DE895939C - Vorrichtung zum Walzen elektrischer Litzenleiter - Google Patents
Vorrichtung zum Walzen elektrischer LitzenleiterInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/02—Stranding-up
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Description
- Vorrichtung zum Walzen elektrischer Litzenleiter Bei der Herstellung elektrischer Kabel und Leitungen werden vielfach Litzenleiter verwendet, sei es in Form von Rundlitzen oder von sektorförmigen Litzen. Es ist schon bekannt, derartige Litzenleiter zur Erhöhung des Füllfaktors der Litze einem Walzprozeß zu unterwerfen, weil auf diese Weise bei gleichem Leiterquerschnitt der Aufwand für Isolier-, Ummantelungs- und Bewehrungsmaterial verringert werden kann, ohne daß die Biegsamkeit des Litzenleiters unzulässig stark abnimmt.
- Besonders bei der Herstellung von unrunden Leitern, insbesondere Sektorleitern, hat sich das Walzen bewährt, weil es so auf verhältnismäßig einfache Weise möglich ist, die Leiter zu verdichten und ihnen gleichzeitig die gewünschte Form zu erteilen. Dabei kann man die Leiter, wenn es für erforderlich gehalten wird, mit Verdrall herstellen, d. h. mit stetiger Profildrehung um die Leiterachse. Um das zu erreichen, ist es nötig, die gesamte Walzvorrichtung um die Leiterachse rotieren zu lassen, während der Leiter durch sie hindurchgezogen wird. Bei den Vorrichtungen dieser Art ist es auch schon bekannt, die Profilwalzen anzutreiben, und zwar unter Zwischenschaltung einer Schleifkupplung (vgl. z. B. Patentschrift 653 z62).
- Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Walzvorrichtung zu schaffen, welche es erlaubt, Litzenleiter zu verdichten, sei es zu Rund-oder zu Sektorleitern, und dabei verschiedene Nachteile der bekannten Vorrichtungen dieser Art vermeidet. Das Hauptmerkmal der Erfindung besteht darin, daß die Achsen der Rund- oder Profilwalzen nur auf einer Seite der Walze gelagert sind, und zwar zweckmäßig in zwei nebeneinanderliegenden Rollenlagern. Somit sind die Walzen an dem einen freien Ende der Walzenachse angeordnet. Eine solche Anordnung ist in Fig. i im Prinzip im Schnitt dargestellt.
- In Fig. i sind bezeichnet mit a die Walzen, wie sie beispielsweise zur Formung eines Sektorleiters benötigt werden, b die Achsen, äuf denen die Walzen sitzen, c die Kugellager, welche den Walzen benachbart sind, d die Kugellager, welche neben den Lagern c liegen, f die Vorrichtung, um die Walzen voneinander abzuheben, g die Rutschkupplungen auf den Walzenachsen,, h die Schneckenräder, über welche die Walzen angetrieben werden, m die Schneckenachse, von der aus h1 und h2 angetrieben werden, n ein Kegelrad, welches auf der Achse m sitzt.
- Die Teile der unteren Walze sind mit dem Index i, die der oberen Walze mit dem Index 2 versehen.
- Eine solche Walzvorrichtung hat den Vorteil, daß der Litzenleiter der Beobachtung und dem Zugriff in weit höherem Maße zugänglich ist als bei den bekannten Vorrichtungen, bei denen die Achsen der Walzen beiderseits der Walzen gelagert sind. Auch kann man den Leiter aus der Walzvorrichtung seitlich herausnehmen, nachdem man die Walzen voneinander abgehoben hat. Dies erleichtert die Beseitigung etwaiger Drahtbrüche u. dgl. Schließlich lassen sich auch die Walzenpaare leichter auswechseln, wenn man von einem Ouerschnittsprofil zu einem anderen übergehen will.
- Die Walzen werden in an sich bekannter Weise über eine Schleif- oder Rutschkupplung angetrieben. Während aber bei den bekannten Einrichtungen nur eine Rutschkupplung vorgesehen ist, die sich zwischen dem Antrieb und den starr gekuppelten Walzen befindet, ist erfindungsgemäß für jede Walze eine besondere Rutschkupplung vorgesehen. Dadurch wird vermieden, daß bei nicht genau übereinstimmendem Walzendurchmesser ein Gleiten oder Schaben der Walze auf dem Leiter eintritt. Dies ist deshalb wichtig, weil gleitende Walzen einen scharfen Grat auf dem Litzenleiter erzeugen, der z. B. zu Glimmentladungen in Hochspannungskabeln Anlaß geben könnte.
- Wie der Antrieb der Walzen im einzelnen zweckmäßig gestaltet wird; ist aus Fig. i und z ersichtlich. Der Antrieb der Walzen a (Fig. i) erfolgt über die Achsen b, die Rutschkupplungen g, die Schneckenräder h, die Schneckenachse m, das Kegelrad n, das Kegelrad h (Fig. 2), die Zahnräder o, p, q, weiter über die Ketten r, die Vorgelegewelle s, die Ketten v von der Hauptantriebswelle x aus. Das Zahnrad q sitzt auf einer Hohlwelle.
- Der Antrieb der gesamten Walzvorrichtung zur Erzielung .des Vordralles erfolgt über .das Zahnrad t in an sich bekannter Weise, ebenfalls über eine Vorgelegewelle y und eine Kette z von der Hauptantriebswelle x aus. Die ganze Vorrichtung ist zweckmäßig an einer runden Lagerplatte u befestigt, die auf Rollen w läuft.
- Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist es möglich, wie die Praxis bewiesen hat, erhebliche Verformungen vorzunehmen und zugleich den Füllfaktor der Litze erheblich zu erhöhen. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung eignet sich insbesondere dazu, normale Rundlitzen in einem Arbeitsgang zu Sektorlitzen zu verformen und dabei auf einen Füllfaktor von 93 % zu bringen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Walzen elektrischer Litzenleiter, insbesondere zur Herstellung von Sektorleitern mit oder ohne Vordrall, bestehend aus einem über eine Rutschkupplung angetriebenen Profilwalzenpaar, welches so angeordnet ist, daß es um die Leiterachse rotieren und dadurch eine stetige Profildrehung in der Litze bewirken kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen jeweils an dem einen freien Ende ihrer Achse angeordnet und diese Achsen nur auf einer Seite der Walze gelagert sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jede Walze über eine besondere Rutschkupplung angetrieben wird, die zweckmäßig auf der Walzenachse angeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Walzenachsen über Schneckenräder angetrieben werden und daß diese beiden Schneckenräder von einer gemeinsamen Schneckenachse angetrieben werden. q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch eine Abhebevorrichtung, die es erlaubt, die beiden Walzen voneinander zu entfernen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA5734D DE895939C (de) | 1944-10-11 | 1944-10-11 | Vorrichtung zum Walzen elektrischer Litzenleiter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA5734D DE895939C (de) | 1944-10-11 | 1944-10-11 | Vorrichtung zum Walzen elektrischer Litzenleiter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE895939C true DE895939C (de) | 1953-11-09 |
Family
ID=6920821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA5734D Expired DE895939C (de) | 1944-10-11 | 1944-10-11 | Vorrichtung zum Walzen elektrischer Litzenleiter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE895939C (de) |
-
1944
- 1944-10-11 DE DEA5734D patent/DE895939C/de not_active Expired
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