DE897699C - Verfahren zur katalytischen Gewinnung von hoeheren Kohlenwasser-stoffen und Kohlenwasserstoffverbindungen - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Gewinnung von hoeheren Kohlenwasser-stoffen und Kohlenwasserstoffverbindungen

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DE897699C
DE897699C DEP14925D DEP0014925D DE897699C DE 897699 C DE897699 C DE 897699C DE P14925 D DEP14925 D DE P14925D DE P0014925 D DEP0014925 D DE P0014925D DE 897699 C DE897699 C DE 897699C
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Description

  • Verfahren zur katalytischen Gewinnung von höheren Kohlenwasserstoffen und Kohlenwasserstoffverbindungen DieGewinnung von höheren.Kohlenwasserstoffen und' Kohlenwasserstoffverbindungen wird nach Fiischer-Trops@ch bekanntlich unter Verwendung von Katalysatoren durchgeführt, die zwischen eng beieinanderlie,genden Kühlelementen angeordnet sind. Für :die gleiche Synthese sind ferner staubförmige oder feirrkörn:ige Katalysatoren in. der Weise verwendet worden, d:aB sie von Synthesegas in der Schwebe gehalten wurden. Auch hierbei waren Wärmeau,stausdhelemente zur Abführung der Reaktionswärme vorgesehen. Nach einer anderen bekannten Arbeitsweise wurde die katalytisohe Kdhlenoxydhydrierung zu höheren: Kohlenwasserstoffen und: IKohlenwasserstoffverbindengen in der flüssigen Phase .d'urc'hgeführt. Dabei. wurde das Syntfhesegas durch ein Gemisch, bestehend aus 01 und Katalysator, hindurchgeleitet. Man hat diese Synthese auch unter Benutzung von Füllkörpern ausgeführt, die im Reaktionsraum untergebracht waren, und dabei mit so hohen Gasgeschwindigkeiten gearbeitet, daB Schaumbildung auftrat. Ein anderer bekannter Vorschlag, bei. dem in flüssiger Phase gearbeitet wird, spritzt das Gemisch von Katalysator und 01 aus einem Sumpf in das Synthesegas empor.
  • Bei diesen bekannten Verfahren. setzt die Reaktion schlagartig ein, sobald das. zugeführte Synthesegas mit dem hochaktiven Katalysator in Berührung kommt. Besonders stark tritt diese Erscheinung bei in ruhenden Schichten angeordneten Katalysatoren awf oder wenn mixt staubförmigen in der Schwebe gehaltenen Katalysatoren gearbeitet wird. Bei der Fischer-Tropsch-Synthese z. B., bei der ,das. Gas von oben nach unten durch de ruhenden Kontaktgeführt wird, wird das Synthesegas vorwiegend in den obersten Schichten des Katalysators, etwa im obersten. Viertel des Kontaktofens, umgesetzt. Hier wird der weitaus größte Teil der Reaktionswärme frei-. Die Kühlung des Kontaktofens wird so bemessen, daß diese großen Wärmemengen: bewältigt werden können, und daß der Katalysator auf .so niedrigen Temperaturen gehalten wird, !daß er seine hohe Aktivität nicht vorzeitig verliert. In den folgenden Schichten des Katalysators. kommt ein Gas zur Reaktion, dessen Kohlenoxyd- und Wasserstoffgehalte bereits wesentlich abgenommen und dessen Pehalte an inerten Bestandteilen entsprechend zugenommen haben. Da .der Katalysator im Ofen überall gleich stark gekühlt wird, reichen' in ,den tieferen Schichte n die Temperaturen nicht mehr aus, um die Reaktion aufrechtzuerhalten. Diese setzt also beim Eintritt des (Gases in den Ofen sehr stürmisch ein und kommt allmählich zum Erliegen. Die Folge davon ist, daß ein großer Teil des Katalysators schlecht ausgenutzt wird und daß die Leistung des. Ofens verhältnismäßig gering ist. Sie beträgt im Vergleich mit der Methianolsynthese :nur 1/5o, im Vergleich mit der Ammonialesynthese sogar nur 1/loa* Beim Arbeiten in der flüssigen Phase lassen sich die großen, schon beim Eintritt des Synthesegases in den Reaktionsraum frei werdenden Wärmemengen zwar besser beherrschen, da die Wärme vom Öl schnell aufgenommen und dadurch Temperaturspitzen bis zu einem gewissen Grade ausgeglichen werden. Doch stören hier die dauernde Benetzung der aktiven Stellen des Katalysators mit Öl sowie die Schwierigkeiten, die einer gleichmäßigen Verteilung des Katalysators im Öl entgegentreten, so -daß .die Leistungen auch beiern Arbeiten in der flüssigen Phase an die der Methanol- und Ammoniaksynthese bei weitem nicht heranreichen.
  • Nach der Erfindung wird die ,katalytische Kohlenoxydhydrierung zu höheren Kohlenwasserstoffei und; Kohlenwasserstoffverbindungen in der Weise durchgeführt, daß in d .as Synthesegas eine Mischung des. Katalysators mit solchen Fl.üs.sigkeiten, z. B. Koihdenw?Lsserstoffen, Diphenylen od. dgl., zerstäubt wird, die bei den ,auftretenden, Reaktionstemperaturen verdampfen, und es wird, gleichzeitig, z. B. durch stufenweise Zugabe des Katalys.atorgemisches, durch gleichmäßig stufenweise Erhöhung der Reaktionstemperatur, durch gleichzeitige Anwendung beider Mittel od. dgl. dafür gesorgt, daß die Verringerung der Reaktionsgeschwindigkeit, die im Verlauf der Reaktion. durch den Verbrauch der miteinander in Reaktion tretenden Gase und die dadurch bediin.gte Verdünnung dieser Gase herbeigeführt werden würde, ausgeglichen wird.
  • Durch die Zerstäubung des. Katalysators im Reaktionsgas wird eine innige Berührung .der Gase mit dem Katalysator hervorgerufen, so daß die Reaktion stark einsetzen kann, während gleichzeitig die frei werdende Reaktionswärme für die Verdampfung der mit dem Katalysator im, dias Gas hinein. zerstäubten Flüssigkeit verbraucht wird. Durch die Verdampfung wird,die Reaktionstemperatur praktisch auf der gleichen Höhe gehalten und die Berührung zwischen Kohlenoxyd, Wasserstoff und,' dem Katalysator günstiger gestaltet. Andererseits kann das im Verlauf der Reaktion an Wasserstoff und Kohlenoxyd immer ärmer werdende Gas z. B. durch Erhöhung der Reaktionstemperatur oder die Anwendung zunehmender Katalysatormengen oder .durch beide Maßnahmen schnell und sehr vollständig aufgearbeitet werden. Die Erhöhung der Reaktionstemperatur kann z. B. durch Verwendung von Flüssigkeiten mit, ansteigender Siedelage erreicht werden. Es, verdampfen dann aus der Mischung von Katalysator und Flüssigkeit zunächst in, ersten Teil des Reaktionsraumes die niedriigsiedenden Anteile der Flüssigkeit und darauf in den folgenden Teilen des Reaktionsraumes bei ständig ansteigender Temperatur die höhersiedtnden Anteile. Dadurch werden,die Durohsatzleistungen wesentlich erhöht und der Gasumsatz gesteigert. Die Reaktionstemperaturen selbst lassen sich verhältnismäßig leicht auf ein Optimum einstellen, da sie im wesentlichen durch -die Siedegrenzen der im Katalysator beigemischten Flüssigkeit und den Druck im Reaktionsraum bedingt sind.
  • Beispielsweise wird für das Verfahren gemäß der Erfindung ein langgestreckter Reaktionsraum verwendet, dem das Gas an einem Ende zugeführt wird. Die Zerstäubung des Flüssigkeit-Katalysator-Gemisches erfolgt an mehreren in Richtung der Gasströmung aufeinanderfol.genden Stellen. Dadurch wird erreicht, daß die Menge des Katalysators auf die Raumeinheit dies Reaktionsraumes stufenweise zunimmt, z. B. in dem Maße wie Wasserstoff und Kohlenoxyd im Synthesegas infolge der Reaktion abnehmen, und es gelingt auf diese Weise, die Reaktions.geschwiindigkeiten im ganzen Reaktionsraum gleichmäßiger und gegebenenfalls ungefähr auf der gleichen Höhe zu halten, wodurch die Leistung pro Gewichtseinheit Katalysator wesentlich erhöht wied.
  • Man kann, auch die aufeinanderfolgenden Zerstäubungsstellen mit Flüssigkeiten mit zunehmenden Siedelagen bzw. Siedlep.unkten bedienen und. auch hierdurch die Reaktionstemperaturen im Bereich einer folgenden Zerstäubungsstelle höher halten als im Bereich einer vorhergehenden.
  • Vorteilhaft wenden für das Gemisch von Katalysator und Flüssigkeit solche Flüssigkeiten verwendet, die aus Fraktionen -der durch ,die Synthese gewonnenen höheren Kohlenwasserstofe bestehen. Nach der Erfindung wird mit einfachsten, Mitteln der für die Synthese ideale Zustand erreicht, der darin zu erblicken ist, daß mit abnehmender Gaskonzentration eine Erhöhung der Reaktionstemperatur erreicht wird, so daß durch die Erfindung gleichzeitig eine weitgehende Aufarbeitung der Gase und ein großer Gasdurchsatz sich erzielen läßt. Man kann die Menge der :dem Katalysator beigefügten Flüssigkeit so bemessen, daß die auftretende Reaktionswärme gerade ausreicht, um die Flüssigkeit zu verdampfen. Man kann aber auch so arbeiten, daß in der Nähe des Austrittes der Gase aus dem Reaktionsraum ein starker Temperaturanstieg auftritt, was sich z. B. dadurch erreichen läßt, daß .dem Katalysator etwas weniger Flüssigkeit beigemischt wird, als notwendig ist, um durch die Flüssigkeitsverdampfung die gesamte auftretende Reaktionswärme aufzubrauchen. Ein derart steiler Temperaturanstieg hat :den Vorteil, daß nach Umsetzung des vorhandenen Kohlenmonoxydes auch das Kohlendioxyd an der Reaktion etwa nach ,der Gleichung C02+4H2=CH4+H20 teilnimmt. Die für diese Umsetzung erforderlichen Temperaturen liegen etwa 5o bis iooP über den normalen Reaktionstemperaturen der Fischersynthese.
  • Ein Teil der den Reaktionsraum verlassenden Gase kann, zweckmäßig nach Abscheidung des Katalysators und der Reaktionsprodukte oder eines Teiles, derselben, zusammen mit frischem Synthesegas wieder in den Reaktionsraum eingeführt wer-.den. Durch diesen !Gas'krei.slauf wird eine weitere Erhöhung der Durcbsatzleistung erreicht.
  • Auch eine stufenweise Einführung der Gase in den Reaktionsraum hat sich oft als vorteilhaft erwiesen. Geschieht die Einführung der Reaktionsgase an mehreren in der Strömungsrichtung der Gase aufeinanderfolgenden Stellen des Reaktionsraumes, so kann das Gas dazu benutzt werden, um eine erhöhte Durohwirbelung der miteinander reagierenden Stoffe im Reaktionsraum herbeizuführen; beispielsweise läßt sich dies besonders vortei.lhaft:durch tangentiule Gaseinführung erreichen, oder es können nach diesen oder anderen Gesichtspunkten ausgebildete Leitvorrichtungen im Reaktionsraum vorgesehen werden.
  • Die Zusammensetzung der Erzeugnisse läßt sieh bekanntlich durch- die Zusammensetzung der angewendeten Synthesegase beeinflussen. So entstehen mehr olefini-sche Kdhlenwasserstoffe und KohlenwasserstoffverbinJungen bei; Verwendung kohlenoxyd.reicherer Gase. Diese Erscheinung kann bei dem Verfahren gemäß der Erfindung in besonders günstiger Weise ausgenutzt werden. Man kann nämlich ein Gas mit hohem Kohlenoxydgebnlt am Gaseintrittsernde des Reaktionsraumes einführen. und an einer oder mehreren in der Strömungsrichtung der Gase aufeinanderfolgenden Stellen Wasserstoff oder wasserstoffhaltige Gase zusetzen, um die durch die Reaktion bedingte starke Wasserstoffabnahme im Gas so weit auszugleichen, daß die Reaktion nicht zum Erliegen kommt und daß Kohlenstoffahscheidungen oder ähnliche Störungen, die bei: zu hohem Xohlenoxydgehalt des Gases auftreten können, vermieden werden. Da bei dem Verfahren gemäß der Erfindung die stufenweise Einführung von Gasen leicht möglich ist, werden, durch diese Arbeitsweise keine verwickelten Einrichtungen in der Apparatur notwendig.
  • Die Verwendung eines kohlenoxyd-reicheren Synthesegases hat den weiteren Vorteil, @daß hohe Ausbeuten an flüssigen Koh:lenwasserstoffen erreicht werden können. Damit nun das Kohlenoxyd möglichst weitgehend umgesetzt wird, wird auch, wenn auf höchste Ausbeute an flüssigen Kohlenwasserstoffen gearbeitet wird, dem durch den Reaktionsraum strömenden Gas der erforderliche Wasserstoff nach und nach wie oben beschrieben zugesetzt.
  • Eine sehr wertgebende Aufarbeitung .des Kohlenoxydes und. Wasserstoffes führt gleichzeitig zur Erzeugung eines Endgases mit hohem Heizwert. Denn je weiter Kohlenoxyd; und Wasserstoff, insbesondere bei Verwendung von, methanhaltigen Ausgangsgasen, z. B. Druckvergas.un,gsgasen oder Mischgasen von Wassergas und Koksofengas od.:dgl., aufgearbeitet werden, desto höher steigt infolge der immer höher werdenden Gaskontraktion der Methangehalt :des Gases.. (Gegebenenfalls läßt sich durch Anwendung höherer Reaktionstemperaturen im letzten Teildes Reaktionsraumes die Umsetzung von Kohlenoxyd zu. Wasserstoff noch weitgehender gestalten, wobei allerdings die höhere Temperatur zu höherer Methanbildung führt.
  • Verbindet man mit dieser Ausführungsform der Erfindung die weitere, gemäß der ,auch! :das im Gas vorhandene Kohlendioxyd durch Anwendung entsprechend hoher Reaktionsendtemperaturen mit zweckmäßig erst in diesen Abschnitt des Verfahrens eingeführten Wasserstoff umgesetzt wird, so lassen sich Heiz-,verte :des Endgases erreichen, die über 9ooo kcal/Nms liegen. Das Endgas enthält dann neben dem mit dem Synthesegas eingebrachten Stickstoff im, wesentlichen nur noch Methan und höhere gasförmige Kohlenwas.sers.toffe, die durch die Reaktion entstanden sind. Diese Ausführungsform des Verfahrens :gemäß der Erfindung kann vorteilhaft zum Ausgleich der Unterschiede im Gasverbrauch zwischen Sommer- und Winterbetrieb angewandt werden. Der Gasverbrauch für Städte- und. Industrieversorgung ist im Sommer niedrig und steigt im Winter sehr hoch. an, so daß die Versorgungsbetriebe für diese hohen Leistungen ausgelegt werden müssen und in den übrigen Zeiten unwirtschaft,li-ch arbeiten. Nach dem Verfahren ist es möglich, im Sommerhetrieb höhere flüssige Kohlenwasserstoffe zu erzeugen und im Winter durch Arbeiten mit erhöhten. Reaktionstemperaturen einen entsprechenden Anteil des Kohlenoxyd-Wasserstoff-Gemisches und gegebenenfalls der Kohlensäure in Methan. umzuwandeln, wodurch eine wesentliche Erhöhung der Reichgasmengen erzielt wird. Eine weitere Vermehrung des Endgases läßt sich. gegebenenfalls dadurch erreichen, daß in.allen oder den meisten Stufen mit wasserstoffraichen Synthesegasen .gearbeitet wird. Man erhält dann statt hohen Ausbeuten an flüssigen Kohlenwasserstoffgin und olefinisohen Erzeugnissen, die bei, kohlenoxydreichem Gas auftreten, niedrigere Ausbeuten an diesen Stoffen, jedoch größere M ethanbildung und entsprechend große Mengen an heizkräftigen Endgasen.
  • Werden Wasserstoff oder wässers:toffreidhe Gase im die weiteren Stufen des Verfahrens gemäß der Erfindung eingeführt, so kann für die Erzeugung des Wasserstoffs vorteilhaft ein Teildes Synthesegases verwendet werden, dessen Kohlenoxyd in einer Konvertierungsanlage unter Kohlensäureb.ildung in Wasserstoff umgewandelt wird. Die Kchlensäure kann gegebenenfalls aus. dem Konvertgas z. B. in einer Druck-,vasserwäsche ausgewaschen werden. Sie kann zur erhöhten Gasgewinnung in der Weise beitragen, daß sie ;dem Synthesegas zugesetzt und in der Synthese zu Methan umgewandelt wird.
  • Für die Zerstäubung des Gemisches von Katalysator und Flüssigkeit können an sich. bekannte Düsen verwendet werden, denen das Gemisch mit dem erforderlichen Überdruck zugeführt wird', oder es kann die Zerstäubung mittels schnell umlaufender Scheibendurchgeführt: werden, :die das Gemisch in feinste Teile aufgelöst in den Reaktionsraum hineinschleudern. Bei der Zerstäubung läßt es sich nicht immer vermeiden, daß geringe Mengen der zerstäubten Flüssigkeit sich in Tropfenform an der Wand des Reaktionsraumes ansammeln. Um die an Ader Wand abfließenden Tropfen wieder in den Reaktionsraum zurückzuführen, können besondere Einbauten mit Tropfkanten verwendet werden.
  • Die Abseheidung des staubförmigen Katalysators aus dem Gas kann durch Naßentstaubunä in den bekannten Wäscherkonstruktionen erfolgen, in welchen nach der Erfindung als Berieselungsflüssi:gkeit vorteilhaft in. die der Synthese zur Mischung mit dem Katalysator verwendete Flüssigkeit benutzt wird.
  • Man kann dann :die Waschflüssigkeit, :die :den Katalysator enthält, oder einen Teil der Flüssigkeit, in dem der Katalysator angereichert ist, sofort wieder für die Synthese verwenden:. Die Abscheidung der dampfförmigen Stoffe aus den den-Reaktions:raum verlassendem: Gasen geschieht zweckmäßig unter Ausnutzung der Kon:dlensationswärme, beispielsweise zur Dampferzeugung. Dieser Verfahrensschritt kann vorteilhaft mit der Extraktion., die gleichzeitig eine extraktive Entfernung der am höchsten siedenden Kohlenwasserstoffe, insbesondere der Paraffine, aus dem Katalysator bewirkt, und mit der Naßentstau@bung kombiniert werden, etwa in der Weise, daß die Verdampfungsflüssigkeit nach Absci eidung des Kontaktes durch einen Dampfkessel geführt und dort unter Abgabe :der Reaktionswärme gekühlt wird, um dann als Berieselungs: und Extraktionsflüssigkeit im Wäscher von den kondensierenden Dämpfen der Verdampfungsflüssigkeit wieder aufgeheizt zu werden.
  • Die Verwendung eines Dampfkessels zur Rückgewinnung der Reaktionswärme ermöglicht eine leichte Regelung der Reaktionstemperaturen im Reaktionsraum. Durch Erniedrigung des Dampfdruckes ist eine einfache und leicht regelbare Einstellung der Siedelage der Verdampfungsflüssigkeit und damit die Änderung der Reaktionstemperatur der ,Synthese möglich. Für die Festlegung der Siedegrenzen der Verdampfungsflüssigkeit kann vorteilhaft auch eine Fraktionierkolonne Anwendung finden.
  • Die Abscheidung der entstandenen Öl- und Benzinkohlenwasserstoffe aus :dem Restgas kann in üblicher Weise in der anschließenden Kondensation und Benzinwaschanlage erfolgen.
  • In Abänderung des Verfahrens können zwei oder mehrere Reaktionsräume verwendet werden. Die verschiedenen Reaktionsräume können dann mit bestimmten, in der Siedelage ansteigenden Verdampfungsflii;ssigkeiten und diesen entsprechenden Reaktionstemperaturen, gegebenenfalls unter Verwendung verschiedener Katalysatoren, betrieben werden. Zwischen den Reaktionsräumen werden vorteilhaft die entstandenen höhersiedenden Reaktionsprodukte aus dem Gase ausgeschieden.

Claims (16)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von höheren Kohlenwassenstoffen und Kohlenwasserstoffverbindungen durch katalytische Kohlenoxydhydrierung, bei dem der Katalysator im Gemisch mit solchen Flüssigkeiten in :den Reaktionsraum hinein zerstäubt wird, die bei den vorkommenden Reaktionstemperaturen verdampfen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus Katalysator und Flüssigkeit an mehreren in der Strömungsrichtung der :Gase im Reaktionsraum aufeinanderfolgenden Stellen in den Reaktionsraum zerstäubt wird, wobei das @1Vlengenverhältnis des Katalysators zum Reaktionsgas und bzw. oder die Art oder Menge der zuzusetzenden Flüssigkeit oder die Temperatur wahlweise geändert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Katalysator beigemischte Flüssigkeit aus einer oder mehreren Fraktionen vorteilhaft gesättigter Köhlenwasserstoffe mit ansteigender Siedelage besteht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch,i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der mit dem Katalysator gemischten Flüssigkeit kleiner gehalten wird, als. für die völlige Aufnahme der Reaktionswärme durch Verdampfung der Flüssigkeit notwendig ist. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Endgases -vorteilhaft nach Abschei.dung der Reaktionsprodukte in den Reaktionsraum zurückgeführt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, da.ß die Synthesegase oder ein Teil derselben an mehreren in Richtung der Gasströmung -durch den Reaktionsraum aufeinanderfolgenden Stellen vorteilhaft in tangentialer Richtung in den Reaktionsraum eingeführt werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Synthesegas verwendet wird, das mehr Kohlenoxyd enthält, als dem Aufarbeitungsverhältnis Wasserstoff zu Kohlenoxyd entspricht, und daß Wasserstoff oder wasserstoffreiche Gase an mehreren aufeinanderfolgenden Stellen dem durch den Reaktionsraum strömenden Gas zugesetzt werden.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserstoff oder das wasserstoffangereicherte Gas durch Konvertierung vor, Synthesegas gewonnen worden ist. B.
  8. Verfahren nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit Reaktionsendtemperaturen gearbeitet wird, die um 5o bis ioo° höher als die für die Synthese höherer Kohlenwasserstoffe erforderlichenTemperaturen l iegen. g.
  9. Verfahren nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Synthesegase mit erhöhtem Kohlensäuregehalt verwendet werden; wobei die Kohlensäure vorteilhaft aus der Konvertierung oder aus einer Druckvergasungsanlage entnommen wird. io.
  10. Verfahren nach Anspruch i bis 5 und 7 bis g, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung höherer Reichgasmengen wasserstoffreiche Eintrittsgase verwendet werden. TI.
  11. Verfahren nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäubung des Kontakt-Flüssigkeits-Gemisches mit Düsen oder Zerstäuberscheiben erfolgt.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß die den Reaktionsraum verlassenden Gase mit einer Flüssigkeit gewaschen werden, deren Zusammensetzung der dem Katalysator beigemischten Flüssigkeit entspricht.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch i bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationswärme der höheren Kohlenwasserstoffe oder anderer Syntheseprodukte, die in dem aus dem Reaktionsraum austretenden Gas enthalten sind, für die Erzeugung von Dampf od. dgl. nutzbar gemacht wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch i bis @i3, da-,durch gekennzeichnet, daß ,die Reaktionstemperatur durch Einstellung des Druckes, unter dem der gewonnene Dampf entsteht, geregelt wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch. i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem den Reaktionsraum verlassenden Gase abgeschiedene Katalysator von der Waschflüssigkeit getrennt und in Mischung mit Flüssigkeit erneut für die Reaktion verwendet wird.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch i bis 15, da-.durch gekennzeichnet, daß mehrere Reaktionsräume hintereinande-rgeschaltet werden, die mit verschiedenen vorteilhaft in der Siedelage ansteigenden Verdampfungsflüssigkeiten beaufschlagt und gegebenenfalls mit verschiedenen Katalysatoren betrieben werden können. Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 930 437.
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