DE896480C - Magnetische Hemmung fuer Uhrwerke - Google Patents

Magnetische Hemmung fuer Uhrwerke

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DE896480C
DE896480C DEJ4721A DEJ0004721A DE896480C DE 896480 C DE896480 C DE 896480C DE J4721 A DEJ4721 A DE J4721A DE J0004721 A DEJ0004721 A DE J0004721A DE 896480 C DE896480 C DE 896480C
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DE
Germany
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magnetic
escapement
wheel
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inhibition
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Expired
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DEJ4721A
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English (en)
Inventor
Kurt Baeuerle
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E H HELMUT JUNGHANS DR ING
Gebr Junghans AG
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E H HELMUT JUNGHANS DR ING
Gebr Junghans AG
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C5/00Electric or magnetic means for converting oscillatory to rotary motion in time-pieces, i.e. electric or magnetic escapements
    • G04C5/005Magnetic or electromagnetic means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Micromachines (AREA)

Description

  • Magnetische Hemmung für Uhrwerke Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der magnetischen Hemmungen für Uhrwerke, insbesondere für pendel- und unruhgesteuerte Uhren.
  • Die Vorteile der bekanntgewordenen magnetischen Hemmungen für Uhren liegen hauptsächlich darin, daß derartige Hemmungen eine sehr geringe Reibung besitzen und weiter einen leisen Gang des Uhrwerkes erzielen lassen. Trotz dieser und verschiedener anderer Vorteile haften jedoch den bisher bekanntgewordenen magnetischen Hemmungen gewisse Mängel an, die ihrer weiteren Ein-In die Praxis entgegenstehen.
  • So treibt bei den bisher bekanntgewordenen magnetischen Hemmungen das Hemmrad die Hemmung beim Hinun@dhersrlhwinägen nicht mit gleichem Drehimpuls an, weil der Hebelarm der letzteren beim Schwingen sich ändert. Dies bedeutet, daß das antreibende Räderwerk, das an sich das Bestreben hat, sich kontinuierlich weiterzudrehen, stärker am langen Hebelarm der magnetischen Hemmung gehalten bzw. gehemmt wird als am kurzen. Dadurch ergibt sich die Gefahr des unregelmäßigen Laufes bzw. des Durchgehens des Hemmrades.
  • Weiter bieten die bisher bekanntgewordenen magnetischen Hemmungen keine einfache Möglichkeit der Justierung :der magnetischen Kopplung von Hemmung und Hemmrad. Ein weiterer Nachteil derselben ist, daß die bisher in der Uhrentechnik verwendeten Formen und räumlichen Anordnungen der mechanischen Hemmungen verlassen sind, was sich sowohl bei Pendeluhren als auch bei Taschenuhren mit magnetischer Hemmung ungünstig in bezug auf Raumökonomie und fabrikatorische Herstellung erweist. So arbeiten z. B. die Taschenuhren, die mit einer an einer Zungenfeder getragenen, hufeisenförmig ausgebildeten magnetischen Hemmung ausgestattet sind, mit Schwingungszahlen von etwa 3ooo Schwingungen je Minute, also etwa zwanzig- bis dreißigmal mehr, als es sonst bei Taschenuhren mit mechanischer Hemmung üblich ist.
  • Um sich von den genannten Nachteilen frei zu machen, sieht die Erfindung vor, daß ein Hemmrad, welches an seinem Umfang eine wellenförmige Bahn hoher Permeabilität besitzt, mit einer derartig ansgeMlid#--ten: s#chwin#genden magnebi-sehen Hemmung zusammenwirkt, daß die Pole der magnetischen Hemmung infolge ihres Abstandes an Abschnitten der Wellenhahn des Hemmrades angreifen, die um eine ungerade Anzahl halber Wellenlängen auseinanderliegen.
  • Dadurch wird erreicht, daß, wenn der eine Pol der Hemmung sich beim Drehen des Hemmrades am stärksten der Achse des Rades genähert hat und mit kleinstem Hebelarm wirkt, sich der andere Pol am stärksten von der Achse entfernt hat und mit größtem Hebelarm wirkt. Dabei ist zweckmäßig ,die schwingende Hemmung als ranker- bzw. hufeisenförmig ausgebildeter Magnet mit geeigneten Polstücken aus Weicheisen ausgebildet. Das magnetische Hemmrad besteht zweckmäßig aus einem mit geeigneten Ausstanzungen und Zahnungen versehenen Rad aus magnetischem Material geringer Hysterese (Weicheisen), dessen Ausstanzungen und Auszahnungen die erwähnte magnetische Wellenbahn bilden. Zweckmäßigerweise liegt die magnetische Hemmung vollständig auf der einen Seite der Ebene des magnetischen Hemmrades, wodurch die Möglichkeit einer einfachen und genauen Justierung der magnetischen Kopplung von Hemmung und Hemmrad :gegeben ist. Um einen möglichst gleichmäßigen Gang des Antriebssystems zu erreichen, empfiehlt es sich, das magnetische Hemmrad nicht starr, sondern mittels einer Spiralfeder mit dem Laufrad zu koppeln.
  • Ausführungsformen der Erfindung sind in acht Beispielen gezeigt. Es zeigt Fig. i die Anordnung von Anker und Polrad für Magnetpendelhemmungen in Vorderansicht, Fig.2 eine Seitenansicht der Magnetpendelhemmung, teilweise geschnitten, F ig. 3 die Anordnung von Anker, Polrad und Unruh für eine Unruhhemmung, Fig.4 eine Seitenansicht der Magnetunruh= hemmung, teilweise geschnitten, Fi.g.5 die Anordnung eines Regulierhebels für die Magnetunruhhemmung nach Fig. 3 und 4 in Seitenansicht, Fig. 6 die Vorderansicht zu Fig. 5, Fig. 7 und 8 Teilansichten zu den Fig. 5 und 6. In Fig. i ist der Anker mit i bezeichnet und das Polrad mit 2. Der Aalaar i Ist als, plermanembeor Magnet ausgebildet. An seinen beiden Enden sind zwei Polstücke 3 und 4, die aus Weicheisen gefertigt sind, aufgesetzt.
  • Bei der Schwingbewegung des Ankers i werden die sich ständig ändernden Hebelarme annähernd ausgeglichen, und zwar dadurch, daß sich der eine Pol radial nach außen bewegt, wenn sich der andere Pol radial nach innen bewegt. Mit anderen Worten: Wenn sich der eine Hebelarm verkürzt, verlängert sich der andere Hebelarm, so daß die resultierende Kraft annähernd konstant bleibt. Zwei Sicherungsstifte 5 und 6 sind vorgesehen, die über die Zähne des Hemmrades abwechselnd hinweggreifen, ohne dieselben zu berühren, und beim Aufziehen und Zeigerstellen das Hemmrad sicher festhalten.
  • Ein weiterer Vorteil der Anordnung ist die Möglichkeit der Einstellung des Luftspaltes zwischen Hemmrad und Polrad. In Fig. 2 ist der Luftspalt mit a bezeichnet. Der Luftspalt wird reguliert durch die Schrauben 7 und 8, auf welche Deckscheiben 9 und iö aufgepreßt sind. Die Deckscheiben 9 und io werden vorzugsweise aus Stahl gefertigt, gehärtet und poliert. Die Zapfenenden, welche durch die Deckscheiben begrenzt werden, sind mit einer Arrondierung versehen. Die Begrenzung ist also im Prinzip ähnlich wie die Zapfenbegrenzung einer Taschenuhrunruhwelle mittels Stahldeckscheibe oder Deckstein. Bei der erfindungsgemäßen Maignethemmung :ist es nicht unbedingt erforderlich, daß die Ankerwelle und die Polra-dwelle beiderseits, d. h. ain beiden Zapfenenden, mit Deck- bzw. Begrenzungsscheiben versehen werden, da durch die magnetischen Kräfte automatisch die Begrenzung an .den gegenüberliegenden Zapfen beider Wellen bewerkstelligt wird. Die Einstellung des Luftspaltes ist für die Massenfertigung sehr wesentlich, da durch die Fabrikationstoleranzen z. B. Unterschiede In der Zugfederkraft, Reibung, Magnetkraft usw. entstehen.
  • Es ist zu bemerken, daß die Begrenzungsscheiben zur Einstellung des Luftspaltes zwischen Hemm rad und Hemmung zugleich auch zur Reibungsverminderung beitragen. An und für sich würde zur Luftspalteinstellung bereits eine Deckscheibe, z. B. Scheibe 9, ausreichen. Dann wäre jedoch erhöhte Reibung bedingt, da dann -die Ankerwelle mit der Zapfenschuilter gegen die Platine drücken würde.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, hat die erfindungsgemäße Magnethemmung für Pendelwh ren die hlaseische Forangebung der meohaniiiscihem Ankerhemmung. Die Enden des Ankers bzw. die Magnetpole 3 und 4 kann man mit der Ein- und Ausgangspalette eines Ankers vergleichen. Es ist die mechanische Hemmung des Ankers durch die magnetische Hemmung bei entsprechender Formgebung ersetzt zu denken.
  • Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß eine normale Ankerwelle i i, Ankerwellenbuchse i2 und Pendelwe-iser 13 verwendet werden können. An Stelle eines Blech- oder Massivhakens ist der Magnetanker i an der Welle befestigt. An Stelle des normalen Gangrades. ist das Polrad 2 auf der normalen Gangradwelle 14 aufgenietet. Pendelfeder 15 sowie das nicht dargestellte Pendel ist in normaler Ausführung.
  • Zusammenfassend sei nochmals wiederholt, daß die Pendelfeder, das komplette Pendel, der Pendelweiser, Ankerbuchse und Ankerwelle sowie Gangradwelle der normalen Uhren verwendet werden können und nur an Stelle des Gangrades, des Blechankers, Massivankers oder Grahamankers der Magnetanker mit Polen und das Polrad eingebaut werden, wobei bei den beiden letzteren Teilen die klassischen Formen des bekannten Uhrenganges beibehalten sind. Ähnliche Gesichtspunkte zeigt eine Magnethemmung für Wecker und Taschenuhren (s. Fig.3 und 4). Bei den bekannten Ausführungen derartiger Magnethemmungen sind Zungenfedern verwendet. Die Erfindung sieht eine Unruh vor, deren Schwingungszahl größer ist als die Schwingungszahl von Taschen- und Armbanduhren, jedoch eine kleinere Schwingungszahl als die erwähnte Zungenfeder hat. Der Magnet ist konzentrisch als Unruhring ioo ausgebildet, und seine Erden sind mit Polstücken ioi und io2 aus Weicheisen versehen, die wie bei der oben beschriebenen Magnethemmung für Pendeluhren einseitig an gegenüberliegenden Polbahnen des Polrades angeordnet sind. An einer aus unmagnetischem Metall gefertigten Brücke 103 ist der Magnet bzw. Unruhring ioo und die Unruhwelle io4 mit Buchse 105 befestigt. Auf die Unruhwelle i o4 ist eine Spirale i o6 in bekannter Art aufgesetzt, deren Ende am Spiralpföstchen 107 befestigt ist. Der Magnet ioo wird vorzugsweise im Stanzverfahren aus Magnetstahl gefertigt. Nach dem Härten können Distanzänderungen der Pole durch Verziehen auftreten. Distanzabweichungen werden berichtigt durch das Zusammennieten der Teile ioo, ioi, i02 und 103. Die Brücke 103 .dient also nicht nur als Träger für den Unruhring, sondern auch zur Distanzberichtigung der Pole. Der Unruhring kann natürlich auch im Preßverfahren bzw. aus Sintermagnetstahl gefertigt werden.
  • Der Luftspalt zwischen Magnetpolen ioi, i02 und Polrad i08 ist mit a bezeichnet. Der Luftspalt kann hier ebenfalls bequem korrigiert werden durch die Körnerschrauben i09. Die dargestellte Lagerung ist nur als Beispiel anzusehen. Es kann auch jede sonstige geeignete Lagerung, z. B. Zapfenlagerung mit Begrenzung, wie in Fig. 2 dargestellt, in Anwendung kommen.
  • In der Brücke 103 sind die ;Sicherungsstifte i io, i i i eingenietet. Die Funktion der Sicherungsstifte ist dieselbe wie bei der oben beschriebenen Pendelhemmung.
  • Auch bei dieser Magnethemmung für Wecker und Taschenuhren usw. ist der Aufbau weitgehendst den mechanischen Unruhhemmungen angepaßt. Sämtliche Gangteile befinden sich wie bei einer mechanischen Hemmung auf parallel angeordneten Achsen.
  • Ein weiteres wesentliches Merkmal der Magnethemmungen, insbesondere für die Schnellschwingersysteme, ist die Anordnung einer elastischen Kupplung. In Fig. 4 ist die Kupplungsfeder mit 112 bezeichnet. Das Polrad io8 mit Buchse 113 ist fest auf der Welle 114 befestigt. Das Triebrad i 15 ist auf dem Ansatz 114a der Welle 11,4 lose gelagert und durch ein Scheibchen i 16 axial gegen Verschieben begrenzt. Die beiden rechtwinklig abgebogenen Enden der Feder i 12 sind mit der Buchse 113 und mit dem Triebrad 115 gekuppelt, bzw. ein Ende greift in eine Bohrung der Buchse 113 ein und das andere Federende zwischen zwei Triebzähnen. Durch die zwischengeschaltete Schraubenfeder 112 wird das Hemmrad immer elastisch angetrieben, und ein schrittweiser Ablauf des Hemmrades ist dadurch ermöglicht, ohne das ganze Räderwerk ruckartig abzustoppen. Die elastische Kupplung kann auch bei der Magnetankerhemmung für Pendeluhren eingebaut werden, jedoch ist der Einbau bei diesen Hemmungen nicht so sehr erforderlich, da das Polrad der Pendelhemmung langsamere Bewegungen ausführt.
  • Es wird weiterhin in Vorschlag gebracht, zwecks besseren Anlaufens der Schnellschwingerrnagnethemmungdie Zähnedes Polrades mit Hebflächen zu versehen, so daß ider Magnetschwinä r bzw. :die Unruh an .den Sicherungsstiften so lange mechanisch in Schwingung versetzt wird, bis die Magnetpole der Wellenbahn des Polrades folgen können und der weitere Antrieb magnetisch erfolgt.
  • In Fig. 3 ist das Polrad mit Hebfiächen lo8a zu ersehen. Wenn die Uhr aufgezogen wird, so können durch die Rückstoßkräfte des Aufziehens die Hebflächen 108a des Polrades i08 gegen die Sicherungsisüifte i io, ri i anlaufen und die Unruh noo in Schwingung versetzen. Es ist ferner zweckmäßig, auf eine verlängerte Welle des Laufrades 117, welches mit dem Polradtrieb 115 im Eingriff steht, einen kleinen gerandelten Knopf aufzusetzen. Dadurch kann der Anlauf auch von Hand gestartet werden.
  • Allgemein sei noch bemerkt, daß. die in den Zeichnungen dargestellten Ankerformen nur Beispiele darstellen. In Fig. i greifen die Pole 3 und 4 über dreieinhalb Zahnteilungen. Die Pole könnten ebenso weiter anzseiinandergesetzt werden., so daß der Eingriff über Zähne erfolgt. Ebenso könnte beispielsweise der Anker i, aus nichtmagne-ti-schem Metall gefertigt werden und hinter dein Anker i beispielsweise ein gerader, permanenter Magnetstab miit den aus Wedicheisen gefertfigten Polen 3 und 4 auifgenietet werden. In dneisem Fall würde der Anker i nur als Träger für den Magnet und für die Pole dn!enen. Der Anker i und die Pole 3 und 4 können auch aus einem Stück aus Magnetstahl gefertigt sein, z. B. aus gesintertem Magnetstahl im Preßverfahren. Auch bei dem Schnellschwinger nach Fig. 3 und .4 kann der Magnet beliebige Formen erhalten, d. h. derselbe braucht nicht unbedingt die Form eines Unruhringes ioo aufzuweisen. Der Magnet könnte in diesem Fall die Form wie der Anker in Fig. i haben, wobei ein Gegengewicht aus nichtmagnetischem Metall zum Schwerpunktausgleich angeordnet ist. Die Regulierung bei den Schnellschwingern kann wie bei den mechanischen Unruhhemmungen erfolgen, d. h. durch einen Spiralweiser, durch welchen in bekannter Weise die Länge der Spirale verkürzt oder verlängert werden kann. Da der magnetische Schnellschwinger immerhin. eine größere Schwingungszahl besitzt als die Schwingungen einer mechanischen Unruhhemmung, so ist die Regulierung durch Spiralweiser, d. h. durch Verkürzen und Verlängern der Spirale, nicht so hoch empfindlich, da die Spirale eines Schnellschwingers in der Regel sehr kurz ist.
  • Es sind bereits Reguliereinrichtungen auf magnetis;aher Basis bekannt, :bei idenen -eine in oder Nähe des Magneten befindliche Eisenschraube oder ein Eisenplättchen verstellt wird. Eine geeignete Reguliereinrichtung, die im Prinzip die Form eines Spiralweisers aufweist, jedoch nicht im Unruhmittelpunkt, sondern im Polradmittelpwnkt gelagert ist, zeigt Fig.5 bis B. Der aus Weicheisen gefertigte Regulierhebel ist mit Zoo bezeichnet. Der Regulierhebel Zoo kann an seinem rechtwinklig umgebogenen Arm 2ooa von Hand verstellt werden. Im Bereich des Polrades ist in rechtwinkliger Abbiegung ein konzentrisch gebogener Lappen 2oob angeordnet. An dem konzentrisch gebogenen Lappen 2oob befinden sich zwei Pole 200e und 2ood. Wenn .die Pole 2ooc und 2ood den Polen ioi und io2 gegenüberstehen, wie dies in Fig. 5 und 6 dargestellt ist (der Polabstand 2oo,# und 20011 ist gleich dem Polabsitasvd iloi, i02), so findet die größte Kraftlinienablenkung statt. Mit anderen Worten,: sämtliche aus den Polen Bibi, io2 aus- und eintretenden Kraftlinien fließen nicht nur durch das Polrad, sondern zum großen Teil auch durch 2ooc, 2oob und 2ood. In Fig. 5 ist der Kraftlinienverlauf schematisch dargestellt.
  • Wenn nun der Regulierhebel bzw. die Pole 2ooc, 2ood aus dem Bereich der Pole ioi, io2 gedreht werden, findet keine so große Kraftlinienablenkung statt, wodurch die Schwingungszeit beeinflußt wird.
  • Bei der Reguliereinrichtung weist also der wirksame Regulierteil des Regulierhebels zwei Pole auf, die der Entfernung der Magnetpole entsprechen, so daß in Maximalstellung, d. h. wenn die Pole gegenüberstehen, ein vollständiger Krafblinienfluß mit nur geringen Luftspalten besteht. Es kann dadurch eine Grob- und eine Feinregulierung erreicht werden, je nachdem ob, die Pole 2ooF timid 2oo@d des Regulierhebels sehr weit von den Polen ioi und io2 entfernt sind oder sehr nahe gegenüberstehen. ,Bei den bisher bekannten Reguliereinrichtungen ist .dies nicht der Fall, da eine große Streuung der Kraftlinien vorhanden ist.
  • Eine andere Möglichkeit der Regulierung besteht -darin, daß von der Platine i2o (Fig. q.) aus ein Weicheisenstift in das Streufeld des Magneten ioo durch Hineinschrauben gebracht wird, derart, daß der Stift dem Magneten in der durch die Achsen i04. und 114 bestimmten Symmetrieebene mehr oder minder genähert werden kann. Er unterstützt dann die Wirkung der Feder 1o6 je nach seiner Einstellung in stärkerem oder geringerem. Maße, da durch ihn eine zusätzliche Kraft resultiert, welche das Bestreben hat, den schwingenden Magneten ioo in eine symmetrische Lage, d. h. seine Ruhelage, zu zwingen.
  • Bemerkt sei noch, daß durch die neue Magnethemmung mit Schnellschwinger die Lagenempfindlichkeit beseitigt ist, .die bei den bekannten Magnetschwingern mit Zungenfeder vorhanden ist. Wenn die Uhr mit Zungenfeder sich nicht in Normalstellung befindet, wird die einwandfreie Schwingung der Zungenfeder infolge ihres Eigengewichtes und dementsprechender Verlagerung beeinflußt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Magnetische Hemmung für Uhrwerke, insbesondere Pendel- und Unruhuhren, dadurch gekennzeichnet, daß ein an seinem Umfang eine wellenförmige Bahn hoher magnetischer Permeabilität aufweisendes Hemmrad und eine magnetische Hemmung mit derart auseinanderliegenden Polen bzw. Polstücken vorgesehen ist, daß dieselben an Abschnitten der Wellenbahn des Hemmrades angreifen, welche um ein, ungerades Vielfaches einer halben Wellenlänge auseinanderliegen.
  2. 2. Magnetische Hemmung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Hemmrad ein mit Ausstanzungen und Auszahnungen versehenes Rad aus; magnetischem Material vozgesehen ist und der Abstand der Polstücke der zweckmäßig anker- oder hufeisenförmig ausgebildeten Hemmung ein ungerades Vielfaches eines halben Zahnabstandes beträgt.
  3. 3. Magnetische Hemmung nach Anspruch i oder 2, adiadureh gekennzeichnet, daß die maignebischae Hemmung in einer paaral@lled zur Ebene des Hemmrades liegenden Ebene schwingt. q..
  4. Magnetische Hemmung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Justierung des Abstandes der Polstücke von Odem magnetischen Hemmrad in Form von vorzugsweise beiderseitig wirkenden Mitteln zur axialen Verschiebung von Hemmrad und/oder Hemmung vorgesehen sind.
  5. 5. Magnetische Hemmung nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an der ankerförmig ausgebildeten Hemmung Stifte angeordnet sind, welche in den Extremlagen der Hemmung in die Außenverzahnungen des Hemmrades eingreifen und ein Durchgehen ,des Hemmrades beim Aufziehen verhindern.
  6. 6. Magnetische Hemmung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Hemmung als ein hufeisenförmiger, den Unruhring bildender Magnet mit einer,sich zur Achse der Unruh hin erstrecken-,den Überbrückung aus rnichtm;aagnetischem Material besteht.
  7. 7. Magnetische Hemmung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das magnetische Hemmrad mit den Zahnrädern des Antriebes über eine Spiralfeder (11,2, Abb. q.) elastisch gekoppelt ist. B. Magnetische Hemmung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Gangregulierung ein der schwingenden magnetischen Hemmung näherbarer magnetischer Körper als magnetisch wirkende Regulierungsvorrichtung vorgesehen ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1102656B (de) * 1954-02-05 1961-03-16 Siemens Ag Magnetische Hemmung fuer Zeitwerke, Uhren od. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1102656B (de) * 1954-02-05 1961-03-16 Siemens Ag Magnetische Hemmung fuer Zeitwerke, Uhren od. dgl.

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