thermischer und elektrodynamischer Kurzschlußfestigkeit. In explosions- und schlagwettergefährdeten Anlagen ist abgesehen davon diese Kenntnis sogar von entscheidender Bedeutung für die Betriebssicherheit. Es ist bekannt, daß man in elektrischen Niederspannungsanlagen und Hochspannungsanlagen mäßiger Spannung, insbesondere wenn sie keine Freileitungen enthalten, die Kurzschlußstromstärke an einem Netzpunkt mit genügender Genauigkeit errechnen kann.
  • Maßgebend hierfür ist der Spannungsabfall, der in den Zuleitungen zu diesem Punkt einschließlich zwischengeschalteter Transformatoren usw. durch eine beliebige, z. B. die Betriebsstromstärke des betreffenden Abzweiges erzeugt wird, und zwar ist die bei sattem Kurzschluß, unter Voraussetzung starrer Generatorspannung, auftretende Stromstärke an diesem Punkte gleich der Betriebsstromstärke, multipliziert mit dem reziproken Wert des prozentualen Spannungsabfalles. Ist z. B. die Betriebsstromstärke 200 A und tritt bei dieser Stromstärke in den Zuleitungen ein Spannungsabfall von 2 01o auf, so ergibt sich der Kurzschlußstrom als sofacher Wert des Betriebsstromes zu IOOOO A.
  • Um die Kurzschlußstromstärke vorauszubestimmen, kann man die beim Zuschalten von Wfrklast auftretende Spannungsänderung mittels eines Spannungsmessers mit stark unterdrücktem Nullpunkt messen und diese Messung zur Berechnung der Kurzschlußstromstärke benutzen.
  • Es sei J2 der Strom mit zugeschaltetem Widerstand W2, 11% der Widerstand der Zuleitungen, U0 die starre Generatorspannung, U1 die Spannung an der Meßstelle vor dem Zuschalten des Widerstandes, U2 die Spannung an der Meßstelle nach dem Zuschalten des Widerstandes, /1 U die Spannungsänderung U1-U2, #U% % die prozentuale Span-U1-U2 nungsänderung .
  • U1 Daraus ergibt sich: 100 # #U #U% = und #U% # U1 #U = 100 Hieraus erhält man Uo U0 zu J2 J U @ (1) Man kann also aus der Messung von J2, U1 und l'2 den Kurzschlußstrom berechnen. Benutzt man einen Spannungsmesser, welcher die prozentuale Spannungsänderung anzeigt, so kann man wegen des geringen Unterschiedes zwischen 50 und U1 auch setzen: JK = (1a) #U und damit 100 # J2 JK = (2) Nach Messung von J2 und #U% läßt sich der Kurzschlußstrom aus dieser Gleichung berechnen.
  • Um diese Rechnung zu ersparen, dadurch Fehlerquellen zu vermeiden und die Kurzschlußstrommessung auch für ungelerntes Personal möglichst einfach zu gestalten, wird gemäß der Erfindung von der Anwendung eines Prozentspannungsmessers und eines Strommessers für J2 ausgegangen und eines der beiden Meßinstrumente in besonderer Weise geeicht.
  • Entweder wird der Spannungsmesser derart geeicht, daß bei bestimmten, durch Ändern des Widerstandes 11% gewählten Stromstärken J2 am Spannungsmesser die zugeordneten Kurzschlußstromstärken JK angezeigt werden, die sich aus der Formel (2) ergeben.
  • Es kann auch statt dessen der Strommesser so geeicht werden, daß bei bestimmten, durch Änderung des Widerstandes W2 gewählten Spannungsänderungen #U% die zugeordneten Kurzschlußstromstärken JK vom Strommesser angegeben werden.
  • Hierzu wird in Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise die Skala des Strommessers bei bestimmten Stromstärken, beispielsweise bei 200 A, mit einer Marke versehen und dieser Marke die Skala des Spannungsmessers zugeordnet, welche nun mit den entsprechenden Kurzschlußstromwerten versehen wird. Beispielsweise wird an dem Skalenpunkt 2 Ojo der Wert I0000 A, bei 5 % 4000 A usw. eingetragen.
  • Diese Werte geben jeweils die an der Meßstelle im Netz zu erwartenden Kurzschlußstromstärken an.
  • Wird nun der Widerstand W so gewählt, daß der Zeiger auf einer bestimmten Marke stehenbleibt, so läßt sich an dem umgeeichten Spannungsmesser auf der jener Marke zugeordneten Skala unmittelbar die Kurzschlußsftomstärke ablesen, also im obigen Beispiel bei Einstellung auf die dem Stromwert von 200 A zugeordnete Marke am Strommesser die Kurzschlußstromstärke von I0000 A am Spannungsmesser. Hieraus ergibt sich, daß es für die Messung nicht erforderlich ist, die Größe des jeweils eingestellten Widerstandes selbst zu kennen. Es kann vielmehr mit jedem geeigneten Einstellwiderstand auch durch nicht fachmännisch gebildete Kräfte ohne Rechnung auf eine an dem einen Meßinstrument angebrachte Marke eingestellt und am anderen Meßinstrument die Kurzschlußstromstärken unmittelbar abgelesen werden.
  • Zur Erleichterung derartiger Messungen an einer beliebigen Netzstelle werden weiterhin in Ausgestaltung der Erfindung die Meßgeräte und Widerstände zu einer ortsbeweglichen Meßeinrichtung zusammengefaßt, welche gegebenenfalls auch die Schalter und Überstromschutzeinrichtungen enthalten kann.
  • Man kann zur Ausführung der Kurzschlußstrommessung nach der Erfindung unter Umständen auch den Strommesser ganz fortlassen. Die Meßeinrichtung wird dann besonders einfach und handlich.
  • Hierzu geht man von folgender tberlegung aus: Wird der Spannungsmesser so eingestellt, daß er die prozentuale Spannungsänderung, bezogen auf die sich nach dem Zuschalten des Widerstandes ergebende Spannung C,T2, also den Wert #U/U2 100 =2U% angibt, so ergibt sich, da #U%=U2/U0 U2/U0 # #2U%, nach Gleichung (z) 100. U0 I JK = # # (3) W2 #2U% Danach ist es also möglich, durch Zuschalten bekannter Widerstände W2 bei geeigneter Eichung des Spannungsmessers an dessen Ausschlag unmittelbar die einer bestimmten Generatorspannung U0 entsprechende Kurzschlußstromstärke abzulesen. In den meisten Fällen genügt es für die erforderliche Genauigkeit, die etwas bequemere Einstellung des Spannungsmessers auf die an der Meßstelle vor dem Zuschalten des Widerstandes auftretende Spannung U1 vorzunehmen, die sich beim Zuschalten verschiedener Widerstände nicht ändert. Wählt man als Bezugs- spannung der prozentualen Spannungsänderung einen Mittelwert der in dem betreffenden Netz an den für die Messung in Frage kommenden Verteilungspunkten herrschenden Betriebsspannungen U,, so ist der Spannungsmesser für das betreffende Netz ein für allemal eingestellt.
  • Um die Widerstände möglichst wirtschaftlich auslegen und auf geringem Raum unterbringen zu können, werden sie gemäß der Erfindung für kurzzeitige Belastung ausgelegt, da jede Messung nur einige Sekunden dauert. Um Überlastungen zu vermeiden, werden der oder die Zuschalter oder Umschalter als Überstromselbstschalter mit Freiauslösung ausgebildet, z. B. als Kleinselbstschalter mit Wärmeauslöser, die z. B. für 25 A Nennstrom ausgelegt sind und beim Durchgang eines Mehrfachen dieser Stromstärke in einigen Sekunden auslösen.
  • Ausführungsbeispiele eines Meßgerätes nach der Erfindung sind in den Fig. I bis 3 schematisch dargestellt. Fig. 4 zeigt eine Skala eines Spannungsmessers mit stark unterdrücktem Nullpunkt, die unmittelbar in Kurzschlußstromstärken geeicht ist.
  • Die Meßeinrichtung nach Fig. 1 enthält einen Spannungsmesser c mit stark unterdrücktem Nullpunkt, der in a u o/O geeicht und zwischen zwei Anschlußklemmen a und b geschaltet ist. Diese Anschlußklemmen werden für die Messung an dem betreffenden Punkt des Netzes durch Leitungen r, s mit den Netzphasen R, S verbunden. Über einen zweipoligen Schalter d kann ein Regelwiderstand e zugeschaltet werden, der dem Widerstand W2 entspricht. Die durch den Widerstand e fließende Stromstärke wird durch einen besonderen Strommesser f gemessen. Die Einrichtung kann auf einer gemeinsamen Grundplatte oder in einem gemeinsamen Gehäuse p zusammengebaut sein.
  • Vor dem Zuschalten des Widerstandes e liegt der Spannungsmesser c an der Betriebsspannung U, der betreffenden Netzstelle, gegebenenfalls muß er in bekannter Weise so eingestellt werden, daß sein Zeiger bei dieser Spannung auf o °/0 Spannungsänderung weist.
  • Nach Einschalten des Schalters d wird nunmehr der Widerstand e so eingeregelt, daß der Spannungsmesser c einen bestimmten Wert der prozentualen Spannungsänderung anzeigt, der ein für allemal durch eine Marke gekennzeichnet sein kann. Am Strommesser würde dann normalerweise der im Widerstand fließende Strom ablesbar sein. Da der Strommesser jedoch entsprechend der Gleichung (2) in Kurzschlußstromstärken geeicht ist, zeigt er unmittelbar die Kurzschlußstromstärke an.
  • Fig. 2 zeigt eine Einrichtung zur Kurzschlußmessung nach Gleichung (2). Als Zuschaltwiderstand entsprechend W2 sind drei feste Widerstände i, k, m von bekannten Ohmwerten eingebaut, die wahlweise durch einen Umschalter h und einen Zuschalter g in den Meßkreis eingeschaltet werden können. Da die Werte U0 und W2 bekannt sind und der Wert J U °lO oder J2U 0!o durch den Spannungsmesser c beim Zuschalten gemessen wird, kann der Spannungsmesser selbst entsprechend Fig. 4 unmittelbar in Kurzschlußstromstärken geeicht sein. Bei der Messung wird man also zunächst den Widerstand m mit dem höchsten Ohmwert einschalten und sodann, wenn der Ausschlag des Spannungsmessers zu gering ist, auf die Widerstände k oder i umschalten, bis man einen gut ablesbaren Wert der Kurzschlußstromstärke am Spannungsmesser erzielt hat.
  • Bei der Einrichtung nach Fig. 3 sind als Widerstände W2 drei oder mehr Widerstände o von unter sich gleichem oder verschiedenem Ohmwert eingebaut, die wahlweise durch Überstromselbstschaltern zugeschaltet werden können. Die Widerstände o sind nur für eine kurzzeitige, der Meßdauer entsprechende Belastung ausgelegt, und die Wärmeauslöser der Überstromselbstschalter n sind so eingestellt, daß sie innerhalb einer Zeit auslösen, während deren die Widerstände o keine gefährlichen Temperaturen annehmen können. Wählt man z. B. als Zuschalter Kleinselbstschalter für 25 A Nennstrom und die Widerstände o zu je IO Ohm bei einer Betriebsspannung von 500 V, so fließt nach dem Zuschalten jedes Widerstandes o durch jeden Kleinselbstschalter n ein Strom von 50 A. Bei diesem Strom lösen die Selbstschalter erst nach einer Zeit aus, während der mehrere Messungen ausführbar sind.
  • PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zur Vorausbestimmung der Kurzschlußstromstärke in elektrischen Netzen unter Messung der beim Zuschalten von Widerstand auftretenden prozentualen Änderung (d U 0/o) der Netzspannung (UO) mittels eines Spannungsmessers mit stark unterdrücktem Nullpunkt, gekennzeichnet durch die Verwendung eines derart geeichten Spannungsmessers (c), daß bei bestimmten, durch Ändern eines Widerstandes (W2) gewählten Stromstärken (J2) der Spannungsmesser die zugeordneten Kurzschlußstromstärken (Jg) nach nach der Beziehung J 100 anzeigt.
  • 2. Verfahren zur Vorausbestimmung der Kurzschlußstromstärke in elektrischen Netzen unter Messung der beim Zuschalten von Widerstand auftretenden prozentualen Änderung (d U 0/0) der Netzspannung (UO) mittels eines Spannungsmessers mit stark unterdrücktem Nullpunkt, gekennzeichnet durch die Verwendung eines derart geeichten Strommessers (f), daß bei bestimmten durch Ändern eines Widerstandes (W2) gewählten Spannungsänderungen (d U 0/0) der Strommesser die zugeordneten Kurzschlußstromstärken (J) nach der Beziehung JX = IOO ZU z anzeigt, dU% wobei J2 der beim Widerstandswert W2 auftretende Prüfstrom ist.

Claims (1)

  1. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschaltwiderstand (W2) aus einem oder mehreren einstellbaren, beziehungsweise aus festen, wahlweise umschaltbaren (i, k, m) oder zuschaltbaren (o) Widerständen besteht und der Spannungsmesser (c) derart in Kurzschlußstärken geeicht ist, daß der Kurzschlußstrom ohne Strom- messung lediglich durch den Ausschlag (#2U%) des Spannungsmessers entsprechend der Beziehung JK = 100 # U0/W2 # I:@2U00' an einer dem zugeschalteten Widerstand zugeordneten Skala meßbar ist.
    4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I oder 2 sowie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschaltwiderstand und der Spannungsmesser (c), gegebenenfalls auch ein Strommesser (f) und der oder die Zuschalter für den Meßkreis in einem gemeinsamen Gehäuse (p) zu einem vorzugsweise tragbaren Meßgerät zusammengefaßt sind.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Schalter (d, g) oder Umschalter (h, n) als Überstromselbstschalter mit Freiauslösung ausgebildet sind.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Schalter Kleinselbstschalter (n), vorgesehen sind, die durch ihre Wärmeauslöser die für kurzzeitige Belastung ausgelegten Widerstände (o) vor Erreichung gefährlicher Temperaturen abschalten (Fig. 3).
DEA11065D 1941-08-28 1941-08-28 Einrichtung und Verfahren zur Vorausbestimmung der Kurzschlussstromstaerke Expired DE907802C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1144839B (de) * 1961-07-28 1963-03-07 Schoeller & Co Elektrotech Vorrichtung zum Pruefen des richtigen Anschlusses einer Schutz-kontaktsteckdose und des darin muendenden Stromkreises auf Belastungssicherheit
DE1154196B (de) * 1959-05-16 1963-09-12 Siemens Ag Messgeraet zur Ermittlung des Widerstandswertes des Schutzleiterkreises von Schutzkontaktsteckdosen
DE1281566B (de) * 1962-12-06 1968-10-31 Schutzapp Ges Paris & Co Mbh K Schaltung zum Ermitteln des Schleifenwiderstandes eines Wechselstromnetzes

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