DE89654C - - Google Patents

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DE89654C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01LSHOEING OF ANIMALS
    • A01L7/00Accessories for shoeing animals
    • A01L7/04Solid calks or studs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Clamps And Clips (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht in einem Griff für Hufeisen und bezweckt, die Befestigung des Griffes im Hufeisen mittelst eines Schliefskeiles in der Weise zu bewirken, dafs der nach unten aus dem Eisen hervorstehende flache Theil des Keiles angezogen und gegen das Hufeisen nach rückwärts umgebogen und angedrückt wird, während andererseits zur Herausnahme des Griffes aus dem Eisen ein einfaches Abdrücken des flachen Keilendes vom Hufeisen und ein geringes Nachinnendrücken des Keiles genügt, um den Griff mit dem Keile von selbst aus dem Eisen herausfallen zu lassen.
, Die vorliegende Griff- und Keilconstruction besitzt demnach den für Einsteckstollen bisher bekannt gewordenen Constructionen mit Schliefskeilen gegenüber, die Vortheile, dafs einmal der Griff im Hufeisen durch Andrücken des Keilendes gegen das Eisen befestigt wird, und dafs zweitens der Keil zum Herausnehmen des Griffes nur gegen den letzteren hingedrückt und ein wenig angehoben zu werden braucht, so dafs der Keil selbst mit dem Huf des Thieres nicht in Berührung kommt und daher weder der Huf beschädigt, noch dem Thiere überhaupt Schmerz verursacht wird.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Theil eines mit demselben ausgestatteten Hufeisens von der unteren- Seite aus gesehen, während
Fig. 2 eine Schnittansicht nach Linie x-x (Fig. 1) durch das Hufeisen, ohne Griff und Keil, darstellt.
Fig. 3 zeigt die Form des Griffes im Längsschnitt und
Fig. 4 in Ansicht.
Fig. 5 schliefslich ist die Schnittansicht nach Linie x-x (Fig. 1) durch das Hufeisen mit in demselben befindlichen Griff und Keil.
In diesen Figuren ist mit A das Hufeisen, mit B der Griff und mit C der Keil bezeichnet. Das Hufeisen ist zur Aufnahme des Griffes mit einer vortheilhaft die Gestalt eines Rechteckes besitzenden Durchbrechung D versehen, an welche sich nach rückwärts eine kleinere, ebenfalls rechteckige Aussparung E mit nach unten und vorn abgeschrägter Rückfläche anschliefst, wie namentlich aus Fig. 2 ersichtlich ist. .
Der in die Oeffnung D des Hufeisens einzuführende obere Ansatz des Griffes B ist der Oeffnung entsprechend gleichfalls von rechteckigem Querschnitt, trägt jedoch in der Mitte der Rückseite eine Nuth F mit, wie aus Fig. 3 ersichtlich, schwach nach unten und vorn abgeschrägter Rückfläche und ebenfalls abgeschrägter Grundfläche G,
Bei eingeschobenem Griff lassen die beiden schräg zu einander gerichteten Rückflächen der Hufeisenaussparung E und der Griffnuth F einen nach unten sich verjüngenden Spielraum H frei, wie. in Fig. 5 gezeigt ist. Wird nun in diesen Spielraum der Keil C eingesetzt und sein unteres flaches Ende c in der in Fig. 5 veranschaulichten Weise angezogen und gleichzeitig nach rückwärts gegen das Hufeisen A hingebogen, so wird der Keil kräftig zwischen dem Hufeisen und dem Griff festgeklemmt.
Um nun einen wie vorbeschrieben gestalteten Griff in ein am Huf des Thieres befindliches Eisen einzusetzen, hat man nur nöthig, den Keil C in die Nuth F des Griffes B so einzusetzen, dafs der obere Theil des Keiles etwas über die obere Griff kante hervorsteht, und das Ganze in die Oeffnung D des Hufeisens einzuschieben. Giebt man dann Keil und Griff frei, so fallt der Keil C durch sein Eigengewicht in dem Zwischenräume zwischen den beiden schräg zu einander stehenden Rückflächen nach abwärts und. klemmt sich im Spielraum H fest. Durch Nachabwärtsziehen des unteren Keilendes c und Umbiegen desselben gegen das Hufeisen A hin wird in der in Fig. 5 gezeigten Weise und wie bereits erwähnt der Griff dauernd im Hufeisen befestigt.
Um einen solchen Griff wieder aus dem am Huf befindlichen Eisen zu lösen, hat man nur nöthig, das untere Keilende c wieder vom Griff abzudrücken und ein wenig zu heben bezw. in abgenutztem Zustande des Griffes den Keil ein wenig zu heben, worauf dann Keil und Griff zusammen aus dem Eisen herausfallen und in der beschriebenen Weise durch neue ersetzt werden können.
Weder beim Einsetzen noch beim Herausnehmen der Griffe kommt der Keil C mit dem Huf des Thieres selbst in Berührung, und es wird daher weder der Huf beschädigt, noch auch dem Thiere Schmerz bereitet. Um zu verhindern, dafs sich die Einstecköffhung D E durch Anschlagen des Hufes an harte Gegenstände erweitert, wird in das Hufeisen vortheilhaft eine mit entsprechender Oeffnung versehene Stahlplatte P eingeschweifst.
Die vorliegende Griffconstrucfion hat den bekannten Einsteckstollen mit Schliefskeil gegenüber aufser den bereits genannten noch den weiteren Vortheil, dafs beim Andrücken des Griffes gegen Steine oder dergl. harte Gegenstände das untere Keilende c nach rückwärts gegen das Hufeisen angedrückt, der Griff also eher fester geklemmt als gelockert wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Schliefskeilbefestigung für Einsteckgriffe, welche dadurch, ohne das Hufeisen abzunehmen, jederzeit lösbar wird, dafs der Keil zwischen seiner nach oben gerichteten Basis und der Huffläche des Eisens den der Schrägung der Keilnuth (E F) entsprechenden Spielraum (H) läfst, so dafs der Schliefskeil um diesen Betrag verschoben werden kann und das spitze Ende (c) des Schliefskeiles beim Auswechseln als Handgriff und für den Gebrauch umgebogen als Sicherung wirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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