DE896844C - Verfahren zur Oberflaechenveraenderung von aus dem Schmelzfluss verformbaren Massen - Google Patents

Verfahren zur Oberflaechenveraenderung von aus dem Schmelzfluss verformbaren Massen

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DE896844C
DE896844C DEP1021D DEP0001021D DE896844C DE 896844 C DE896844 C DE 896844C DE P1021 D DEP1021 D DE P1021D DE P0001021 D DEP0001021 D DE P0001021D DE 896844 C DE896844 C DE 896844C
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DE
Germany
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masses
melt flow
deformed
changing
dust
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Expired
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DEP1021D
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English (en)
Inventor
Ruth Anschuetz
Helmut Dr Bock
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Phrix Werke AG
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Phrix Werke AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/08Melt spinning methods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Oberflächenveränderung von aus dem Schmelzfluß verformbaren Massen Bekanntlich werden schmelzbare, zu Fäden und anderen Produkten aus dem Schmelzfluß verformbare Massen, wie Glas oder hochmolekulare superpolymere Produkte, beispielsweise Polyester, Polyamide, Polyurethane, Polyvinylchlorid oder Mischpolymerisate, nach dem Erhitzen auf Temperaturen, die über ihrem Schmelzpunkt liegen, durch Pressen durch Düsen verformt. Das aus der Düse austretende Verformungsprodukt erstarrt und kann dann mit Hilfe einer Vorrichtung abgezogen bzw. aufgespult werden. Die auf solche Weise z. B. gesponnenen Fasern besitzen eine glatte Oberfläche und einen lebhaften Glanz. Durch Zusatz bestimmter Stoffe mit einem anderen Brechungsindex, wie Pigmente, zu der Schmelze oder durchAufbringung derselben auf die fertige Faser ist es möglich, die Oberfläche der geformten Produkte zu verändern, beispielsweise den starken Glanz einer Faser zu vermindern und ihr ein stumpfes, seidenähnliches Aussehen zu verleihen. Ebenso läßt sich durch Zugabe besonderer Flüssigkeiten, deren Siedepunkt etwas unterhalb des Schmelzpunktes der Superpolymeren liegt, das Äußere einer Faser dahingehend verändern, daß sie infolge der entweichenden Glasbläschen eine narbige und rauhe Oberfläche erhält.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Oberfläche von Verformungsprodukten aus schmelzbaren Massen, insbesondere Superpolymeren, die aus dem Schmelzfluß verformt werden, in der verschiedensten Weise auf einfache Art verändern kann, wenn man das aus der Düse austretende Produkt in noch nicht erstarrtem Zustand in eine Atmosphäre führt, die in feiner Verteilung ein Mattierungsmittel, Farbstoff, Pigment, Metallstaub, Kunstharz, lösliche und unlösliche Salze, Öle oder andere ähnlich fein verteilbare Substanzen enthält. Bei der Herstellung von Fäden geht man dann beispielsweise so vor, daß man den Spinnschacht mit einem das aufzubringende Produkt in feinster Verteilung enthaltenden Nebel füllt. Der Faden, der halb erstarrt aus der Düse tritt, erstarrt allmählich, bis er das Ende des Schachtes erreicht. In diesem halb erstarrten Zustand nimmt er durch Berührung mit der staubhaltigen Atmosphäre die ihn umgebenden Staubteilchen oberflächlich auf und erhält auf diese Weise ein entsprechendes Aussehen. Durch Variation der Korngröße, der Konzentration des Staubes in der Atmosphäre, der Länge der Staubstrecke und durch Verwendung von Staubgemischen können erfindungsgemäß die verschiedenartigsten Effekte erzielt werden.
  • Beispielsweise kann die Staubatmosphäre bei der Herstellung von Fäden den ganzen Schacht oder nur einen Teil desselben ausfüllen. Oft ist es zweckmäßig, den Faden unterhalb der Düse zunächst eine Strecke staubfreier Atmosphäre passieren zu lassen und ihn dann erst durch die Staub- oder Nebelzone zu führen. Wichtig ist jedoch, daß der Faden mit dem oberflächenverändernden Mittel in Berührung kommt und den gewünschten Anteil an Fremdkörpern festhält, solange seine Oberfläche noch aufnahmefähig bzw. klebrig ist. Je nach Abzug- und Fördergeschwindigkeit oder Abkühlungsbedingungen usw. kann die Staub- oder Nebelstrecke mehr oder weniger weit von der Düse entfernt sein. Die Menge des auf die Oberfläche aufgebrachten Mittels kann geregelt werden durch Veränderung der Konzentration und Dauer der Staub- oder Nebeleinwirkung.
  • Auf solche Weise lassen sich außer den beispielsweise genannten Fäden auch andere Verformungsprodukte behandeln-, wie Filme, Folien, Borsten, Bänder oder Schläuche.
  • Zur Aufbringung auf die Oberfläche kommen die verschiedensten Stoffe in Betracht, wie Mattierungsmittel, Talkum, Calciumcarbonat, Titandioxyd, Bariumcarbonat, ferner Kohlenstaub, Mehlstaub, Harze, Farbstoffe, fein gepulverte lineare Polykondensate, Metallstaub, wasserlösliche Salze, wie Kochsalz, Natriumsulfat, Natriumnitrat, Kalziumchlorid, Alkoholate oder Flüssigkeiten, die sich vernebeln lassen, wie Öle, Weichmacher und ähnliche fein verteilbare Substanzen. Das beim Spinnen von Fäden im Luftschacht befindliche-Gas kann dabei z. B. Luft, Wasserdampf, Stickstoff oder Kohlendioxyd mit einem für den Spinnprozeß günstigen Feuchtigkeitsgehalt von beispielsweise mehr als 45')/,) sein.
  • Will man nicht nur eine matte, sondern auch eine geraubte Oberfläche auf der Faser erzielen, so kann man vorteilhaft durch eine anschließende Nachbehandlung die aufgebrachten Substanzen wieder von der Oberfläche herunterlösen. Durch diesen Prozeß lassen die auf den flüssigen bzw. halb erstarrten Fäden haftenden Fremdteilchen nach ihrer Auflösung auf der Oberfläche Narben zurück, die dieser ein für viele Verwendungszwecke erwünschtes rauhes Aussehen verleihen. Bei der Verwendung von Pigmenten, wie Zinkoxyd, Magnesiumoxyd, Calciumcarbonat oder Bariumcarbonat, lassen sich als Lösungsbäder besonders schwache Säuren, wie Essigsäure oder stark verdünnte Mineralsäure, verwenden. Man kann aber auch einfach wasserlösliche Substanzen, wie Natriumchlorid, Natriumnitrat oder Glaubersalz, aufnebeln, die später, ohne Verwendung eines zusätzlichen Lösungsbades, von selbst beim nachfolgenden Waschprozeß infolge ihrer Wasserlöslichkeit entfernt werden. Neben linearen Polykondensaten, wie Polyamiden, Polyharnstoffen, Polyurethanen, Polyamid-Polysulfamiden, Polyamid-Polyestern, können erfindungsgemäß die verschiedensten aus der Schmelze verspinnbaren Massen, wie Glas oder Polymerisate, beispielsweise Polyvinylchlorid, Polyvinylazetat, Polystyrol, in gewünschter Weise verändert werden. Dabei können den zu verformenden Schmelzen zur Erleichterung der Verformbarkeit andere Produkte, wie Schmelzpunkterniedriger oder Weichmacher, zugesetzt sein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Oberflächenveränderung von aus dem Schmelzfluß. verformbaren Massen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Produkte nach ihrer Verformung in noch nicht erstarrtem Zustand durch einen Räum führt, in dem die zur Oberflächenveränderung anzuwendenden Mittel fein verteilt sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Oberfläche aufgebrachten Fremdkörper nachträglich wieder herausgelöst werden.
DEP1021D 1943-07-20 1943-07-20 Verfahren zur Oberflaechenveraenderung von aus dem Schmelzfluss verformbaren Massen Expired DE896844C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961288C (de) * 1953-08-03 1957-04-04 Glanzstoff Ag Verfahren zum Aufrauhen und Mattieren von Faeden aus Polyaethylenterephthalaten
DE1046275B (de) * 1955-02-03 1958-12-11 Owens Corning Fiberglass Corp Verfahren zum Herstellen eines aus Glas und Metall bestehenden Koerpers
DE1093955B (de) * 1955-01-07 1960-12-01 Owens Corning Fiberglass Corp Verfahren zur Herstellung eines hitzebestaendigen Glasstranges

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1093955B (de) * 1955-01-07 1960-12-01 Owens Corning Fiberglass Corp Verfahren zur Herstellung eines hitzebestaendigen Glasstranges
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