DE90283C - - Google Patents

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DE90283C
DE90283C DENDAT90283D DE90283DA DE90283C DE 90283 C DE90283 C DE 90283C DE NDAT90283 D DENDAT90283 D DE NDAT90283D DE 90283D A DE90283D A DE 90283DA DE 90283 C DE90283 C DE 90283C
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    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27MWORKING OF WOOD NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B27B - B27L; MANUFACTURE OF SPECIFIC WOODEN ARTICLES
    • B27M3/00Manufacture or reconditioning of specific semi-finished or finished articles
    • B27M3/04Manufacture or reconditioning of specific semi-finished or finished articles of flooring elements, e.g. parqueting blocks
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B27M3/008Manufacture or reconditioning of specific semi-finished or finished articles of composite or compound articles characterised by bar or grill connections

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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
verbundenen Blöcken bestehen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. Oktober 1895 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine, welche zur Herstellung von aus mehreren Theilen zusammengesetzten Platten, wie solche zum Belegen von Fufsböden, zur Herstellung von Zwischenwänden u. dergl. Anwendung finden, dient, und welche die zu dieser Herstellung nöthigen Arbeiten, wie das Bohren von Löchern, das Eintreiben und Einleimen von Stangen in diese in ein beliebiges Material eingebohrten Löcher, selbstthätig vornimmt.
Die Maschine ist auf den Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. ι und 1 a zeigen in ihrer Vereinigung die Seitenansicht des einen Endes und
Fig. 2 und 2 a die Seitenansicht des entgegengesetzten Endes der Maschine;
Fig. 3 und 3 a geben zusammengesetzt die Oberansicht der Maschine;
Fig. 4 ist eine theilweise Endansicht der Maschine;
■ Fig. 5 stellt eine theilweise Vorderansicht einer Ausführungsform der Maschine dar,
Fig. 6 einen Schnitt nach Linie U-U der
Fig. 7 einen Längsschnitt mit theilweiser Ansicht eines der Bohrer,
Fig. 8 eine besondere Ansicht einer vortheilhaften Antriebsvorrichtung für die Bohrer und
Fig. 9 einen Schnitt nach Linie V- V der Fig. 5;
. ' Fig. 10 veranschaulicht im Längsschnitt die Vorrichtung zum Hineindrücken oder Eintreiben von Stäben in die gebohrten Löcher, Fig. 11 eines der Führungsrohre für die Rammen oder Druckstempel zum Eintreiben der Stäbe im Querschnitt mit der darin sitzenden Ramme oder dem Druckstempel in Oberansicht,
Fig. 12 eine Oberansicht der Vorrichtung zum Schliefsen und Oeffhen der Mündungen der Führungsrohre, in welchen die Stäbe geführt werden, während sie in die gebohrten Löcher eindringen, und endlich
Fig. 13 eine Seitenansicht mit theilweisem Schnitt zu Fig. 12·.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsform der Maschine besteht aus einem Gestell oder Bett E, über welchem zwei Spannplatten F: zum Festhalten des Arbeitsstückes befestigt' sind. Das Arbeitsstück besteht aiis einer Reihe von Blöcken, die durch eine Anzahl von Verbindungsstangen oder -Stäben mit einander so verbunden werden, dafs sie eine feste Platte bilden. Die Spannplatten F sind derartig ausgeführt, dafs sie ein Zusammenspannen der Blöcke von oben nach unten und von beiden Seiten gestatten, damit die Blöcke zu einer festen Platte vereinigt werden können, ehe sie zwecks Bohrens der Löcher und Eintreibens der Stäbe auf der Maschine befestigt werden. .
Die Spannplatten F sind so durchbohrt, dafs erst die Bohrer und sodann die Stäbe in das zu bearbeitende Werkstück eindringen können.
Die obere Spannplatte ruht auf einer Plattform Ex und die untere Spannplatte auf einer entsprechenden niedrigeren Plattform E2.
Bei der in den Fig. ι bis 4 dargestellten Maschine können die Plattformen E1 und E'2 entweder mit dem Bett E der Maschine fest verbunden oder, wie in Fig. 3 a dargestellt, in Führungen Es verschiebbar befestigt sein. Die Führungen E3 sind dann in an dem Bett E sitzenden Ständern -E"13 vorgesehen. Die Plattformen können daher in. der Höhenrichtung verstellt werden, z. B. zum Zweck, die Bohrer mit der Mitte oder einem anderen Punkte des Arbeitsstückes in dieselbe Horizontalebene zu bringen.
Das Heben und Senken der Plattformen E1 und E% geschieht am besten mittelst eines Handrades J?4 (Fig. 1 a und 3 a). Das Handrad E* sitzt auf einer Welle E1, auf welcher eine Schnecke E5 (in Fig. ia durch eine punktirte Linie angedeutet) aufgekeilt ist. Die Schnecke Eh greift in ein Schneckenrad Ee ein, dessen Bohrung ein Muttergewinde für die mit den Plattformen -E"1 und i?2 verbundene Schraubenspindel Eu hat. Das Schneckenrad is6 ruht auf dem Bock E8.
Die Welle E7 geht bis nach der anderen Seite der Maschine hindurch, wo ein zweiter Satz der eben beschriebenen Theile vorhanden ist, so dafs die Plattformen E1 und E2 an beiden Enden gleichzeitig bewegt werden.
Die beiden inneren Enden der Plattformen E1 und E'2 sind durch die Schienen E9 bezw. E10 mit einander verbunden, so dafs die Spanntafeln F leicht von einem nach dem anderen Ende der Plattformen E1 und E'2 geschoben werden können.
Sobald die Plattformen E1 und E'2 auf die gewünschte Höhe eingestellt sind, werden sie in dieser Lage durch die Klemmplatten E11 (Fig. 3 a) befestigt, die mit Hülfe von Muttern E12 gegen die Hinterseite der Ständer En angedrückt werden. Wenn nöthig, kann man zwei Spannplatten F mit ihren Enden verbinden, so dafs eine lange fortlaufende Platte gebildet wird; für gewöhnliche Zwecke ist es jedoch wegen des Gewichtes und der Leichtigkeit der Handhabung am vortheilhaftesten, sich stets nur einer Spannplatte zu bedienen, falls letztere nicht sehr kurz ist.
Auf dem Bette E gleitet in passenden Führungen ein Schlitten G, dessen Hälften oben und unten durch Rippen oder Stege G1 bezw. G2 mit einander verbunden sind.
Die Bohrer J11 (Fig. 2 und 3) sind an einer Reihe von Spindeln /10 (Fig. 3) befestigt. Die Spindeln drehen sich in in der Rippe oder dem Steg G1 des Schlittens vorgesehenen Lagern derart, dafs die Bohrer bei einer Verschiebung des Schlittens auf dem Bette dem auf den -Plattformen festgespannten Arbeitsstück genähert oder von demselben entfernt werden können.
In dem unteren Steg G2 ist eine Anzahl von Spindeln K (Fig. 4) zum Eintreiben der Stangen vorgesehen, die sich in gleicher Weise wie die Bohrer mit dem Schlitten G zusammen bewegen.
Der Antrieb und die Umsteuerung des Schlittens G geschieht durch irgend welche bei ähnlichen Maschinen bekannte Vorrichtungen, wie solche z. B. in den Zeichnungen angedeutet sind.
Um sehr lange Löcher bohren oder lange und verhältnifsmäfsig biegsame Bohrer anwenden zu können, sind obere und untere Führungsarme /12 vorgesehen, welche die Bohrer umfassen und welche derart auf bezw. mit den Wellen /13 schwingend angeordnet sind, dafs in dem Mafse, als der Schlitten gegen das Arbeitsstück vorrückt und diese Führungsarme somit nach und nach entbehrlich werden, der Daumen 714 (Fig. 2) des Schlittens gegen die Hebel /l5 stöfst, die auf den Wellen J13 aufgekeilt sind. Es werden daher die oberen Führungsarme nach oben und die unteren Führungsarme nach unten gedreht. Gleitet dagegen der Schlitten wieder zurück, so läfst der Daumen Ili die Hebel 715 nach einander frei und es nehmen die Führungsarme, unterstützt durch die Federn 7le (Fig. 1), zu den Bohrern ihre ursprüngliche Stellung ein. Die Federn 7le sind einerseits mit den Hebeln 717 der Wellen 713, andererseits mit dem Rahmen E, in welchem die Führungsarme schwingend gelagert sind, verbunden. Die oberen Führungsarme können auch so angeordnet und eingerichtet sein, dafs sie, ohne durch Federn bethätigt zu werden, durch ihr Eigengewicht herabfallen. Ferner können die Führungsarme aus einem Stück bestehen und durch den vorrückenden Schlitten auf den Bohrern nach vorwärts zusammengeschoben werden; sobald hingegen in diesem Falle der Schlitten zurückgleitet, läfst er die Führungsarme auf den Bohrern auf ihren entsprechenden Stellen stehen, was einfach dadurch bewirkt wird, dafs man die einzelnen Führungsarme durch Ketten oder Gliederstäbe mit einander verbindet. Diese Ketten oder die Gliederstäbe sind an ihren Enden einerseits mit dem Rahmen E, andererseits mit dem Schlitten verbunden, legen sich daher beim Vorwärtshub des Schlittens zwischen den Führungsarmen zusammen, während sie sich beim Rückwärtshub zwischen den einzelnen Führungsstäben ausspannen.
Sobald die Löcher gebohrt sind, wird die obere Spannplatte F von der Plattform E1 abgenommen und auf der unteren Plattform E'2 befestigt; auf der Plattform E1 wird sonach eine neue Spannplatte -F befestigt.
Die Vorrichtung zum Eintreiben der Verbindungsstangen oder -Stäbe in die gebohrten Löcher wird durch dieselbe Vorrichtung und zu derselben Zeit in Bewegung gesetzt, wie die Vorrichtung zum Bohren der Löcher in das
in der Spannplatte F der oberen Plattform E1 eingespannte Arbeitsstück. Die Vorrichtung zum Eintreiben solcher Stäbe besteht, wie schon angedeutet, aus einer Anzahl von Spindeln oder Stangen K (Fig. i, 2 und 4), die entweder unmittelbar an der unteren Verbindungsrippe G2 des Schlittens oder an auf dieser Rippe sitzenden Ständern oder Böcken befestigt sind. Die Enden der Stangen K tragen hammerförmige Druckköpfe K1. Es wird nun die Spannplatte E'2 so eingestellt, dafs die Achsen der gebohrten Löcher und der Druckköpfe in eine Linie fallen.
Der Zweck, die Köpfe K1 an den Enden von Stangen ^anzubringen, besteht darin, diese Köpfe mit Hülfe der Spindeln um einen kleinen Betrag so drehen zu können, dafs sie die Oeffhungen von Führungsröhren K2 freigeben, die an dem Bett der Maschine befestigt sind, damit man in diese Führungsrohre neue Stäbe hineinstecken kann, welche durch die Rohre K'2 dann genau und sicher in die gebohrten Löcher eingeführt werden. Zur bequemeren Drehung der Stangen K haben dieselben Handgriffe ΚΆ\ alle Handgriffe K3 können unter einander verbunden sein, um durch die Bewegung eines Griffes die Drehung sämmtlicher Stangen K bewirken zu können.
Wie ersichtlich ist, haben alle Führungsrohre einen Längsschlitz, in welchem die Rippe, die den Druckkopf K1 mit seiner Stange K verbindet, gleitet.
Die Stärke der Köpfe K1 und der Führungsrohre K'2 richtet sich, nach der Gröfse der gebohrten Löcher und somit nach der Stärke der zur Verwendung gelangenden Stäbe.
Die Stäbe werden in die Führungsrohre K'2 eingesteckt, ehe der Schlitten seinen Vorwärtshub beginnt. Sind die Druckköpfe mit Hülfe der Griffe Κ'Λ in ihre Arbeitsstellung gebracht, so bewegen sie sich gleichzeitig mit dem Schlitten nach vorwärts und die Stangen werden in die in das Arbeitsstück gebohrten Löcher eingetrieben. An Stelle der Führungsrohre K2 können auch Führungsarme vorgesehen sein, nach Art der bei den Bohrern vorgesehenen, welche in dem Mafse, als der Schlitten vorrückt, ausgerückt werden. Bestehen die einzutreibenden Stangen sowie die Blöcke aus Holz oder anderem leimbaren Material, so ist die Maschine noch mit einer Leimvorrichtung ausgerüstet.
Die Stäbe werden dann durch rotirende Bürsten L (Fig. 2) theilweise oder ganz mit Leim bestrichen, kurz bevor sie in ihre zugehörigen Löcher eingetrieben werden.
Die Bürsten L tauchen zu dem Zweck in zwei Leimtröge L1 ein und sind auf Wellen L'2 angeordnet, die in den freien Enden von Hebeln L3 lagern. Die entgegengesetzten Enden dieser Hebel L3 sitzen auf Wellen L* (Fig. 1).
Die Wellen Z,4 ragen aus den Enden der Tröge hervor. Das nach aufsen der Maschine aus dem zugehörigen Troge hervorstehende Ende der Wellen Z,4 trägt einen mit einer Rolle L6 ausgerüsteten Hebel ZA Ferner ist der Schlitten G mit zwei schwingenden Daumen L', je einer auf jeder Seite des Schlittens, versehen, die mittelst der Federn Z.9 und der Anschläge L8 während der Ruhe in einer bestimmten Stellung erhalten werden.
Wenn sich nun der Schlitten G nach vorwärts bewegt, so fassen die Daumen L1 über die Rollen L10 der Hebel L11, die in den am Bett E befestigten Ständern L12 schwingend lagern; demzufolge werden die freien Enden dieser Hebel nach abwärts bewegt, so dafs sie auf die Rollen Z.0 der Hebel Z,5 drücken und so die Bürsten L heben. Da nun die Bürsten zuvor in den Leim eintauchten, so geben sie nunmehr Leim an die sich über sie hinwegbewegenden Stäbe ab. Es erhellt, dafs diese Vorrichtung auch so eingerichtet sein kann, dafs sie nicht nur einen Theil der Stäbe, wie im vorliegenden Falle, sondern diese Stäbe auf ihre ganze Länge hin mit Leim bestreicht.
Bedient man sich gewöhnlichen Leims, so setzt man die Tröge L1 vorteilhaft in mit heifsem Wasser gefüllte Tröge Z.13 ein, die durch Gasflammen oder andere Heizvorrichtungen warm erhalten werden.
Die in die Blöcke eingebohrten Löcher können ebenfalls mit Leim ausgefüllt werden. Dies geschieht vortheilhaft innerhalb bestimmter Zeitzwischenräume mit Hülfe von Rohren M (Fig. 3a), die, wenn erforderlich, mit einem Heifswassermantel M1 umgeben sind.
Sobald sich der Schlitten dem Ende seines Vorwärtshubes nähert, treffen die Daumen M'2 (Fig. i, 3 und 3 a) auf die an den Enden von Hebeln M4 sitzenden Rollen Ms. Die Hebel sind um Zapfen M5 drehbar am Bett E der Maschine befestigt in der Weise, dafs beim Aufstofsen der Daumen M"2 auf die Rollen M3 die Hebel M4 so gedreht werden, dafs sie mit ihren freien gegabelten Enden auf die hülsenförmigen Anschläge M7 der Kolbenstangen M8 drücken. Die Anschläge M1 haben inwendig eine Klinke oder mehrere Klinken M9 (allein in Fig. ia ersichtlich), während die Kolbenstangen Ms in entsprechender Weise mit (hier nicht dargestellten) steigenden Zähnen ausgerüstet sind in der Weise, dafs die Klinken die den Anschlägen von den Hebeln Mi ertheilte Bewegung auf die Kolbenstangen übertragen. Die Büchsen M1 werden durch Federn M10 in ihre Ruhestellung zurückgedrUckt, sobald sie von den Hebeln M* freigelassen werden.
Um zu verhindern, dafs die Kolben mit den Büchsen M"' zusammen zurückkehren, kann man federnde Klinken und Zahnstangen oder dergl. anwenden. . ,
Der Leim wird, sobald die Kolben bethä'tigt werden, aus den Rohren M heraus und in Spritzrohre Af11 hineingedrückt.
Die Rohre M werden durch Füllrohre M12 (Fig. ι a) mit dem Klebestoff angefüllt so lange, bis der Klebestoff bis nahe an das obere Ende der Füllrohre heransteht;, ist dieses erreicht, so schliefst man die Füllrohre mit Hülfe der Verschraubungen M13. Auf diese Weise wird es möglich, dafs die geringste Bewegung der Kolben bereits ein Eindringen des Klebestoffes in die Spritzrohre M11 bewirkt.
Die Rohre M sind an der Maschine derart angebracht, dafs sie nach dem Arbeitsstück hin verschoben werden, die Spritzrohre Af11 genügend weit in die Löcher des Arbeitsstückes eintreten und . die Gabelenden Me die Anschläge M1 der Kolbenstangen M8 erreichen können.
Die eben beschriebene Maschine kann jedoch in der Anordnung ihrer einzelnen Theile in mannigfaltiger Weise verändert werden, ohne dadurch etwas an dem Wesen derselben zu ändern.
So kann z. B. die Maschine so gebaut sein, dafs das Arbeitsstück nicht vor dem Schlitten, sondern mitten zwischen dem Schlitten festgespannt wird und die Bohrspindeln, sowie die Stangen K nicht unter einander im Schlitten, sondern getheilt, am linken bezw. rechten Ende des Schlittens und in derselben Ebene liegend, angeordnet sind. Eine solche Maschine bohrt beim Hinhub des Schlittens die Löcher und schiebt beim Rückhub in diese Löcher die Verbindungsstäbe ein, ohne zu letzterem Zwecke, wie bei der vorigen Maschine, das Arbeitsstück umspannen zu müssen.
Eine noch andere Ausführungsform der Maschine besteht darin, dafs der Schlitten G zum Spannen des Arbeitsstückes dient, während die Bohrungsspindeln und die Vorrichtungen zum Einrammen bezw. Eindrücken der Stäbe in die gebohrten Löcher, von einander gesondert, sich links bezw. rechts am Ende des Bettes E befinden.
Diese Ausführungsform der Maschine arbeitet, ähnlich wie die eben genannte, abwechselnd, d. h. so, dafs erst die Löcher in das Arbeitsstück gebohrt und gleich darauf, ohne vorherige Umspannung des Arbeitsstückes, in diese Löcher die zur . Verbindung der einzelnen Theile des Arbeitsstückes dienenden Stäbe eingeschoben werden.
Die Fig. 5 bis .13 veranschaulichen eine stehend gebaute Maschine, zum Gegensatz von den zuvor beschriebenen, liegend gebauten Maschinen.
Diese Maschine, hat ein Bett oder besser einen Ständer E, auf welchem auf einem horizontalen Führungsgeleise E1 eine Spannplatte F (Fig. 6) senkrecht befestigt ist. Die Platte F kann an ihrem oberen Ende mittelst Stellschrauben an gebogenen Armen befestigt werden, die an dem Ständer E entweder angeschraubt oder mit ihm aus einem Stück gefertigt .sind. In dem oberen Theil des Ständers E ist eine Anzahl von Schrauben geführt, welche die Spindeln tragen, an welchen die Bohrer oder andere Werkzeuge befestigt sind. Das Bohren der Löcher und das Eintreiben der Stäbe findet hier neben einander und parallel zu einander statt, d. h. die rechte Hälfte der Maschine verrichtet das Bohren der Löcher, während die linke Hälfte der Maschine das Eintreiben der Verbindungsstäbe bewirkt.
Der Antrieb der Maschine geschieht von der Welle G21 in beiden Richtungen unter Vermittelung der Kegelräder 73 (s. auch Fig. 8), die mit Kegelrädern 7e kämmen. Die Wellen der Kegelräder 76 sind mit Stirnrädern /8 ausgerüstet (Fig. 6), die je mit zwei Zahntrieben 79 in Eingriff stehen. Die Zahntriebe 79 sind auf die Führungsröhren /12 aufgekeilt (Fig. 5, 6 und 7). Um die Bohrer J11 zu zwingen, sich zusammen mit den Führungsrohren 712 zu drehen, sind letztere mit Längsnuthen und die Bohrer mit Federn 719 (Fig. 7) ausgerüstet.
Die Führungsrohre J12. sind mit ihren unteren Enden in Lagern des Ständers E und mit ihren oberen Enden zunächst in aufsen mit Gewinde versehenen Büchsen G6 gelagert, die in dem Ständer E geführt sind. Die Büchsen Gs sind hohl, so dafs sie' sich über die Führungsröhren 712 herabschieben lassen, und sind an ihren oberen Enden mittelst Flantschen G geschlossen. In diesen Flantschen drehen sich die oberen Enden der Bohrerspindeln Z10.1
Um die Reibung zwischen dem Kopfende der Bohrerspindeln und der inneren Fläche der Flantschen G möglichst zu verringern, können Kugellager vorhanden sein, wie. dies Fig. 7 veranschaulicht. Die Bohrerspindeln 710 sind mit den Bohrern 711 durch Gewinde oder andere Vorrichtungen verbunden.
Die Büchsen G6 können sich nicht drehen, da sie Längsnuthen haben, in welche im Ständer E befestigte Federn G29 (Fig. 7) eingreifen.
Die Büchsen G6 werden durch die Drehung aufwärts und abwärts geschraubt, die. den Schneckenrädern G7 in der einen oder anderen Richtung ertheilt wird. Diese Schneckenräder sind nämlich innen mit Gewinde versehen und spielen somit die Rolle von Muttern für die Gewindebüchsen G6. Die Schneckenräder G7 sind in dem Ständer 7? derart gelagert, dafs sie sich nicht aufwärts oder abwärts verschieben können, und sie werden durch auf der Welle G2S sitzende Schnecken in Umdrehung versetzt, welche Welle sich in den am Ständer E befestigten Lagerarmen G9 dreht. Die Welle G2r> erhält ihre Bewegung durch die Riemscheibe G2<?
unter Vermittelung eines Riemens von der Riemscheibe G19 der Hauptwelle G21 aus. In Fig. 5 ist ein zweiter Satz von Riemscheiben G29 und G30 zu ersehen; diese Riemscheiben haben den Zweck, den Bohrern während ihrer Rückwärtsbewegung eine gröfsere Geschwindigkeit zu ertheilen.
Die Führungsrohre K'2 für die Verbindungsstäbe sind mit ihren unteren Enden am Ständer E durch Keile oder in anderer Weise befestigt, während ihre oberen Enden in die im Ständer E verschiebbar lagernden Schraubenbüchsen G6 eingeführt sind. Auf die unteren Enden dieser die Führungsröhren umfassenden Büchsen G6 sind Ringe oder Kappen K aufgeschraubt; an diesen Kappen sind die Druckköpfe mit Hülfe ihrer aus den Schlitzen der Röhren K2 hervorragenden Rippen K1 befestigt (s. Fig. ii). " Das Einführen der einzuleimenden Holzstäbe in die Röhren K2 kann stattfinden, nachdem man die untere Mündung dieser Röhren geöffnet hat, die für gewöhnlich durch Klappen oder Schieber K1 (Fig. 9, 12, 13 und linke Hälfte der Fig.. 5) geschlossen sind. Die Klappen oder Schieber haben die Gestalt zweiarmiger Hebel, sind unterhalb der Mündungen der Röhren K2 am Ständer E um Zapfen Ks drehbar angeordnet und werden durch Federn K9 in derjenigen Lage erhalten, in welcher sie die Röhren K2 abschliefsen. Das eine Ende der Federn K9 ist an einer Stange K10 befestigt. Die Stange K 10 kann im Ständer E mit Hülfe eines Griffes bequem hin- und hergeschoben werden.
Sind die Röhren K2 mit den Stäben gefüllt und befindet sich das mit den entsprechenden Bohrungen versehene Arbeitsstück unterhalb der Führungsröhren an der Spannplatte F (Fig. 6) festgespannt, so zieht man den Griff an der Stange K10 nach auswärts, die Schieber K7 in die in Fig. 12 mit punktirten Linien angedeutete Lage und öffnet somit die unteren Mündungen der Führungsröhren K2. Hierauf läfst man die Maschine an.
Nachdem die Stäbe in das Arbeitsstück eingetrieben sind, stöfst man den an der Stange K10 befindlichen Griff zurück und schliefst dadurch wieder die Mündungen der Röhren K2.
Werden die. Stäbe einzeln nach einander in die Röhren eingeschoben, so gestatten die in der Stange K10 vorhandenen Einkerbungen Kn (Fig. 13) eine genügende Verschiebung der Schieber K7, so dafs die untere Mündung irgend eines Führungsrohres K2 für sich geöffnet werden kann, ohne hierzu die Stange K10 verschieben und gleichzeitig die Mündungen der anderen Röhren öffnen zu müssen.
Läfst man den betreffenden, eben geöffneten Schieber K7 frei, so wird er durch seine Feder K9 selbsttätig in seine Ruhelage zurückgedreht.
Ist diese Ausführungsform der Maschine horizontal angeordnet, so können natürlich die Schieber K7 mit ihren zugehörigen Theilen erspart werden.
Um die Werkzeuge I11 und K1 anzuhalten, sobald sie das Ende ihres Hubes erreicht haben, können verschiedene bekannte Vorrichtungen Anwendung finden. Im vorliegenden Falle ist hierzu an einem der Flantsche G ein Mitnehmer H1 (Fig. 5) angebracht, der sich auf einer Stange H'9 zwischen zwei verstellbaren Anschlägen ii22 und ii3 auf- und abbewegt. Die Stange H19 ist in dem Ständer E geführt und greift mit ihrem unteren Ende an einen Winkelhebel Η an. Der freie Schenkel des Winkelhebels ist gegabelt und steht mit der Schaltstange G12 für das Vorgelege durch einen Zapfen in Verbindung.
Hat die Gewindebüchse das Ende ihres Abwärtshubes erreicht, so trifft der Mitnehmer H1 mit dem Anschlag H3 zusammen und die Stange H19 wird nach abwärts geschoben. Hierdurch wird ein Schaltwerk in Thätigkeit gesetzt, welches die Riemscheiben G19 und G26 von Reibungskupplungen / frei macht.
Um die Bewegung der Maschine umzusteuern und die Gewindebüchse G6 in die Höhe zu bewegen, verschiebt man mit der Hand die Stange G12 noch weiter in demselben Sinne, wie dies eben durch den Mitnehmer H1 bewirkt wurde, und veranlafst dadurch die Kupplungen /, die Riemscheiben G27 und G29 mit der Welle G21 zu verbinden. Die Welle G21 wird dadurch in der entgegengesetzten Richtung gedreht, ebenso wie die Bohrer und die Gewindebüchsen G6, welche sich nunmehr so lange nach aufwärts schrauben, bis der Mitnehmer H1 auf den Anschlag H22 trifft und die Maschine von neuem anhält.
Bewegt man nun wieder die Stange in derselben Richtung wie soeben den Mitnehmer H1 weiter, so wird die Maschine wiederum umgesteuert U. S. W.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zur Herstellung von' Platten, welche aus mehreren, durch Stäbe mit einander verbundenen Blöcken bestehen, dadurch gekennzeichnet, dafs auf einem hin- und herbewegten Schlitten Bohrer gelagert sind, mittelst deren durch die an einander gelegten Blöcke hindurchreichende Löcher hergestellt werden, und ferner auf dem Schlitten, und zwar unter den Bohrern Druckstücke angebracht sind, mittelst deren Stäbe, welche erforderlichenfalls vorher mit Leim bestrichen sind, in die gebohrten Löcher eingetrieben werden.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. genannten Maschine, bei welcher das Arbeits-
stück entweder mitten zwischen beiden die Bohrer und die Druckstücke tragenden bev weglichen Schlitten oder auf dem Schlitten (G) selbst festgespannt ist, wobei die Achsen der Bohrer und Druckstücke zusammenfallen, zum Zweck, das Bohren der Löcher und Eintreiben der Stäbe wechselseitig zu bewirken und ein Umspannen des Arbeits-' Stückes zu ersparen.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, bei welcher die die Bohrer (P1) führenden, im Rahmen (E) drehbar gelagerten Arme (P2) mit Anschlaghebeln (P^) verbunden sind, welche beim Vorrücken des Schlittens und somit Eindringen der Bohrer in das Arbeitsstück durch einen am Schlitten angebrachten Ansatz nach der Reihe von den Bohrern hinweggedreht werden.
4. Eine Maschine nach Anspruch 1, bei welcher die auf die Bohrer (P1) frei aufgeschobenen Führungsarme (P2) unter sich sowohl, als mit dem Rahmen (E) einerseits und dem Schlitten (G) andererseits durch eine Schnur, Kette und dergl. verbunden sind, so dafs sie durch den gegen das Arbeitsstück vorrückenden Schlitten auf den Bohrern zusammengeschoben, durch
den von dem Arbeitsstück hinwegrückenden Schlitten aber wieder auf den Bohrern vertheilt werden.
Eine Maschine nach Anspruch 1, bei welcher die Bohrer (T11J und Druckstücke (K1) in senkrecht neben einander stehenden Röhren (P2 bezw. K2) geführt sind, die in dem Rahmen (E) einerseits drehbar, aber unverschiebbar (Röhre 712), andererseits unbeweglich (Röhre K^) lagern und über deren oberes Ende eine in dem Rahmen (E) verschiebbare, aber undrehbare und die Bohrerspindel (P0) bezw. den Druckkopf (K1) gefafst haltende Gewindebüchse (G6) herabgeschoben wird, sobald diein dem Rahmen (E) drehbar, aber un verschiebbar lagernden Muttern (G1) dieser Büchsen (G6) eine Drehung erhalten, worauf die Bohrer und die Druckköpfe langsam aus den Führungsspindeln heraus, nach abwärts und in das Arbeitsstück hinein bewegt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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