DE899275C - Motorantriebssystem fuer Schallaufzeichnungs- oder Schallwiedergabemaschinen - Google Patents

Motorantriebssystem fuer Schallaufzeichnungs- oder Schallwiedergabemaschinen

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DE899275C
DE899275C DED10995A DED0010995A DE899275C DE 899275 C DE899275 C DE 899275C DE D10995 A DED10995 A DE D10995A DE D0010995 A DED0010995 A DE D0010995A DE 899275 C DE899275 C DE 899275C
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resistor
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motor drive
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DED10995A
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John Harold Trevitt
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Dictaphone Corp
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B19/00Driving, starting, stopping record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor; Control thereof; Control of operating function ; Driving both disc and head
    • G11B19/20Driving; Starting; Stopping; Control thereof
    • G11B19/28Speed controlling, regulating, or indicating
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
    • H02P7/18Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
    • H02P7/24Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Direct Current Motors (AREA)

Description

  • Motorantriebssystem für Schallaufzeichnungs- oder Schällwiedergabemaschinen `.DieErfindung betrifft eine verbesserte Anordnung zum Betrieb von Elektromotoren mit praktisch konstanter Drehzahl an einem Wechsel- oder Gleichstromnetz. .Sie ist darauf gerichtet, den Erfordernissen eines einfachen und gedrängten -Antriebssystems für Schallaufnahme- und -wiedergabetnaschinen und insbesondere für Bürodiktiermaschinen zu genügen.
  • Zur Schaffung von Diktiermaschinen mit weitestmöglicher Anwendbarkeit ist es zweckmäßig, sie so aufzubauen, däß sie an allen allgemein verfügbaren Stromquellen arbeiten können. Infolgedessen wurden Diktiermaschinen üblicherweise mit einem Reihenschlußmotor, einem mechanischenRegler und einem in Reihe mit dem Motor geschalteten veränderbaren Widerstand versehen, um die Drehzahleinstellungen zu ermöglichen, die zum Betrieb an Wechsel- oder Gleichstromquellen erforderlich sind. Außerdem ist es bei solchen Anlagen -auch manchmal notwendig, die Stellungen der Motorbürsten zu ändern, wenn von einer Stromquelle auf die andere gewechselt wird. Eine solche Anordnung ist infolge der notwendigen Einstellungen nicht vollkommen zufriedenstellend; die üblicherweise von einer gelernten Bedienungsperson vorgenommen werden müssen, insbesondere dann, wenn es erforderlich ist, die Bürsten einzustellen.
  • Es, sind Bemühungen gemacht worden, um Drehzahländerungen, die durch Änderungen der Stromart verursacht werden, dadurch zu überwinden, daß ein elektrischer Regler in Kontaktbauart verwendet wurde. Aber solche Anordnungen haben sich als nicht zufriedenstellend erwiesen, da sie elektrische Störgeräusche in den empfindlichen Elektronenröhrenverstärkern erzeugen, die gewöhnlich bei modernen Diktiermaschinen verwendet werden.
  • Überdies war es bei solchen bekannten Systemen für die Bedienungsperson wichtig, daß sie mit Sicherheit die Art der Netzspannung kannte, bevor das Gerät angeschlossen werden durfte. Dies ist besonders nachteilig für Geschäftsreisende oder andere Personen, die eine tragbare Diktiermaschine an vielen verschiedenen Orten verwenden wollen.
  • Erfindungsgemäß werden diese Schwierigkeiten durch die Schaffung eines Antriebssystems mit einem Nebenschlußmotor überwunden, der über einen Gleichrichter betrieben wird. Seiner Feldwicklung, die an dem Gleichrichter vorzugsweise über einenReihenwiderstand angeschlossen ist, liegt ein erster Siebkondensator parallel, während sein Anker an die Feldwicklung über ein. weiteres Widerstandsglied angereiht ist und einem weiteren Parallelkondensator unterstellt ist. Bei solchen Schaltungen läuft der Motor mit einer praktisch konstanten Drehzahl unabhängig davon, ob der Strom aus einer Gleichstromquelle oder aus einer Wechselstromquelle üblicher Netzfrequenz entnommen wird. Dabei ist keine Einstellung der Motor-oder Erregerkreise erforderlich, wenn die Maschine von einer Stromquelle an eine andere geschaltet wird. Überdies schaffen die Schaltungsanordnungen eine selbsttätige Kompensation, welche die Drehzahländerung während des Erwärmungszeitraums des Motors verringert. Diese neue Motoranordnung zeigt auch unmittelbar an, ob eine Diktiermaschine mit einem Allstromverstärker mit richtiger Polarität an ein Gleichstromnetz angeschlossen ist oder nicht. Außerdem ist diese Antriebsmotoranordnung so einfach in der Konstruktion,, daß-sie bequem den Massenproduktionsverfahren angepaßt werden kann. Sie eignet sich für eine gedrängte Bauweise infolge ihres kleinen Raumbedarfs, was eine besonders geschätzte Eigenschaft moderner, kleiner und leichter Diktiermaschinen ist.
  • Eine Einstellung ist nicht erforderlich, wenn von einer Stromart auf die andere gewechselt wird. Eine andere Aufgabe besteht darin, ein Motorerregungssystem zu schaffen, das die Drehzahländerungen während des Erwärmungszeitraums herabsetzt.
  • Auch ist es eine Aufgabe der Erfindung; eine Antriebsmotoranordnung zu schaffen, die eine von der Stromart unabhängige Drehzahlregelung hat.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Antriebsmotoranordnung zu schaffen, die selbsttätig änzeigt, ob eine solche Maschine mit geeigneter Polarität an ein Gleichstromnetz angeschlossen ist, ohne warten, zu müssen, bis sich die Elektronenröhren in dessen Verstärkerteil auf den Betriebszustand erwärmt haben.
  • Andere Aufgaben und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen zu betrachten ist. Es zeigt Fig. i eine schematische Ansicht des Antriebssystems nach der Erfindung und Fi:g.2 eine schematische Ansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
  • Wie in Fig. r dargestellt, ist ein allgemein mit 2 bezeichneter Nebenschlußgleichstrommotor so angeordnet, daß er einen Dorn4 einer.Diktiermaschine antreibt, in welcher Schallschwingungen auf einem Aufnahmeträger 6 mit endlosem Band aufgenommen werden. Der Motor ist so in einen neuartigen Gleichrichter- und Filterkreis in Übereinstimmung mit der Erfindung eingefügt, daß er bei praktisch konstanter Drehzahl an einem Gleichstrom- oder Wechselstromnetz ohne das Erfordernis irgendeiner Einstellung arbeitet.
  • Um eine Drehzahländerung des Motors 2 bei Änderung der Belastungsbedingungen zu verhindern, währen,«-,der Motor von einer Wechselstromoder, Gleichstromquelle erregt werden kann, müssen dier Gleichrichter- und Filterkreis- eine gute Regelung haben. Beispielsweise kann eine Wechselstrombrummspannung in dem Ankerkreis, die einen größeren Spitzenwert hat, eine dynamische B.remsung des Motors während eines Teils, einer jeden Periode,des Netzstromes. bewirken.
  • Die Motorfeldwicklung 8 ist in zwei, mit 8A und 8B bezeichnete Wicklungen geteilt. Dies geschieht zum Teil wegen einer hohen Flußbelastung des Feldkreises, wie später beschrieben wird, so,daß die Änderung des Gesamtflusses verhältnismäßig geringer ._ ist als 'die Änderung des flußerzeugenden Stromes, sowie deshalb, weil der induktive Scheinwiderstand der Feldwicklung 8 dazu verwendet wird, die Glättang 'des Feldstromes zu unterstützen.
  • In Übereinstimmung damit ist in der Anordnung nach Fig. i eine besondere Zweistufenfilteranordnung vorgesehen, um den Betriebsstrom für den Moor 2 zu steuern. Auf diese Weise ist ein Ende der "Feldwickl"ung 8B über eine Leitung 12 mit einem Kontaktstift eines Netzsteckers 14 verbunden, der an eine übliche Wechsel- .oder Gleichstromsteckdose angeschlossen werden kann. Der andere Stift des Steckers 14 ist über eine Leitung 16, einen Netzschalter 18; einen Einwegselentrockengleichrichter 22 ünd einen Reihensiebwiderstand 24 mit dem entgegengesetzten Ende einer Motorfeldwicklung 8A verbunden. Ein Elektrolytsiehkondensator 26 ist zu der -Motorfeldwicklung 8 parallel geschaltet.
  • Die Kombination des Widerstandes 24 und des Elektrolytkondensators 26 wird zur Siebung benutzt, da der bei den .Diktiermaschinen vorhandene Raum nicht die Verwendung von Öl- oder Papierkondensatoren oder,clen Ersatz des Widerstandes 24 durch ein, geeignetes induktives Element erlaubt. Außerdem sind bei Diktiermaschinen Überlegungen hinsichtlich des Gewichts von großer Bedeutung, so daß infolgedessen die schweren Siebdrosseln vermieden werden müssen.
  • Für den Anker 28 des Motors 2 sind ein zusätzlicher Siebwiderstand 32 und ein Elektrolytkondensator 34-vorgesehen. Ein Ende der Ankerwicklung 28 .ist über einen geeigneten Kommutator und eine feste Bürste direkt mit der Netzleitung 12 ver- Bunden, und-das andereAnkerwicklungsende ist über den Kommutator und seine Bürste und einen Siebwiderstand 32 mit einem Ende des ersten Siebwiderstandes 24 verbunden, wobei der Kondensator 34 parallel zu der Ankerwicklung geschaltet ist.
  • Durch diese Aufgliederung der Siebschaltung wird der Strom, der die Feldwicklung 8 erregt, durch den Widerstand 24 und den Kondensator 26 gesiebt, während der Strom für den Anker 28 von denWiderständen 24 und 32 und den Kondensatoren 26 und 34 gesiebt wird.
  • Die Siebwiderstände 24, und 32 sind zweckmäßig so klein wie möglich bemessen. Durch diese Siebwiderstände fließt beträchtlicher Strom nur während der Periodenhälfte, in denen der Gleichrichter 22 stromdurchlässig ist. Während der anderen Periodenhälfte, wenn also -kein Strom durch den Gleichrichter 22 fließt, nehmen das Feld und der Anker nur von den Kondensatoren 26 und 34 Strom auf. Praktisch bewirken diese Kondensatoren die Glättung dadurch, daß sie elektrische Energie während der Zeit speichern, in der der Gleichrichter 22 stromdurchlässig ist und diese Energie an den Motor liefern, wenn der Gleichrichter sperrt. Die Siebteile sind so bemessen, daß das Verhältnis der Werte der Kondensatoren 26 und 34 gleich dem Verhältnis des Stromes durch die Feldwicklung 8 zu dem Strom durch die Ankerwicklung 28 ist. Durch diese Schaltung und Bemessung werden pulsierende Ströme vermindert oder beseitigt, so daß keine zusätzlichen Verluste auftreten und eine wirksamere Spannungsregelung ermöglicht wird.
  • Die Leitungen 12 und 16 sind auch mit den _Leitungen 36 und 38 verbunden, die einen Allstromverstärker speisen, der in Blockform mit 42 bezeichnet ist und einen Teil des Diktiergerätes bildet.
  • Wenn eine Gleichstromquelle bei früheren Anordnungen in Verbindung mit einem Reihenuniversalmotor benutzt wurde, um einen Betrieb mit Wechsel- oder Gleichstrom zu ermöglichen, mußte man warten, bis sich die Kathoden der Vakuumröhren in dem Verstärkerkreis erwärmt hatten, bevor bestimmt werden konnte, ob die Polarität der Netzspannung richtig war. Ein solcher Zeitraum der Ungewißheit beeinträchtigt den Gebrauchswert. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung wird man bemerken, daß der Motorkreis erst arbeitet, wenn das Gleichstromnetz mit richtiger Polung angeschlossen ist. Da in diesem Kreis ein Selengleichrichter 22 benutzt wird, ist keine Vorerwärmung des Gleichrichters erforderlich, so daß es möglich ist, unmittelbar zu bestimmen, ob das Gerät richtig an das Gleichstromnetz geschaltet ist, da der Motor selbst als Hörindikator dient. Diese Eigenschaft hat dort :besonderen Wert, wo das Gerät häufig von einem Ort zum anderen bewegt wird oder oft von der Gleichstromquelle abgeschaltet werden muß.
  • Wenn ein Asynchronmotor zum Antrieb des Gerätes, beispielsweise einer Diktiermaschine, benutzt wird, kann sich die Motordrehzahl beträchtlich während der Erwärmungsperiode ändern. Die Neigung zur Drehzahländerung während des Erwärmungszeitraums ist besonders ausgeprägt, wenn ein Gleichstromnebenschlußmotor von einem Gleichrichterkreis gespeist wird.
  • Mehrere Faktoren tragen zu dieser Drehzahländerung bei. Ein solcher Faktor ist die Änderung des Widerstandes der Feldwicklung 8A und 8B bei Temperaturanstieg infolge Betrieb des Motors. Unter regulären Umständen kann sich der Widerstand der Feldwicklung um 2o11/o- während dieses Erwärmungszeitraums ändern.
  • Um die Drehzahländerung zu verhindern, die sich aus der Änderung des Widerstandes des Feldkreises 8 ergeben würde, wird ein Widerstand 44 in Reihe mit den Feldwicklungen 8A und 8B geschaltet. Dieser Widerstand 44 ist so ausgewählt, daß er einen negativen Temperaturkoeffizienten hat, wobei der Widerstandswert des Widerstandes 44 mit ansteigender Temperatur abnimmt. Dieser Widerstand. 44 ist vorzugsweise in dem Feldwicklungsteil eingeschlossen, so daß die Temperaturdieses Ausgleichwiderstandes der Temperatur der Feldwicklung entspricht, und seine Temperatur-Widerstands-Charakteristik ist so ausgewählt, daß sie eine Ergänzung der Temperaturcharakteristik der Feldwicklung in dem Sinne darstellt, daß der Gesamtwiderstand des Feldkreises praktisch konstant bleibt.
  • In einigen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Kompensationscharakteristiken des Widerstandes 44 beispielsweise durch Parallelschalten eines festen Widerstandes 46. zu .dem Widerstand 44 abzuändern. Dieser Widerstand 46 kann ein üblicher Festwiderstand mit geringfügig positivem Temperaturkoeffizienten oder ein praktisch temperaturabhängiger Widerstand sein und einen so ausgewählten Wert haben, daß er die gewünschte Zeit-Widerstands-Charakteristik ergibt.
  • In einigen Fällen kann es wünschenswert sein, einen Widerstand 44 mit negativem Temperaturkoeffizienten von solchem Wert und Temperaturcharakteristik auszuwählen, daß er die Drehzahländerung, die von der Widerstandsänderung der Feldwicklung erzeugt wird, überkompensiert, um teilweise oder gänzlich die Drehzahländerungen auszugleichen, die sich aus dem Temperaturanstieg in andern Teilen der Anlage ergeben, Ein anderer Faktor, der zu der Drehzahländerung während der Erwärmungsperiode beiträgt, ist, daß der Filterkreis eine höhere Spannung bei erhöhter Temperatur zu liefern sucht. Dies geschieht zum Teil deshalb, weil sich der Vorwärtswiderstand des Selengleichrichters 22 mit ansteigender Temperatur vermindert, wobei Selen eine negative Temperaturcharakteristik hat, und weil sich sein Sperrwiderstand vergrößert, wodurch die Verluste in dem Gleichrichterkreis herabgesetzt werden und die Ausgangsspannung ansteigt. Außerdem erhöht sich der Leistungsfaktor der Elektrolytkondensatoren mit wachsender Temperatur, so daß die Verluste in diesen Kondensatoren vermindert werden. Diese beiden in dem Filterkreis auftretenden Änderungen wirken im Sinne einer Erhöhung der Ausgangsspannung.
  • Diesem Effekt wird meistens leicht dadurch begegnet, daß der Siebwiderstand 24 mit einem positiven Temperaturkoeffizienten ausgebildet wird. Dieser Widerstand, der so bemessen ist, daß er gerade die vergrößerte Ausgangsspannung bei der Erwärmung kompensiert, ist so angeordnet, daß seine Temperatur gleich der Temperatur des Selengleichrichters 22 und der Elektrolytkondensatoren 26 und 34 ist, wobei der vergrößerte Reihenwiderstand in dem Siebkreis die vergrößerte Spannung ausgleicht, die sonst vom Netz geliefert werden würde.
  • Ein anderer Faktor, der eine Änderung in der Belastung des Motors während des Erwärmungszeitraums verursacht und infolgedessen in dem Sinn einer Drehzahländerung wirkt, ist die Verminderung der Viskosität des Schmiermittels in den Maschinenlagern bei ansteigender Temperatur. Diese vergrößerte Belastung des Motors bei kalter Maschine bewirkt, daß der Anker 28 mehr Strom aufnimmt. Jedoch wird der Anker 28 über die beiden Siebwiderstände 24 und 32 gespeist, so daß sich der Spannungsabfall an diesen Widerständen mit der an den Motor 2 gelegten Belastung ändert. Diese Wirkung würde nicht besorgniserregend sein, wenn große Drosseln oder andere Siebmittel verwendet werden können, aber wegen der Raum- und Gewichtsbeschränkungen,wie oben auseinandergesetzt; können solche Vorrichtungen nicht bei Diktiermaschinen benutzt werden.
  • Diese Wirkung wird am besten durch einen Widerstand 48 ausgeglichen, der einen negativen Temperaturkoeffizienten hat und in einen Stromkreis parallel zu dem Anker 28 geschaltet wird. Der Widerstand 48 kann beispielsweise angrenzend an eines der Lager des Motors 2 angebracht werden, so daß seine Temperatur zu jeder Zeit der Lagertemperatur entspricht. Ein temperaturbeständiger Festwiderstand 52 ist in Reihe und ein Festwiderstand 54 parallel zu dem einen negativen Temperaturkoeffizienten aufweisenden Widerstand 48 geschaltet, und das gesamte Glied ist zu der Ankerwicklung 28 parallel gelegt. In dem dargestellten Beispiel wird diese besondere Anordnung benutzt, um die gewünschteZeit-Widerstands-Charakteristik zu erzielen. Bei einer besonderen Ausführungsform hatten die temperaturunabhängigen Widerstände 52 und 54Widerstandswerte von z5 ooo bzw. 330o Ohm; und der Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten wurde so ausgewählt, daß er eine Größe von 8ooo Ohm bei 38°' iC hatte, wobei dieser Widerstand auf 250o Ohm bei 85'o' C und, auf 150o Ohm bei 115<' C abfiel. Bei dieser Anordnung ist der Wert des Parallelwiderstandes 54 beim Anlaufen der Maschine wesentlich geringer als der des Kompensationswiderstandes 48, so daß der größte Teil des Stromes durch den Widerstand 54 fließt und die Temperatur des Kompensationswiderstandes q;8 hauptsächlich infolge der äußeren Erwärmung, d. h. durch die Temperatur der Lager des Motors 2, gleichbleibt. Auf diese Weise werden die Widerstandswerte so ausgewählt, daß sich die Widerstandscharakteristik des Widerstandes 48 in einem Maße ändert, das zur Erzielung der gewünschten Kompensation erforderlich ist. In einigen Fällen reicht es aus, nur den Widerstand 48 mit negativem Temperaturkoeffizienten zu verwenden, der direkt zwischen die Enden der Ankerwicklung28 geschaltet ist. In manchen Fällen kann es erwünscht sein, nur dien Nebenschlußwiderstand 54 oder den Reihenwiderstand 52 zu verwenden.
  • Überdies in den Fällen, wo andere Lager des Gerätes, beispielsweise das Lager des Dorns 4, eine wesentliche Wirkung auf die Belastung des Motors 2 haben, und wo solche Lager so angeordnet sind, daß sich ihre Temperatur merklich von der Temperatur des Lagers des Motors 2 unterscheidet, kann es zweckmäßig sein, verschiedene Widerstandskreise mit negativen Temperaturkoeffizienten parallel zu dem Anker 28 zu legen. Diese Kreise können in gleicher Weise geschaltet sein wie die Kreise, die den einen negativen Temperaturkoeffizienten aufweisenden Widerstand 48 einschließen, mit dem Unterschied, daß jeder Kompensationswiderstand angrenzend an ein Maschinenlager montiert ist, so daß der Widerstand und das Lager entsprechende Temperaturperioden haben. Der verstärkendeEffekt dieser Kreise schafft den erforderlichen Ausgleich zur Erzielung einer gleichmäßigen Drehzahl während der Erwärmungsperiode.
  • Die bekannten Aufnahmeantriebssysteme der meisten Diktiermaschinen wurden über eine mechanische Kupplung gestartet und stillgesetzt, da es erforderlich ist, ein praktisch augenblickliches Anlaufen und Stillsetzen zu erzielen. Erfindungsgemäß kann auf eine solche mechanische Kupplung verzichtet werden, wenn die Charakteristiken des hier beschriebenen Filtersystems in einem besonderen Stillsetz- und Anlaufkreis verwendet werden, wodurch der Motor mit großer Schnelligkeit gestartet und stillgesetzt werden kann.
  • Wie in Fig. 1 dargestellt ist, wird ein allgemein mit 56 bezeichneter einpoliger Umschalter für schnelles Anlaufen und Stillsetzen des Motors 2 vorgesehen. Dieser Schalter kann beispielsweise durch einen nicht dargestellten Relaismechanismus betätigt werden, der von einem .Druckknopf 58 gesteuert wird, der an einem an . den Verstärker 42 angeschlossenen Handmikrofon 62 montiert ist. Wie in der Zeichnung dargestellt, hat der Schalter 56 keine Wirkung auf den Feldkreis 8, so daß dieser Kreis so lange erregt bleibt; wie der Hauptschalter 18 geschlossen ist, unabhängig davon, ob der Motor läuft. Außerdem wird der Siebkondensator 34 während der Ruheperioden des Motors fast auf die Spitzenspannung des Netzes aufgeladen, so daß bei erneuter Anschaltung der Ankerwicklung an das Netz praktisch die volle Leitungsspannung, die sich an ,dem Kondensator 34 aufgebaut hat, ,an dem Anker 28 liegt. Dadurch ergibt sich ein sehr schnelles Anlaufen, wonach sich die Spannung an dem Anker 28 infolge des Spannungsabfalls an -den Reihensiebwiderständen 24 und 32 verringert. Infolgedessen läuft der Motor, wenn der Arm 64 des Schalters 56 auf den Kontakt 66 geschaltet wird, so daß die Netzspannung an den Motoranker 28 gelegt wird, infolge der hohen Spannung, die durch den Kondensator 34 an dem Anker 28 wirksam ist, sehr schnell an. Es kommt hinzu, daß das Feld bereits erregt ist, so daß keine Verzögerung beim Aufbau des magnetischen Flusses in dein Feldstromkreis auftritt.
  • Diese Anordnung ist im besonderen von Vorteil, wenn sie mit einem erfindungsgemäßen Gleichrichterfiltersystem benutzt wird, weil die Stromverminderung durch den Gleichrichter 22 bei abgeschalteter Ankerwicklung 28 ein Ansteigen der Ausgangsspannung des Netzes veranlaßt, beispielsweise wegen der niedrigeren Spannungsabfälle an dem Selengleichrichter 22 und .dem Reihenwiderstand 2.4, so daß der Strom durch den Feldkreis 8 vergrößert wird. Die höhere Flußdichte in der Feldwicklung 8 unter diesen Bedingungen und die erhöhte Anlaufspannung an der Ankerwicklung 28 wirken so, daß eine Verminderung der Anlaufzeit des Motors erreicht wird.
  • Die Anlaufzeit des Motors kann durch die Auswahl geeigneter Werte für den Ankersiebwiderstand 32 und der Kondensator 34 geregelt werden.
  • Wenn der Motor stillgesetzt werden soll, wird der Schaltarm 64 auf den Kontakt 68 umgeschaltet, so daß die Netzspannung von dem Anker 28 abgetrennt und ein fester Widerstand 27 parallel zu dem Anker 28 geschaltet wird. Der Motor wirkt dann praktisch als Generator, und .der Nebenschlußkreis über den Schalter 56 und den Widerstand 72 schafft eine dynamische Bremsung, die den Motor zu sofortigem Stillstand bringt. Die Stillsetzzeit wird in weitem Maß durch den Widerstand der Ankerwicklung 28 und den Wert des Nebenschlußwiderstandes 72 bestimmt. Auf diese Weise kann die Größe des Widerstandes 72 so eingestellt werden, daß er die gewünschte Stillsetzzeit ergibt. In einigen Fällen ist gefunden worden, d@aß der Widerstand 72 vollständig weggelassen und der Schalter 56 so angeordnet werden kann, daß er einen Kurzschlußkreis direkt an die Enden der Ankerwicklung legt.
  • Ein Schaltbild, das eine andere Anordnung mit einem zweiten Gleichrichter darstellt, ist in Fig. 2 veranschaulicht, wobei die mit der Fig. z übereinstimmenden Teile durch gleiche Kennzeichen unter Zusatz des Buchstabens C bezeichnet sind.
  • Bei der Anordnung nach Fig. 2 wurde ein zweiter Einwegtrockengleichrichter 74 zwischen die Siebwiderstände 24C und 320 eingefügt, so. daß der Strom, der durch die Ankerwicklung 28c fließt, nacheinander durch die Gleichrichter 32C und 7¢ verläuft. Auf diese Weise verhindert der Gleichrichter 7d., daß der Strom von dem Elektrolytkondensator 34o zurück über den Widerstand 320 in den Feldkreis 8c fließt.
  • Die Begriffe Widerstand mit negativem Koeffizienten und Widerstand mit positivem Koeffizienten im hier gebrauchten Sinn beziehen sich auf Widerstandselemente, die in der verwendeten Schaltung einen merkbaren Temperaturkoeffizienten zeigen. So kann beispielsweise der Widerstand 32 einen geringen positiven Temperaturkoeffizienten haben, falls ein handelsüblicher Widerstand verwendet wird. Aber dieser Temperaturkoeffizient wird keine merkliche Wirkung auf den Betrieb der Schaltung haben, und ein solcher Widerstand soll nicht unter die hier erwähnte Gruppe von Widerständen mit positivem Temperaturkoeffizienten fallen.
  • Bei Aufnahmegeräten und auch bei anderen Maschinen muß der Motor ruhig laufen, kleine Abmessungen haben und keine elektrischen. Störungen der in den Aufnahmegeräten verwendeten Hochleistungsverstärker veranlassen. Ruhiger Lauf des Motors wird am besten dadurch erreicht, daß er mit niedriger Drehzahl arbeitet, um das Bürstengeräusch zu vermindern. Jedoch fordern niedrige Drehzahl und geringe Motorgröße gewöhnlich eine größere Anzahl Ankerwindungen mit entsprechend hohem Ankerwiderstand. Dieser Ankerwiderstand macht den Motor im allgemeinen empfindlicher gegen Belastungsänderungen und führt zu einem kleinen Drehzahlregelbereich. Dieser Nachteil des hohen Ankerwiderstandes kann vorzugsweise dadurch beseitigt werden, daß ein besonderer Motor mit sehr niedrigem Ankerstrom verwendet wird. In einem solchen Motor wird ein Ankerspannungsabfall von weniger als 5 Volt bei einer Eingangsspannung von 115 Volt erreicht, d. h. die Ankerwicklung entwickelt eine Gegen-EMK von r zo Volt. Diese angestrebte Charakteristik wird dadurch erhalten, daß die Ankerbleche so ausgebildet werden, daß ein viel kleinerer Wicklungsraum und ein viel größerer Eisenweg erhalten werden, als es bei kleinen Motoren üblich ist, sowie durch Schaffung eines äußerst starken Feldflusses. Bei einem 3-Watt-Motor beispielsweise beträgt der Ankerstrom unter Betriebsbedingungen 15 mA, während der Feldstrom 6o mA ausmacht. Auf diese Weise entsteht sogar bei einem Ankerwiderstand von 300 Ohm nur ein Spannungsabfall von 4,5 Volt. Die hohe Feldstärke und der niedrige Ankerstrom tragen dazu bei, elektrische Störungen in Hochleistungsverstärkern zu verhindern. Der Ankerstrom ist so niedrig, daß die Kömmutierung dieses Stromes kein Sprühen an den Motorbürsten verursacht. Auch trägt dieser verhältnismäßig hohe Ankerwiderstand dazu bei, irgendwelche schwingenden Ströme weitgehend zu dämpfen, die in den während der Kommutierung kurzgeschlossenen Windungen auftreten. Obgleich die Merkmale der Erfindung auf Motoren üblicher Bauart anwendbar sind, werden zusätzliche Vorteile erhalten, falls der Motor so entwickelt wird, daß der Feldstrom wenigstens zweimal so groß wie der Strom durch den Anker ist..
  • Aus dem Vorhergehenden wird man erkennen, daß das erfindungsgemäße Motorantriebssystem gut für die hier aufgestellten Ziele und Aufgaben geeignet ist und wirtschaftlich hergestellt werden kann, da die getrennten Elemente zum größten Teil bereits serienmäßig erzeugt werden und im Handel verfügbar sind.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Motorantriebssystem für Schallaufzeichnungs- oder Schallwiedergabemaschinen, das, mit Gleich- oder Wechselstrom betrieben, unabhängig von der Motorbelastung mit praktisch konstanter Drehzahl arbeitet, gekennzeichnet durch einen Nebenschlußmotor (2 oder 2c) mit Feldwicklung (8 oder 8c) und Ankerwicklung (28 oder 28c), einen Eingangskreis (12 und 16 oder i2c und 16c), einen mit dem Eingangskreis verbundenen Gleichrichter (22), ein mit dem Gleichrichter verbundenes erstes Siebglied (oder Siebkreis 24 und 26 oder 24c und ä6c), wobei die Feldwicklung (8 oder 8c) mit dem ersten Siebglied (24 und 26 oder 24c und 26c) verbunden ist, das aus einem in Reihe mit der Feldwicklung (8 oder 8c) liegenden Widerstandselement (24 oller 240) und aus einem parallel zu der Feldwicklung (8 oder 8c) geschalteten Kondensator (26 oder 26c) besteht, und ein mit dem ersten Siebglied (oder Siebkreis) verbundenes zweites Siebglied (oder Siebkreis 32 und 34 oder 32c und 34c), das mit dem Anker (28 oder 28c) verbunden ist und aus einem zweiten in Reihe mit dem Anker (28 oder 28c) liegenden Widerstandselement (32 oder 32c) sowie aus einem parallel zu dem Anker (28 oder 28c) geschalteten, zweiten Kondensator ,(34 oder 34c) besteht.
  2. 2. Motorantriebssystem nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Widerstand (44) mit negativem Temperaturkoeffizienten in Reihe mit der Feldwicklung (8) geschaltet und dicht bei dieser angeordnet ist, so daß der Motor unabhängig von Temperaturänderungen des Feldes arbeitet.
  3. 3. Motorantriebssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Widerstand (48) mit negativem Temperaturkoeffizienten zu dem Anker (28) parallel geschaltet ist.
  4. 4. Motorantriebssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Lager vorgesehen sind, um den Anker zu lagern, und daß der Widerstand (48) mit negativem Temperaturkoeffizienten dicht an einem dieser Lager angeordnet ist.
  5. 5. Motorantriebssystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein temperaturbeständigerWiderstand (54) dem Widerstand (48) mit negativem Temperaturkoeffizienten parallel geschaltet ist.
  6. 6. Motorantriebssystem nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (24) des ersten Siebkreises einen positiven Temperaturkoeffizienten hat, so daß die Motordrehzahl unabhängig von Änderungen der Umgebungstemperatur praktisch konstant gehalten wird.
  7. 7. Motorantriebssystem nach einem der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Gleichrichter (74) in Reihe mit dem Reihenwiderstand (32) des zweiten Siebkreises geschaltet ist. B. Motorantriebssystem nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum Stillsetzen des Motors ein Schalter (56) verwendet wird, der die Ankerwicklung von dem zweiten Siebkreis abtrennt und einen leitenden Kreis mit niedrigem Widerstand an die Ankerwicklung anschließt. g. Motorantriebssystem nach einem der Ansprüche i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daB das Verhältnis der Größe der Kapazität in dem ersten Siebglied zu der Größe der Kapazität in dem zweiten Siebglied praktisch gleich dem Verhältnis des Betriebsstromes der Feldwicklung zu dem Betriebsstrom des Ankers ist. io. Gerät nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregung der Feldwicklung (8) unabhängig von dem Schalter (56) für den Anker (28) ist, so daß die Magnetisierung des Feldes aufrechterhalten bleibt, wenn sich der Motor im Ruhezustand befindet. i i. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Reihenwiderstandskreis, der ein Paar temperaturbeständiger Widerstände (52, 54) aufweist, am Ausgang des zweiten Siebgliedes "angeordnet ist, und daß der Widerstand (48) - mit negativem Temperaturkoeffizienten parallel zu einem (54) der Widerstände dieses Reihenkreises angeordnet ist.
DED10995A 1950-11-29 1951-11-28 Motorantriebssystem fuer Schallaufzeichnungs- oder Schallwiedergabemaschinen Expired DE899275C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017218861A1 (de) * 2017-10-23 2019-04-25 Audi Ag Schaltungsanordnung und Kraftfahrzeug

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