DE896705C - Vorrichtung zum Einblasen von Luft in Fluessigkeiten - Google Patents

Vorrichtung zum Einblasen von Luft in Fluessigkeiten

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DE896705C
DE896705C DEB13211A DEB0013211A DE896705C DE 896705 C DE896705 C DE 896705C DE B13211 A DEB13211 A DE B13211A DE B0013211 A DEB0013211 A DE B0013211A DE 896705 C DE896705 C DE 896705C
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Germany
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pump
motor
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piston
pressurized water
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Heinrich Bueschenfeld
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61HPHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
    • A61H33/00Bathing devices for special therapeutic or hygienic purposes
    • A61H33/02Bathing devices for use with gas-containing liquid, or liquid in which gas is led or generated, e.g. carbon dioxide baths
    • A61H33/028Means for producing a flow of gas, e.g. blowers, compressors

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Einblasen von Luft in Flüssigkeiten Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einblasen von Luft in Flüssigkeiten, z. B. in das Wasser einer Badewanne, mittels eines am Boden der Badewanne vorgesehenen Luftverteilers, und insbesondere auf die Vorrichtung zum Fördern und Einpressen der Luft in den Verteiler. Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art wird der zum Einblasen der Luft erforderliche Überdruck durch ein Kolbengebläse erzeugt, das durch einen mit ihm gekuppelten Elektromotor angetrieben wird.
  • Das Külbengebläse sowie Xder Elektromotor bedürfen zur Aufrechterhaltung ihrer Betriebsfähigkeit einer ständigen Überwachung und Wartung.
  • Das Kolbengebläse verlangt überdies eine Ö1-schmierung, die meist eine Verunreinigung der geförderten Luft durch Öltropfen im Gefolge hat. Der elektrische Antrieb ist wegen der in feuchten Räumen besonders leicht vorkommenden Unfälle durch elektrische Ströme gefährlich.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß zur Erzeugung der in den Verteiler einzublasenden Druckluft eine Membranpumpe Verwendung findet, die unmittelbar mit einem durch Druckwasser betriebenen Motor gekuppelt ist.
  • Durch die Verwendung eines Wassermotors ist die Gefahr von Schädigungen durch Elektrizität im feuchten Baderaum behoben, auch ist die Verunreinigung der geförderten Luft beseitigt, da der Wassermotor nicht geschmiert zu werden braucht.
  • Die Membranpumpe und der Wassermotor sind dauernd betriebssicher und betriebsfähig, ohne daß es einer besonderen Überwachung und Wartung bedarf. Dazu kommt, daß das gesamte Aggregat in seinem Aufbau so einfach und platzsparend ist, daß die Gestehungskosten wesentlich geringer sind als bei den bekannten Gebläsen mit elektrischem Antrieb. Infolge der gedrungenen Bauform des gesamten Aggregates sind die Aufstellungskosten wesentlich geringer, da es keiner besonderen Unterbauten bedarf, sondern das Aggregat mit einem Halter an der Wand oder auch unmittelbar an der Wasserleitung befestigt werden kann, ja es ist sogar seine Aufstellung unmittelbar im Wasserbecken der Wasserleitung ohne weiteres möglich. Auch die Betriebskosten sind erheblich geringer, da das Druckwasser in der Regel der Hauswasserleitung entnommen werden und bei seinem Austritt aus dem Motor anderweitige Verwendung finden kann.
  • Bei Verwendung eines Membranmotors als Krafterzeuger sind die durch eine verschiebbare Stange zur gemeinsamen Bewegung miteinander gekuppelten Membranen der Pumpe und des Motors je in einem allseitig geschlossenen Gehäuse anzuordnen.
  • Das Pumpengehäuse ist zu beiden Seiten der Membran mit Saug- und Druckventilen versehen, während das Motorgehäuse auf beiden Seiten seiner Membran mit einem den Druckwasserein- und -auslaß steuernden Schieber verbunden ist, der in Abhängigkeit von der Bewegung der die beiden Membranen kuppelnden Stange verstellt wird. Um den Wasserverbrauch der mittels eines Membranmotors angetriebenen Membranpumpe möglichst gering zu halten, hat die Membran der Pumpe eine größere Oberfläche als die Membran des Motors. Das Größenverhältnis kann beispielsweise 3 : 1 sein.
  • Man kann dann bei einem Wasserdruck von etwa 3 atü, wie er in den Hauswasserleitungen der Städte durchweg vorhanden ist, noch einen Luftdruck von etwa 1 atü erreichen, der für das Einblasen von Luft in das Bad mehr als ausreichend ist.
  • Infolge des verhältnismäßig kleinen Durchmessers der Motormembran ist die Hubhöhe der Membran nur verhältnismäßig gering, so daß eine volle Ausnutzung der möglichen Hubhöhe der größeren Pumpenmembran nicht erzielt werden kann. Die Membranpumpe ist daher nicht voll ausgenutzt, so daß dieerzielbareLuftförderung mengenmäßig nur für kleinere Anlagen, z. B. Einzelbäder, ausreicht. Soll die Membranpumpe für größere Anlagen Verwendung finden, so empfiehlt es sich, zur vollen Ausnutzung des Hubes der Pumpenmembran als Antriebsmotor einen Wasserkolbenmotor zu verwenden. Die Steuerung des Druckwasseraus-und einlasses erfolgt durch einen Kolbenschieber mit von dem Kolben in seinen beiden Endstellungen gesteuerten Vorschieber. Um einen gleichmäßigen Druckluftstrom zu erhalten, kann ein als Speicher dienender Windkessel in die Druckleitung eingebaut werden.
  • Die neue Membranpumpe mit Druckwasserantrieb kann sowohl für Sprudelbäder sowie für andere, vorwiegend ärztliche oder zahnärztliche Zwecke Verwendung finden, wo es darauf ankommt, mit einfachsten Mitteln Luft mit einem gewissen Überdruck zu fördern und wo die Anwendung von Elektrizität als Antriebskraft nicht möglich oder wegen der damit verbundenen Gefahr unerwünscht ist. Auch für Wasserbelüftungsanlagen größeren Ausmaßes, zur Belüftung von Aquarien kann die neue Belüftungsvorrichtung mit Vorteil Verwendung finden; wobei noch günstig ins Gewicht fällt, daß hier das Wasser zum Pumpenantrieb nach seiner Arbeitsleistung gleichzeitig noch zur Ergänzung des Wasserbedarfs des Aquariums Verwendung finden kann.
  • In der Zeichnung ist die Membranpumpe in Verbindung mit einem Wassermotor dargestellt, und zwar zeigt Fig. I die Membranpumpe in Zusammenarbeit mit einem Membranmotor in Ansicht, Fig. 2 desgleichen in Schnitt, Fig. 3 bis 5 Teile in einem größeren Maßstabe, Fig. 6 die Membranpumpe in Verbindung mit einem Kolbenmotor, im Längsschnitt, Fig. 7 desgleichen im Schnitt VII-VII nach Fig. 8, Fig. 8 einen Querschnitt nach LinieVIII-VIII der Fig. 7, Fig. 9 eine Ansicht des Steuerhebels im Kopfe 4S.
  • Das in den Fig. I bis 5 veranschaulichte, aus Membranpumpe und Membranmotor bestehende Aggregat besitzt zwei durch eine Stange I miteinander verbundene, kreisfö,rmige Membranen 2 und 3 von unterschiedlichem Durchmesser. Die größere Membran 2 dient als Pumpenkolben, die kleine 3 als Antriebskolben. Beide Membranen sind mit ihren durch Blechplatten versteiften Mittelteilen an der Stange I befestigt. Für jede der Membranen 2 und 3 ist ein abgeschlossenes Gehäuse 4 bzw. 5j vorgesehen, das aus zwei aneinandergeflauschten schalenförmigen Hälften besteht, zwischen deren Flanschen die Außenränder der Membranen eingeklemmt sind. Das Pumpengehäuse 4 trägt an seinen Stirnseiten die Ventilgehäuse 6 und 7 von zylindrischer Außenform. Ventilkörper 7 stellt die Verbindung zwischen dem Pumpengehäuse und dem Motorgehäuse 5. her. Die Stange ist dabei durch den Körper des Ventilgehäuses 7 mittels einer Stopfbüchse hindurchgeführt. Auf der der Pumpe abgekehrten Seite des Motorgehäuses ist an diesem ein aus den Teilen 8, 9, Io bestehendes zylindrisches Gehäuse angebaut, welches die Motorsteuerung enthält.
  • Die beiden Ventilgehäuse 6, 7 (Fig. 2' und 6) der Pumpe enthalten je zwei Kanäle II, I2 zum Ein-und Austritt der zu fördernden Luft. Diese Kanäle stehen einmal mit zwei Öffnungen 13 und t j in den Wandungen des Pumpengehäuses + in Verbindung, während ihre anderen Enden in Stutzen 151, t6 ausmunden. An; die zum Luftausllaß dienenden Stutzen I6 können die zum Fortleiten der geförderten Luft dienenden Leitungen angeschlossen werden. Soll die geförderte Luft nicht unmittelbar dem Raum entnommen werden, in dem die Pumpe aufgestellt ist, so können an die Stutzen 15 Luftansaugleitungen angeschlossen werden. Als Klappenventile ausgebildete Saug- und Druckventile schließen die Kanäle 11, 12 gegen den Innenraum des Pumpengehäuses 4 ab. Als Ventilklappen dienenPlattenI7,I8 aus Gummi oder einem ähnlichen elastisch biegsamen luftundurchlässigen Werkstoff. Die Klappen I7 der beiden Saugventile sind an den Ventilgehäusekörpern 6, 7 befestigt. Sie legen sich in der Schließstellung an die Gehäusewand an, wobei sie die Kanalmündungen 11 abdecken. Bei ihrer Öffnungsbewegung schwingen sie in die entsprechend weit gehaltene Öffnung 13 der Wände des Pumpengehäuses 4 hinein. Dagegen sind die Klappen 18 der Druckventile an den Wänden des Pumpengehäuses 4 befestigt. Sie legen sich in der Schließstellung an diese Wände, die darin vorgesehenen Öffnungen 14 abdeckend, an, während sie sich beim Öffnen in die entsprechend erweiterten Mündungen der Kanäle 12 hineinbewegen.
  • In dem Teil 8 des am Motorgehäuse 5, angebauten Steuergehäuses ist eine Kammer 19 vorgesehen, die durch eine Öffnung 20 im Motorgehäuse mit dem Raum unter der Memban 3! in unmittelbarer Verbindung steht. Im Endteil IG ist eine Kammer 2I ausgespart, die durch ein Rohr m (vgl. Fig. I) mit einer in der oberen Hälfte des Motorgehäuses vorgesehenen Öffnung 23 (Fig. 2) mit dem Raum über der Membran 3 verbunden ist. Der mittlere Gehäuseteil g enthält eine senkrecht zur Maschinenachse verlaufende Bohrung 24, 25 (Fig. 2, 4 und 5) und eine diese kreuzende lotrechte Bohrung 26. Die erstgenannte Bohrung mündet in zwei Stutzen 27, 28 an entgegengesetzten Seiten des Gehäuseteiles 9.
  • Von diesen dient der eine 27 als Druckwassereinlaß, während der andere für den Wasserauslaß bestimmt ist. In die zweite Bohrung 26 ist eine Büchse 29 eingesetzt, in der ein zylindrischer Steuerschieber 30 längs verschiebbar geführt ist.
  • Dieser ist mit zwei hintereinanderliegenden Querbohrungen 3I, 32 und zwei an diese anschließenden, entgegengesetzt gerichteten Längsbohrungen 33, 34 versehen. Von letzteren mündet die eine 33 in die Kammer 19 und die andere 34 in die Bohrung 24 des Steuergehäuses. Die Querbohrungen verbinden die Längsbohrungen zu 341 des Schiebers 30 und damit die beiden Gehäusekammern I9, 21 wechselweise mit der als Druckwassereinlaß dienenden Bohrung 24 und der als Druckwasserauslaß dienenden Bohrung 25. Diese Verbindung erfolgt über entsprechende Öffnungen in der Wandung der Führunigsbüchse 29, auf welche die Schieberbohrungen 3I, 32 bei der Verschiebung des Steuerschiebers 30 wechselweise eingestellt werden können. Je nach der Stellung dieses Schiebers fließt das Druckwasser vom Einlaß 24 entweder über die Bohrungen 3I, 312: und die Kammer 19 in den Raum unter der Membran 3, während der Raum oberhalb letzterer zur Ableitung des verbrauchten Druckwassers über Rohr 22, Kammer 21 und die Schieberbohrungen 34, 32 mit den dem Druckwasseraustrittstutzen 25 verbunden wird, oder aber das Druckwasser wird über die Bohrungen 32, 34, die Kammer 21 und das Verbindungsrohr 22 in den Raum über der Membran 3 geleitet, wohingegen aus dem Raum unter der letzteren das verbrauchte Druckwasser durch die Kammer 19 und die Bohrungen 33, 3.I zum Auslaß fließt. Im ersteren Falle bewegt sich die Membran 3 aufwärts, im zweiten Falle abwärts.
  • Der Steuerschieber 30 wird in Abhängigkeit von der Bewegung der die Membranen verbindenden Stange I verstellt. Seine Verschiebung erfolgt durch einen Zwischenhebel 35, der mit seinem einen Ende bei 36 in der Kammer 19 schwenkbar gelagert ist, während sein anderes Ende mit dem Schieber 30 durch zwei an dessem oberen, geschlitzten Ende vorgesehene Mitnehmer 37, ;8 gekuppelt ist. Der Zwischenhebel 35 greift durch einen Schlitz des in die Kammer 19 hineinragenden unteren Endes der Stange I hindurch und wirkt mit zwei an dieser vorgesehenen, elastischen Mitnehmern zusammen. Diese sind von zwei die Stange 1 umgebenden schraubenförmigen Druckfedern 39, 40 gebildet, von denen eine an der unteren Versteifungsplatte der Membran 3 und die andere an einem Bund 44 des Stangenendes abgestützt ist. Der Steuerschieber 3,0 wird in seinen Endstellungen durch einen Schnäpper verrastet, der aus einem unter dem Druck einer Feder 41 stehenden Bolzen 42 besteht und mit einer am Schieber vorgesehenen Ringwulst 43 zusammenwirkt. Durch diese Verrastung in Verbindung mit den federnden Mitnehmern 39, 40 wird eine augenblickliche Verstellung des Steuerschiebers an den Hubenden der Membran 3 erzielt. Am Ende des einen oder des anderen Membranhubes legt sich entweder die eine oder die andere Feder 39, 40 an den Hebel 35 an, ohne diesen jedoch mitnehmen zu können, weil der Hebel infolge der Verrastung des Schiebers 30 durch diesen festgehalten wird. Es wird deshalb die Feder 39 oder 40 gespannt. Sobald diese vollständig zusammengedrückt ist, was am Ende des Membranhubes der Fall ist, nimmt sie iwangsläufig den Hebel 35 mit, der nun durch Druck auf den Schieber 30 dessen Verrastung löst, worauf der Schieber durch die sich spannende Feder in seine entgegengesetzte En,dstellung bewegt wird. Solange also dem Motor Druckwasser zugeführt wird, wird die Membran 3 durch den Wasserdruck im regelmäßigen Wechsel auf und ab bewegt. Die Membran 3 nimmt ihrerseits über die Stange I die Membran 2 der Pumpe mit, die infolgedessen ebenfalls auf und ab bewegt wird. Dabei werden die Räume über und unter der Membran, wechselweise vergrößert und verkleinert, so daß die Pumpe an den Ventilen I7 und I8 Luft ansaugt und wieder wegdrückt. Die geförderte Luft wird durch an die Stutzen I6 angeschlossene Leitungen den Verteilern am Boden der Badewanne oder den sonstigen Verbrauchsstellen zugeführt, wo sie in Form kleiner Blasen oder Perlen durch das Wasser nach oben entweicht.
  • Findet an Steile eines Membranwassermotofs ein Kolbenmotor Verwendung, so bleibt die Ausbildung der Membranpumpe einschließlich der Luftansaug- und Blasleitungen die gleiche. An das untere Ventilgehäuse 7 schließt sich in diesem Falle nach unten das aus den Teilen 48, 49 5;0 bestehende zylindrische Motorgehäuse an, dessen mittlerer Teil 49 neben dem Zylinder 52 (Fig. 7 und s) für den Pumpenkolben 5,1 noch Bohrungen für Büchsen 54 und 515 vorgesehen sind, in denen der Kolbensteuerschieber 56 bzw. der Vorsteuerschieber 53 geführt ist. Die Teile 48 und 50 bilden einmal den beiderseitigen Abschluß für die Bohrung 551 des Kolbensteuerschiebers 56, und zum anderen enthalten sie Kammern 42 und 63, in denen die Getriebe für die Umsteuerung des Vorsteuerschiebers untergebracht sind. Diese bestehen im wesentlichen aus zweiarmigen, um die Zapfen 43 schwenkbaren Hebeln 44, 415 (Fig. 9) von rahmenartiger Form, deren Hebelarme 4 nach der Zylindermitte abgekröpft sind, so daß sie mit ihren Enden in den Zylinderraum oberhalb bzw. unterhalb des Pumpenkolbens 5.I hineinragen. Die anderen Enden 4l5 dieser rahmenartigen Hebel liegen gegen die Stirnseiten des Vorsteuerschiebers 53 an. Dieser Vorsteuerschieber wird von zwei längeren zylindrischen Endteilen 5r3= einem kürzeren Mittelteil 513(' und einer diese drei Teile verbindenden dünnen Kolbenstange gebildet. Seine Gesamtlänge ist derart bemessen, daß jeweils eines der beiden Endteile 513' aus dem mittleren Gehäuseteil 4;9 in eine der Kammern 42 bzw. 63 hineinragt, wenn das andere Endteil mit dem entgegengesetzten Rand der Bohrung 5!8 des Mittelteiles 49. abschneidet. In der Büchse 54 sind Ringnuten 518 vorgesehen. Diese stehen über Kanäle 59 in der Büchse 515; mit den Räumen 57 oberhalb bzw. unterhalb des Steuerkolbens 56 in Verbindung. Des weiteren sind diese Ringnuten 518 je durch einen Längskanal 60 mit einer radialen Bohrung 61 in der Wandung der Büchse 54, und durch diese mit den Räumen 62 zwischen den äußeren Vorsteuerschieberkolben 53' und dem mittleren Vorsteuerschieberkolben 53'. verbunden, so daß je nach der Stellung des Vorsteuerschiebers 53 zu der Einmündungsöffnung 63 der Druckwasserleitung 64 der Druckwasserstrom entweder in die obere Ringnut oder in die untere Ringnut 58 geleitet wird, so daß er über die entsprechende Bohrung 6;I, den Kanal 601 und die Ringnut 58 von oben oder von unten auf die wirksame Kolbenfläche des Hauptsteuerschiebers 5,6 zur Einwirkung gelangt. Dieser wird dadurch entweder nach unten oder nach oben bewegt. Der Hauptsteuerschieber 56 ist ähnlich wie der Vorsteuerschieber 5,3 von drei Kolbenteilen 5;6', 56" gebildet, von denen die beiden äußeren 56' verhältnismäßig lang sind und zur Steuerung der Wasserauslaßkanäle 65 dienen, während der mittlere, schmälere Kolbenteil 56" die Druckwasserzuflußleitung 63 mit Bohrungen 66 oberhalb und unterhalb dieses Kolbenteiles verbindet, die durch Kanäle in der Büchsenwandung 5l5 und den Gehäuseteilen 48 und 50 mit den Arbeitsräumen oberhalb bzw. unterhalb des Arbeitskolbens 5.1 in Verbindung stehen. Die drei Hauptsteuerkolben 56' und 56H sind durch eine Kolbenstange starr miteinander verbunden.
  • Die Arbeitsweise dieser Steuereinrichtung ist die folgende: In Fig 6 ist angenommen, daß der Arbeitskolben 5lI in seiner untersten Stellung angekommen ist. In dieser Stellung hat er über den unteren Doppelhebel 44, 45 den Vorsteuerschieber 53 in die in Fig. 6 dargestellte Hochlage geschoben.
  • Hierdurch wird, wie Fig.7 erkennen läßt, das Druckwasser aus der Zuleitung 64 durch die Bohrund 63, den Raum 62, die untere Bohrung 61 in die Büchse 54, die Längsbohrung 6a und die untere Ringnut 58 sowie den Kanal 59 unter den Hauptsteuerkolben 56' geleitet und schiebt diesen in die gezeichnete obere Stellung. In dieser gibt der mittlere Kolben 56" einerseits die Druckwasserzuleitungsöffnung 63 und andererseits die untere der beiden Bohrungen 66 frei, so daß das Druckwasser durch diese hindurch unter den Arbeitskolben 51 treten und diesen anheben kann. Sobald dieser sich unter der Wirkung des Druckwassers nun nach oben bewegt und hierbei seinem oberen Hubende nähert, stößt er gegen das Ende 44 des oberen Steuerhebels 44, 4j5, schwenkt diesen derart aus, daß dieser über sein Hebelende den Vorsteuerschieber 53 nach unten bewegt, und das Spiel wiederholt sich nun in umgekehrter Richtung. Das im vorangehenden Hub ausgenutzte Druckwasser fließt dabei jeweils nach Freigabe einer der Ausflußöffnungen 65! durch- die beiden Endkolben « des Hauptsteuerschiebers 56 und den Ausflußstutzen 67 ab.
  • Durch dieses Wechselspiel des Arbeitskolbens 51, des Vorsteuerschiebers 53 und des Hauptsteuerschiebers 5G wird der Druckwasserstrom in ständigem Wechsel derart geleitet, daß der Arbeitskolben 5.I eine ständige Auf- und Abwärtsbewegung ausführt. Diese Bewegung wird durch die Kolbenstange 41 auf die Pumpenmembran 2 übertragen, wodurch in gleicher Weise wie beim Antrieb mittels Membranmotors die Luft angesaugt und in die Druckleitung gefördert wird. Dadurch, daß der Kolbenhub dem maximalen Arbeitshub der Pumpenmembran angepaßt werden kann, kann diese eine verhältnismäßig große Luftmenge fördern, ohne das der Druckwasserverbrauch wesentlich größer ausfällt.
  • Infolge der kleinen Abmessungen des Pumpenaggregates kann dieses bei beiden Antriebsarten beispielsweise an der Wand befestigt und unter Zwischenschaltung eines Absperrhahnes mit einer festliegenden Wasserleitung verbunden werden.
  • Am einfachsten wird es aber durch einen Schlauch mit einem in der Nähe liegenden Zapfhahn der Wasserleitung verbunden. Die Pumpe selbst vird durch ein oder zwei Schläuche oder ortsfeste Leitungen mit dem Luftverteiler verbunden. Durch Öffnung des Wasserhahnes kann die Pumpe beliebig in Gang gebracht und wieder stillgesetzt werden.
  • Im Rahmen der Erfindung sind mancherlei Abänderungen des dargestellten Beispiels sowie andere Ausführungen und Anwendungen möglich, So kann die beschriebene Membranpumpe mit Wassermotor, wie schon eingangs erwähnt, außer zur Erzeugung von Sprudelbädern mit Vorteil auch für andere Zwecke, wie zur Belüftung von Aquarien, zum Durchlüften von Kulturen, ferner zur Erzeugung von Druckluft z. B. in zahnärztlichen Behandlungsräumen sowie in Laboratorien der ver- schiedensten Art Verwendung finden. Auch kann sie statt als Druckpumpe als Saugpumpe verwendet und z. B. in Operationszimmern zum Absaugen von Eiter und anderen flüssigen Absonderungen benutzt werden. In vielen Fällen, z. B. wenn die Vorrichtung in ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlungsräumen oder Laboratorien zur Erzeugunz, von Druckluft verwendet werden soll, kann der die Membranpumpe antreibende Wassermotor vor dem z. B. über einem Spül- oder Waschbecken angeordneten Zapfhahn in die Gebrauchswasserleitung eingeschaltet werden, derart, daß jedesmal bei Entnahme von Gebrauchswasser, etwa zum Händewaschen oder zum Spülen von Geräten oder Gefäßen ein Antrieb der Pumpe stattfindet. Jeder Wasserverbrauch wird so selbsttätig zur Erzeugung von Druckluft nutzbar gemacht, die in einem der Pumpe zugeordnetenWindkessel aufgespeichert wird, so daß einerseits ständig Druckluft zur Verfügung steht, während andererseits die Erzeugung der Druckluft keinen eigenen Wasserverbrauch bedingt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zum Einblasen von Luft in Flüssigkeiten, insbesondere in das Wasser einer Badewanne mittels eines am Boden der Badewanne angeordneten La£trerteilers, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einblasen der Luft eine Membranpumpe Verwendung findet, die mit einem durch Druckwasser betriebenen Motor unmittelbar gekuppelt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Wassermotor ein Membranmotor Verwendung findet, die durch eine verschiebbare Stange (1) zur gemeinsamen Bewegung gekuppelten Membranen (2, 3) der Pumpe und des Motors in gegeneinander abgeschlossenen Gehäusen (, 5) angeordnet sind und das Pumpengehäuse (4) auf beiden Seiten seiner Membran (2) mit Saug- und Druckventilen (i 7, 18) versehen ist, während das Motorgehäuse (5) mit einem den Druckwasserein-und -auslaß auf beiden Seiten seiner Membran (3) steuernden Schieber (30) verbunden ist, der in Abhängigkeit von der die beiden Membranen verbindenden Stange (,I) verstellt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,- daß der Steuerschieber (3o) in seinen Endstellungenz. B. durch einen Schnäpper (41, 42) verrastet ist und seine Verstellung durch zwei durch die Hinundherbewegung der Stange (1) wechselweise gespannte Feder (39, 401) vermittelt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpenmembran (2) eine größere Oberfläche hat als die Membran des Druckwassermotors.
  5. 5 Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Wassermotor ein Kolbenmotor dient, dessen Zylinder (52) und Steuerteile (43b 44, 45, 53, 56) in einem an das Gehäuse der unteren Saug- und Druckventile (17, 18) der Membranpumpe (2) anschließenden zylindrischen Körper (48, 49, 503 untergebracht sind.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen I und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskolben (5,I) des Kolbenmotors und die Membran (2) der Membranpumpe durch eine Stange (41) miteinander verbunden sind und die Steuerung des Druckwasserflusses in Abhängigkeit von der Arbeitskolbenbewegung über vom Arbeitskolben (5!I) gesteuerte Schieber (53, 513' und 56, 516') erfolgt.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen I, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskolben gegen Ende jeder seiner Hubbewegungen auf die in die Zylinderräume oberhalb und unterhalb des Arbeitskolbens hineinragenden Enden (44) zweier doppelarmigen Hebel wirkt, deren andere Hebelarme (45,) gegen einen Vorsteuerschieber(53/) zur Anlage kommen und diesen so verstellen, daß über einen von ihm gesteuerten Hauptsteuerkolben (56, 5in') das Druckwasser wechselweise über bzw. unter den Arbeitskolben und das verbrauchte Druckwasser aus den Arbeitsräumen unter bzw. über dem Arbeitskolben abgeleitet wird.
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