-
Pumpvorrichtung, insbesondere zum Liefern von Spinnflüssigkeit zu
den Spinndüsen Die Erfindung bezieht sich auf eine Pumpvorrichtung für Viskose oder
andere Flüssigkeiten, wobei zwei Pumpen in Serie geschaltet sind, derart, daß die
erste Pumpe, die im folgenden Förderpumpe genannt wird, größer ist als die zweite
Pumpe, die im folgenden Meßpumpe genannt wird, und wobei die letztere die Flüssigkeit
von der ersteren erhält und daher bestimmt ist, als Meßvorrichtung zu wirken für
die Flüssigkeitsmenge, die in der Zeiteinheit angefordert wird.
-
Der Flüssigkeitsüberschuß der Förderpumpe läuft durch eine Abzweigung
der Verbindung zwischen den beiden Pumpen auf die :eine Seite eines Druckausgleichventils,
welches als Membran oder Kolbenventil o. dgl. ausgebildet sein kann. Die andere
Seite des Ventils ist dem Druck einer- Lieferungsleitung. der Meßpumpe ausgesetzt,
so daß , je nach dem Drucke in der Verbindung der beiden Pumpen der Drück in der
Lieferungsleitung zur Meßpumpe größer ist, der Kolben oder der entsprechende bewegbare
Teil des Ventils bewegt wird und auf ,eine Ausgleichvorrichtung wirkt, um die Durchgangsöffnung,
durch welche der Flüssigkeitsüberschuß in dem AbzweigrohYe in die Hauptleitung zur
Förderpumpe gelangen kann, zu vergrößern oder zu verkleinern. Hierdurch wird erreicht,
daß der Druck zwischen den beiden . Pumpen gleich dem Drucke in der Lieferungsleitung
von der Meßpumpe ist und somit ein gleicher Druck an beiden Seiten der Meßpumpe
herrscht, so daß, wenn der Lieferungsdruck dieser Pumpe sich ändert, das Druckausgleichventil
selbsttätig den Einlaßdruck im selben Maße ändert.
-
Es hat sich gezeigt, daß die Regulierung einer derartigen Einheit
leicht mangelhaft wird, besonders infolge von Fehlern der Förderpampe, welche die
zur Ausgleichung nötigen Drucke liefern muß, so daß, der Druckausgleich der Einheit
zwar hinreichend aufrechterhalten wird, solange der _ Druck auf der Lieferseite
der Meßpumpe nicht über ein gewisses Maß wächst, daß jedoch, wenn dieses Maß- durch
Ansteigen des Druckes auf der Lieferseite der Meßpumpe so hoch überschritten wird,
daß die Förderpumpe nicht mehr in der Lage ist, den Ausgleich herbeizuführen, der
Druckausgleich der Einheit und daher auch.- die geforderte Regelmäßigkeit der Zulieferung
von der Meßpumpe nicht mehr aufrechterhalten wird. Ein ungleichmäßiges Arbeiten
der Einheit kann auch verursacht werden durch eine Fehlstelle nach dem Nadelventil
oder der Reguliervorrichtung, mit Hilfe deren der Kolben oder ein anderes bewegbares
Glied des Druckausgleichventils die Durchflußöffnung regelt. Ein Überdruck in der
Meßpumpenlieferleitung kann aus verschiedenen Gründen entstehen; z. R. bei Spinnmaschinen
durch
verstopfte Spinnöffnungen oder andere Hindernisse in der Lieferleitung. Der Erfolg
eines derartigen unausgeglichenen Zustandes der Einheit beim Gebrauch derselben
bei Spinnmaschinen ist der, daß die Einheit weiter fortfährt zu spinnen bei unausgeglichenem
Zustande und somit unregelmäßige Nummern des Gespinstes verursacht.
-
In den meisten Fällen rührt die Unaus-
geglichenheit
der Einheit her von der Entwicklung eines Überdruckes auf _ der Lieferseite der
Meßpumpe, der oberhalb der Ä gleichmöglichkeit durch die Förderpumpe liegt; der
Überdruck liegt dann also auf der Seite des Druckausgleichventils, wo dieses mit
der Meßpumpe in Verbindung steht. In manchen Fällen ist jedoch der Zustand der Unausgeglichenheit
der Einheit verursacht durch die Entstehung eines Überdruckes auf der anderen Seite,
also auf der Seite des Druckausgleichventils, wo die Förderpumpe und die Durchflußöffnung
liegen. Letzterer Fall kann z. B. eintreten, wenn in dem den Durchfluß regelnden
Teil des Druckausgleichventils Fehler vorhanden sind, die ein gutes Öffnen des Durchflusses
verhindern.
-
Die Erfindung bezweckt, die - Menge der zu den Spinndüsen gelieferten
Spinnflüssigkeit genau zu regeln und gleichmäßig. zu erhal-, ten, und zwar sollen
nicht nur die Drucke an beiden Seiten der Meßpumpe durch Ausgleichung ausgleichbarer
Überdrucke auf irgendeiner Seite der Meßpumpe einander gleich erhalten, sondern
es sollen auch dauernde öder unausgleichbare Überdrucke unschädlich gemacht werden.
-
Mit Überdruck wird ein Druck auf einer Seite der Meßpumpe bezeichnet,
der größer ist als der an der anderen Seite der Meßpumpe vorhandene Druck.
-
Die Erfindung besteht in einer Regelvorrichtung mit einem ein Kolbenventil
steuerneinem Kolben, der auf der einen Seite mit der Zuführungsleitung der Meßpumpe,
auf der anderen Seite 'mit der Lieferungsleitung der Meßpumpe in Verbindung steht
und ausgleichbare Überdrücke, ob in der Lieferungsleitung der Meßpumpe oder in der
Zuführungsleitung der Meßpumpe, durch seine Verschiebung und die dadurch bewirkte
Vergrößerung oder Verkleinerung einer Durchflußöffnung zwischen einem mit der Zuführungsleitung
der Meßpumpe in Verbindung stehenden Einschnitt des Ventilkolbens und einer mit
der Zuführungsleitung der Förderpumpe in Verbindung stehenden Ringnut ausgleicht,
während bei dauernden oder uriausgleichbaren Überdrücken in der Lieferungsleitung
der Kolben in der einen Richtung so weit verschoben wird, daß zunächst durch das
Ventil die Ringnut freigegeben und dadurch die Zuführungsleitung der Meßpumpe mit
der Zuführungsleitung der Förderpumpe verbunden wird, und daß darauf durch den Kolben
selbst breite Nuten freigegeben werden und dadurch die Zuführungsleitung der Meßpumpe
außerdem mit der Lieferungsleitung der Meßpumpe verbunden wird, und bei dauernden
oder unausgleichbaren Überdrücken in der Zuführungsleitung der Kolben in der anderen
Richtung so weit verschoben wird, daß die Ringnut vollständig freigegeben wird und
dadurch die Zuführungsleitung der Meßpumpe und die Zuführungsleitung der Förderpumpe
miteinander verbunden werden.
-
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigt: ` Bild i einen Schnitt durch eine Pumpeneinheit, Bild 2 eine Seitenansicht
der in Bild i gezeigten Pumpe, Bild 3 eine Abänderung der Pumpe im Schnitt, Bild
3a :einen Teil des Bildes 3.
-
In Bild i und 2 bedeutet i die Förderpumpe und z die Meßpumpe. Die
Förderpumpe fördert eine größere Flüssigkeitsmenge als die Meßpumpe. 3 bedeutet
die Vorratsleitung der Spinnflüssigkeit zu der Einheit. j ist die Leitung von der
Vorratsleitung 3 zur Förderpumpe i. _L ist die Lieferungsleitung von der Förderpumpe
i. Diesel Leitung 5 bildet die Verbindung zwischen der Förderpumpe t und der Meßpumpe
2 und steht in Verbindung über einen Seitenarm, der von dem T-Stück 6 und der Leitung
7 in dem in dem Ventilgehäuse $ gebildet wird, mit der oberen Kammer 9 des Druckausgleichventils
auf der Durchflußseite des Ventilkolbens, so daß der Flüssigkeitsüberschuß von der
Meßpumpe zu der oberen Kammer 97 gelängen kann: i o ist die Lieferungsleitung .
derer Meßpumpe 2. Diese Leitung i o steht durch die Leitung i i in dem Ventilgehäuse
8 mit der unteren harn mer I 2, des Druckausgleichventils in Verbin= düng. 13 ist
der Auslaß von der Kammer 12; der zu d Ausflußöffnung der Spinnvorrichtung, die
von der Einheit gespeist wird, führt. j-4 ist der Kolben des Druckausgleichventils,
der in einer zylindrischen B"öhrung des Veritilgehäuses 8 arbeitet. Dieser Kolben
besitzt einen Ventitschlitten 15, der an seiner Unterseite mit Löchern16 versehen
ist und eine oder mehrere Einkerbungen 17 in seinem Umfang besitzt, die ~mit der
ringförmigen Nut i g . und der Leitung i 9 in dem Gehäuse 8- den Durchgang für die
Kontrolle des Flusses des Flüssigkeitsüberschusses von der Förderpumpe zurück zur
Vorratsleitung 3 bilden.
Bei normalem Arbeiten läuft die Spinnflüssigkeit
von der Vorratsleitung 3 durch die Leitung q. zur Pumpe i, welche die Flüssigkeit
in die Zuführungsleitung 5 bringt. Von hier aus läuft ein Teil zur Meßpumpe 2 und
dann durch die Zuführungsleitung Io, Leitung i i und untere Kammer i 2 des Druckausgleichventils
zu dem Auslaß 13, und dann zur Spinnöffnung oder den Spinnöffnungen: der Flüssigkeitsüberschuß
läuft, nachdem er durch die Förderpumpe i gelangt ist, von der Leitung 5 zu der
Vorratsleitung 3 zurück durch die Verbindungsleitung 7, die obere Kammer 9 des Druckausgleichventils,
die Löcher oder Schlitze 16, den Einschnitt 17 des Ventilschlittens, die Ringnut
18 und die Leitung i9. 2o ist eine Schraube, die oben in dem Ventilgehäuse 8 vorgesehen
ist. Beim Anlassen der Einheit kann diese Schraube entfernt werden, damit die Luft
aus der obren Kammer entweichen kann. Wenn die obere Kammer mit Spinnflüssigkeit
gefüllt ist, kann sie wieder eingeschraubt werden. 21 sind Einschnitte an der Wand
des Ventilgehäuses 8, deren Zweck später erklärt wird.
-
Entsteht auf einer Seite des Druckausgleichventilkolbens 14 innerhalb
der normalen Grenzen ein Druck, der den. Ausgleich aufhebt, so wird hierdurch der
Ventilschlitten 15 mit dem Kolben 14 bewegt, und die Durchflußöffnung zwischen dem
Einschnitt i 7 und der ringförmigen Nut 18 vergrößert- oder verkleinert und somit
die Flüssigkeitsmenge, die zu der Vorratsleitung 3 zurückfließt, vergrößert oder
verkleinert, so daß der Druck auf jeder Seite des, Druckausgleichventils gleich
wird. entsteht - etwa dadurch, daß die Spinndüse teilweise verstopft wird - ein
anormal großer Überdruck auf der Lieferungsseite der Meßpumpe, so hebt der Druckanstieg
in der unteren Kammer 12 den Kolben 14 und den Schlitten 15 zunächst so hoch, daß
der Durchfluß zwischen dem Einschnitt 17 und der Ringnut 18 geschlossen wird und
somit der Flüssigkehsüberschuß der Förderpumpe nicht mehr zu der Vorratsleitung
zurückfließen kann. Da der Druck in der Kammer 12 noch weiter steigt, weil die Meßpumpe
2 fortfährt Flüssigkeit in die Kammer 12 zu drücken, steigt der Kolben 14. noch
weiter, bis die untere Kante des Schlittens 15 die Nut 18 freigibt und so gestattet,
daß die Flüssigkeit unter dem in der Kammer 9 bestehenden Drucke in die Nut 18 und
durch die Leitung 19 in die Vorratsleitung 3 gedrückt wird. Diese Entlastung verursacht,
daß der Kolben i a noch weiter und schneller steigt, bis seine -untere Kante den
Einschnitt 21 des Gehäuses 8 freigibt und so der Flüssigkeit in der unteren Kammer
12 und der von der Meßpumpe gelieferten Flüssigkeit den Weg freigibt, an dem Kolben
i ¢ vorbei durch die Einschnitte 21, die Nut 18 und den Durchfluß i 9 zu der Vorratsleitung
3 zu gelangen. Gleichzeitig läuft die von der Förderpumpe i gelieferte Flüssigkeitsmenge,
die durch die Abzweigung 7 zu der oberen Kammer g gelangt, zurück zu der Vorratsleitung
3 durch die Nut 18
und den Durchfluß i9, da die Nut 18, wie oben gesagt, von
der unteren Ecke des Schlittens 15 freigegeben ist. Der Kolben 14 und der Schlitten
15 bleiben in dieser Stellung, während die Flüssigkeit beider Pumpen frei zu der
Vorratsleitung 3 zurückfließt, und die Einheit hört auf, Flüssigkeit zu den Spinnöffnungen
zu liefern, bis der Grund der Ausgleichstörungen beseitigt ist. Hierauf bewegen
sich Kolben i ¢ und Schlitten 15 in ihre Normalstellung, da sie von der Feder 22
heruntergedrückt werden. Es wird bemerkt, daß die Feder 22 bei normalen Bedingungen
keinerlei Einwirkung auf das Ventil ausübt, und daß sie lediglich zusammengedrückt
wird, -wenn der Kolben unter der Einwirkung eines anormalen Druckes auf der Lieferseite
der Meßpumpe gehoben wird. Entsteht ein außerhalb der Ausgleichmöglichkeit liegender
Druck auf der Durchflußseite des Kolbens i ¢ des Druckausgleichventils, so bewegt
sich der Kolben 14 mit dem Schlitten 15 nach unten, bis die obere Kante des Schlittens
15 die Ringnut 18 freigibt, so daß die Flüssigkeit von der Förderpumpe i frei umläuft
durch die Leitung 5, die Leitung 7, die obere Kammer die Löcher 16, die Ringnut
18 und die Durchflußöffnung 19 zurück zu der Vorratsleitung 3. Die Einheit hört
daher auf, Spinnflüssigkeit zu den Spinnöffnungen zu liefern, bis der Grund der
Ausgleichstörung behoben ist. Inn der in Bild i gezeichneten Einheit arbeiten Kolben
und Schlitten in derselben Bohrung. Es ist jedoch, wenn große Empfindlichkeit der
Kontrolle gewünscht wird, vorteilhaft, das Ventilgehäuse mit zwei verschieden großen
Bohrungen zu versehen und den Kolben in der größeren und den Ventilschlitten in
der kleineren Bohrung arbeiten zu lassen.
-
Bild 3 zeigt .eine Pumpvorrichtung, die ebenfalls mit Mitteln versehen
ist, um einen Überdruck auf einer der beiden Seiten der Meßpumpe zu beheben. Jedoch
bestehen in dieser Ausführungsform die Mittel zur Verhinderung der Überdrücke auf
der Lieferseite der M.eßpumpe in einer Hilfsvorrichtung, die geeignet ist, Überdrücke,
die auf der Lieferseite der Meßpumpe entstehen, unschädlich zu machen, während Überdrücke,
die auf der Zuführungsseite zur Meßpumpe entstehen, unschädlich gemacht werden durch
den Ventilschlitten, der durch den Kolben des Druckausgleichventils getragen wird.
Diese
- Pumpeneinheit ist im wesentlichen der in Bild i gezeigten gleich, jedoch besitzt
die Bohrung des Ventilgehäuses keine Einschnitte 2 i. Bei normalem Gebrauch arbeitet
diese Einrichtung -ebenso genau wie die in Bild i gezeigte. Jedoch ist das Gehäuse
8 mit zwei Kanälen 23 und 24 versehen, die von der oberen Kammer 9 bzw. von der
unteren Kammer 12 zu einer Hilfsventilkammer 25 führen, in der ein Hilfskolben 26
arbeitet, der oben und unten Ventilteile 27 und 28 besitzt, die mit den .entsprechenden
Enden 29 und 30 eines in dem Gehäuse 8 vorgesehenen Ausgleichkanals 31 zusammenarbeiten.
Dieser Kanal ist mit einer Zweigleitung 32 verbunden, die zu der Vorratsleitung
3 und somit zu der Zuführungsseite der Förderpumpe führt. Zwischen den Ventilteilen
27,28 und den Enden der Kammer 25 des Hilfsventils sind Federn 33 und 34
angeordnet, und in den Ventilteilen 27 und 28 sind kleine Löcher 35 und 36 vorgesehen.
Bei normalem Gebrauch halten die Federn 33 und 34 den Hilfskolben 26 in einer Stellung,
in der seine Enden, 27 und 28 den Enden 29 und 3o des Ausgleichgefäßes 31 nahe liegen,
wie Bild 3 zeigt. Wird jedoch ein bestimmter Überdruck auf der Lieferseite der Meßpumpe
gegenüber der Durchflußseite überschritten, so bewegt sich der Hilfskolben 26 mit
seinen Enden 27 und 28 aufwärts. Unter der Wirkung des durch den Zufluß 24 auf seine
Unterfläche wirkenden Druckes bei dieser Bewegung kann der obere Ventilteil 27 die
Verbindung zwischen der Leitung z3 auf der Durchflußseite und dem Ende 29 des Ausgleichkanals
3 i um einen Teil öffnen, bevor der untere Ventilteil 28 die Verbindung zwischen
der unteren Leitung 2q. und dem unteren Ende 3o der Ausgleichleitung 31 freigibt.
Hierdurch wird der Zustand der Unausgeglichenheit noch vermehrt, so daß das Hilfsventil
nach oben fliegt und damit das untere Ende 3o der Ausgleichleitung 31 freigibt,
so daß die Flüssigkeit von der Lieferseite der Meßpumpe durch die Öffnungen 36 des
Ventilfeiles 28 und durch dein Kanal 31 zur Abzweigung 32 und der Zuführungsseite
der Förderpumpe gelangen kann. Die Flüssigkeit läuft dann frei in der Einheit um,
und die Zulieferung zu den Spinnöffnungen hört auf, bis die Ursache für den Zustand
der Unausgeglichenheitentfernt ist. Der Hilfskolben 26 kann in seine neutrale Lage
gebracht werden dadurch, daß der Grund! für die Unausgeglichenheit behoben wird,
und dadurch, daß der Drück sowohl in der oberen wie in der unteren Kammer des Druckausgleichventils
auf irgendeine Weise, z. B. durch Stillsetzer der Pumpen, herabgesetzt wird.
-
Wenn dagegen ein Überdruck in der oberen Kammer 9 des Druckausgleichventils,
also auf der Seite des Durchflusses entsteht, so bewegt sich der Hilfskolben 26
abwärts unter dem Druck des auf ihn durch die Leitung 23 wirkenden Druckes, und
der untere Ventilteil 28 gibt das untere Ende 3o des Ausgleichkanals 31 frei, so
daß die Spinnflüssigkeit von der unteren. Kammer 12 des Druckausgleichventils durch
die Leitungen 2q., 31 und 3 2 zu der Vorratsleitung entweichen kann. Wenn
somit der Druck von der unteren Kammer 12 vermindert wird, so bewegt sich der Kolben
1 ¢ des Druckausgleichventils nach unten, bis die obere Kante des Ventilschlittens
15 die ringförmige Nut 18 freigibt, so daß die Flüssigkeit der oberen Kammer g ungehindert
zu der Vorratsleitung 3 entweichen kann. Die Kolben 1¢ und 26 bleiben in dieser
Lage, während die Flüssigkeit beider Pumpen ungehindert zu der Vorratsleitung 3
läuft, und die Einheit hört auf Flüssigkeit zu der Spinnöffnung zu liefern, bis
die Ursache der Unausgeglichenheit entfernt ist. In der in Bild 3 gezeigten
Vorrichtung ist der obere Ventilteil 27 des Hilfskolbenventils 26 so lang, daß,
wenn dies Ventil sich unter dem Einfluß eines Überdruckes so weit wie möglich nach
unten bewegt, der obere Ventilteil 27 noch immer das Ende 29 der Ausgleichleitung
31 verschlossen hält.
-
Bild 3a zeigt eine andere Form eines Druckstenerventils, welches mit
dem in Bild 3 gezeigter entsprechenden Teile genau übereinstimmt, mit dem Unterschied,
daß die in Bild 3a gezeigte Vorrichtung zum Aufheben von die Ausgleichdrücke überschreitenden
Ü herdrücken, welche an der einen. oder an der anderen Seite des Kolbens 1q. des
Druckausgleichventils entstehen, dienen kann.
-
Bei der in Bild 3a gezeigten Vorrichtung stimmen alle Teile mit der
in Bild 3 gezeigten Vorrichtung überein; jedoch ist der obere Ventilteil 27 des
Kolbens 26 so lang, daß bei einer Abwärtsbewegung des Kolbens 26 unter der Wirkung
eines den Ausgleichdruck übersteigenden Überdruckes, der auf der oberen Seite des
Druckausgleichventilkolbens 14 entsteht und durch die Leitung 23 auf den Kolben
26 einwirkt, der obere Teil 27 des Kol- i bens 26 das obere Ende 29 der Ausgleichleitung
31 nicht gegenüber der Leitung 23 verschlossen hält, sondern gestattet, daß der
Druck der oberen Kammer 9 des Druckausgleichventils sich vermindert, da ein Ausweg
j durch die Leitung 31 zu der Zuführungsseite der Förderpumpe frei wird. Die Wirkungsweise
ist liier also ähnlich wie die des unteren Ventilteiles 28, durch die der Druck
der Lieferseite der Meßpumpe vermindert wird, wenn ein Überdruck. auf dieser Seite
entsteht. Bei normaler Arbeit halten die Federn 33
und 34 den Kolben
26 des Hilfsdruckreglers in einer Zwischenstellung, in der die Enden 29 und 3o der
Ausgleichleitung 3 i geschlossen sind, wie Bild 3a zeigt. Wenn ein überdruck auf
der Lieferseite der Meßpumpe entsteht, so bewegt sich der Kolben 26 unter dem Einfluß
des Druckes, der in der Kammer 12, entsteht und durch die Leitung 2 ¢ auf den Kolben
26 einwirkt, nach oben, und das Ventil .arbeitet, wie bei der Beschreibung des Bildes
3 gesagt. Der obere Ventilteil 27 öffnet die Verbindung zwischen der Leitung 23
auf der Durchflußseite des Kolbens 14 und dem Ende 29 der Ausgleichleitung 31 um
einen Teil, bevor der untere Ventilteil 28 eine Verbindung herstellt zwischen der
unteren Leitung 2 4. und dem unteren Ende der Ausgleichleitung 3 i. Hierdurch wird
die Bedingung für die Unausgeglichenheit erhöht, so daß der Hilfskolben nach oben
fliegt und der untere Ventilteil --8 das untere Ende der Ausgleichleitung
öffnet, so daß die Flüssigkeit von der Lieferseite der Meßpumpe durch die Öffnungen
36 des Ventilteiles 28 und die Leitung 3 i zu der Abzweigung 32 und der Zuführungsseite
der Förderpumpe geführt wird. Wenn dagegen ein Überdruck in der oberen Kammer des
Druckausgleichventils entsteht, so bewegt sich der Hilfskolben 26 unter dem Einfluß
des auf ihn durch die Leitung 23 wirkenden Druckes nach unten. Der untere Ventilteil
28 des Hilfsventils öffnet nun die Verbindung zwischen dem Ende 3o der Ausgleichleitung
3 i und der Leitung 2,1, die mit der unteren Kammer i 2 des Druckausgleichventils
in Verbindung steht, um einen Teil, bevor der obere Ventilteil 27 des Kolbens eine
Verbindung herstellt zwischen dem oberen Ende 29 der Ausgleichleitung und der Leitung
23, die zu der Kammer 9 führt. Die Bedingung für die Unausgeglichenheit wird dadurch
verstärkt, so daß der Kolben nach unten fliegt. Jetzt ist eine Verbindung hergestellt
zwischen der Leitung 23 und dem Ende 29 der Ausgleichleitung durch die Öffnungen
35 in dem oberen Ventilteil 27, und die Flüssigkeit kann von der oberen Kammer 9
des Druckausgleichventils zu der Zweigleitung 32 und der Zuführungsseite der Förderpumpe
gelangen. Gleichzeitig bewegt sich der Kolben i q. des Druckausgleichventils nach
unten, bis die obere Kante des Ventilschlittens 15 die Ringnut 18 freigibt, so daß
die Flüssigkeit, die in der oberen Kammer g des Durckausgleichventils enthalten
ist, ungehindert zu der Vorratsleitung entweichen kann. Auf diese Weise wird jeder
Überdruck, der auf der Zuführungsseite der Meßpumpe entsteht, unschädlich gemacht
durch die Hilfsvorrichtung und durch das Druckausgleichventil. Inder zuletzt genannten
Abänderung arbeitet die Hilfsausgleichvorrichtung in beiden Richtungen gleichartig.
Wenn somit in jedem Falle der Druck durch die Hilfsvorrichtung heruntergedrückt
wird, da die Flüssigkeit durch die Leitung 32 entweichen kann, so hört die Lieferung
von Flüssigkeit zu den Spinnöffnungen auf, bis der Grund für die Unausgeglichenheit
behoben ist. Der Hilfskolben 26 kann in seine. neutrale Lage gebracht werden, dadurch,
daß der Grund für die Unausgeglichenheit behoben wird, und dadurch, daß der Druck
sowohl in der oberen wie in der unteren Kammer des Druckausgleichventils auf irgendeine
Weise, z. B. durch Stillsetzen der Pumpen, herabgesetzt wird.