DE89596C - - Google Patents

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DE89596C
DE89596C DENDAT89596D DE89596DA DE89596C DE 89596 C DE89596 C DE 89596C DE NDAT89596 D DENDAT89596 D DE NDAT89596D DE 89596D A DE89596D A DE 89596DA DE 89596 C DE89596 C DE 89596C
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salicylic
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/58Preparation of carboxylic acid halides
    • C07C51/60Preparation of carboxylic acid halides by conversion of carboxylic acids or their anhydrides or esters, lactones, salts into halides with the same carboxylic acid part

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Salicylsäure und ihre Derivate haben infolge ihrer pharmaceutischen Verwerthbarkeit von jeher ein eingehendes Studium erfahren.
Bei Darstellung zahlreicher Derivate hat man es stets ungemein störend empfunden, dafs sich leicht die Hydroxylgruppe an der Reaction betheiligt und infolge dessen unerwünschte Producte entstehen.
Wäre es möglich, mittelst Phosphorpentachlorid zu dem Salicylchlorid
„/CO Cl
zu gelangen, so könnten daraus eine Reihe werthvoller Producte ebenso bequem dargestellt . werden, wie mit Benzoylchlorid die Benzoylverbindungen, die auf anderem Wege nicht oder nur in schlechten Ausbeuten erhältlich sind. Diese Möglichkeit ist jedoch ausgeschlossen.
Es wurde nun die Beobachtung gemacht, dafs gewisse Disubstitutionsproducte der Salicylsäure von der Formel
COOH
OH
bei der Einwirkung von Phosphorpentachlorid glatt in die betreffenden Säurechloride
COCl
OH
übergehen, ohne dafs sich die Hydroxylgruppe mit Phosphoroxychlorid bei der Reactionstemperatur umsetzt. Die Hydroxylgruppe wird offenbar durch die beiden neben ihr stehenden, in 3,5-Stellung befindlichen negativen Gruppen vor der Einwirkung von Phosphoroxychlorid geschützt.
Es findet sich zwar in Beilstein's Handbuch (3. Aufl. II, S. 1503) eine beiläufige Angabe über einen analogen Verlauf der Reaction bei der (as)-m-Chlorsalicylsäure.
Diese Angabe, die sich überdies, wie die Originalpublication zeigt, auf keine Analyse, sondern nur auf eine Vermuthung stützt, ist nach den neueren Untersuchungen jedoch unzutreffend.
Wie sich gezeigt hat, entsteht nämlich nicht das Chlorid der Formel
U)
(5)
sondern eine phosphorhaltige Verbindung, nämlich das (as) - m - Chlorsalicylphosphoroxytrichlorid
P0 CZ2 (2) ' ..-
Sdp. 189 bis 1900 bei 15,5 mm Druck.
Dafs thatsächlich diese Verbindung vorliegt, ergab folgende Analyse :-,.-■■■. - :
i. 0,3175 g Substanz ergaben 0,1182 g P.2O7 Mg% = 0,0327 g = 10,27 pCt. P, berechnet PO C P
g
für C7 Jf3 CZ4PO3= 10,06 pCt. P,
2. 0,1516 g Substanz ergaben 0,2867 g Ag Cl == 0,0709 g = 46,76 pCt. Cl, berechnet für C7H, CZ4 PO3 = 46,10 pCt. Cl.
Dieses Resultat wird auch dadurch bestätigt, dafs die erhaltene Substanz sich durch vorsichtige Behandlung mit 3 .Mol. Wasser in die (as) - m - Chlorsalicylphosphorsäure
MCl-C H/C00H(i)
(si ^ υ6Λ3\ορογοί
überführen läfst, deren Zusammensetzung gleichfalls durch die Analyse festgestellt wurde.
Beispiel:
20,7 kg Dichlorsalicylsäure werden fein zerrieben mit 20,9 kg Phosphorpentachlorid gemischt und die freiwillig eintretende Reaction durch gelindes Erwärmen zu Ende geführt. Man destillirt sodann das entstandene Phosphoroxychlorid unter vermindertem Druck ab und krystallisirt den Rückstand aus Petroläther um, oder wäscht das Rohproduct mit kaltem Petroläther aus. Das Dichlorsalicylsäurechlorid bildet weifse prismatische Krystalle, die bei 79° schmelzen.
Ersetzt man in dem vorstehenden Beispiel die Dichlorsalicylsäure durch äquivalente Mengen analog constituirter Säuren, so gelangt man ebenfalls zu den entsprechenden Chloriden; so erhält man unter Anwendung von 22,8 kg Dinitrosalicylsäure das Dinitrosalicylsäurechlorid in Krystallen vom Schmelzpunkt 70 ° und unter Anwendung von 29,6 kg Dibromsalicylsäure das Dibromsalicylsäurechlorid in Krystallen vom Schmelzpunkt 87°.
In gleicher Weise kann die Bromnitrosälicylsäure(3 : 5), sowie dieBromnitrosalicylsäure(5 : 3) und die entsprechenden Chlorderivate in ihre Chloride übergeführt werden.
Das Chlorid der Bromnitrosalicylsäure (3 : 5) schmilzt bei 95 bis 96 °; das Chlorid der Bromnitrosalicylsäure (5 : 3) bei 56,5°. Die Chloride der Chlornitrösalicylsäure (3:5) und der Chlornitrösalicylsäure (5 : 3) sind bisher nicht im festen Zustande erhalten worden.
Mit Wasser gehen die Chloride in die Säuren, mit Alkohol in die Ester, mit primären und secundären Aminen in Amide über. Mit den Silbersalzen bilden die Chloride die Anhydride.
Die neuen Körper sind sehr reactionsfähig und finden speciell zur Darstellung von — pharmaceutischen Zwecken dienenden —-Amiden substituirter Salicylsäuren Verwendung.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung von Chloriden substituirter Salicylsäuren vom Typus
    COCl
    OH
    aus den entsprechenden substituirten Säuren durch Einwirkung von Phosphorpentachlorid.
  2. 2. Die specielle Ausführungsform des durch Anspruch 1 gekennzeichneten Verfahrens unter Verwendung nachstehender disubstituirter Salicylsäuren
    1. Dichlorsalicylsäure (1 : 2 : 3,5)
    2. Dibromsalicylsäure (1:2: 3,5)
  3. 3. Dinitrosalicylsäure (1 : 2 : 3,5)
  4. 4. Chlornitrösalicylsäure (1:2:3: 5)
  5. 5. Chlornitrösalicylsäure (1:2:5:3). .
  6. 6. Bromnitrosalicylsäure (1:2:3:5)
  7. 7. Bromnitrosalicylsäure (1 : 2 : 5 : 3).
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