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Umlaufender Fadengeber Die Erfindung bezieht sich auf Fadengeber für
Nähmaschinen.
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Bei einer Doppelsteppstichnähmaschine, die eine auf und ab gehende
öhrnadel sowie einen damit zusammenarbeitenden umlaufenden Greifer und ein;. Spulenfadengehäusevorrichtung
hat, ist es notwendig, einen N adelfadengeber zu haben, welcher eine schnelle Fadengabe
bewirkt, ,die zeitlich so eingestellt ist, daß sie unmittelbar, nachdem der umlaufende
Greifer die Nadelfadenabwurfstellung erreicht hat, stattfindet. Der Fadengeber muß
dann ein-, verhältnismäßig langsame fadenpreisgebende Wirkung haben, wenn die Nadel
durch das Arbeitsstück niedergeht und bevor eine Nadelfadenschleife dem umlaufenden
Greifer dargeboten wird. Mat hat einem einfachen umlaufenden. Fadengeber lange Zeit
zuerkannt, die äußerst erwünschte Eigenschaft einer vollständigen Ausbalancierung
zur Erzielung eines ruhigen, vibrationslosen Arbeitens bei hohen Geschwindigkeiten
zu haben, da gegebenenfalls durch das einfache Hilfsmittel. der Hinzufügung eines
Ausgleichgewichts die Vorrichtung ausbalanciert werden kann. Ein einfacher umlaufender
Fadengeber, welcher einen einzelnen in einer Kreisbahn sich bewegenden und mit dem
Faden in ,Eingriff tretenden Teil hat, besitzt aber nicht die gewünschte verhältnismäßig
schnelle fadenaufnehmende und langsame fadenpreisgebende Wirkung. Zusammengesetzte,
umlaufende Fadengeber sind bereits vorgeschlagen worden, um diese
gewünschten
schnellen und langsamen Wirkungen zu gewährleisten, wobei diese Padengeber einen
zweiten mit dem Faden in Eingriff tretenden Teil aufweisen, der mit Bezug auf denn
in einer Kreisbahn bewegbaren und mit dem Faden in @ Eingriff tretenden Hauptteil
unterschiedlich bewegbar -ist.
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Von. :den zusammengesetzten bisher bekannten umlaufenden Fadengebern
mit .den gewünschten schnellen und. langsamen Einwirkungen auf den Faden ist keiner
vollständig ausbanlancierbar, mit Ausnahme der Doppelscheibenbauart, welche zwei
Fa:dengeberteile :hat, die mit verschiedenen Geschwindigkeiten umlaufen. Wenn auch
ein Fadengeber dieser letztgenannten Gattung die gewünschten schnellen und langsamen
Einwirkungen auf den Faden hat, so erfordert er zwei umlaufende Wellen für seine
Betätigung, und eine :dieser Wellen muß in ihren Lagern mit einer Geschwindigkeit
laufen, die mindestens doppelt so groß wie die Umlaufsgeschwindigkeit der Nadelantriebswelle
der Nähmaschine ist.
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Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines vereinfachten, vollständig
ausbalancierten Fadengebers von gedrungener Bauart, welche den Erfordernissen der
schnellen Fadenaufnahme und der langsamen Fadenpreisgabe einer mit hoher Geschwindigkeit
arbeitenden Doppelsteppstichnähmaschineentspricht.
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Ein anderer Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines N ähmaschinenfadengebers
von zusammengesetzter umlaufender Bauart, welcher zwei gleichzeitig und unterschiedlich
wirkende Fadengeberteile hat, die in vollständiger Ausbalancierung arbeiten und
durch eine vereinfachte Antriebsvorrichtung betätigt werden, wodurch ermöglicht
wird, daß der Fadengeber als eine Einheit unabhängig von der Nähmaschine zusammengesetzt
und an der Maschine als einheitliches Gebilde angebracht oder von ihr abgenommen
werden kann. Ein, weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines ausbalancierten,
zusammengesetzten, umlaufenden Fadengebers, der keine Welle hat, welche in ihrem
Lager mit einer Umlaufsgeschwindigkeit läuft, die größer als die Umlau.fsgeschwindigkeit
der Nadelantriebs«-elle der Maschine ist.
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Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung einesFadengebers,welcher
schnell und leicht einstellbar ist, um den Zeitpunkt des Beginns der Fadengeberwirkung
mit Bezug auf den Greifer zu ändern.
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In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar ist Fig. i eine senkrechte Schnittansicht durch eine Nähmaschine
mit den Merkmalender Erfindung; Fi-g. 2 ist eine hintere Ansicht der in Fig. i dargestellten
Maschine; Fig. 3 ist eine im vergrößerten Maßstab gezeichnete Schnittansicht durch
:den Kopf :der Maschine; Fig. 4 ist eine Endansicht der in den Fig. i und 2 dargestellten
Maschine; Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 der Fil->- 4; Fig.6 ist eine
Innenansicht der umlaufenden Fadengeberteile; Fig.7 ist eine schaubildliche Ansicht
des Gebläses zum Kühlen der Fad engeberteile.
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Die Fig. 8 bis 16 sind: Stirnansichten der Maschine und veranschaulichen
die Lage der Fadengeberteile während eines vollständigen Stichbildungskreislaufes.
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Fig. 17 und 18 veranschaulichen in der Draufsicht und Vorderansicht
einen Teil des Kopfes der Maschine mit einer darauf angebrachten durchsichtigen
Platte, welche benutzt werden kann, den Fadengeber einzuschließen.
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Die Maschine weist eine Stofftragplatte io auf, von der ein Ständer
i i emporragt, :der einen überhängenden Maschinenarm 12 trägt, welcher in den Kopf
13 ausläuft. In geeigneten Lagern 14 ist eine Armwelle 15 gelagert, welche ein Schwungrad
und eine antreibende Schnurscheibe 16 hat, die auf dem einen -Ende der Armwelle
befestigt sind. Auf der Armwelle 15 ist ein Kegelrad: 17 befestigt, das mit einem
Kegelrad 18 auf der aufrecht stehenden Welle i9 im Eingriff steht, die in den Lagern
2:o. gelagert ist. Die Welle IQ trägt ein zweites Zahnrad 21, welches mit einem
Zahnrad- 22 kämmt, das auf dem Ende der Greifer-,velle 2.3 befestigt ist, die unter
der Stofftragplatte in Lagern 24 gelagert ist; die Greiferwelle 23 :dreht sich zweimal
für jede, Umdrehung der Armwelle 15. Von der aufrecht stehenden Welle i9
wird eine Ölpumpe 25 betätigt, welche mit dem mittleren Lager 14 für d.ie Armwelle
15 durch eine Leitung 26 verbunden ist, um Öl unter Druck der Bohrung in der Armwelle
15 zuzu.l-eiten. Die Armwelle 15 trägt auch die Exzenter 29, 30, welche mittels
der Lenker 3'i, 32 und der üblichen Verbindungen dem Stoffschieber 33 seine Viereckbewegungen
erteilen.
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Auf dem Ende der Armwelle 15, die sich in den hohlen Kopf
13 hinein erstreckt, ist eine Kurbelscheibe 35 befestigt, die einen. Kurbelzapfen
36 trägt, der von einer Nabe 37 an dem einen Ende des Nadelstangenlenkers 38 umfaßt
wird, während das andere Ende :des Lenkers mit der auf und ab gehenden Nadelstange
39 durch den Gelenkzapfen 40 verbunden ist. Die Nadelstange ist in den Lagern 41,
42 gelagert und trägt die Öhrnadel 43, welche mit dem umlaufenden !Greifer 44, der
auf der Greiferwelle 23 befestigt ist, bei der Bildung von Doppelsteppstichen zusammenarbeitet.
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In Lagern 45, 46, die in dem hohlen Kopf 13 befestigt sind, ist eine
Stoffdrückerstange 47 gelagert (Fig. 2), welche an ihrem unteren Ende einen Stoffdrückerfuß
48 trägt, der mit dem Stoffschieber 33 zusammenarbeitet, um das Arbeitsstück vorzuführen.
Die Stofd.rückerstange 47 wird durch eine Feder So (Fig. 4) nach unten gedrängt,
welche zwischen dem unteren Ende der Buchse 46 und einem. Glied 52 wirkt, das auf
der Stoffdrückerstange 47 befestigt ist. Um eine Drehung der Stoff drückerstange
47 um ihre Längsachse in ihrem Lager zu verhindern, ,ist der Teil 52 mit einem nach
hinten ragenden Teil 53 (Fig. 5) versehen, der sich in einen Schlitz 54 des Kopfes
13 hinein erstreckt. Die Stoffdrückerstange kann durch den Lüftungshebel 55 angehoben
werden, welcher an
dein einen Ende eines Lagerzapfens 56 befestigt
ist, der in dem Kopf 13 gelagert ist Ti-. 2, 4 und 5). An dem Ende des Lagerzapfens
56, welches sich in den hohlen Kopf 13 hinein erstreckt, ist ein Steuerteil 57 befestigt,
welcher unter dem seitlich hervorragenden Arm 58 ,des Teiles 52 liegt. Aus der obigen
Beschreibung geht hervor, daß, wenn der Handhebel 55 angehoben wird, der Zapfen
56 sich um seine Längsachse dreht und demzufolge den Steuerteil in Drehung versetzt,
so daß dieser mit der Unterseite des Armes 58 in Eingriff kommt und diie Stoffdrückerstange
.47 anhebt. Die Stoffdrückerstange kann auch durch eine andere Einrichtung, wie
beispielsweise eine Stange6o (Fig.2), angehoben werden, die sich durch die Stofftragplatte
io hindurch nach. oben erstreckt und deren oberes Ende an dem einen Ende eines biegsamen
Seiles 61 angeschlossen ist, welches über die Schnurscheiben 62 hinweggeht, die
an dem Maschinenarm 12 gelagert sind. Das andere Ende des Seiles erstreckt sich
durch eine Bohrung in dem einen Schenkel des Z-förmig gestalteten Teiles 63, der
auf der Stoffdrückerstange 47 befestigt ist, und an dem einen Ende des Seiles 61
ist eine Kugel 54 vorgesehen. Infolge dieser Ausführung kann die Stoffdrückerstange
durch den. Handhebel 55 gehoben und gesenkt werden, und der Teil
63 wird längs des Seiles 61 gleiten., wodurch ein störendes Ineingrifftreten
zwischen den beiden Anhebevorrichtungen für die Stoffdrückerstange vermieden wird.
Die Stange 6o wird durch einen schwenkbar gelagerten Hebel bewegt, welcher von einem
von dem Knie des Arbeiters verschobenen Hebel betätigt wird. Der Teil,6(3 ist auch
mit einer Bohrung versehen, welche die Stange 65 (Fig. 2) aufnimmt, «-elche mit
.einem nach unten ragenden Ende 66 versehen ist, welches als Kantenführung für das
Arbeitsstück dient. Es ist ersichtlich, daß diese Führung seitlich mit Bezug auf
den Stoffdrückerfuß 48 eingestellt werden bann und daß sie auch aus ihrer Arbeitslage
in. eine unwirksame Stellung durch einfaches Drehen der Stange 65 um deren Längsachse
verschoben werden kann.
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7o bezeichnet ein Schraubenrad (Fig. i und 3), das auf der Armwelle
15 befestigt ist und mit einem zweiten Schraubenrad 71 im Eingriff steht, welches
auf dem einen Ende einer Welle 72 (Fig. 3) befestigt ist, die sich durch das Lager
73 hindurch erstreckt und in letzterem gelagert ist; das Lager 73 wird von dem überhängenden
Arm 12 der Maschine getragen. Die Welle 72 erstreckt sich durch den hohlen (Kopf
und durch ein Kugellager 75 hindurch, welches von der Deckelplatte 76 getragen wird,
die an dem hohlen Kopf durch die Schrauben 77 befestigt ist. Die Platte 76 ist mit
einer Bohrung versehen, durch die sich die Welle 7z hindurch erstreckt, und an dieser
Bohrung erstreckt sich. die Platte nach vorn und bildet einen: muffenartigen Teil
78, welcher von einem gehäusefesten Sonnenrad 79 umfaßt wird, welches durch
eine Schraube 8o an der Platte 7-6 befestigt ist. Aus der obigen Beschreibung geht
hervor, daß die Welle 72 sich durch das feststehende Sonnenrad 79 hindurch erstreckt
und sich mit Bezug auf dieses drehen kann.
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Auf dem Ende der Welle 72 ist eine Scheibe 82 befestigt, so daß sie
sich mit der Welle 72 dreht. Die Scheibe 82 trägt ein Kugellager &3, dessen
innerer Laufring einen Teil 84 trägt, welcher einen abgesetzten Endteil 85 hat,
der von einem metallenen Einsatzstück 86 eines aus Fiber bestehenden Planetenrades
87 umfaßt wird, das mit dem gehäusefesten Sonnenrad 79 kämmt. Das Übersetzungsverhältnis
dieser Zahnräder ist i : i. In das hohle Ende des Teiles 84 erstreckt sich die Nabe
einer kleinen Scheibe 89. Das Planetenrad, 87, der Teil 85 und die Scheibe
89 arbeiten wie eine Einheit und sind in zusammengesetzter Lage durch einen
Bolzen 9o starr festgeldemmt, der sich -durch die Nabe der Scheibe 89 und den Teil
85 hindurch erstreckt; das mit Gewinde versehene Ende des Bolzens wird von einer
Mutter gi aufgenommen., welche an dem metallenen Einsatzstück 86 des Planetenrades
87 durch Stifte 92 befestigt ist. Von der Scheibe 89 wird in einem Abstand von ihrer
Umdrehungsachse .ein mit dem Faden in Eingriff tretender Zapfen 93 getragen, an
welchem ein sich quer zu der Drehachse der Scheibe 89 erstreckender Fadenführer
94 (Fig. 4) befestigt ist, dessen dem Zapfen 93 abgekehrtes Ende sich nach außen
erweitert, um so ein Gegengewicht für den ;Zapfen 93) zu bilden und hierdurch die
Scheibe 89" den Zapfen 93 und den Fadenführer 94 auszuwuchten.
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Die große Scheibe 82 trägt zwei in einem Abstand. voneinander liegende
und mit dem Faden in Eingriff kommende Teile 96, 97, von denen jeder die Form eines
Bundes hat; diese Teile werden zwischen der äußeren Schutzscheibe 98 und der Scheibe
82 durch die Schrauben 99 (Fig. 4) festgeklemmt gehalten. Die Scheibe 98 wird in
einem seitlichen Abstand mit Bezug auf die Scheibe 8-2 durch die Bunde 96, 9t7 gehalten,
und die Innenfläche der Scheibe 98 befindet sich in derselben senkrechten Ebene
wie die Innenfläche des- Fa-d-enführers 94. Die kleine Scheibe 89 ist in ,die Scheibe
82 eingelassen, so daß ihre äußeren Flächen in derselben senkrechten Ebene liegen.
Durch diese baulichen Maßnahmen wird eine Führungsrinne ioo (Fig. i und 3) für den
Nadelfaden gebildet.
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Um eine leichte Zugwirkung auf den Faden an gewissen Stellen des Stichbildungskreislaufes
auszuüben, ist die Scheibe 98 mit zwei Öffnungen versehen, in welche die mit Schultern
versehenen Knöpfe 102, 103 eingesetzt sind. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind diese
Knöpfe mit einem gekrümmten Kopf in Form eines Kugelsegmentes ausgebildet, und jeder
Knopf wird durch eine schwache Feder 104 an die Scheibe 82 angedrückt. Es ist zu
erkennen, daß der in der Rinne i oo vorhandene Fad-en zwischen den Knöpfen io2,
103 und der benachbarten Fläche der Scheibe 82 jedesmal hinwegstreicht, wenn der
Fadengeber eine Umdrehung ausführt, wobei ein leichter Zug auf den Faden ausgeübt
und zur Folge haben wird, daß die [Knöpfe 102, io@3 sich entgegen der Wirkung der
Feder io4 auf die Scheibe 98 zu bewegen und somit einen
Durchgang
des Fadens zwischen den Knöpfen und Scheibe 82 zulassen..
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Aus der obigen Beschreibung ist zu erkennen, daß die Scheibe 82 und
die an ihr befestigten. übrigen Teile auf das geriefelte -Ende der Welle
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gepreßt werden können. Die gesamte Anordnung wird alsdann in Arbeitslage
an der Maschine durch Einführen des Endes der Welle 72 durch den hervorragenden
Muffenteil 78 sowie durch das Kugellager 75 und das Lager 73, hindurch angebracht.
Die Druckscheibe 74 und das Zahnrad 71 werden -auf das Erde der Welle 72 aufgebracht,
wenn letztere in den Maschinenarm eingesetzt ist, und nachdem die Teile sich alle
in ihrer Lage befinden., wird die Scheibe ,82. so eingestellt, daß ihr richtiges
zeitliches Arbeiten gewährleistet ist, wonach das Zahnrad 71 in seiner nunmehr richtigen
Arbeitslage auf der Welle 72 festgelegt wird. Der Zutritt zu dem ständerseitigen
Ende der Welle 72 zwecks Anbringung des Zahnrads 71 in dessen richtiger Arbeitslage
ist möglich nach Entfernung der Deckelplatte 1,12, welche auf der Oberseite des
Maschinenarmes 12 durch die Schrauben 1Z3. gehalten wird.
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Auf- der Rückseite der Scheibe 82 ist durch die Schrauben io-6 ein
Teil io7 (Fig. 6) befestigt, der drei Flügel io8 hat, welche dahin wirken, Luft
durch die Löcher iog in der Platte 76 hindurchzusaugen und diese Luft durch Zentrifugalwirkung
zwischen dem äußeren Umfang der rotierenden Scheiben und der Platte 7!6 zu drücken,
um die innerhalb des Kopfes befindlichen Teile zu kühlen. Arbeitsweise Der Nadelfaden
T verläuft von der Vorratsstelle zu der Fadenführung 114, dann zu dem Fadenspanner
115 und der Hemmfeder 116, darauf zu der Führung i i17 und .der Rinne i.oo und,
von dort zu den Führungen. 118, iig und schließlich zu der Nadel (Fig.4). Nimmt
man an, daß die Teile in der in Fig.8 .dargestellten Lage sind, so befindet sich
die Nadel an dieser Stelle des Stichbildungskreislaufes in ihrer untersten Stellung,
und der Fadengeberzapfen 9.3 und die Fadengeberburde 96, @97 sowie der Knopf
103 beherrschen die Menge an lockerem Nadelfaden. Wenn. die Maschine arbeitet,
so dreht sich die Armwelle 15 in der Uhrzeigerrichtung, und mittels der ,Zahnräder
70, 71 wird die Welle 72 in der der Uhrzeigerbewegun:g entgegengesetzten: Richtung
(Fig. 4) gedreht. Die Scheibe S2, welche auf der Welle 72 befestigt ist, dreht sich
gleichfalls in einer der Uhrzeigerbewegung entgegengesetzten Richtung und nimmt
die Fadengeberbunde 96, 97 mit. Da die Scheibe 82 auch die Scheibe. 89 trägt, auf
welcher der Fadengeberzapfen93 befestigt ist, so rotiert diese Scheibe 89 um die
Achse der Welle 72 herum, und infolge des feststehenden Sonnenrades 719, mit welchem
das auf der Scheibe 89 befestigte Planetenrad 87 im Eingriff steht, dreht sich die
Scheibe 4 außerdem um die Achse des Teiles 84. Der mit dem Faden in Wirkung befindliche
Fadengeberzapfen wird somit veranlaßt, eine epithrochoidale Bewegung auszuführen.
Wenn sich die Teile in der in Fig. 8 dargestellten Lage befinden, so veranlassen
die ersten wenigen Bewegungsgrade der- Armwelle 15, daß diese Teile die in Fig.
9 dargestellte Lage einnehmen. In dieser Lage ist die Nadel ein wenig emporgestiegen,
um eine Nadelfadenschleife zu bilden, wobei der Greifer gerade im Begriff ist.,
in diese Nadelfadenschleife einzutreten. Der Nadelfaden verläuft alsdann von der
Führung 117 über den Knopf 103 und den Fad engeberzapfen 93 und. dann über einen,
9,7, der Hauptfadengeberbunde 96, 97. Nachdem die Nadelfadenschleife aufgenommen
worden ist (Fig. io), werden der Fadengeberzapfen 93 und der Fadengeberbund 97 Faden
preisgeben, und der Faden wird noch durch den Knopf 103 zurückgehalten, wobei
etwas zusätzlicher Faden durch das nunmehr begonnene Hinweggleiten des Fadens unter
diesem Knopf erhalten werden kann. In Fig. 15i hat sich -der Greifer um ungefähr
9@o@° von seiner schleifen-erfassenden Stellung hinweg bewegt, und der Faden ist
zu. dieser Zeit unter dem Knopf 1a3 hinweggezogen worden, so daß er nun, mehr von
dem Knopf io@2 zurückgehalten wird, wobei der Fadengeberzapfen.93 fortfährt, Faden
preiszugeben. An dieser Stelle beginnt der Fadengeberbund96 eine kleine Fadenmerge
aufzunehmen. Fig. 12 veranschaulicht die Lage des Fadens, kurz bevor die Greiferspitze
eine i8o°-Stellung erreicht hat. Zu dieser Zeit des Arbeitskreislaufes ist der Faden
unter dem Knopf io2 hinweggezogen worden und wird nunmehr vollständig von dem Fadengeberbund
96, welcher Faden aufnimmt, und dem Fadengeberzapfen93 beherrscht, welcher zu diesem
besonderen Zeitpunkt des Arbeitskreislaufes Faden preisgibt. Fig. 13) veranschaulicht
einen der kritischen Punkte irn dem Stichbildurgskreislauf, d. h. die Stellung,
an ,der die Nadelfadenschleife über die Spitze des Greifers abzugleiten beginnt.
An dieser Stelle nimmt der Fadengeberbund96 Faden auf, und,der Fadengeberzapfen
93 fährt fort. Faden preiszugeben. Die Menge des von dem Fadengeberburd 96 aufgenommenen
Fadens ist etwas größer als diejenige Menge, welche durch den. Fadengeberzapfen,gG
preisgegeben wurde, mit dem Ergebnis, daß auf den Faden zu diesem Zeitpunkt eine
geringe Spannung ausgeübt wird, welche zur Folge hat, daß der Faden über ,die Greiferspitze
abgleitet (Fig. 14). Zwischen den in den Fig. 12 bis 14 ange,gebenen Stellungen
ist die Fadengabewirküng des Fadengeberbundes 96 praktisch durch die Fadenpreisgabewirkurg
des Fadengeberzapfens 93 ausgeglichen. Dies ist der Anfang eines sehr schnellen
Fadenanzugs, und nunmehr nimmt, wie dargestellt, .der Fadengeberbund 96 Faden auf,
und der Fadengeb-erburd- (g7 tritt gerade mit dem Faden in Eingriff, um auch seinerseits
eine Fadenaufnahme zu beginnen, während der Fadengeberzapfen 9,3 -immer noch eine
kleine Fadenmenge preisgibt. Fig. 15 veranschaulicht die Stellung der Teile, nachdem
die Fadenschleife die Spitze des Greifers verlassen hat und sich nunmehr auf dem
die Fadenschleife steuernden Schwanz des Greifers befindet. An dieser Stelle des
Arbeitskreislaufes beherrschen
,die Fadengeberbunde 96, 97 die Fadenaufnahme,
und der Fadengeberzapfen 93 ist wirkungslos. Fi.g. v.6 veranschaulicht die Stichfestsetzungsstelle
in dem Arbeitskreislauf. Zu diesem Zeitpunkt ist der Faden über die beiden Fadengeberbunde
96, 97 straff gezogen, die sich auf dem Gipfel ihrer Fadenanzugswirkung befinden,
und der Stich wird in dem Arbeitsstück festgesetzt. Die Stichfestsetzung ist sehr
allmählich, da die letzten wenigen Bewegungsgrade der Fadengeberbunde
96, 97 nur eine kleine Fadenmenge durch das Nadelöhr hindurchziehen. Hieraus
ist zu .ersehen, daß die Stichfestsetzung langsam und allmählich eintritt und den
Stich in dem Arbeitsstück in der richtigen Weise verankert.
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Aus der obigen Beschreibung geht hervor, d.aß der Fadengeberzapfen
93 den Stich nicht festsetzt; diese wichtige Funktion wird durch die Fadengeberbunde
96, 97 herbeigeführt. Der Fadengeberzapfen 93 beginnt seine Wirkung kurz nachdem
der Stich festgesetzt ist, zu welcher Zeit er den lockeren Faden aufnimmt. Seine
wichtigste Funktion ist, dann Faden preiszugeben, wenn die Fadengeberbunde 96, 97
ihre fadenaufnehmende Wirkung beginnen. Hierdurch, wind der Zeitpunkt des Beginns
der fadenaufnehmenden Wirkung der Fadengeberbunde 96, 97 verzögert und die zur Fadenaufnahme
erforderliche Zeit verringert. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel tritt die fadenaufnehmende
und stichfestsetzende Wirkung ungefähr bei einer Bewegung von 127° der Fadengeberbunde
96, 97 auf. Da die Stichfestsetzungsstelle durch den.Fadengeberzapfen.93 nicht beeinflußt
wird, so kann letzterer eingestellt werden, um den Beginn der Fadenaufnahme durch
die Fadengeberbunde 96, 97
zu ändern, um sie dem Beginn des Schleifenabwurfs
von dem umlaufenden Greifer beizuordnen. Dies erfolgt durch Lockerung der Schraube
9o und durch darauf vorzunehmende Drehung der Scheibe 89, welche den Faden.geberzapfen
93 trägt, mit Bezug auf das Planetenrad 87. Wenn die Scheibe 89 in der der Uhrzeigerbewegung
entgegengesetzten Richtung (Fig.4) gedreht wird, so wird der Beginn. .des Anzugs
der Nadelfadenschleife verzögert, und. wenn die Scheibe in der Uhrzeigerrichtung
gedreht wird, so wird der Anzug der Nadelfadenschleife früher beginnen. Auf diese
Weise können Abweichungen in den. Maschinen und, Unregelmäßigkeiten in der Herstellung
des Greifers überwunden werden. Die zeitliche Einstellung der Fadengeberbunde 96,
97 kann gleichfalls verändert werden. Dies erfolgt durch Lockerung der Einstellschraube
71' (Fig. 3), welche das Zahnrad 71- auf der Welle 72 festlegt und darauf
durch Drehung der Scheibe 82 mit Bezug auf das Zahnrad 71. Dies wird natürlich die
Beziehung der Fadengeberbunde zu der Lage des Greifers 44 ändern. Aus der
obigen Beschreibung geht hervor, daß der Fadengeber leicht und bequem eingestellt
werden kann, um den ändernden Bedingungen angepaßt zu werden, welche während der
Herstellung der Maschine auftreten können.
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Ein anderes wichtiges Merkmal ist die Drehung des Fadengeberzapfens
93 innerhalb der von den Fadengeberbunden 96, 97 beschriebenen Kreisbahn. Es ist
zu beachten, daß der Fadengeberzapfen 93 sich auf die Bunde 96, 97 zu und von diesen
hinwegbewegt und -die Bahn des Zapfens 93 sich innerhalb der von .den Bunden 96,
97 umschriebenen Kreiszylinderumfangsfläche befindet, so daß im Falle der Faden
reißen sollte, die auf die anderen Teile zu bzw. von ihnen hinweg gerichtete Bewegung
des Fadengeberzapfens 93 den Nadelfaden: zerreißen und: ihn. daran hindern, sich
um die erwähnten Teile des Fadengebers aufzuwickeln.
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Es ist zu bemerken, daß die Knöpfe io.2, 103 nur dazu dienen, eine
überschüssige '-\Tadelfadenlockerung aufzunehmen und daß der-beschriebene Fadengeber
auch ohne -die Verwendung dieser Knöpfe arbeiten wird; demzufolge werden diese Knöpfe
für die Erfindung nicht als wesentlich erachtet. In Fig. 17 und. 18 ist ein Deckel
dargestellt, der benutzt werden kann, um die Teile des verbesserten Fadengebers
einzuschließen. Diese Abschlußvorrichtung weist ein Scharnier 121 für die gelenkige
Befestigung einer Scheibe 122 aus durchsichtigem Material an der Platte 76 auf.
Diese durchsichtige Scheibe 122 ist an einer Stelle nach einem Durch messer gegenüber
dem Scharnier mit einem Federhaken i23 versehen, welcher mit der anderen Seite der
Platte 76 in Eingriff treten kann und es in seiner Lage hält. Die Scheibe 122 kann
um ihr Scharnier 121 verschwenkt wenden, um einen Zutritt zu dem Fadengeber zu erhalten
und' :damit der Nadelfaden in die Rinne ioo zwischen den Fadengeber 82, 98 zwecks
Einfädelns des Fadengebers geführt werden kann.