DE894858C - Abschwaecher fuer sehr kurze Funkwellen - Google Patents
Abschwaecher fuer sehr kurze FunkwellenInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01F19/04—Transformers or mutual inductances suitable for handling frequencies considerably beyond the audio range
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 29. OKTOBER 1953
N 2284 Villa/2ia*
Die Erfindung betrifft einen Abschwächer für sehr kurze Funkwellen, der insbesondere zur Durchführung
von Messungen im Ultrakurzwellenbereich mit Vorteil angewendet werden kann.
Zur Erzielung einer bestimmten Abschwächung eines Meßsignals kann die Eigenschaft ausgenutzt
werden, daß die Feldstärke eines innerhalb' eines hohlen rohrförmigen Leiters erzeugten Hochfrequenzfeldes
gemäß einer ©-Funktion (e = Basis des natürlichen Logarithmus) mit dem Abstand in
der Achsenrichtung des Rohres abnimmt.
Bei einem bekannten, auf dieser Eigenschaft fußenden Abschwächer wird das abzuschwächende
Meßsignal einer innerhalb eines rohrförmigen Leiters, nachstehend Dämpfungsrohr genannt, angeordneten
Spule zugeführt, während das abgeschwächte Meßsignal einer auf ähnliche Weise wie
die erstgenannte Spule im Rohr orientierten, jedoch in einiger Entfernung davon angeordneten Spule
entnommen wird, die in der Achsenrichtung verschiebbar ist. Zwischen dem Logarithmus des AbschwächungsfaktorS'
und dem Abstand der beiden Spulen besteht ein nahezu linearer Zusammenhang, was im Hinblick auf die Eichung des Abschwächers
besonders vorteilhaft ist.
Das Auftreten, des. erwähnten linearen Zusammenhangs
ist bekanntlich weder an eine bestimmte Ausgestaltung des Innenquerschnitts des rohrförmigen Leiters noch an eine bestimmte
Orientierung der parallel zueinander verlaufenden
Spulenachsen in bezug auf die Rohrachse gebunden. Der Innenquerschnitt kann z. B. kreisförmig oder
quadratisch gewählt werden, und die Spulenachsen können parallel oder senkrecht zur Rohrachse verlaufen.
Außerdem können, an Stelle der Spulen, Kondensatorelektroden als Kopplungsorgane in
dem vom Dämpfungsrohr umschlossenen !Riaum angewendet werden (s. für das im vorstehenden als
bekannt Erwähnte »Proceedings of the Institute of ίο Radio Engineers«, Juni 1935, S. 578 und folgende).
Ein Nachteil dieser bekannten Abschwächer liegt jedoch darin, daß, während bei Wellenlängen von
etwa 100 m eines abzuschwächenden Meßeignais nur geringe, für manche Zwecke nicht störende
Abweichungen) vom obenerwähnten linearen Zusammenhang auftreten, bei einem für kürzere Wellen,
z.B. von 10 bis 20m, brauchbaren Abschwächer unzulässig große Abweichungen auftreten, so
daß in diesem Fall eine individuelle punktweise Eichung des Abschwächers unvermeidlich wird.
Weil es sich hier um sehr kurze Wellen und um Abschwächungsfaktoren von z. B. io~6 handelt, ist
eine solcheEichung jedoch äußerst schwierig durchführbar und daher sehr umständlich.
Die Erfindung hat den Zweck, diesen Übelstand bei Abschwächern mit Dämpfungsrohren und zwei
gegeneinander in der Achsenrichtung verschiebbaren Kopplungsorganen zu vermeiden oder gegebenenfalls
herabzusetzen.
Gemäß der Erfindung sind zwei ortsfest angeordnete, je zwei gegeneinander verschiebbare Kopplungsorgane
enthaltende Dämpfungsrohre parallel zueinander angeordnet; die verschiebbaren Kopplungsorgane
der beiden Rfohre sind starr miteinander verbunden und elektrisch gekoppelt, und die
beiden anderen ortsfest an benachbarten Rohrenden angeordneten Kopplungsorgane tragen die Eingangs-
bzw. Ausgangsklemmen des· Abschwächers. Der Abschwächer gemäß' der Erfindung weist
keine Verbindungsleiter auf, deren Form oder Länge sich bei der Einstellung des gewünschten
Abschwächungsfaktors ändert, und der obenerwähnte Übelstand, der im wesentlichen von der
sich mit der Einstellung ändernden Impedanz des bzw. der Verbindungsleiter des verschiebbaren
Kopplungsorgans herrührte, wird praktisch ganz vermieden.
Ein weiterer Vorteil des Abschwächers gemäß der Erfindung liegt darin, daß die zur Erzielung
einer bestimmten Abschwächung erforderliche Baulänge und Verschiebung halb so groß wie bei den
bekannten Abschwächern ist.
Bei Anwendung eines Abschwächers igemäß der Erfindung für eine einzige bestimmte Frequenz
wird bei Benutzung von Kopplungsspulen zweckmäßig der in diesem Fall durch die verschiebbaren
Spulen gelbildete Zwischenkreis auf die Betriebswellenlänge abgestimmt oder abstimmbar gemacht.
Die Erfindung wird an Hand der Fig. 1, 2 und 3
näher erläutert, in denen zwei zueinander senkrechte Längsschnitte· I, II sowie eine Vorderansicht einer
günstigen Ausführungsform eines Abschwächers gemäß der Erfindung dargestellt sind.
In einem Metallblock r, der im wesentlichen als gerades dreiseitiges Prisma ausgestaltet ist, sind
drei in der Längsrichtung verlauf ende Bohrungen 2, 3 und 4 vorgesehen. Die Bohrungen 2' und 3 werden
als Dämpfungsrohre benutzt. Zu diesem Zweck ist an dem einen Ende des Dämpfungsrohres 2 eine unbeweglich
angeordnete Eingangsspule 5 mit An-Schlußleitern 6, 7 vorgesehen, und im Rohr ist eine
Spule 8 mit Anschluß leitern. 9, 10 verschiebbar angeordnet.
Im anderen Dämpfungsrohr 3 sind gleichfalls
eine verschiebbare und eine unbeweglich angeordnete Spule 11 bzw. 14 mit Anschlußleitern 12,
13 bzw. 15, 16 angeordnet. Die unbeweglich angeordneten
Spulen 5 und 14 der beiden Dämpfungsrohre, die die Eingangs- bzw. Ausgamgsspule des
Abschwächers darstellen, liegen an entsprechenden Enden der Dämpfungsrohre 2 und 3, ebenso· wie die
beiden verschiebbaren Spulen 8 und 1 l Die beiden
letzteren Spulen sind durch Verbindung der Anschlußleiter 9, 10 und 12, 13 parallel geschaltet, so
daß· die beiden Dämpfungsrohre elektrisch in Reihe
geschaltet sind.
Um im Abschwächer mit den verschiebbaren
Spulen verbundene Anschlußleiter von bei Einstellung sich ändernder Gestalt und Länge zu vermeiden,
sind die beiden verschiebbaren Spulen 8, 11 in bezug aufeinander unbeweglich angeordnet.
Die Spulenkörper Iy1 18 der Spulen-8, 11 sind mittels
Tragstücken 19, 20 mit einem Brückenstück 21
verbunden, das durch einen zwischen den beiden Dämpfungsrohren 2, 3 vorgesehenen Verbindungsschlitz 22 reicht. Der Verbindungsschlitz 22 ist der-
art vorgesehen, daß die Rohrwände der wirksamen Teile der Dämpfungsrohre von ihm nicht unterbrochen
werden. Das Brückenstück 21 ist an einer in der Bohrung 4 liegenden. Hülse 23 befestigt, die
entgegen der Wirkung einer Feder 2-4 durch Drehung einer in der Bohrung 4 vorgesehenen, mit
Schraubengewinde 25 versehenen Welle 26 in der Achsenrichtung verschiebbar ist. Infolgedessen
werden zugleich die Spulen 8, 11 in der Achsenrichtung verschoben, und der Abschwächungsfaktor
ändert sich dementsprechend.
Wie bereits im vorstehenden erwähnt wurde, wird der durch die Spulen 8 und 11 gebildete
Zwischenkreis vorzugsweise abgestimmt, falls der Abschwächer stets bei. einer bestimmten WeIIeH1- im
länge angewendet werden soll. Die höchste Ausgangsspannung des Abschwächers bei gleichbleibender
Eingangsspannung wird dadurch erhöht. Zur Abstimmung des Zwischenkreises kann ein parallel
zu den- Spulen 8 und 11 geschalteter, vom Brückenstück
21 getragener Kondensator benutzt werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Abschwächer für sehr kurze Funkwellen unter Verwendung von Dämpfungsrohren mit zwei gegeneinander in der Achsenrichtung verschiebbaren Kopplungsorganen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei unbeweglich angeordnete, je zwei gegeneinander verschiebbare Kopplungsorgane enthaltende Dämpfungsrohre parallel zueinander angeordnet sind, daß die ver-schiebbaren Kopplungsorgane der beiden Rohre starr miteinander verbunden und elektrisch gekoppelt sind, und daß die beiden anderen, unbeweglich an benachbarten Rohrenden angeordneten Kopplunigsorgane die Eingangs- bzw. Ausgangsklemmen des Abschwächers tragen.
- 2. Abschwächer nach Anspruch i, bei dem die verschiebbaren Kopplungsorgane der beiden Dämpfungsrohre durch Spulen gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß der durch diese Spulen gebildeteZwischenkreis auf die Betriebswellenlänge abstimmbar oder abgestimmt ist.Hierzu τ Blatt Zeichnungen5520 10.
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