DE906403C - Naehmaschine, insbesondere zum Naehen dicker Stoffe - Google Patents
Naehmaschine, insbesondere zum Naehen dicker StoffeInfo
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Description
(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 11. MÄRZ 1954
K10153VIII52CL
Die Erfindung bezieht sich auf eine Nähmaschine und bezweckt die Schaffung einer verbesserten
Form der Nähmaschine, welche geeignet ist, Stoßkanten, wie die Kanten von Teppichstoffstreifen
oder Kanten, welche durch einen Riß im Material gebildet werden, zusammenzunähen, derart, daß die
Stiche nur auf einer Seite sichtbar sind und von der anderen Seite her, welche normalerweise die
Außenseite des Materials darstellt, nicht gesehen werden können. Wahlweise ist die Maschine imstande,
zwei oder mehr Materialschichten in der Weise zusammenzunähen, daß die Naht durch alle
Schichten mit Ausnahme einer äußersten oder untersten Schicht hindurchgeht und nur einen Teil
der Dicke dieser äußeren oder unteren Schicht durchdringt, so daß die Naht auf der anderen Seite
nicht sichtbar ist.
Obgleich die erfindungsgemäße Maschine in erster Linie dazu dient, Stoffe in der Weise zusammenzuheften,
daß die Naht auf einer der Seiten nicht sichtbar ist, kann sie auch in Fällen verwendet
werden, wo es erwünscht ist, die Naht vollständig durch das Material hindurchgehen zu
lassen, so daß sie auf beiden Außenflächen sichtbar ist.
Erfindungsgemäß besitzt die Nähmaschine eine kreisbogenförmige hohle Nadel, die an ihrem äußeren
Ende zugespitzt und in der Nähe der Spitze mit einem öhr versehen ist, durch welches der
Faden die Nadel verläßt, nachdem er durch die-
selbe von einer Lieferquelle her hindurchgeführt ist; diese Nadel wird in eine oszillierende Bewegung
versetzt, welche mit einer oszillierenden Bewegung synchronisiert ist, die einer Greifereinrichtung
erteilt wird, welche in einer im rechten Winkel zu der Nadelebene liegenden Ebene angeordnet
ist; die Anordnung ist derart getroffen, daß während einer Stichbildung die Nadel veranlaßt
wird, durch eine zu nähende Materialstärke ίο gänzlich oder bis zu einer bestimmten Tiefe hindurchzudringen
und wieder an derjenigen Oberfläche des Materials hervorzutreten, wo die Nadel eingeführt wurde, so daß oberhalb dieser Fläche
eine Schleife gebildet wird, welche mit der genannten Greifereinrichtung zwecks Stichbildung
zusammenwirkt.
Die Maschine kann in der Weise ausgebildet und betrieben werden, daß sie die Herstellung eines
Steppstiches oder wahlweise eines Kettenstiches oder Doppelkettenstiches ermöglicht.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Maschine in der Weise ausgebildet, daß sie einen
Kettenstich oder Doppelkettenstich erzeugt. Zu diesem Zweck ist die Greifereinrichtung als fadenführender
Kettenstichgreifer ausgeführt, der in beliebiger bekannter Weise ausgebildet sein kann
und mit der Nadel, wenn diese aus dem Material hervortritt, in der Weise zusammenwirkt, daß der
fadenführende Kettenstichgreifer und sein Faden durch die von der Nadel gebildete Schleife hindurchgehen.
Die Nadel ihrerseits geht in einer späteren Phase der Stichbildung mit ihrem Faden,
nachdem sie aus dem Material hervorgetreten ist, durch eine Schleife des Greiferfadens.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine Nähmaschine vorgesehen, bei der die
Greifereinrichtung als Doppelsteppstichgreifer ausgebildet ist, der in der Weise gelagert ist, daß er
eine oszillierende Bewegung in einer horizontalen +0 Ebene nahe dem Werkstück ausführt, und mit einer
kreisbogenförmigen hohlen Nadel zusammenwirkt, durch welche ein Faden von einer Zuführungsrolle hindurchläuft, wobei der kreisbogenförmigen
Nadel eine oszillierende Bewegung in senkrechter ♦5 Ebene erteilt wird und dieselbe so ausgebildet ist,
daß sie während einer Stichbildung durch eine bestimmte Dicke des zu nähenden Materials hindurchgeht
und dann den die Nadel verlassenden Faden in eine solche Lage bringt, daß er von einem Haken
od. dgl. ergriffen werden kann, welcher an dem schwingenden Greifer vorgesehen ist, um eine
Stichbildung des aus der Greiferspule herauskommenden Fadens zu bewirken, wobei ferner
Mittel vorgesehen sind, um das Oszillieren des Spulengehäuses und der Nadel zu bewirken und zu
synchronisieren.
Die Anordnung ist derart getroffen, daß die Nadel während dieser oszillierenden Bewegung
nach unten in das Material eindringt und dann nach oben hinter die Greifernase gelangt, welche
λόπ dem Spulengehäuse gebildet wird, wobei der
von der Nadel getragene Faden sich zu einer Schleife formt, die von dem Greifer des Spulengehäuses
aufgenommen und um das Spulengehäuse herumgeführt wird, so daß sich die Schleife
um den Spulenfaden legt und ein Steppstich entsteht.
Die schwingende bzw. oszillierende Bewegung des Greifers wird mit derjenigen der Nadel synchronisiert,
so daß der nasenartige Teil des Greifergehäuses sich in eine solche Lage bewegt, in der
die Nadel hinter den nasenartigen Ansatz stoßen kann.
Es können irgendwelche bekannte Mittel verwendet werden, um dem Greifer und der Nadel die
erforderliche schwingende Bewegung zu erteilen.
Die Handhabung der Maschine gemäß der Erfindung weicht in bezug auf die Werkstückführung
von der üblichen bekannten Form ab. Während bisher die Nähmaschine im Arbeitsraum einen
festen Platz hatte und die zu nähenden Werkstücke der Nähmaschine zugeführt wurden, liegt bei der
hier beschriebenen Nähmaschine das Werkstück im Arbeitsraum fest, und die Maschine wird über
das Werkstück entlang der zu nähenden Naht geführt, wobei die Grundfläche der Maschine auf dem
Werkstück aufliegt und über den jeweils gebildeten Teil der Naht hinweggleitet.
Der Vorteil dieser Methode liegt darin, daß man beliebig große Werkstücke, z. B. sehr große
Teppichteile, zusammennähen kann, ohne an eine maximale Werkstückgröße, die durch die Ausladung
des den Nähmechanismus tragenden Armes bedingt ist, gebunden zu sein.
Selbstverständlich läßt sich die Maschine auch so benutzen, daß sie in üblicher Weise in einem
geeigneten Nähmaschinengestell befestigt und das Werkstück ihr zugeführt wird.
Erfindungsgemäß sind ferner Mittel vorgesehen, um eine schrittweise Bewegung der Maschine über
das Werkstück während oder zwischen Stichbildungsvorgängen zu bewirken. Diese Bewegung
kann, erfolgen, während das Werkstück flach auf einer Unterstützungsfläche aufliegt.
Bei dieser Anordnung darf die Stichtiefe der Nadel jedoch nicht größer sein als die Materialdicke,
da sonst die Nadel in die Unterstützungsfläche eindringen bzw. beschädigt werden würde.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch veranschaulicht. Es bedeutet
Fig. ι perspektivische Ansicht seitlich von vorn
einer Doppelsteppstichnähmaschine zum Zusammennähen der Kanten von Teppichstoff streif en;
Fig. 2 ist eine perspektivische Abbildung der Fig. ι von hinten;
Fig. 3 ist ein teilweiser Grundriß der Greifer
und der Sticheinrichtung der Maschine nach Fig. 1 und 2 in größerem Maßstab von unten gesehen;
Fig. 4 ist ein Grundriß des Spulengehäuses von
unten gesehen;
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt gemäß Linie V-V in Fig. 4;
Fig. 6 ist ein senkrechter Schnitt des Spulengehäuses in Richtung des Pfeiles VI in Fig. 4 gesehen,
jedoch unter Darstellung der Spule im Aufriß;
Fig. 7 ist ein stark vergrößerter Schnitt der Nadel;
Fig. 8 ist eine perspektivische Teilansicht, welche
zeigt, wie eine von der Nadel gebildete Fadenschleife von dem Greifer aufgenommen wird, bevor
dieselbe um den Spulenfaden herumgewickelt wird;
Fig. 9 ist ein schematischer Grundriß, welcher die Stichform zeigt, welche erzeugt wird, wenn die
Kanten von Teppichstoffen zusammengenäht werden; ίο Fig. io bis 13 sind schematische Grundrisse von
unten, welche verschiedene Stellungen des Spulengehäuses zeigen, in welche dieses bei einer vollständigen
Arbeitsfolge gelangt;
Fig. 10 a bis 13 a sind schematische Darstellungen
entsprechend Fig. 10 bis 13 und zeigen die Bewegung der Nadel und die Schleifenbildung des
Nadelfadens um den Greiferfaden;
Fig. 14 ist ein Schnitt gemäß Linie XIV-XIV der Fig. 11;
Fig. 15 ist eine perspektivische Ansicht einer Maschine ähnlich der in Fig. 1 und 2 gezeigten,
aber ausgebildet zum Zusammennähen von zwei oder mehr Materialdicken;
Fig. 16 ist eine schematische Ansicht, welche die mit der Maschine gemäß Fig. 15 erzeugte Stichform
zeigt;
Fig. 17 bis 23 sind rein schematische Ansichten zur Veranschaulichung der aufeinanderfolgenden
Stichbildungsarbeitsgänge, welche durch eine abgeänderte Form des Mechanismus erzeugt werden,
der eine Nadel und einen Greifer besitzt, und zwar sind Fig. 17 und 19 Vorderansichten der Teile und
die übrigen Figuren Grundrisse, und
Fig. 24 zeigt den sich ergebenden Stich;
Fig. 25 zeigt eine Ansicht der Nähmaschine von der Seite der Stichbildung aus, wobei insbesondere die Einstellvorrichtung für die Stichtiefe sowie auch das zwischen die zusammenzunähenden Stoffteile greifende Fühlglied 84 dargestellt ist;
Fig. 26 gibt den Schnitt^-i? nach Fig. 27 wieder, der durch das Nadel- und Spulengehäuse gelegt ist, so daß die Führung der Nadel durch die zusammenzunähenden Stoffteile und das Zusammenwirken der Nadel mit der Greifereinrichtung deutlich sichtbar wird;
Fig. 25 zeigt eine Ansicht der Nähmaschine von der Seite der Stichbildung aus, wobei insbesondere die Einstellvorrichtung für die Stichtiefe sowie auch das zwischen die zusammenzunähenden Stoffteile greifende Fühlglied 84 dargestellt ist;
Fig. 26 gibt den Schnitt^-i? nach Fig. 27 wieder, der durch das Nadel- und Spulengehäuse gelegt ist, so daß die Führung der Nadel durch die zusammenzunähenden Stoffteile und das Zusammenwirken der Nadel mit der Greifereinrichtung deutlich sichtbar wird;
Fig. 27 ist ein Grundriß der Fig. 26 und gibt den
vorderen Teil der Nähmaschinengrundplatte mit dem Nadel- und Spulengehäuse wieder, wobei das
Nadelgehäuse zur Sichtbarmachung der Stichbildungssteile teilweise im Schnitt dargestellt ist;
Fig. 28 ist eine Darstellung des Antriebs der Spulenkapsel im Grundriß, die den über zwei
Zahnräder gleichzeitig auf die Spulenkapsel wirkenden Zahnradantrieb deutlich macht;
Fig. 29 veranschaulicht eine perspektivische Ansicht des Fühlgliedes und den kufenartigen Teil der Gleitplatte mit der schwalbenschwanzförmigen und einem Befestigungsschlitz versehenen Schiebelasche.
Fig. 29 veranschaulicht eine perspektivische Ansicht des Fühlgliedes und den kufenartigen Teil der Gleitplatte mit der schwalbenschwanzförmigen und einem Befestigungsschlitz versehenen Schiebelasche.
Während des Betriebes liegt die Maschine auf den Teppich- oder sonstigen Materialstücken,
welche entlang den Stoßkanten zusammenzunähen sind, auf, so daß die Sticheinrichtung 1 und die
Greifereinrichtung 2 sich auf je einer Seite der aneinandergestoßenen Teppichstoßkanten befinden,
wobei die Sticheinrichtung mit einem nach unten hängenden Fühlglied ausgestattet ist, welches
zwischen die Kanten der Teppichstoffstücke eingreift und sicherstellt, daß die Kanten während des
Nähvorganges richtig liegen.
Die Greifereinrichtung besteht aus einem Spulengehäuse 3, welches um einen Winkel von etwa 3300
oszilliert, und zwar normalerweise in einer horizontalen Ebene. Die Sticheinrichtung 1 besteht aus
einem Nadelgehäuse 4, welches eine hohle Nadel von halbkreisförmiger Gestalt trägt, wie in Fig. 7
dargestellt und nachstehend näher beschrieben wird. Diese Nadel wird in einer senkrechten Ebene
synchron mit der oszillierenden Bewegung des Greifers oszillierend bewegt, so daß während jedes
Stichbildungsvorganges der Nadelfaden nach Hindurchführung durch das Material dem Greifer vorgelegt,
von der Greifernase erfaßt und um das Spulengehäuse 3 herumgeschlungen wird.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Maschine ist eine bevorzugte Ausführungsform und wird nachstehend
näher beschrieben.
Gemäß Fig. 4, 5 und 6 besteht das Spulengehäuse 3 aus zwei koaxialen Hälften 5 und 6,
deren jede tellerförmig ausgebildet und ihre Anordnung derart getroffen ist, daß die Umfangsflansche
5" und 6" einen gewissen Abstand voneinander
aufweisen. Das Spulengehäuse 3 wird von einer passenden Bohrung der Nähmaschinengrundplatte
7 aufgenommen. Die Bohrung ist mit einem ringförmigen Ansatz versehen, der in die durch den
Abstand der Umfangsflansche 5° und 6a gebildete
Rille greift und dem oszillierenden Spulengehäuse Führung gibt.
Die Greiferfadenspule 8 ist zwischen den Hälften 5 und 6 des Gehäuses 3 angeordnet, welche
mittels eines Stiftes 9 lösbar miteinander verbunden sind. Der mit einem Schraubenkopf 10 versehene
Stift 9 trägt am Ende einen Haltestift 11, der beim Zusammensetzen der Gehäuseteile 5 und 6
durch den Schlitz 12 in der Mitte des Teils 6 hindurchgeführt und danach um 90 ° gedreht und durch
eine kleine Rastvertiefung gehalten wird. In einem hohlen nabenartigen Teil 50 ist eine Druckfeder 13
in der Weise angeordnet, daß dieselbe bestrebt ist, die beiden Teile etwas auseinanderzudrücken, um
dadurch sicherzustellen, daß der Haltestift 11 fest gegen den Teil 6 anliegt.
Der Faden wird von der Spule 8 durch den winkelförmigen Schlitz 14 des die Umfangswandung
bildenden ringartigen Teils 86 abgezogen. Weiter wird der Faden durch die Bohrung des
rohrförmigen Teils 15 zu der oberen Seite des zu nähenden Materials geführt. Die Spannungsregulierung
des Spulenfadens erfolgt durch die Blattfeder 16 in der Weise, daß der Spulenfaden während des
Auslaufens durch den winkelförmigen Schlitz 14 unter diese Feder hindurchgeführt wird. Sowohl
das Rohr 15 als auch die Feder 16 sind mit dem
ringartigen Teil 8* der Spule 8 fest verbunden.
Der Flansch 5a des Teils 5 des Spulengehäuses
ist mit einem Ring 17 versehen, welcher Zähne 18
besitzt, die mit zwei in gleicher Ebene Hegenden kleinen Zahnrädern im !Eingriff stehen, welche in
Fig. ι und 2 nicht sichtbar sind, aber durch ein Hauptzahnrad 19 betätigt werden, welches rückwärts
und vorwärts schwingt, um ein entsprechendes Schwingen des Spulengehäuses 3 zu bewirken.
Obgleich das ringartige Teil 8& eine Drehbewegung um wenige Grade ausführen kann, ist dasselbe
in bezug auf die Grundplatte 7 als feststehend
anzusehen. Die in dem ringartigen Teil 86 liegende Spule 8 ist daher gegen eine Mitnahme durch das
oszillierende Gehäuse 3 gesichert, kann sich aber entsprechend dem Zug des Fadens langsam drehen
und den bei fortschreitender Naht benötigten Nähfaden liefern.
Es sei nunmehr die in Fig. 7 deutlich dargestellte Sticheinrichtung beschrieben. Die Nadel 20 bildet
ein Rohr, welches von halbkreisförmiger oder nahezu halbkreisförmiger Gestalt ist. Dieses Rohr besitzt
eine feine Bohrung 21, durch welche der Faden 22, von einer Rolle 23 kommend, über verschiedene
Fadenspannvorrichtungen hindurchgeführt wird. Das äußere Ende dieser rohrförmigen Nadel 20 ist
schräg abgeschnitten und zu einer Spitze 24 zugeschärft und unmittelbar vor der Spitze 24 mit
einem Loch 25 versehen, durch welches der Faden 22 hindurchgeht. Die Ausbildung der Sticheinrichtung
ist auch aus den Fig. 26 und 27 ersichtlich. Die Nadel 20 ist in der Weise gehalten bzw. geführt,
daß sie in einer senkrechten Ebene im rechten Winkel zu der Greiferspulenebene oszilliert,
und zwar ist sie an einem Ende mittels eines Armes 26 gehalten, der auf einer Spindel 27 sitzt
(Fig. 3, 7, 26 und 27). Die Spindel 27 wird durch ein Zahnrad 28 betätigt, das mit einem größeren
Zahnrad 29 kämmt, welches durch ein Gestänge 30 hin und her bewegt wird, auf welches ein weiteres
Gestänge 31 wirkt (Fig. 1), das mittels eines seitlichen
Vorsprungs in eine kurvenförmige Nut 32 einer Scheibe 33 eingreift. Die Scheibe 33 sitzt an
einem Ende einer Welle 34 (Fig. 2), die ein Kegelrad 35 trägt, welches durch ein zweites Kegelrad
36 angetrieben wird, das seinerseits am oberen Ende auf einer durch einen nicht dargestellten
Elektromotor angetriebenen Welle 37 sitzt.
Es sei nunmehr mit Bezug auf die Fig. 10 bis 13,
26 und 27 in Verbindung mit den Fig. 10 a bis 13 a
ein Arbeitszyklus beschrieben. Die Fig. 10 und 10 a zeigen die Stellung des Spulengehäuses 3 und der
Nadel am Ende eines Stichbildungsvorganges, wenn der Nadelfaden um den Spulenfaden herumgeschlungen
worden ist und eine später beschriebene Hauptspannvorrichtung betätigt ist, zwecks Aufnahme
der überschüssigen Fadenlänge, welche während der Schleifenbildung belassen werden
mußte. In dieser Stellung wird die Nadel 10 zurückgezogen und muß das Spulengehäuse 3 in Uhrzeigerrichtung
in die in Fig. 11 gezeigte Stellung gedreht werden. Die Flansche 5° und 6a der komplementären
Teile 5 und 6 des Spulengehäuses sind mit je einem bogenförmigen Ausschnitt 38 versehen,
welche sich an den Umfangen der Flansche bei 39 öffnen zwecks Bildung eines Hakens oder
einer Klaue. Auf diese Weise besitzt jeder Teil 5 und 6 des Spulengehäuses eine Klaue 40, und die
beiden Klauen 40 der Teile 5 und 6 decken sich, so daß sie praktisch eine einzige Klaue mit zwei
Fingern bilden, wie aus Fig. 8 deutlich ersichtlich ist. Der gezahnte Ring 17 ist an den Greiferklauen
40 unterbrochen zwecks Bildung eines Raumes, in welchen die Nadel eintreten kann, wenn sie oszilliert.
Sobald das Spulengehäuse 3 die Stellung gemäß Fig. 11 erreicht, hat die Nadel 20, welche
sich synchron mit dem Spulengehäuse bewegt, einen Teil der Materialstärke durchdrungen und kommt
an der Oberfläche des Materials heraus, um dann in den Raum 38 innerhalb der Greiferklauen 40 zu
gelangen, wie in Fig. 11 dargestellt. Das Spulengehäuse
beginnt nun, sich entgegen dem Uhrzeigersinn zu bewegen, steht jedoch für einen Augenblick
unmittelbar vor dem Eindringen der Nadel still, um sicherzustellen, daß die Nadelfadenschleife die
richtige Lage für den Eingriff der Greiferklauen 40
besitzt.
Der Nadelfaden 22 wird ungefähr in Richtung einer Sehne der kreisbogenförmigen Nadel gespannt,
wie in Fig. 8 dargestellt, um die Schleife zu bilden, und die Nadel wird sodann für einen Augenblick
stillgehalten, bis die Nadelfadenschleife von den Fingern 40 des Spulengehäuses ergriffen wird,
welches sich nun entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß Fig. 12 bewegt. Sofort, wenn der Nadelfaden
von diesen Klauen 40 ergriffen worden ist, wird die Nadel 20 von den Klauen 40 wegbewegt, da die
Bewegung des Spulengehäuses weitergeht, aber in der erwähnten Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn,
wodurch der Nadelfaden um das Spulengehäuse 3 und damit um den Spulenfaden herumgeführt
wird, wie es die Fig. 12 darstellt. Der Nadelfaden 22 wird durch die Nadel 20 hindurchgezogen,
damit genügend überschüssige Nadelfadenlänge vorhanden ist, da der letztere nahezu
über den vollen Durchmesser der Spulenkapsel 3 gespannt wird; die strichpunktierte Stellung des
Fadens 22 in Fig. 12 zeigt denselben unmittelbar vor der Lage, in der die Fadenschleife ihre maximale
Größe erreicht, und die ausgezogene Linie die Stellung, nachdem 'dieser Punkt gerade überschritten
worden und der Nadelfaden im Begriff ist, innerhalb des Raumes 38 auf die Spitze der
Greiferklauen 40 zu zu gleiten. Sobald das Spulengehäuse die in Fig. 13 dargestellte Lage erreicht
hat, kann der Faden aus dem Greifschlitz 38 zur Bildung einer vollständigen Schleife um den Spulenfaden
herum heraustreten, wobei der Spulenfaden, der aus dem kurzen Rohr 15 austritt, fest gegen die
Oberfläche des dargebotenen Materials gehalten wird. Das Heraustreten des Nadelfadens aus dem
Greiferschlitz 38 wird automatisch durch die Hauptspannvorrichtung
bewirkt, die in dieser Phase in Tätigkeit tritt, um den Längenüberschuß des für den nachfolgenden Arbeitsgang bereiten Nadelfadens
22 aufzunehmen. Die Lage des Spulengehäuses in Fig. 13 ist nunmehr die gleiche wie in
Fig. 10, die den Beginn eines Arbeitszyklus darstellt.
Das ringartige Teil 86 der Spule greift mit seinem
kurzen Rohr 15 in eine kleine Aussparung der Grundplatte 7 und beschränkt hierdurch die mögliche
Drehbewegung des Teils 8* auf wenige Grade. Da das ringartige Teil 8* der Spule in dem
Spulengehäuse 3 reibend gehalten wird, kann dieses Teil nur um jeweils diese wenigen Grade von der
Spulenkapsel 3 bei ihrer hin und her gehenden Bewegung mitgenommen werden. Auf diese Weise
wird das kurze Rohr 15 aus der Stellung gemäß Fig. 11 in die Stellung gemäß Fig. 12 und umgekehrt
bewegt; durch diese geringe Bewegung wird das Abziehen des Spulenfadens gegenüber
einem starren und unbeweglich gehaltenen Rohr leichter gemacht. Ferner kann die Schleife des
Nadelfadens sich über das Ende des Rohres 15 bewegen, das hierbei etwas nachgibt, damit die
Nadelfadenschleife um den Spulenfaden herum gestrafft werden kann.
ao Gemäß Fig. 9 sind zwei Teppichstreifen 41 und 42 Kante an Kante zusammenstoßend dargestellt.
Der Spulenfaden 43 ist durch den Nadelfaden 22 gegen die normalerweise als Unterseite anzusehende
Seite des Teils 41 des Teppichs genäht, und der
»5 Nadelfaden 22 wird ebenfalls auf der Unterfläche sowohl des Teppichs 41 wie des Teppichs 42 sichtbar.
Der Teil des Nadelfadens, welcher die Dicke des Teppichstoffes durchdringt, bleibt jedoch verborgen
und wird von der oberen Seite der beiden Teppichstücke nicht sichtbar, wenn diese nach oben
liegen, so daß die die beiden Teppichstücke verbindende Naht unsichtbar bleibt. Im Endergebnis
werden zwei Reihen von Stichen gebildet, von denen auf jeder Seite der Stoßkante eine zu liegen
kommt. Die durch den Spulenfaden gebildete Nahtlinie wird durch die Schleifen des Nadelfadens 22
gespannt, während die Stiche des Nadelfadens selbst ihre Spannung durch die einstellbare Fadenspannung
erhalten.
Die Maschine ist normalerweise mit einer in den Fig. ι und 2 der Zeichnungen nicht dargestellten
Brücke versehen, welche einen Elektromotor trägt, der in geeigneter Weise mit dem oberen Ende einer
Welle 37 gekuppelt ist. Diese Welle 37 trägt das Kegelrad 36 zur Übertragung des Antriebs auf die
Nadel 20 und ferner eine Scheibe 44, deren obere Fläche mit einer Kurvennut 45 versehen ist, in
welche ein nach unten gerichteter Stift 46 eingreift, der an einem Ende eines Winkelhebels 47 vorgesehen
ist, welcher bei 48 schwenkbar gelagert ist; das andere Ende dieses Winkelhebels 47 betätigt einen
Lenker 49, der seinerseits einen Lenker 50 antreibt, welcher oszilliert und eine Hauptspannvorrichtung
51 in schwingende Bewegung versetzt. Durch die Bewegung der Hauptspannvorrichtung 51 wird die
überschüssige Länge des Nadelfadens 22 am Ende eines Stichbildungsvorganges aufgenommen bzw.
am Anfang eines Stichbildungsvorganges die für das Herumführen des Nadelfadens um das Spulengehäuse
benötigte Fadenlänge bereitgestellt. Die Scheibe 44 besitzt ferner obere und untere Teile,
zwischen welchen ein Ende eines Armes 52 gelagert ist, der exzentrisch angeordnet ist, so daß der Arm
52 nach Art einer Kolbenstange hin und her bewegt wird, wenn die Scheibe 44 sich dreht, wobei das
äußere Ende dieses Armes 52 an einem Ende eines Lenkers 53 angelenkt ist, welches am anderen Ende
an einer Überbrückungsplatte 54 angelenkt ist. Der Lenker 53 ist mit einem nach unten gerichteten
Stift 55 (Fig. 2) versehen, der in einen bogen- 7"
förmigen Schlitz 56 des bereits erwähnten Zahnrades 19 eingreift, so daß bei Hinundherbewegung
des Armes 52 das Zahnrad 19 hin und her schwingt
und einen Antrieb des Spulengehäuses 3 mittels der beiden kleinen in einer Ebene liegenden Zahnräder
bewirkt, welche mit dem Zahnrad 18 des Spulengehäuses kämmen. Die Stift-Schlitz-Betätigung 55,
56 ergibt den erforderlichen zeitweiligen Stillstand des Spulengehäuses 3 während der Legung der
Spulenfadenschleife in der Bewegungsbahn der Greiferklauen, und außerdem ermöglicht diese Stift-Schlitz-Verbindung
einen momentanen Stillstand des Spulengehäuses, während die Nadelschleife von dem kurzen Rohr 15 kommt und um den Spulenfaden
gespannt wird.
Das hintere Ende der Maschine ist mit einer Schwingkufe 57 versehen, welche leicht über das zu
nähende Material gleitet.
Wie erwähnt, wird die Bewegung der Nadel durch die Kurvennut 32 in der Scheibe 33 gesteuert,
und die Gestalt dieser Nut ist derart, daß dieselbe einen zeitweiligen Stillstand der Nadel bewirkt,
während die Nadelschleife von den Greiferklauen 40 ergriffen wird, und wiederum, wenn das Spulengehäuse
in Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn zurückbewegt wird, während der Schleifenbildung
des Nadelfadens um den Spulenfaden herum. Im Augenblick des eigentlichen Festziehens der Nadelfadenschleife
um den Spulenfaden stehen sowohl die Nadel wie das Spulengehäuse still.
Die Bewegung des Armes 52 ist derart, daß das Hauptzahnrad 19 mit verschiedenen Geschwindigkeiten
bewegt wird, so daß das Spulengehäuse sich zuerst langsam bewegt, während es die Nadelschleife
aufnimmt, aber danach eine schnelle Bewegung ausführt.
Beim Einfädeln der Nadel 20 wird der Faden von der Garnrolle 23 in die ösen eines Fadenhalters
23° eingeführt und dann durch das Ende der von dem Haltestück 26 getragenen Nadel, wie aus Fig. 8
ersichtlich.
Vorzugsweise bewegt sich die Maschine schrittweise und automatisch über das Nähgut, und aus
diesem Grunde ist das hintere Ende der Maschine mit zwei Rädern 58 versehen, welche durch in
Deckung befindliche Schlitze in der Grundplatte 7 und der Kufe 57 hindurchgehen und direkt auf dem
Nähgut aufliegen, wobei die Umfangskanten dieser Räder gefräst, gezahnt oder in anderer geeigneter
Weise aufgerauht sind, um auf dem Nähgut gut zu fassen. Vorzugsweise sind die Räder 58 unabhängig
gefedert mittels einer in einem Gehäuse 59 an den beiden Enden einer die Räder tragenden Welle 60
enthaltenen Feder. Diese Welle 60 ist mit einem nur in einer Richtung wirkenden Vorschubantrieb 61
versehen, welcher am Ende jedes Stichbildungs-
Vorganges durch ein Ende eines Armes 62 betätigt wird, der im richtigen Augenblick durch einen
Nocken 62* an der Scheibe 44 betätigt wird, welcher
mit einer an dem Arm 62 befindlichen Rolle zusammenwirkt und diese nach unten drückt. Die
Stichlänge kann mittels einer Regelvorrichtung 62" verändert werden, welche auf den Arm 62 wirkt,
der die Vorschubbewegung der Maschine zwischen den Stichbildungsvorgängen steuert.
Die Stichtiefe wird mittels der Kordelschraube 87 mit Gegenmutter 88 eingestellt. Beim
Eindrehen der Kordelschraube 87 drückt diese auf die mit Schwalhenschwanzführung versehene
Schiebelasche 86, die ihrerseits die kufenförmige Gleitplatte 85 und das Fühlglied 84 trägt und dadurch
die Grundplatte 7 um einen mehr oder weniger großen Betrag über das Werkstück hebt,
wodurch die bogenförmige Nadel dementsprechend mehr oder weniger tief in das Werkstück eindringt.
Die Feststellschraube zur Befestigung der Lasche der Gleitplatte ist mit 89 bezeichnet.
Das in Fig. 29 dargestellte Fühlglied dient dazu, die Maschine während des Zusammennähens der
aneinanderstoßenden Materialkanten in der richa5 tigen Lage zu der Stoßstelle zu halten. Das vordere,
nasenartige Teil des Führungsgliedes greift hierbei zwischen die Stoßstelle der Stoffstücke, während
das hintere, kufenartige Teil dafür sorgt, daß während des Nähvorganges keine Faltenbildung eintritt
und die Maschine leicht über die Materialstücke gleiten kann. Außerdem wird durch ein in das
kufenartige Teil eingebautes kleines gezähntes Rad, das mit seinen Zähnen in den Stoff eingreift, ein
Verrutschen des Stoffes verhindert und die Führung der Maschine gleichzeitig unterstützt. Das gezähnte
Rad ist in der Zeichnung der Übersichtlichkeit wegen nicht besonders dargestellt.
Fig. 15 zeigt eine abgeänderte Ausführung der Maschine, welche dazu dient, zwei oder mehr übereinandergelegte
Gewebelagen zusammenzusteppen, und zwar vorzugsweise, wenn auch nicht unbedingt,
in der Weise, daß die Steppung nur von einer Seite der aufeinandergelegten Stofflagen sichtbar ist. Die
Greifereinrichtung 3 und die Sticheinrichtung 4 sind im wesentlichen in gleicher Weise ausgebildet, wie
oben beschrieben, jedoch folgt im vorliegenden Fall die Greifereinrichtung unmittelbar in einer Linie
hinter der Sticheinrichtung, statt sich auf Höhe der Sticheinrichtung zu bewegen wie beim vorhergehenden
Beispiel. Diese Ausführungsform veranschaulicht deutlich einen Stoffdrückerfuß 63,
welcher in der Höhe einstellbar ist, so daß die Eindringtiefe der Nadel 20 durch die unterste Stofflage
eingestellt werden kann. Der durch die Maschine gemäß Fig. 15 erzeugte Stich ist ähnlich dem durch
die Maschine nach Fig. 1 bis 14 hergestellten, lediglich
mit dem Unterschied, daß der Nadelfaden 22 in diesem Fall stramm nach oben gezogen wird, da
er nicht die beiden Kanten eines Teppichs zusammenzuziehen braucht.
Die Maschine wird nach jedem Hinundhergang der Nadel schrittweise um beispielsweise 3 mm
vorwärts bewegt. Hierbei sticht die bogenförmige Nadel in die zusammenzunähenden übereinanderliegenden
Werkstücke ein und kommt nach deren Durchdringung, um ein gewisses Stück gegenüber
der Einstichstelle versetzt, hinter dieser wieder aus dem Werkstück hervor. Durch den Greifer wird
dann der Nadelfaden erfaßt und um den Spulenfaden geschlungen, worauf die Nadel wieder zurückgeht
und die Maschine sich um einen weiteren Schritt vorwärts bewegt.
Die Nadel dringt nun von neuem in das Werkstück ein, und das Zusammenwirken von Nadel und
Greifer wiederholt sich.
Durch eine größere Zahl von aufeinanderfolgenden Stichvorgängen der eben beschriebenen Art
entstehen zwei auf der Oberseite des Nähgutes sichtbare eng beieinanderliegende Nähte, deren
eine vom Nadelfaden allein und deren andere vom Spulen- und Nadelfaden gemeinsam gebildet
ist.
Bei einem Querschnitt durch das Werkstück, das gemäß Fig. 16 der Deutlichkeit wegen nur als. aus
einer Lage bestehend gezeichnet ist, erscheinen die im Innern des Werkstückes verlaufenden Fäden als
ein System von gekreuzten Fäden.
Der Antrieb für diese Maschine besteht aus einem Elektromotor, welcher von einer nicht in der
Zeichnung dargestellten Brücke getragen wird und nach unten auf eine Riemenscheibe 64 wirkt, die
auf einer Welle sitzt. Letztere trägt eine Schnecke 65, die ihrerseits ein auf einer die Hauptscheibe 44
antreibenden Welle sitzendes Schneckenrad 66 antreibt. Diese Scheibe 44 ist wie beim vorhergehenden
Ausführungsbeispiel an ihrer oberen Fläche mit einer Kurvennut 45 versehen, weiche über
Lenker 47°, 49° und 50" eine Hauptspannvorrichtung
51 für den Nadelfaden 22 hin und her bewegt. In diesem Fall ist das Zahnrad 19 mit einem oberhalb
desselben befindlichen kleineren Zahnrad 67 versehen, welches durch ein Zahnsegment 68 betätigt
wird, das mit einem nach oben gerichteten Zapfen 69 versehen ist, der an seinem oberen Ende
einen Arm 70 besitzt, welcher durch die Betätigungsstange 52 bewegt wird. Wie beim vorhergehenden
Ausführungsbeispiel ist auch hier eine Stift-Schlitz-Verbindung in Form einer Kulisse 56
und Stein 55 vorgesehen.
Die Nadelwelle 27 ist an einem Ende mit einem Hebel 71 versehen, der durch einen Arm 72 betätigt
wird, welcher am hinteren Ende an einem Arm eines am oberen Ende mit einem seitlich gerichteten
Stiftzapfen versehenen Winkelhebels 73 angebracht ist. Dieser Zapfen greift in eine Kurvennut 74,
welche eine scharfe Stufe besitzt, die eine plötzliche und schnelle Schwenkbewegung des Winkelhebels
73 bewirkt und dem Arm 72 eine hin und her gehende Bewegung erteilt. Diese Maschine ist mit
einem einzigen am Werkstück anliegenden Rad 58 iao
versehen, das in geeigneter Weise schrittweise am Ende jedes Stichbildungsvorganges angetrieben
wird, um die Maschine automatisch um eine der Länge eines Stiches entsprechende Entfernung vorwärts
zu bewegen. Es sind Mittel vorgesehen, um die Stichlänge zu regeln.
Bei einer anderen nicht dargestellten Ausführungsform wird die Maschine von Hand betätigt
und besitzt einen Handgriff, der schräg aufwärts geneigt ist und zu der Grundplatte 7 hin heruntergedruckt
werden kann und unter Wirkung von Federmitteln von letzterer fortbewegt wird. Dieser
Hebel betätigt ein aus kleinen Zahnrädern bestehendes Getriebe, welches dem horizontal angeordneten
Doppelsteppstichgreifer über sein Zahnrad i8 eine oszillierende Bewegung erteilt und
gleichzeitig Zahnstangen hin und her bewegt, welche mit an jedem Ende der Nadelwelle 27 angebrachten
kleinen Zahnrädern kämmen, um diese Welle zwecks Erzeugung der erforderlichen oszillierenden
Schwingbewegung der Nadel in Schwingung zu versetzen.
Die schrittweise Bewegung der Vorrichtung längs des Werkstückes kann bewirkt werden, indem bei
dem Rückwärtshub des Betätigungshandgriffes
ao Rädern, welche die Oberfläche des Werkstückes berühren, eine Teildrehung erteilt wird.
Anstatt den Mechanismus in der Weise anzuordnen, daß er durch die Auf- und Abwärtsbewegung
eines Betätigungshandgriffes betätigt wird, kann der Mechanismus auch durch Drehung eines Handrades
betätigt werden.
Gemäß Fig. 17 bis 24 der Zeichnung, welche eine Anordnung darstellen, bei welcher ein Kettenstichgreifer
statt eines Doppelsteppstichgreifers benutzt wird, ist in sämtlichen Ansichten die Nadel mit 75
und der Kettenstichgreifer mit 76 bezeichnet. Der Kettenstichgreifer kann in beliebiger Weise ausgebildet
sein und besteht aus einem hohlen Teil, durch den der Faden von einer nicht dargestellten
Garnrolle geführt wird, derart, daß er von dem freien Ende des Greifers ausgeht.
Wie bereits für die vorhergehenden Ausführungsbeispiele beschrieben, ist die Nadel 75 hohl und
halbkreisförmig oder annähernd halbkreisförmig, wie dargestellt, und kann zweckmäßigerweise aus
einem Rohr mit einer feinen Bohrung bestehen, durch welche der Faden von einer Garnrolle jy
mittels verschiedener schleifenförmiger Spannvorrichtungen hindurchgeführt wird. Das äußere
Ende der Nadel ist schräg abgeschnitten und zu einer Spitze geschärft und unmittelbar vor der
• Spitze mit einem Loch versehen, durch welches der Faden hindurchgeht.
Die Nadel 75 wird in einer senkrechten Ebene in oszillierende Bewegung versetzt, und zwar synchron
mit einer oszillierenden Bewegung, welche dem Kettenstichgreifer 76 erteilt wird, der in
horizontaler Ebene im rechten Winkel zur Ebene der Nadel 75 angeordnet ist, so daß während der
Stichbildung die Nadel- und Greiferfäden, welche jeweils mit 78 und 79 bezeichnet sind, miteinander
verkettet werden zwecks Bildung eines Kettenstiches in einer noch zu beschreibenden Weise.
Die Reihenfolge der von der Nadel 75 und dem Greifer 76 ausgeführten Stichbildungsvorgänge ist folgende: Wenn der Stichbildungsvorgang beginnt (s.Fig. 17), so dringt dieNadel75 in das Werkstück 80 ein und führt ihren Faden 78 durch das Material, und während sie sich aufwärts bewegt, bildet sie eine Nadelfadenschleife 8r oberhalb des Materials. Die Nadel 75 verharrt dann einen Augenblick in dieser Stellung, und der Greifer 76 tritt dann in die Schleife 81 des Nadelfadens, wie in Fig. 18 dargestellt.
Die Reihenfolge der von der Nadel 75 und dem Greifer 76 ausgeführten Stichbildungsvorgänge ist folgende: Wenn der Stichbildungsvorgang beginnt (s.Fig. 17), so dringt dieNadel75 in das Werkstück 80 ein und führt ihren Faden 78 durch das Material, und während sie sich aufwärts bewegt, bildet sie eine Nadelfadenschleife 8r oberhalb des Materials. Die Nadel 75 verharrt dann einen Augenblick in dieser Stellung, und der Greifer 76 tritt dann in die Schleife 81 des Nadelfadens, wie in Fig. 18 dargestellt.
Die Nadel 75 bewegt sich dann wieder zurück in ihre Ausgangsstellung, wie in Fig. 19 dargestellt,
und hinterläßt eine Schleife 82 ihres Fadens um den Greifer 76 herum; die Maschine bewegt sich
dann um eine Stichlänge vorwärts, so daß die Schleife 82 die in Fig. 20 in gestrichelten Linien
angedeutete Lage einnimmt. Wie in dieser Figur gezeigt, bewegt sich die Nadel 75 wieder, um ihren
Faden durch das Material 80 hindurchzuführen, und während sie hochgeht, tritt ihre Spitze durch
eine in dem Faden 79 des Greifers 76 gebildete Schleife 83.
Die Nadel bleibt dann momentan stehen, während der Greifer 76, wie in Fig. 21 dargestellt, sich
in seine Ausgangsstellung zurückbewegt, und der Greifer 76 mit seinem Faden bildet eine Schleife
um die Nadel 75, wie bei 84 gezeigt. Während dieser Bewegung des Greifers 76 zieht er auch
seinen Faden durch die zuvor in dem Nadelfaden 78 gebildete Schleife 82.
Während die Nadel in ihrer Stellung verharrt, bewegt sich der Greifer 76, wie in Fig. 22 gezeigt,
wieder vorwärts und tritt in eine nicht sichtbare Schleife 81 ein, welche in dem Nadelfaden 78 während
der letzten oder zweiterwähnten Bewegung der Nadel 75 durch das Werkstück gebildet wird,
und wie in Fig. 23 dargestellt, bewegt sich die Nadel wieder in ihre Anfangsstellung zurück,
unter Hinterlassung einer weiteren Nadelfadenschleife um den Greifer 76, die Maschine bewegt
sich dann um eine Stichlänge vorwärts, und der mit Bezug auf Fig. 17 bis 23 beschriebene
Stichbildungsvorgang wird zur Herstellung der Naht wiederholt.
Der so gebildete Stich ist ein Doppelkettenstich, wie in Fig. 24 dargestellt.
Es können irgendwelche geeignete Mittel verwendet werden, um der Nadel und dem Greifer die
gewünschte synchrone Bewegung zu erteilen. Die Mittel zur Betätigung der Nadel können z. B. der
eine oder der andere der beiden oben mit Bezug auf Fig. ι und 2 bzw. 15 der Zeichnungen beschriebenen
Mechanismen sein.
Die schrittweise Bewegung der Maschine über das zu nähende Werkstück kann durch den gleichen
Mechanismus, wie bereits bei den anderen Ausführungsbeispielen beschrieben, bewirkt werden.
Claims (24)
- Patentansprüche:i. Nähmaschine, insbesondere zum Nähen dicker Stoffe, mit einer .kreisbogenförmigen Hohlnadel, welche am äußeren Ende zugespitzt und dicht davor mit einem öhr versehen ist, durch welches der Faden die Nadel verläßt, nachdem er durch dieselbe von einer Lieferstelle aus hindurchgeführt worden ist, dadurchgekennzeichnet, daß der Nadel (20, 75) eine oszillierende Bewegung erteilt wird, die mit der einem Greifer (3, 76) erteilten oszillierenden Bewegung synchronisiert ist, wobei der Greifer in einer im rechten Winkel zur Nadelebene liegenden Ebene so angeordnet ist, daß während eines S tichbildungs Vorganges die Nadel durch das zu nähende Werkstück hindurchgeführt oder bis zu einer bestimmten Tiefe in das Werkstück hineingeführt wird und dann an derjenigen Fläche des Werkstückes herauskommt, wo die Nadel eintrat, so daß oberhalb dieser Fläche eine Schleife gebildet wird, welche mit dem Greifer zwecks Nahtbildung zusammenwirkt.
- 2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (3) in einer Horizontalebene in der Nähe des Werkstückes oszillierend angeordnet ist und mit der kreisbogenförmigen hohlen Nadel (20), durch die von einer Vorratsrolle (77) Garn hindurchläuft, zusammenwirkt, wobei die Nadel in einer vertikalen Ebene oszillierende Bewegungen ausführt und dabei den die Nadel verlassenden Faden (22) in eine solche Lage bringt, daß er nach der Durchdringung des Nähgutes von einem an dem oszillierenden Greifer (3) vorgesehenen Haken (40) od. dgl. ergriffen und durch diesen um den aus der Spule (8) in dem Spulengehäuse (3) austretenden Spulenfaden herumgeschlungen wird.
- 3. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (76) in einer Horizontalebene in der Nähe des Werkstückes oszillierend angeordnet ist und mit der kreisbogenförmigen hohlen Nadel (75), durch die von einer Vorratsrolle (77) Garn hindurchläuft, zusammenwirkt, wobei die Nadel in einer vertikalen Ebene oszillierende Bewegungen ausführt und dabei den die Nadel verlassenden Faden nach der Durchdringung des Nähgutes in eine solche Lage bringt, daß er eine Schleife bildet, welche von dem Greifer (76) und dem von diesem getragenen Faden zwecks Bildung eines Ketten- oder Doppelkettenstichs erfaßt wird.
- 4. Nähmaschine nach Ansprüchen 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Räder (58) vorgesehen sind, um einen schrittweisen Vorschub der Maschine über das Werkstück während oder zwischen den S tichbildungs vorgängen zu bewirken, wobei die Räder (58) an ihrem Umfang gefräst, gezähnt oder in anderer geeigneter Weise aufgerauht und mittels in den Gehausen (59) enthaltener Federn unabhängig voneinander gefedert sind und über die Welle (60) und den Antriebsmechanismus (44, 62P, 62, 61) in geeigneter Art angetrieben werden.
- 5. Nähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schrittweise Bewegung völlig selbsttätig bewirkt wird.
- 6. Nähmaschine nach Ansprüchen i,2,4und5, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer aus einem Spulengehäuse (3) gebildet wird, das aus zwei komplementären tellerförmigen Hälften (5, 6) besteht, zwischen denen die Spule (8) getragen und gehalten ist, wobei der Flansch jeder dieser Hälften mit einem kreisbogenförmigen Ausschnitt (38) versehen ist, der sich zum Umfang des Flansches hin öffnet, zwecks Bildung eines Greiferhakens oder einer Greiferklaue, wobei der Haken oder die Klaue des einen Teils des Spulengehäuses mit dem Haken oder der Klaue des anderen Teils des Spulengehäuses gleichgerichtet ist.
- 7. Nähmaschine nach Ansprüchen 1, 2 und 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (8) innerhalb des Spulengehäuses (3) gegen dessen Schwingbewegung gesichert ist, sich jedoch langsam drehen kann, um ein Ablaufen des auf der Spule befindlichen Fadens (43) in der erforderlichen Weise zu ermöglichen.
- 8. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1, 2 und 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (8) mit einem besonderen ringartigen Teil (8&) versehen ist und der Faden (43) von der Spule durch ein kurzes Rohr (15) des ringartigen Teils geführt ist, welches außerhalb des Spulengehäuses (3) an einer Stelle endet, welche derjenigen benachbart ist, wo die bogenförmige Nadel (20) zwischen den Klauen oder Haken (40) des Greifers hindurchgeht.
- 9. Nähmaschine nach Ansprüchen 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem ringartigen Teil (86) Federmittel vorgesehen sind, um den Spulenfaden (43), welcher von der Spule zu dem kurzen Rohr (15) hin läuft, zu spannen.
- 10. Nähmaschine nach Ansprüchen 6, 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des zweiteiligen Spulengehäuses (3) mit einem Zahnrad (18) od. dgl. versehen ist, welches mit in geeigneter Weise angetriebenen Zahnrädern kämmt.
- ι r. Nähmaschine nach einem der Ansprüche i, 2 und 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß während eines Arbeitszyklus das Spulengehäuse (3) über das Zahnrad (19) mittels des an der Scheibe (44) exzentrisch gelagerten Armes (52), der mit einem Stift (55) in den bogenförmigen Schlitz (56) des Zahnrades (19) eingreift, gemäß Fig. 1 und 2 bzw. mittels des Armes (52) über eine Stift-Schlitz-Verbindung, Zahnrad (67) und Zahnsegment (68) gemäß Fig. 15 angetrieben wird, wobei die Bewegungs- 1:5 richtung sich abwechselnd ändert und durch die Länge des Schlitzes die Zeitdauer des notwendigen Stillstandes des Spulengehäuses zwischen den beiden Bewegungsrichtungen vorgegeben ist, derart, daß die Klauen (40) eine 12a von dem Nadelfaden (22) gebildete Schleife aufnehmen und den Nadelfaden um den Spulenfaden (43) herumführen.
- 12. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das die Spule (8) einschließende ringartige Teil (8&)durch das kurze Rohr (15), welches mit seinem vorderen Ende in eine Aussparung der Grundplatte (7) eingreift, gegen die schwingende Bewegung des Spulengehäuses (3) gesichert ist, wobei das kurze Rohr (15) in der Aussparung der Grundplatte ein gewisses Spiel hat, so daß sich das ringartige Teil (8&) etwas um seine Achse drehen kann.
- 13. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1. 2 und 4 bis 12 zum Zusammennähen der Stoßkanten von Material, wie beispielsweise Teppichstoffstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifereinrichtung und die Sticheinrichtung nebeneinander, jede auf einer Seite der zu verbindenden Kanten, angeordnet sind, so daß die Nadel (20) quer zur Vorschubrichtung der Maschine oszilliert und in die Kanten der beiden zusammenzunähenden Stoffe eindringt.
- 14. Nähmaschine nach Ansprüchen 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Zahnrad (18) des zweiteiligen Spulengehäuses (3) kämmenden kleinen Zahnräder durch das Hauptzahnrad (19) über eine Stift-Schlitz-Verbindung angetrieben werden, die es dem Spulengehäuse (3) ermöglicht, vor Einführung der Nadel in den Zwischenraum (38) im Stillstand zu verharren.
- 15. Nähmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (19) durch einen exzentrisch mit einer Antriebswelle (37) verbundenen Arm (52) schwingend bewegt wird.
- 16. Nähmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (37) mit einer Hauptscheibe (44) versehen ist, welche eine Kurvennut (45) besitzt, die die Bewegung eines die Hauptspannvorrichtung (51) für den Nadelfaden betätigenden Gestänges (47, 49, 50) steuert.
- 17. Nähmaschine nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (37) durch Zahnräder (35, 36) eine Scheibe (33) antreibt, welche eine Kurvennut (32) zur Steuerung der Bewegung eines Gestänges (30, 31) zum schwingenden Antrieb der Nadel (20) besitzt.
- 18. Nähmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptscheibe (44) geeignet ist, ein Gestänge (62) zu betätigen, um eine teilweise Drehung eines oder mehrerer Räder (58) zu bewirken, welche so gelagert sind, daß sie an dem zu nähenden Material anliegen, um die Maschine am Ende jedes Stichbildungsvorganges automatisch vorwärts zu bewegen.
- 19. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1, 2 und 4 bis 12 zum Zusammennähen von zwei oder mehr übereinanderliegenden Materiallagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer- und die Sticheinrichtung in Richtung des Vorschubs der Maschine hintereinander angeordnet sind, wobei die Sticheinrichtung (4) vor der Greifereinrichtung (3) liegt.
- 20. Nähmaschine nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (20) in einer lotrechten und parallel zur Vorschubrichtung der Maschine liegenden Ebene schwingt, so daß eine gerade Naht entsteht, wobei durch jeden Hinundhergang der Nadel sowohl beim Eintreten in das Material als auch beim Austreten eine Stichbildung erfolgt, wobei an der Eintrittsstelle nur der Nadelfaden (22) beteiligt ist, wogegen an der Austrittsstelle eine Verkettung des Nadelfadens (22) mit dem Spulenfaden (43) erfolgt.
- 21. Nähmaschine nach Ansprüchen 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Eindringtiefe der Nadel (20) durch den Presserfuß (63) so eingestellt werden kann, daß entweder Ein- und Austrittsstelle der Nadel auf der gleichen Materialseite oder auch auf entgegengesetzten Seiten liegen können.
- 22. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Betrieb der Nähmaschine notwendigen Teile auf einer gemeinsamen Grundplatte (7) aufgebaut sind, wobei sich die Stichbildungsstelle in der Mitte der Stirnseite der Grundplatte befindet und der Maschinenantrieb sowohl von Hand als auch durch Elektromotor erfolgen kann.
- 23. Nähmaschine nach Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer- und die Sticheinrichtung nebeneinander angeordnet sind und die Nadel (20, 75) in einer Ebene quer zur Vorschubeinrichtung schwingt, wobei unterhalb der Sticheinrichtung (4) ein Fühlglied (84) angeordnet ist, derart, daß sein vorderes, nasenartiges Teil zwischen die Stoßkanten der zusammenzunähenden Materialteile greift und deren richtige Lage während des Nähvorganges sicherstellt, wogegen das hintere, kufenartig ausgebildete Teil (85) unterhalb des Nadelmechanismus mit einem Schlitz für die Nadel versehen und in seiner Höhe einstellbar ist, so daß die Nadel (20, 75) aus dem Schlitz mehr oder weniger hervortritt und dadurch die gewünschte Tiefe des Stiches erzielt wird und wobei durch ein in die Fühlvorrichtung (84) eingebrachtes kleines gezähntes Rad, das mit seinen Zähnen in den Stoff eingreift, eine zusatzliehe Führung der Stoffteile gewährleistet wird.
- 24. Nähmaschine nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer- und Sticheinrichtung in Richtung der Längsachse der Maschine hintereinander angeordnet sind, wobei an Stelle des Doppelsteppstichgreifers auch ein Kettenstichgreifer ähnlich Fig. 17 bis 23 treten kann.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen© 5812 3.54
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB26734/49A GB690334A (en) | 1949-10-18 | 1949-10-18 | Improvements in or relating to sewing machines |
Publications (1)
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|---|---|
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Family Applications (1)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069457B (de) * | 1959-11-19 | Von Hand geführte, transportable Kettenstichnähmaschine | ||
| WO2021165163A1 (de) | 2020-02-21 | 2021-08-26 | Pfaff Industriesysteme Und Maschinen Gmbh | Nähmaschine |
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- BE BE504702D patent/BE504702A/fr unknown
-
1951
- 1951-06-21 CH CH300309D patent/CH300309A/de unknown
- 1951-07-10 FR FR1051171D patent/FR1051171A/fr not_active Expired
-
1953
- 1953-07-16 DE DE1953906403D patent/DE906403C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1069457B (de) * | 1959-11-19 | Von Hand geführte, transportable Kettenstichnähmaschine | ||
| WO2021165163A1 (de) | 2020-02-21 | 2021-08-26 | Pfaff Industriesysteme Und Maschinen Gmbh | Nähmaschine |
| US12054867B2 (en) | 2020-02-21 | 2024-08-06 | Pfaff Industriesysteme Und Maschinen Gmbh | Sewing machine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH300309A (de) | 1954-07-31 |
| FR1051171A (fr) | 1954-01-13 |
| BE504702A (de) |
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