DE894839C - Waermeuebertragungsmittel fuer Heiz- oder Kuehlsysteme - Google Patents

Waermeuebertragungsmittel fuer Heiz- oder Kuehlsysteme

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DE894839C
DE894839C DEM9139A DEM0009139A DE894839C DE 894839 C DE894839 C DE 894839C DE M9139 A DEM9139 A DE M9139A DE M0009139 A DEM0009139 A DE M0009139A DE 894839 C DE894839 C DE 894839C
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DE
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orthosilicate
organic
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aliphatic
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DEM9139A
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Arthur Edward Meadowcroft
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Monsanto Chemicals Ltd
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Monsanto Chemicals Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K5/00Heat-transfer, heat-exchange or heat-storage materials, e.g. refrigerants; Materials for the production of heat or cold by chemical reactions other than by combustion
    • C09K5/08Materials not undergoing a change of physical state when used
    • C09K5/10Liquid materials

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Description

  • Wärmeübertragungsmittel für Heiz- oder Kühlsysteme Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung organischer Silicate als Wärmeübertragungsmittel, z. B. bei Heiz- oder Kühlsystemen oder bei Motorenkühlsystemen.
  • Die Verwendung gewisser aromatischer Orthosilicate als Wärmeübertragungsmittel wurde bereits vorgeschlagen, z. B. Gemische von Tetraphenyl-Orthosilicat mit anderen organischen Orthosilicaten. Diese Orthosilicate werden in der Praxis in einem Umlaufsystem verwendet, in welchem sie in einem Teil des Systems erhitzt werden und in einem anderen Teil desselben ihre Wärme abgeben. Dabei ist es natürlich aus praktischen Gründen notwendig, daB diese Mittel bei der niedrigsten im System anzutreffenden Temperatur noch flüssig bleiben, d. h. also, daß dort, wo es sich um ein Heizsystem handelt, das verwendete Orthosilicat gewöhnlich bei normalen Temperaturen flüssig sein muß, damit es im System nicht erstarrt, wenn dasselbe außer Betrieb ist. Das Tetraphenyl-Orthosilicat selbst ist bei gewöhnlichen Temperaturen fest, jedoch kann man eine geeignete Komposition dadurch erhalten, daß man es mit einem anderen organischen Orthosilicat, welches den Schmelzpunkt genügend weit. herabsetzt, mischt. In ähnlicher Weise sind augenscheinlich auch die reinen Tetrakresyl-Orthosilicate bei gewöhnlichen Temperaturen fest, können aber mit anderen Orthosilicaten in der gleichen Weise gemischt werden. So ist z. B. das aus dem handelsüblichen Kresol hergestellte Tetrakresyl-Orthosilicat bei gewöhnlichen Temperaturen eine Flüssigkeit, da es in der Tat ein Gemisch von Isomeren ist.
  • Auch verschiedene andere aromatische Orthosilicate sind für den obigen Zweck vorgeschlagen worden. Die Erfindung bezieht sich nun auf die Verwendung einer Gruppe organischer Silicate, welche bei Verwendung als Wärmeübertragungsmittel erhebliche Vorzüge- besitzen, und zwar handelt es sich um die höheren aliphatischenSilicate, insbesondere diejenigen, bei welchen das aliphatische Radikal 6 bis =4 Kohlenstoffatome enthält. Diese Silicate sind im allgemeinen sowohl flüssig bei gewöhnlichen Temperaturen als auch stabil beim Erhitzen, so daß sie für Heizsysteme geeignet sind; überdies besitzen sie in einigen Fällen einen sehr niedrigen Schmelzpunkt, so daß sie bei niederen Temperaturen flüssig bleiben und infolgedessen in Kühlsystemen als Wärmeübertragungsmittel verwendet werden können. Viele von diesen Stoffen besitzen eine ganz niedrige Viskosität bei gewöhnlichen und selbst niedrigen Temperaturen, was zur Folge hat, daß sie bei solchen Temperaturen angemessen frei fließen und in Wärmeaustauschsystemen leicht zu handhaben sind. Weiterhin zeigen die höheren aliphatischen Silicate im allgemeinen beträchtliche Widerstandsfähigkeit gegenüber der Einwirkung von Feuchtigkeit, und dies ist eine weitere Eigenschaft von hervorragendem Wert. Eine der Schwierigkeiten, welche normalerweise bei Verwendung organischer Silicate für Wärmeübertragungszwecke auftreten, ist die, daß sie der Hydrolyse unterliegen, wenn Wasser in das System gelangt; deshalb ist Widerstandsfähigkeit gegenüber solcher Hydrolyse ein bemerkenswerter Vorzug.
  • Es ist nicht gesagt, daß jedes der höheren aliphatischen Silicate alle die obigen Kennzeichen gleichzeitig besitzen muß; als Gruppe jedoch zeigen sie aus dem einen oder dem anderen der obigen Gründe unter geeigneten Verhältnissen einen beträchtlichen Vorzug. Es ist noch zu erwähnen,. daß in den Fällen, in welchen das Silicat die Tendenz zeigt, bei gewöhnlichen Temperaturen fest zu werden, diesem Nachteil gewöhnlich ohne Schwierigkeiten durch Hinzufügen einer Menge eines anderen organischen Silicats zur Herabsetzung des Schmelzpunktes begegnet werden kann. Auf jeden Fall bestehen keine Schwierigkeiten, höhere aliphatische Silicate zu finden, welche weit unter o° C flüssig bleiben.
  • Man verwendet daher gemäß der Erfindung in einem Wärmeübertragungssystem als Wärmeübertragungsmittel ein höheres aliphatisches Silicat, d.h. also ein organisches Silicat mit einem aliphatischen Radikal von mehr als 5 Kohlenstoffatomen. Vorzugsweise soll das aliphatische Radikal 6 bis =4 Kohlenstoffatome enthalten. Radikale mit 7 bis =2 Kohlenstoffatomen sind als besonders geeignet befunden worden. Es ist nicht notwendig, daß alle in dem Silicat vorhandenen organischen Radikale höhere aliphatische Gruppen sind; es können, falls gewünscht, gemischte organische Silicate verwendet werden, vorausgesetzt, daß eine höhere aliphatische Gruppe darin enthalten ist. Überdies können die Silicate für sich allein, in Vermischung mit jedem anderen oder in Vermischung mit anderen organischen Silicaten verwendet werden.
  • Vorzugsweise wird ein Orthosilicat von der Formel Si (O R), verwendet, worin einer oder mehrere der R-Substituenten ein aliphatisches Radikal mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen ist. Alle vier R-Gruppen können höhere aliphatische Radikale dieser Art sein, oder eine oder mehrere von ihnen können einen anderen Typ eines organischen Radikals, wie z. B. eine niedere aliphatische oder eine aromatische Gruppe; darstellen. So befinden sich unter den verschiedenen Silicaten, welche verwendet werden können, die folgenden: Tetrahexyl-Orthosilicat, Tetraheptyl-Orthosilicat, Tetraoktyl-Orthosilicat,Tetranonyl-Orthosilicat,Tetradecyl-Orthosilicat, Tetraundecyl-Orthosilicat, Tetradodecyl-Orthosilicat, Dioktyl-Diphenyl-Orthosilicat, Dioktyl-Dikresyl-Orthosilicat, Dioktyl-Phenyl-Kresyl-Orthosilicat, Dinonyl-Diphenyl-Orthosilicat, Dinonyl-Dikresyl-Orthosilicat, Dinonyl-Phenyl-Kresyl-Orthosilicat, Dinonyl-Diäthyl-Orthosihcat, Dinonyl-Diisopropyl-Orthosilicat, Dinonyl-Dioktyl-Orthosilicat, Didodecyl-Dikresyl-Orthosilicat.
  • Die Herstellung verschiedener geeigneter Silicate wird in den nachstehend in dieser Beschreibung angeführten Beispielen beschrieben.
  • Es ist selbstverständlich, daß in den oben angeführten Silicaten die höhere aliphatische Gruppe die normale geradkettige Gruppe oder eine Gruppe mit einer Zweigkette sein kann. So z. B. sind geeignete Oktylderivate aus a-Äthylhexan-I-ol und geeignete Nonylderivate aus 3, 5, 5-Trimethylhexan-I-ol hergestellt worden. Eine Dodecylgruppe wird gewöhnlichLaurylsein. Weiterhinkönnendieobenangeführten Kresylderivate aus handelsüblichem Kresol hergestellt werden, in welchem Falle man ein Gemisch von Isomeren erhält.
  • Die physikalischen Eigenschaften einer Anzahl der höheren aliphatischen Orthosilicate, wie sie zur Verwendung in Heizsystemen geeignet sind, gibt die folgende Tabelle an, aus welcher ersichtlich ist, daß die Viskosität in jedem Falle recht niedrig ist:
    Orthosilicate Siedepunkt in ° C Dichte/0 C Viskosität in
    bei mm Hg Centistoke/° C
    Tetraoktyl ............................. 26o bis 28o/9 0,89o/26,5 9I9/25
    Tetra-2-Äthylhexan-z-yl.................. 265 bis 340/30 o,894/24 ==75I24
    Tetranonyl ............................. 25o bis 254/5 o,873/24,5 =734125
    Dioktyl-Dikresyl ........................ 25o/5 (ungef.) o,979/26 ==,5 /26,5
    Di-2-Äthylhexan-I-yl-Dikresyl ............ 25o/5 (ungef.) 0,984/26 14,3 /26
    Dinonyl-Diphenyl ....................... 250/5 (ungef.) 0,974/23,5 =4,5 /235
    Dinonyl-Dikresyl ....................... 25o/5 (ungef.) o,968/23 17,8 /25
    Dinonyl-Phenyl-Kresyl .................. 250/5 (ungef.) o,972/25 =4,3 I25
    Düauryl-Dikresyl ....................... 280/2o(ungef.) 0,948/25,5 247 /25,5
    In den Verbindungen der obigen Tabelle leitete sich die Oktylgruppe von einem handelsüblichen Oktylalkohol ab, bei dem etwa 58 Gewichtsprozent C,-Alkohol, 4o Gewichtsprozente C$-Alkohol und eine Spur C9-Alkohol festgestellt wurden, und in der Tat ergeben die handelsüblichen höheren Alkohole mit einem erheblichen Anteil an C.-Alkohol sehr geeignete Ausgangsmaterialien zur Herstellung der erfindungsgemäßen Silicate. Natürlich erhält man dann ein Gemisch von Orthosilicaten. Die Nonylgruppe war die Zweigkettengruppe 3, 3, 5-Tnmethylhexan-I-yl, während die Kresylgruppe aus einem handelsüblichen Kresol, das ein Gemisch von Isomeren und einem kleinen Anteil an Phenol, wie nachstehend in den Beispielen dieser Beschreibung definiert, enthielt, abgeleitet wurde.
  • Unter den obigen Stoffen wurden zwei als besonders geeignet für die Verwendung bei Tieftemperaturkühlsystemen befunden, nämlich das Tetraoktyl-Orthosilicat und das Tetranonyl-Orthosilicat. Diese haben einen sehr niedrigen Stockpunkt, der in beiden Fällen unter - 54° C liegt. Kennzeichnend für beide Stoffe sind die folgenden Viskositäten in Centistokes bei den nachstehenden Temperaturen:
    Viskosität
    Centistokes; sec
    x6,-7° C z5° C 88° C 99,8° C
    Tetraoktyl ... x3,38 ,19 6,4i
    2,I7
    Tetranon l ... 2,20 17,34 I1,48 3,3o
    Kennzeichnend für den erheblichen Widerstand, welchen dieses Tetraoktyl-Orthosilicat der Hydrolyse entgegensetzt und für seine Stabilität beim Erhitzen sind die beiden nachstehend geschilderten, mit ihm durchgeführten Versuche. Im ersten Falle wurde das Orthosilicat mit einer gleichen Menge destillierten Wassers 3 Stunden lang am Rückfluß behandelt, und nach Verlauf dieser Zeit war nur eine geringe Änderung der Viskosität festzustellen, sie hatte sich lediglich von 6,41 cSt/sec bei 38° C auf 6,32 cSt/sec geändert, und nur eine Spur von Siliciumdioxyd hatte sich gebildet. Wenn zum Vergleich dieser Versuch mit Tetrakresyl-Orthosilicat ausgeführt wurde, dann bildete sich in 30 Minuten eine Paste, während bei einem gemischten Phenyl-Kresyl-Orthosilicat eine Paste in 15 Minuten gebildet wurde. Beim zweiten Versuch wurde das Tetraoktyl-Orthosilicat in einem dauernd geschüttelten Kolben 500 Stunden lang bei 300° C erhitzt. Es war kaum eine Änderung der Eigenschaften festzustellen, und die Viskosität nahm lediglich auf 7,5 cSt/sec bei 38° C zu. Bei Tetrakresyl-Orthosilicat war die Viskosität nach einem solchen Versuch, welcher bei etwa 40 eSt/sec bei 25° C begann, ungefähr verdoppelt.
  • Die erfindungsgemäßen höheren aliphatischen Silicate können nach verschiedenen Verfahren hergestellt werden. So können die Orthosilicate durch die Reaktion von Siliciumtetrachlorid mit den entsprechenden Alkoholen und Phenolen im Falle gemischter Ester, welche aromatische Gruppen enthalten, hergestellt werden. Dieses Verfahren besitzt indessen den Nachteil, daß dabei Chlorwasserstoff frei wird, welcher korrodierend wirkt. Eine geeignetere Herstellungsmethode ist das sog. Esteraustauschverfahren. So können höhere aliphatische Orthosilicate, bei welchen alle vier organischen Radikale aus der gleichen höheren aliphatischen Gruppe bestehen, in der Weise erhalten werden, daß man Tetraäthyl-Orthosilicat oder ein anderes niederes aliphatisches Orthosilicat mit dem entsprechenden höheren Alkohol erhitzt, worauf Äthylalkohol oder der andere niedere Alkohol abdestilliert werden können, während das gewünschte höhere aliphatische Orthosilicat zurückbleibt. Solche Reaktion ist in den unten angegebenen Beispielen veranschaulicht.
  • Was die gemischten Orthosilicate mit z. B. zwei höheren aliphatischen Gruppen und zwei aromatischen Gruppen anbelangt, so können diese letzteren dadurch erhalten werden, daß man äquimolekulare Mengen der entsprechenden tetraaliphatischen und Tetraaryl-Orthosilicate zusammen erhitzt, worauf eine Umgruppierung der Estergruppen stattfindet, um das gewünschte Produkt zu ergeben. Ebenso kann man andere gemischte Orthosilicate in ähnlicherWeise erhalten, indem man die berechneten Mengen der geeigneten Orthosilicate zusammen erhitzt, um die Estergruppen umzugruppieren. Es wird in der Tat vermutet, daß wo auch immer zwei oder mehrere organische Orthosilicate miteinander in irgendeinem Verhältnis erhitzt werden, fast stets ein Gleichgewichtszustand eintritt, in welchem die Estergruppen mehr oder weniger gleichmäßig durch die Silicatmoleküle hindurch verteilt sind.
  • Die gemischten Orthosilicate können auch in der Weise erhalten werden, daß man Tetraäthyl-Orthosilicat oder ein anderes niederes aliphatisches Orthosilicat mit einem Gemisch der geeigneten Alkohole und Phenole, falls das Produkt eine aromatische Gruppe enthalten soll, erhitzt, so daß der niedere Alkohol abdestilliert wird und das gewünschte Produkt zurückbleibt, oder indem man das Tetraäthyl- oder ein ähnliches Orthosilicat nacheinander mit geeigneten Mengen jedes der Alkohole und Phenole erhitzt. Wenn in einem Verfahren dieser Art eine nicht genügende Menge des höheren Alkohols oder Phenols verwendet wird, um alle Äthyl- oder anderen niederen aliphatischen Gruppen zu ersetzen, dann enthält das Produkt natürlich restliche Äthyl- oder ähnliche Gruppen, und auf diese Weise kann man einen Stoff, wie zum Beispiel Dinonyl-Diäthyl-Orthosilicat, erhalten.
  • Die Erzeugung der erfindungsgemäßen höheren aliphatischen Silicate wird durch die nachfolgenden Beispiele noch näher veranschaulicht. Beispiel I Tetraoktyl-Orthosilicat 2o8 g (1 Mol) destillierten Tetraäthyl-Orthosilicats wurden mit 540 g (nominal 4,15 Mol) eines handelsüblichen Oktylalkohols, wie in vorstehendem beschrieben, gemischt, und das Gemisch wurde vorsichtig unter teilweisem Rückfluß erhitzt, welch letzterer derart angeordnet war, daß der beim Esteraustausch erzeugte Äthylalkohol abdestilliert werden konnte, während jede verdampfte Oktanolmenge in das Reaktionsgemisch zurückgeleitet wurde. Eine Fraktionskolonne mit einem Wirkungsgrad von drei theoretischen Böden wurde für diesen Zweck verwendet. Das Erhitzen wurde 6 Stunden lang fortgesetzt, während welcher Zeit 237 cm3 Äthylalkohol durch Kondensation des Destillats aus dem Reaktionsgefäß wiedergewonnen wurden.
  • Das rohe Reaktionsprodukt wurde unter vermindertem Druck destilliert; man erhielt eine Fraktion von 47o g Tetraoktyl-Orthosilicat mit einem Siedepunkt von 26o bis 28o° C bei einem Druck von g mm Quecksilbersäule. Das Produkt war eine hellgelbe Flüssigkeit mit einer Viskosität von g,ig cSt/sec bei 25° C und einer Dichte von o,8go bei 26,5° C. Der kubische Ausdehnungskoeffizient belief sich auf o,ooogi je Grad Celsius und die spezifische Wärme auf 0,375 Grammkalorien bei 23,5° C. Die Ausbeute belief sich auf 86,5 °/o der theoretischen Menge. Beispiel 2 Tetra-2-Äthylhexan-i-yl-Orthosilicat 114 g (o,55 Mol) destillierten Tetraäthyl-Orthosilicats wurden mit 294 g (2,26 Mol) 2-Äthylhexani-ol erhitzt. Die Reaktion begann bei 15o° C, und das Erhitzen wurde fortgesetzt, während der erzeugte Äthylalkohol entfernt wurde, wobei eine Fraktionierkolonne mit einem Wirkungsgrad von drei theoretischen Böden und mit variabler Rückflußhöhe verwendet wurde. Das Rückflußverhältnis wurde auf etwa 5:1 gehalten, bis go °/a des zu bildenden Äthylalkohols entfernt worden waren, und wurde sodann auf io: i erhöht. Nach io Stunden hatte man 137cm3 Äthylalkohol wiedergewonnen, und die Kolonnenkopftemperatur blieb stetig auf 175° C.
  • Das rohe Reaktionsprodukt wurde dann destilliert und ergab 228 g Tetra-2-Äthylhexan-i-yl-Orthosilicat als eine klare hellgelbe Fraktion vom Siedepunkt 265 bis 34o° C bei einem Druck von 30 mm Hg, Viskosität 11,75 cSt/sec bei 24° C und Dichte o,894 bei 24° C. Die Ausbeute belief sich auf 76 °/a der theoretischen Menge. Beispiel 3 Tetra-3, 5, 5-Trimethylhexan-i-yl-Orthosilicat 624 g (3 Mol) destillierten Tetraäthyl-Orthosilicats wurden mit i800 g (12,5 M01) 3, 5, 5-Trimethylhexanz-ol gemischt, und das Gemisch wurde unter teilweisem Rückfluß, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben, erhitzt. Das Erhitzen wurde 6 Stunden lang fortgesetzt, während welcher Zeit eine Gesamtmenge von 72o cm3 Äthylalkohol wiedergewonnen wurde. Das Gemisch wurde dann unter vermindertem Druck erhitzt, um das unveränderte Trimethylhexanol zu entfernen, von welchem 7o g wiedergewonnen wurden. Der Rückstand wurde bei 23o° C bei einem Druck von i mm Hg destilliert und ergab 1,613 g Tetra-3, 5, 5-Trimethylhexan-i-yl-Orthosilicat. Ausbeute 92,5 °/a der theoretischen Menge. Es verblieb ein undestillierter Rückstand von 77 g. Beispiel 4 Tetralauryl-Orthosilicat 69 g (0,33 Mol) destillierten Tetraäthyl-Orthosilicats und 250 g (1,34 Mol) Laurylalkohol wurden miteinander gemischt und erhitzt. Der frei gewordene Äthylalkohol wurde im Verlauf von 21/2 Stunden unter teilweisem Rückfluß, wie vorher, entfernt, und eine Gesamtmenge von 8o cm3 Äthylalkohol wurde aufgefangen. Das Produkt wurde unter vermindertem Druck destilliert und ergab 227 g Tetralaurylsilicat als eine klare hellgelbe flüssige Fraktion mit einem Siedepunkt von 348 bis 386° C bei 3 mm Druck, Viskosität 29,5 cSt/sec und Dichte o,87= (beide bei 24° C) ; die Ausbeute entsprach 88,5 °Jo der theoretischen Menge. Beispiel s Dioktyl-Dikresyl-Orthosilicat 54,4 g (nominell o,i Mol) Tetraoktyl-Orthosilicat, hergestellt gemäß Beispiel i, wurden mit 45,6 g (nominell o,i Mol) Tetrakresyl-Orthosilicat, hergestellt aus einem handelsüblichen Kresol mit einem Gehalt von 76 °/o o-Kresol, 2o °/o m-Kresol und 4)/, Phenol, gemischt. Das Gemisch, welches eine Viskosität von 11,6 cSt/sec bei 26° C hatte, wurde i Stunde lang auf 25o° C erhitzt und ergab ein rohes Dioktyl-Dikresyl-Orthosilicat mit einer Viskosität von 11,5 cSt/sec bei 26,5° C und einer Dichte von 0,979 bei 26° C.
  • Beispiel 6 Di-2 Äthylhexan-i-yl-Dikresyl-Orthosilicat 54 g (0,1 MOl) Tetra-2-Äthylhexan-i-yl-Orthosilicat, hergestellt aus einem handelsüblichen Kresol, wie in dem vorhergehenden Beispiel erwähnt, wurden i Stunde lang miteinander bei 15o° C erhitzt. Das rohe Di-2-Äthylhexan-i-yl-Dikresyl-Orthosilicat hatte eine Viskosität von 14,3 cSt/sec bei 26° C und eine Dichte von o,984 bei 26° C.
  • Beispiel 7 Di-3, 5, 5-Trimethylhexan-i-yl-Diphenyl-Orthosilicat 240 g (0,4 M01) Tetra-3, 5, 5-Trimethylhexan-i-yl-Orthosilicat und 16o g (0,4 M01) Tetraphenyl-Orthosilicat wurden miteinander gemischt und 2 Stunden lang auf 27o° C erhitzt; sie ergaben ein rohes Di-3, 5, 5-Trilethylhexan-i-yl-Diphenyl-Orthosilicat von der Viskosität 14,5 cSt/sec bei 23,5° C und der Dichte o974 bei 23,5° C. Beispiel 8 Di-3, 5, 5-Trimethylhexan-i-yl-Dikresyl-Orthosilicat 6o g (o,i Mol) Tetra- 3,5,5-Trimethylhexan-i-yl-Orthosilicat und 45,6 g (o, i Mol) des in Beispiel 5 verwendeten Tetrakresyl-Orthosilicats wurden miteinander gemischt und 2 Stunden lang auf 15o° C erhitzt. Das sich ergebende rohe Di-3, 5, 5-Trimethylhexan-i-yl-Dikresyl-Orthosilicat war eine hellbraune Flüssigkeit von der Viskosität 17,8 cSt/sec bei 25° C und einer Dichte von o,968 bei 23° C. Beispiel 9 Di-3, 5, 5-Trimethylhexan-i-yl-Phenyl-Kresyl-Orthosilicat 42,2 g eines gemischten Phenyl-Kresyl-Silicats, hergestellt durch Mischen und Erhitzen von 25,3 g (0,084 Mol) Tetraphenyl-Orthosilicat mit 16,g g (0,037 Mol) Tetrakresyl-Orthosilicat nach Beispiel 5, wurden mit 6o g (o, i Mol) Tetra-3, 5, 5-Trimethylhexani-yl-OrthosiHcat gemischt.Das GemischwurdeiStunde lang auf 300° C erhitzt und ergab ein rohes Di-3, 5,.5- Trimethylhexan-i-yl-Phenyl-Kresyl-Silicat von derViskosität 14,3 cSt/sec bei 25° C und der Dichte- o,972 bei 25° C.
  • Beispiel =o Dilauryl-Dikresyl-Orthosilicat 38,4 g (0,05 Mol) Tetralauryl-Silicat wurden mit 22,8 g (0,05 Mol) des in Beispiel 5 verwendeten Tetrakresyl-Orthosilicats gemischt und z Stunde lang auf 2o0° C erhitzt. Das erhaltene rohe Dilauryl-Dikresyl-Orthosilicat hatte eine Viskosität von 24,7 cSt/sec bei 25,5° C, die gleiche wie das Gemisch vor dem Erhitzen, und eine Dichte von 0,948, ebenfalls bei 25,5° C.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Wärmeübertragungsmittel für Heiz- oder Kühlsysteme, bestehend aus einem organischen Silicat, z. B. einem organischen Orthosilicat, welches organische Silicat ein oder mehrere aliphatische Radikale mit mehr als 5 und vorzugsweise nicht mehr als 14 Kohlenstoffatomen enthält, gegebenenfalls neben anderen organischen oder sonstigen Silicaten.
  2. 2. Wärmeübertragungsmittel nach Anspruch i, bestehend aus einem organischen Orthosilicat, in welchem jedes der vier organischen Radikale ein aliphatisches Radikal mit mehr als 5 und vorzugsweise nicht mehr als 14 Kohlenstoffatomen ist.
  3. 3. Wärmeübertragungsmittel nach Anspruch i oder 2, bestehend aus einem aliphatischen Orthosilicat, welches sich von einer Mischung höherer Alkohole, die einen wesentlichen Anteil an C8-Alkohol enthält, ableitet.
  4. 4. Wärmeübertragungsmittel nach Anspruch i, bestehend aus einem gemischten aliphatisch-aromatischen Orthosilicat, in welchem eines oder mehrere der organischen Radikale ein aliphatisches Radikal mit mehr als 5 und vorzugsweise nicht mehr als 14 Kohlenstoffatomen sind und das restliche organische Radikal oder Radikale aromatische Radikale, z. B. Phenyl oder Kresyl, sind.
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