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Vorrichtung zum Einschleudern von Bergeversatz in ausgekohlte Grubenräume
Gegenstand des Patents 829 152 isst eine auf einem Fördermittel, wie einer
Schüttelrutsche od, dgl., angeordnete Vorrichtung zum Einschleudern von Bergeversatz
in ausgekohlte Grubenräume, der das Gut durch den Förderer in axialer Richtung zugeführt
wird, um in radialer Richtung ausgeschleudert zu werden.
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Die Versatzschleudervorrichtung nach dem Patent 829 i52 besteht aus
einem umlaufenden, sich von der Aufgabeseite des Gutes aus konisch erweiternden
Gehäuse, an welches sich ein festes zylindrisches Gehäuse anschließt, welches rückwärtig
durch einen mit dem umlaufenden Teil verbundenen Boden abgeschlossen ist. Das umlaufende
Gehäuse nimmt das ihm aufgegebene Gut durch Reibungsschluß unter gleichzeitiger
Beschleunigung mit, um es durch mit dem umlaufenden Gehäuse fest verbundene Leitorgane
in rückwärtiger Richtung nach der mittleren Zone .des zylindrischen festen Teils
zu führen, von wo es .durch eine Auswurföffnung desselben in tangentialer Richtung
abgeschleudert wird.
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Für die im Prinzip vorzügliche Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist
eine laufend gleichmäßige Zuführung des Versatzgutes aus dem Förderer, auf welchem
die Sehleudertrommel angeordnet ist, notwendig. Es hat sich nun gezeigt, daß diese
Forderung bei der im Hauptpatent beschriebenen Schletudervorrichtung nur unvollkommen
erfüllt wird, so daß es vielfach nicht möglich ist, die durch
das
neuartige Arbeitsprinzip derselben ermöglichte Leistung auszunutzen. Dieser Nachteil
beruht darauf, daß das Versatzgut durch das jeweils folgende Gut unter einem verhältnismäßig
hohen Reibungswiderstand in die Maschine gedrückt wird, was an der Eintrittsstelle,
insbesondere wegen der ungleichmäßigen Beschaffenheit des Versatzgutes hinsichtlich
Korngröße usw., zu Stauungen führt, so. daß die Maschine das Gut nicht aufnehmen
kann und dieses seitlich anderMaschine vorbei über die Ränder des Fördermittels
hinweggedrückt wird.
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Diese Schwierigkeiten werden durch die Erfindung beseitigt, die ihrem
Grundgedanken nach darin besteht, daß der Schleudertrommel eine Dosiervorrichtung
vorgeschaltet wind, durch die eine gleichmäßige Aufgabe des Gutes aus dem dieses
zuführenden Fördermittel gesichert wird. Diese Dosiervorrichtung besteht aus einer
fortlaufend gleiche Mengen zuführenden Transportschnecke, die in einem festen Gehäuse,
welches in das umlaufende Gehäuse der Maschine' einmündet, läuft. Die Schnecke wird
durch .die Antriebswelle der Schleudermaschine selbst angetrieben, und zwar vorzugsweise
über eine gelenkige Kupplung, so daß die Richtung des Schneckengehäuses jeder Schräglage
des Fördermittels angepaßt werden kann. Das Gehäuse ist zweckmäßig zweiteilig ausgebildet,
um durch Abheben des einen Gehäuseteils im Falle der Notwendigkeit die Schnecke
zugänglich machen zu können. -An ihrem vorderen Ende weist die Schnecke eine Räumvorrichtung
in Art eines mehrzahnigen Rechens auf, die gegebenenfalls mit der Schnecke umlaufen
kann und deren Zweck darin besteht, den Eintritt zu großer Stücke in die Schnecke
und damit in die Schleudervorrichtung zu verhindern und dadurch Störungen in der
Schleudervorrichtung zu vermeiden.
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An seinem dem Fördermittel benachbarten Ende ist das Mundstück des
Schneckengehäuses, welches in das Fördermittel mündet, dem Profil des Fördermittels
entsprechend ausgebildet, -damit das ankommende Fördergut erfaßt werden kann.
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Der hintere kreisrunde Rand des Schneckengehäuses wird entweder in
das uml.aufenide Schleudergehäuse eingeführt oder umgibt dieses.
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Dosierend wirkende Vorrichtungensind bei Bergeversatzmaschinen an
sich bekannt. So ist bei einer Schaufelmaschine, welche das Fördergut über Kopf
in der Zuführungsrichtung ausschleudert, eine stoßweise und derart abgemessene Zuführung
des Gutes durch einen Zubringer od. dgl. vorgeschlagen worden. Bei einer anderen
Maschine mit einer über . Kopf abwerfenden Wurftrommel soll durch im Verhältnis
zu der eines vorgeschalteten Bandförderers, der das Gut zuführt, größere Umfangsgeschwindigkeit
der Trommel gewissermaßen eine Auseinanderziehung des Gutes ebenfalls in dosierendem
Sinne erfolgen.
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In beiden Fällen handelt es sich um grundsätzlich andere Versatzmaschinen
als nach dem Hauptpatent und eine dementsprechend andere Ausbildung. und Wirkungsweise
der Dosiervorrichtung. ' In, den Abbildungen ist eine beispielsweise Ausführungsformder
Erfindung bei Verwendung einer Schüttelrutsche als Fördermittel dargestellt.
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Abb. @i zeigt einen Vertikalschnitt, Abib. 2 eine Aufsicht und Abb.3
eine Stirnansicht der neuen Versatzschleuder mit einer Schnecke als Dosiervorrichtung.
Die in den Abbildungen verwendeten Bezugszeichen entsprechen, soweit möglich, denen
des Patents 829 152.
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Abweichend von der Ausführungsform nach dem Patent 82,9 i5'2
ist gemäß ,der Erfindung das umlaufende Schleudergehäuse g, mit welchem seine rückwärtigeAbschlußw:and
i umläuft, nicht konisch, sonldern zylindrisch ausgebildet. Mit m ist das feste
zylindrische Außengehäuse, das den Spalt zwischen dem Schleudergehäuse g und seiner
Abschlußwandi abdeckt, bezeichnet. Von dem Antrieb der Maschine durch die Welle
h ist lediglich das Kupplungsgehäuse f, an welchem das Außengehäuse m fest
ist, angedeutet.
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Mit der Welle h über die gelenkige Kupplung u verbunden ist
die Schneckenwelle v, die mit der gleichen oder, unter Zwischenschaltung eines Reduziergetriebes,
einer geringeren Geschwindigkeit angetrieben werden kann als die Trommel g, deren
Umdrehungszahl, wie sich gezeigt hat, vergleichsweise niedrig bemessen werden kann.
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Die Schnecke v läuft in dem zweiteilig ausgebildeten Gehäuse w, in
dessen vorderem Ende sie bei x gelagert ist. Ihre Leistung kann außer durch ihre
Umlaufzahl durch -entsprechende Winkelstellung und Steigung der Schneckenflügel
geregelt werden.
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Die Übergabe des Schleudergutes aus dem Fördermittel kann gemäß Abb.
r unmittelbar in das Schneckengehäuse erfolgen oder auch in nicht dargestellter
Weise über eine die Bewegungen der Rutsche mitmachende, an dieser befestigte Übergabeschurre.
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Aus Abb. 2 und 3 sind ferner an der Auswurföffnung der Maschine vorgesehene
seitliche Führungsbleche t' ersichtlich, die oben und unten verstellbare Leitbleche
aufweisen, die es ermöglichen, den Streuwinkel wie auch die Wurfhöhe einzustellen.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die vorstehend beschriebenen
und in den Abbildungen veranschaulichten Ausführungsformen beschränkt, sondern es
sind zahlreiche Änderungen möglich, ohne von ihrem Grundgedanken abzuweichen. Insbesondere
kann natürlich,die Dosiervorrichtungauch durch andere als die im einzelnen beschriebenen
Vorrichtungen gebildet werden.