DE89613A - - Google Patents

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DE89613A
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Werden Flüssigkeiten in offenen Gefäfsen gekocht oder auch nur erwärmt, so geht diejenige Wärme verloren, welche zur Dampfentwickelung nothwendig ist; andererseits entweichen mit dem Dampf Materien, um welche sich die zu kochenden Flüssigkeiten verringern.
Weiter tritt beim Kochen von fetthaltenden Flüssigkeiten der Uebelstand auf, dafs sich die Fettsubstanzen auf der Oberfläche sammeln und dort eine zusammenhängende Kruste bilden, wodurch der Ausströmung des Dampfes ein Hindernifs entgegengesetzt wird, bis der Dampf die Kruste durchbricht, was ein Ueberlaufen zur Folge hat.
Diese Uebelstände sollen durch den vorliegenden Deckel beseitigt werden, welcher auch zugleich die im Dampf enthaltene Wärme auszunützen geeignet ist.
Ausführungsformen dieses Deckels sind in der beiliegenden Zeichnung im Querschnitt dargestellt.
Der Deckel nach Fig. 1 besteht aus einem Gefäfs a, in welches behufs Erreichung des oben angeführten Zweckes ein nach unten offener Hohlkörper b eingebaut ist.
Dieser Hohlkörper kann in mannigfachen Formen, wie Cylinder-, Prisma-, Pyramiden-^ Halbkugel-, Schlangenform, zur Anwendung gelangen, doch eignet sich hierzu besonders ein Hohlkörper von der Form eines Kegelstutzens mit der breiteren Basis nach unten.
Dieser Deckel wird auf gewöhnliche Kochgefäfse d oder auch auf gröfsere Kochvorrichtungen, wie Kochkessel, welche in verschiedenen Industriezweigen zu verschiedenen Zwecken (Eindicken, Eindampfen von dicken Flüssigkeiten, Kochen etc.) Verwendung finden, entweder einfach dicht schliefsend aufgesetzt, wobei es sich empfiehlt, den unteren Rand des Gefäfses nach den Linien e oder f zu begrenzen, um es für verschieden grofse Kochtöpfe oder Kochkessel verwenden zu können, oder es reicht bis an den Boden des Kochgefäfses, wobei selbstredend dessen Seitenwände länger gehalten werden müssen.
Der im Gefäfs d gebildete Dampf steigt nach aufwärts und erfüllt den Hohlkörper b, der ringsum von einer Kühlflüssigkeit (Wasser) umgeben ist; dadurch wird der Dampf unter Abgabe seiner Wärme an die Kühlflüssigkeit condensirt und das Dampfwasser fliefst in den Kochkessel d zurück. Dadurch wird einerseits die Dampfwärme ausgenutzt, andererseits bleibt die Quantität, in manchen Fällen dann auch die Qualität der Kochflüssigkeit dieselbe.
Soll das Dampfwasser nicht mehr in das Kochgefäfs zurückfliefsen (z. B. beim Einsieden), so wird dasselbe aufgefangen und durch einen Hahn zeitlich abgelassen. Dies wird in Fig. 2 durch Anordnung zweier in einander geschobener Hohlkörper (Kegelstutzen b und c) erreicht, in deren Zwischenraum der Dampf condensirt und das Wasser von Zeit zu Zeit durch einen Ablafshahn g abgelassen wird.
Die im Gefäfs α enthaltene Kühlflüssigkeit wird durch den Dampf erwärmt, deren Temperatur bleibt aber immer unter der des Kochgefäfses, da ihr Wärme durch Verdampfen entzogen wird.
Bei fetten hautbildenden Flüssigkeiten (Milch) tritt ein weiterer Uebelstand, das Uebergehen oder »Laufen« auf, der seine Ursache in der
sich auf der Oberfläche bildenden Kruste hat. Derselbe wird durch den vorliegenden Deckel dadurch beseitigt, dafs man die Kruste, wenn sie durch den im Innern der Flüssigkeit gebildeten Dampf gehoben wird, an scharfe Kanten anprallen lä'fst, wodurch sie zerschnitten wird; : dadurch werden aber dem Dampf Auswege geschaffen, so dafs er wirkungslos entweichen kann. Zu diesem Zweck können scharfkantige Schienen oder Platten h von geradliniger oder krummliniger Form (Kreis, Quadrat, in der Zeichnung z. B. von Kreuzform) über dem Kochgefäfs b an dem Apparate a vorübergehend (durch Bügel Zz1 mit Scharnier Zz2) oder bleibend befestigt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein gefäfsartiger Deckel für Kochkessel, welcher zur Aufnahme von Kühlwasser dient und mit einem unten offenen Hohlkörper (b) ausgestattet ist, in welchem die aus dem Kessel aufsteigenden Dämpfe condensiren, um dann in den ersteren zurückzufliefsen.
    Eine Ausführungsform des im Anspruch ι gekennzeichneten Gefäfsdeckels, bei welcher in dem Hohlkörper (b) mit Abstand ein zweiter (c) steht, so dafs sich das Dampfwasser in dem Zwischenraum sammelt und aus diesem abgelassen werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.

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