DE899551C - Verfahren und Laufflaechenplatte zur Protektierung (Runderneuerung) von Kraftfahrzeug-Reifen - Google Patents

Verfahren und Laufflaechenplatte zur Protektierung (Runderneuerung) von Kraftfahrzeug-Reifen

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DE899551C
DE899551C DEG4432A DEG0004432A DE899551C DE 899551 C DE899551 C DE 899551C DE G4432 A DEG4432 A DE G4432A DE G0004432 A DEG0004432 A DE G0004432A DE 899551 C DE899551 C DE 899551C
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DE
Germany
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tread plate
unvulcanized
tread
retreading
tire
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Expired
Application number
DEG4432A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Gruber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Otto Gruber & Co
Original Assignee
Otto Gruber & Co
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D30/00Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/52Unvulcanised treads, e.g. on used tyres; Retreading
    • B29D30/54Retreading

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tyre Moulding (AREA)

Description

  • Verfahren und Laufflächenplatte zur Protektierung (Runderneuerung) von Kraftfahrzeug-Reifen Das bisher übliche Verfahren der Runderneuerung durch Heißvulkanisation ist besonders bei großen und größten Reifen mit großen Schwierigkeiten verbunden. Die für eine Vulkanisation auf Grund der starken Gewebelagen erforderliche Heizzeit bei hohen Temperaturen führt leicht zu einer Schädigung des Materials durch Verbrennen. Außerdem muß der Reifen für eine Ausreifung der Vulkanisation längere Zeit außer Betrieb bleiben.
  • Das neue Verfahren der Vullsanisation bei niedrigen Temperaturen ermöglicht eine einwandfreie Runderneuerung aller Reifengrößen, ohne daß durch Hitze eine Beschädigung oder Zerstörung des Materials stattfindet.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist an Hand der beispielsweisen und schematischen Zeichnung veranschaulicht. Es stellt dar Fig. I einen Mittellängsschnitt durch einen nach dem Verfahren der Erfindung runderneuerten Reifen, Fig. 2 einen Querschnitt durch denselben nach der Linie II-II der Fig. I und Fig. 3 einen Querschnitt durch eine als Profilträger dienende Deckschicht mit bereits daran angebrachter Verbindungsschicht.
  • In der Zeichnung bedeutet I den Hauptteil eines Kraftfahrzeug-Reifens (Kafkasse), 2 die darin befindlichen Kordgewebelagen, 3 ist die Fläche (Lauffläche), bis auf welche der Reifen durch den Gebrauch abgenutzt worden ist.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird wie folgt ausgeführt: I. Die Fläche 3 wird in bekannter Weise gereinigt und aufgerauht.
  • 2. Auf die gereinigte und aufgerauhte Fläche 3 wird ein dünner Flüssig'keitsfilm 4 aufgebracht, bestehend aus einer Vulkanisierflüssigkeit bzw. -paste, die hinsichtlich Schwefel, Beschleunigern und Aktivierungsmitteln auf die Kautschukmasse, die zur Runderneuerung dienen soll, abgestimmt ist.
  • Dabei kann diese Flüssigkeit oder Paste in mehreren Teilschichten aufgetragen werden.
  • 3. a) Bei der einfachsten Ausführungsform des Verfahrens kann, wenn der Reifen noch nicht stark abgelaufen ist, nach Bestreichen der abgenutzten Reifenfiäche. mit einer Vulkanisierfiüssigkeit bzw.
  • -paste eine dünne Verbindungsschicht 5 aus an Beschleunigern oder Aktivierungsmitteln armem bzw. freiem Kautschuk oder einer solchen Kautschui<-mischung aufgebracht werden, die mit einer Schicht 6 aus Vulkanisierflüssigkeit bzw. -paste bestrichen wird, und darüber sofort eine Deckschicht 7, die als Profilträger dient und aus einer vulkanisierten Kautschukplatte besteht, aufgebracht werden. Die Ränder dieser Deckschicht sind in bekannter Weise ausgeschärft, wie bei 7a angedeutet. b) Bei einer weiteren, besonders zweckmäßigen Ausführungsform des Verfahrens wird, insbesondere wenn die Abnutzung der Lauffläche bereits weit vorgeschritten ist, auf die Fläche 3, wie vorbeschrieben, eine Verbindungsschicht 5 mit den zwei Zwischenschichten 4 und 6 aufgebracht und dann ein schichtweiser Aufbau aus unvulkanisierten Platten 8 einer Laufflächenmischung aufgesetzt, die nach erfolgter Vulkanisation die physikalischen Eigenschaften der Reifenlauffläche annimmt. Dabei wird jeweils zwischen die einzelnen Platten eine Zwischenschicht eines Flüssigkeitsfilms der vorstehend beschriebenen -Vulkanisierflüssig;keit bzw. -paste g eingeschaltet.
  • Auf diese Auffüllung wird sodann zweckmäßig eine dünne Verbindungsschicht IO aus an Beschleunigern und Aktivierungsmitteln armem bzw. freiem Kautschuk oder einer solchen Kautschukmischung aufgesetzt, dabei an beiden Seiten eine Zwischenschicht aus Vulkanisierflüssigkeit oder -paste vorgesehen und darüber als Profilträger die aus einer vulkanisierten Kautschukplatte bestehende Laufflächenplatte 7 angebracht. c) Bei einer weiteren Ausführungsform wird als Lauffiächenplatte ein Profilträger 7b verwendet, mit dem bereits eine Verbindungs- und Klebeschicht Iob der vorbeschriebenenArtfest verbunden ist. Diese Verbindungsschicht ragt dabei um einen kleinen Betrag c, wie bei II gezeigt, über den ausgeschärften Rand 7a des Profilträgers vor.
  • Die Verbindungsschichten 5 und 10 können sehr dünn, z. B. nur Bruchteile eines Millimeters stark sein und sind in der Zeichnung nur des leichteren Verständnisses halber stärker gezeichnet.
  • Die als Profilträger dienende Laufflächenplatte 7 bzw. 7b wird vorteilhaft in Gestalt eines geschlossenen Ringes aufgesetzt, wobei dieser Ring einen etwas kleineren Durchmesser als die Fläche aufweist, auf welche er aufgesetzt werden soll. Die Verkürzung im Umfang kann z. B. Io bis 15 0/a des Umfanges der Fläche betragen, auf welche der Ring aufgesetzt werden soll Dadurch entsteht in den darunterliegenden Profilschichten bereits ein Druck, der den Vulkanisationsvörgang wesentlich erleichtert und die sofortige Benutzung des Reifens nach Aufsetzen der Laufflächenplatte ermöglicht.
  • Es ist infolgedessen keine Wartezeit mehr erforderlich, der Reifen kann vielmehr nach Beendigung der Reparatur in Betrieb genommen werden, und !die Vollvulkanisation geschieht während der Fahrt durch den Falhrdruck und die infolge der Wallçarbeit auftretende Erhöhung der Reifentemperatur in verhältnismäßig kurzer Zeit.
  • Ein weiterer Vorteil besteht in dem Einbau einzelner Kautschukschichten, die von Schichten der Vulkanisierflüssigkeit bzw. -paste durchsetzt sind, wodurch ein homogener, an jeder Stelle gleichmäßig vulkanisierender Füllkörper entsteht, der infolgedessen über den ganzen Umfang des Reifens gleiche Eigenschaften aufweist. Durch die Anordnung der Schichten 5 und Io ist dabei die sichere Verankerung des Füllkörpers auf dem abgenutzten Reifen und des Profilträgers auf dem Füllkörper gesichert und Gewähr gegeben, daß der Füllkörper oder die Lauffiächenplatte als solche sich durch die Fahrbewegung als Ganzes nicht von der Unterlage löst.
  • Im vorstehenden ist eine Runderneuerung beschrieben, die sich nur über die Lauffläche des Reifens erstreckt. Es besteht aber natürlich auch die Möglichkeit, durch stark gewölbte oder hohle Ausbildung der verschiedenen Schichten und der Laufflächenplatte ebenso eine Runderneuerung vorzunehmen, die sich auch über die Schulter und die Seitenteile des Reifens erstreckt.
  • PATENTANSPRSCHE I. Verfahren zur Protektierung (Runderneuerung) von Kraftfahrzeug-Reifen, dadurch gekennzeichnet, daß auf den abgenutzten Reifenkörper (Karkasse) nach Reinigen und Aufrauhen zuerst ein oder mehrere Filme in gleicher oder verschiedener Zusammensetzung einer bekannten Vulkanisierfiüssigkeit oder -paste aufgetragen, dann eine dünne unvulkanisierte, an Beschleunigern und Aktivierungsmitteln arme bzw. freie, gegebenenfalls auch schwefelarme, zweckmäßig besonders dehnbare Kautschukschicht (5) aufgebracht, diese Schicht mit Vulkanisierflüssigkeit oder -paste bestrichen und darauf eine ringförmige, vulkanisierte Lauffiächenplatte, die vorteilhaft ein besonderes Laufflächenprofil trägt, zweckmäßig unter Spannung aufgebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufbringen der Laufflächenplatte abwechselnd Schichten von dünnen, unvulkanis ierten I<autschuqçplatten (8) aus einer Laufflächenkautschukmischung und Lösungsfilme (g) aus einer Vulkanisierflüssigkeit bzw. -paste auf den abgenutzten Reifenkörper aufgebracht werden.
    3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einen Füllkörper bildenden dünnen, unvulkanisierten Kautschukplatten in Gestalt von Ringen aufgebracht werden.
    4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf den abgenutzten Reifenkörper (Karkasse) bzw. den darüber angebrachten, aus einzelnen Platten bestehenden Füllkörper ein vulkanisierter Profllträger (7b) aufgebracht wird, der bereits eine unvulkanisierte Verbindungs- und Klebeschicht (Iob), fest mit ihm verbunden, trägt.
    5. Laufflächenplatte, gegebenenfalls ein Ring hieraus, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie, gegebenenfalls auch die Ringe der unvulkanisierten Kautschukschichten, einen geringeren Durchmesser als ihre Auflagefläche an dem zu protektierenden Reifen aufweisen.
    6. Laufflächenplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilträger an beiden Seiten ausgeschärft und dünn verlaufend (7a) ausgebildet ist.
    7. Laufflächenplatte nach Anspruch 5 und 6, dadurch Igekennzeichnet, daß die mit dem Profilträger (7b) fest verbundene, unvulkanisierte Verbindungs- und Klebeschicht (Iob) an den Seiten über die ausgeschärften Kanten (7a) des vulkanisierten Profilträgers um einen kleinen Betrag (c) vorragt.
DEG4432A 1950-10-27 1950-10-27 Verfahren und Laufflaechenplatte zur Protektierung (Runderneuerung) von Kraftfahrzeug-Reifen Expired DE899551C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074256B (de) * 1954-07-29 1960-01-28
DE1210348B (de) * 1955-01-11 1966-02-03 Stahlgruber Gruber & Co Otto Vorfabrizierte Laufstreifen fuer die Total-Runderneuerung
DE1298702B (de) * 1964-03-31 1969-07-03 Schelkmann Wilhelm Laufstreifenteilstuecke zum Besohlen von grobstolligen Reifen
DE3416690A1 (de) * 1984-05-05 1986-01-02 Bandag Inc., Muscatine, Ia. Laufstreifen zur erneuerung von fahrzeugreifen und herstellungsverfahren hierfuer

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DE1298702B (de) * 1964-03-31 1969-07-03 Schelkmann Wilhelm Laufstreifenteilstuecke zum Besohlen von grobstolligen Reifen
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