DE905508C - Anordnung fuer Mehrmotorenantrieb fuer mehrteilige Arbeitsmaschinen - Google Patents

Anordnung fuer Mehrmotorenantrieb fuer mehrteilige Arbeitsmaschinen

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DE905508C
DE905508C DES8346D DES0008346D DE905508C DE 905508 C DE905508 C DE 905508C DE S8346 D DES8346 D DE S8346D DE S0008346 D DES0008346 D DE S0008346D DE 905508 C DE905508 C DE 905508C
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DE
Germany
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motor
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relay
paper
motors
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Expired
Application number
DES8346D
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English (en)
Inventor
Alfons Arzmaier
Dr-Ing Franz Oertel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P5/00Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors
    • H02P5/68Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors controlling two or more DC dynamo-electric motors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description

  • Anordnung für Mehrmotorenantrieb für mehrteilige Arbeitsmaschinen Die Erfindung betrifft eine Anordnung für Mehrmotorenantriebe für mehrteilige Arbeitsmaschinen, z. B. Papiermaschinen, mit technologisch in. Reihe geschalteten Arbeitsvorrichtungen.
  • In den Fertigungszweigen, in denen das Erzeugnis in fortlaufenden Längen anfällt (Fließbetriebe wie die Zweige der Faserstoffindustrie, kontinuierliche @N'alzwerke, Drahtziehwerke u. ä.), wird das Arbeitsgut über eine Anzahl in Reihe geschalteter Arbeitseinheiten hinweggeführt. Diese Führung geschieht in keinem Falle spannungslos bzw. mit merkbarem Durchgang der betreffendenWarenbahn, weil eine solche biegsame Warenbahn dann willkürliche und die Verarbeitung störende iBewegungen ausführen könnte, sondern stets mit einem gewissen Längszug in Laufrichtung der Ware. Dem entspricht dann eine gewisse Dehnung; infolgedessen werden bei zwei aufeinanderfolgenden Verarbeitungseinheiten die Umfan@gsgeschwInd'igkeiten (oder bei gleichen Durchmessern der Wälzen die Drehzahlen) nie genau gleich sein, sondern Unterschiede aufweisen, die manchmal sehr klein sind, aber auch größere Werte annehmen können. Dies ist -z. B. der Fall, wenn mit der Behandlung der Ware zugleich ein Auseinanderziehen, Verfeinern, Vermindern des Querschnittes. einhergeht, wie z. B. beim kontinuierlichen Walzen, auch bei der Papierherstellung. Alsdann werden auch die Längszüge nicht an allen Verarbeitungsstellen einer solchen Maschine gleich groß sein dürfen, wie etwa bei Tuchveredelungsmuschinen, den Breitwaschmaschinen, Spannrahmen u. ä. meist der Fall, sondern sie werden von einer Einheit zur anderen entsprechend der zunehmenden Beanspruehungsfähigkeit der werdenden Papierbahn höher zu wählen sein, d. h. die Drehzahlen der Einheiten müßten in der Warenlaufrichtung zunehmend ansteigen (Voreilung). Das wird aber begrenzt durch Gegenwirkung anderer Einflüsse; der in Entstehung begriffenen Papierbahn wird in zunehmendem Maße die Feuchtigkeit entzogen, zuerst mechanisch durch Aussaugen (Naßpartie) und Auspressen, dann durch Austrocknen in der Trockenpartie. Das führt zu. einem Schrumpfen der Papierbahn, weswegen nun die Arbeitseinheiten in der Durchgangsrichtung immer langsamer laufen müßten (Nacheilung). Aus Überlagerung beider Einwirkungen ergibt sich von Fall zu Fall die res.ttltierende Zug- bzw. Drehzahleinstellung als Vor- oder Nacheilung.
  • Für die Gleichmäßigkeit der ..Erzeugnisse ist es wichtig, die einmal gewählten und eingestellten Längszüge und entsprechenden Drehzahlverhältnisse der Teilmotoren möglichst gleichmäßig aufrechtzuerhalten. Diese Aufgabe ist seit dem übergang vom Einmotoren- zum Mehrmotorenantrieb der Ausgangspunkt vieler betriebstechnischer Überlegungen und Einrichtungen geworden. Die folgenden Ausführungen werden am Beispiel der Papiermaschine gemacht, sollen aber sinngemäß auch für andere Fertigungsmaschinen mit in Reihe geschalteten Einheiten Geltung haben.
  • Durch was für Betriebseinflüsse kann ein bestimmtes Drehverhältnis zwischen zwei Arbeitseinheiten verändert bzw. gestört werden? Es gibt von außen kommende Störungen und solche, die aus dem Werkstoff selbst herstammen. Zu den äußeren Störungen seien Belastungsänderungen an den Motoren gerechnet, beispielsweise durch Leistungserhöhung bei den Saugern, Änderung der Belastungsdrücke an den Naßpressen u. ä. Dann fällt der betreffende Teilmotor gemäß seiner Charakteristik in der Drehzahl zurück, der Längszug in der Warenbahn vor und hinter ihm wird geändert. Zum Ausgleich solcher Störungen ist .das gegebene Mittel der Differentialregler, der das ursprüngliche Drehzahlverhältnis wiederherstellt.
  • Nun können Änderungen des Längszuges auch daher rühren, daß der innere Zustand der Warenbahn, gekennzeichnet durch eine bestimmte Schrumpfung oder Dehnung, Änderungen erleidet aus Gründen einer Inkonstanz der Behandlungsmittel, z. B. Änderungen des Dampfdruckes und der Temperaturen in den Trockenzylindern. Tritt zwischen zwei Trockentrommeln eine überdurchschnittliche Schrumpfung ein, so steigt entsprechend der Papierzug, der gezogene Motor wird etwas schneller, der ziehende langsamer laufen. Spricht nun der Differentialregler auf Drehzahländerungen aus solchen Ursachen an, so muß er eine verkehrte Wirkung hervorbringen; durch Wiederherstellung des Drehzahlverhältnisses würde derLängszug noch weiterhin erhöht, anstatt auf den richtigen Betrag wieder herabgemindert.
  • Man sieht hieraus, daß das Einstellen von Drehzahlverhältnissen mit Hilfe des Differentialreglers, wie das bei der Papiermaschine durchgeführt wird und hier zu .den schwierigen Anforderungen nach genauer Messung und Überwachung der Drehzahlverhältnisse Anlaß gegeben hat, nicht in allen Fällen das Richtige. und vor allem nicht das Primäre ist, sondern nur Mittel zum Zweck. Das Primäre ist vielmehr die Einstellung und Einhaltung,des Längszuges in der Warenbahn. Daher sind grundsätzlich diejenigen Einrichtungen höher zu bewerten, welche die Zugregelung nicht auf dem Umweg über die Konstanthaltung von Drehzahlunterschieden anstreben, sondern unmittelbar bewirken. Solche Einrichtungen sind vorhanden und verwendbar in Gestalt der bekannten Tänzerwalzen bei solchen Geweben und Warenbahnen, die für eine unmittelbare Abtastur_g zur Hergabe von Steuerungsimpulsen mechanisch genügend widerstandsfähig sind. Allerdings sind Tänzerwalzen ebenso wie Differentialregler platzraubende, umlaufende und mit Reibung und Trägheit behaftete Einrichtungen, deren Ersatz durch ohne solche Nachteile arbeitende, rein elektrische Geräte einen Fortschritt darstellen würde.
  • Bei Papiermaschinen ist nun eine Abtastung durch Fühlwalzen zwecks Abnahme von Steuerimpulsen betriebsmäßig nicht tunlich, weil das Papier vornehmlich in der Naßpartie zu weich ist und der Lauf und besonders das Einziehen der Papierbahn dadurch erschwert würde. Ziel der nachstehend dargelegten Erfindung ist, eine elektrisch und tr'ägheitsfrei arbeitende, ruhende (daher auch entfernt von der Maschine aufstellbare) Steuerungseinrichtung zu schaffen, mit der in Warenbahnen zwischen den in Reihe geschalteten Arbeitseinheiten unmittelbar die beliebig einstellbaren Längszüge selbsttätig konstant erhalten werden, womit .dann die Messung und Überwachung.der Drehzahlverhältnisse der Teilmotoren in .den Hintergrund tritt und nur noch die Papierzüge selbst eingestellt zu werden brauchen. (Gegenüber einer solchen Regelungsart ist die bisherige Regelung auf konstantes Drehzahlverhältnis nur eine Vorstufe, ein Behelf.
  • Die Erfindung geht aus von der bei Versuchen an einer Papiermaschine mit Vielmotorenantrieb (Einzelantrieb der Trockenzylinder) gemachten Feststellung, daß bei Vor- bzw. Nacheilung zwischen zwei nur über die Papierbahn in Verbindung stehendenTeilmotoren oderTeilmotorgruppen ein festes Verhältnis besteht zwischen den Papierzügen und den Unterschieden der Motorstrom-' aufnahmen sowie der Drehzahlen der anliegenden Teilmotoren. Hält man durch eine elektrische Steuerung den Unterschied der Stromaiufnahmen zweier aufeinanderfolgender Teilmotoren konstant, so tut man dasselbe mit dem Papierzug zwischen beiden Einheiten. Die genannten Größen sind für unter gleicher Erregung zusammengefaßte Gruppen von Motoren (Trockengruppen) sinngemäß durch die Durchschnittsdrehzahlen bzw. die Summen der Einzelströme zu ersetzen.
  • Durch die vorliegende Erfindung wird diese Aufgabe in einfachster Weise durch Steuereinrichtungen gelöst, welche die Stromkomponente jedes Teilmotors entsprechend seinem Drehmoment mit der des benachbarten Teilmotors vergleichen, und etwa auftretende Stromdifferenzen werden dazu verwendet, die Einhaltung eines konstanten Längszuges im Erzeugnis zu bewirken. Die Steuereinrichtungen zum Vergleich der Stromkomponenten können verschiedenster Art sein und auf Gleich- oder Wechselstrom ansprechen. So kann z. B. eine aus einem polarisierten Relais gebildete Relaiswaage verwendet werden.
  • In der Figur ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. In den Ankerstromkreis der Teilmotoren i bis 3 ist je eine Relaiswaage :4 und 5, welche von einem polarisierten Relais gebildet wird, eingeschaltet. Die Anordnung ist so getroffen, daß die eine Wicklung des polarisierten Relais q. vom Strom des Teilmotors i, welcher gleichzeitig der Leitmotor sein kann, die andere von dem des nachfolgenden Teilmotors durchflossen wird. Der Anker des polarisierten Relais liegt in der Mittel- oder Ruhestellung, solange die Ampere"vindungszahl beider Spulen dieselbe ist und daher die auf den Anker wirkenden Kräfte entgegengesetzt gleich sind, sich also .die Waage halten. Das ist z. B. der Fall, wenn beide Motoren i und 2 mit gleichen Strömen synchron laufen, in welchem Falle bei Abwesenheit von Schrumpfungsneigung kein Zug in der Papierbahn vorhanden sein würde. Wird nun die Windungszahl der einen Spule geändert oder ihr ein Parallelwiderstand zugeschaltet, so ist für Wiederherstellung des :Gleichgewichts (gleiche Amperewindungszahl) jetzt eine andere Stromaufnahme des Teilmotors a nötig, die durch Einwirkung auf seine Erregung zu schaffen ist, auf Grund deren sich nun seine Drehzahl ändert (Vor- bzw. Nacheilung) und damit der Dehnungszustand des Papiers als Voraussetzung für das !Entstehen eines Zuges. Die Änderung der Erregung des Teilmotors 2 geschieht dadurch, daß der Anker der Relaiswaage q. seine Mittellage verlassen und sich an einem der Kontakte 7, 8 angelegt hat, wodurch .der Umkehrmotor g über die Schnecke io den Erregerhebel i i des Teilmotors a in der entsprechenden Drehrichtung in Bewegung setzt. Die Teilmotoren i bis 3 sind an die Erregerleitung 12 und die Kraftleitung 13 angeschlossen, welche über besondere Leonard-Sätze gespeist werden. Die Einstellung ,der Papierzüge besteht also in der Veränderung einer Spulenwindungszahl oder (bequemer) ihres Parallelwiderstandes.
  • Diese selbsttätige Steuerung tritt nun auch in Tätigkeit, wenn aus irgendeinem Grunde Schwankungen des Papierzuges um den eingestellten Sollwert vorkommen. An allen Teilmotoren werden dauernd die eingestellten Stromaufnahmeunterschiede, d. h. Papierzüge (unter :den jeweiligen Werten des Drehzahlunterschiedes), selbsttätig aufrechterhalten. Da der Leitmotor, dessen Kennzeichen ist, daß sein Nebenschlußregler nicht für selbsttätige Steuerung, sondern nur von Hand vorgesehen ist, meist in die Mitte der veränderlichen Partie der Maschine verlegt wird, so schreitet von ihm aus ein Regelanstoß nach beiden Seiten fort, nach dem Sieb, wie nach dem Roller. Diese Fortpflanzung der Regelimpulse über alle angeschlossenen Arbeitseinheiten geschieht selbsttätig. Man braucht also, wenn man beispielsweise an einer Stelle der Trockenpartie infolge dauernden zu großen Durchhanges der Papierbahn eine Berichtigung der Einstellung vornimmt, diese nicht an allen weiteren Stellen zu wiederholen, vielmehr nehmen alle Teilmotoren sofort selbsttätig die ihnen laut ihrem eingestellten Sollwert zukommenden Drehzahlen auf (Reihenschaltung der Zugeinstellvorrichtungen).
  • Statt zwischen zwei einzelnen Teilmotoren kann die Steuerung auf Gleichbleiben der eingestellten Papierzüge auch mit Gruppen von iMotoren, z. B. Trockengruppen der Papiermaschine, durchgeführt werden, die unter gemeinsamer Erregung zusammengefaßt sind, welche dann von der Relaiswaage steuernd derart verändert wird, daß dier Unterschied zwischen .den Summen der Einzelströme beider Motorgruppen konstant bleibt.
  • Die Relaiswaagen mit Zubehör brauchen als ruhende Apparate nicht in unmittelbarer Nähe der Teilmotoren untergebracht zu werden; damit bleibt die Haupteigenschaft der bisherigen Ferndifferentiale erhalten, jedoch werden dauernd umlaufende Ferndreher, Differentiale usw. nicht benötigt.

Claims (1)

  1. PATEN TANspnÜCIIE: i. Anordnung für Mehrmotorenantrieb für mehrteilige Arbeitsmaschinen zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Längszuges im Erzeugnis, z. B. bei Papiermaschinen od, dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die drehmomentbildende Stromkomponente jedes Teilmotors durch Steuereinrichtungen, z. B. eine aus polarisierten Relais gebildete Relaiswaage, mit der des benachbarten Teilmotors verglichen wird, wobei die eine Wicklung des Relais vom Ankerstrom des vorhergehenden Teilmotors, die andere Wicklung von dem des nachfolgenden Teilmotors durchflossen ist und die Stromdifferenz dazu dient, -die Einhaltung eines konstanten Längszuges im Erzeugnis zu bewirken. z. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines bei konstantem Zug im Arbeitsgut erforderlichen Drehzahlverhältnisses der Teilmotoren das Amperewindungsverhältnis der Relaisspulen des polarisierten Relais in an sich bekannter Weise geändert wird oder Widerstände vorgeschaltet werden.
DES8346D 1939-10-03 1939-10-03 Anordnung fuer Mehrmotorenantrieb fuer mehrteilige Arbeitsmaschinen Expired DE905508C (de)

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